Das Neueste
[1. Apr 2015 | Bisher kein Kommentar | 342 mal angeschaut]
Überraschung vor den Wahlen: Zürcher EDU löst sich auf

In dieser Form gab’s dies wohl noch nie: eine Partei wirft kurz vor Wahlen das Handtuch. Die EDU des Kantons Zürich löst sich auf. Wie Noch-Präsident Hans Egli mitteilt, geht die Partei davon aus, dass sie am 12. April, dem Zürcher Wahlsonntag, an der 5%-Hürde scheitern könnte, zumindest aber sicher ihre Fraktionsstärke verlieren dürfte. 2011 hatte die Partei einzig im Bezirk Hinwil mehr als 5% der Stimmen erreicht. Und die Ausgangslage sei diesmal düster. Ihre Wählerbasis sei schon vor vier Jahren überaltert gewesen. Und ausgerechnet die EVP, die sich selbst im Krebsgang befinde, buhle deutlich um die Stimmen der verbleibenden EDU-Wählerschaft.
Der Schritt kommt für Aussenstehende überraschend, hat die Partei doch erst vor wenigen Tagen ihre kantonale Initiative «Schutz der Ehe» eingereicht, mit der sie über die Zürcher Kantonsverfassung das nationale Zivilgesetz in die Schranken weisen will. Doch nicht zuletzt diese Unterschriftensammlung hätte die Parteileitung zum Handeln bewogen: die überwiegende Mehrheit der Unterschriften stamme von Pensionären. Jüngere Personen würden …

Den ganzen Artikel lesen und diskutieren »
[19. Feb 2015 | 754 mal angeschaut]
Der Elefant wütet draussen, aber noch immer sehen ihn etliche nicht

Im Tagesanzeiger erschien eine «Analyse» der Süddeutsche-Korrespondentin Silke Bigalke zum Kopenhagener Doppelmord und der Reaktion der Bevölkerung.

Sie erzählt, dass die traditionelle skandinavische Offenheit durch Forderungen nach weniger durchlässigen Grenzen gefährdet sei. Andere jedoch wünschten sich, dass Dänemark reagiere wie Norwegen auf den Massenmord von Anders Behring Breivik, mit mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit. Die Autorin konstatiert, dass die Angst vor Islamisten dennoch grösser geworden sei. Und sie wendet ein:

“Doch die Fälle sind nicht ganz vergleichbar. Breiviks Tat war rechts­extremistisch motiviert.”

Waren es die Taten von Omar El-Hussein etwa nicht?

[2. Nov 2014 | 1.838 mal angeschaut]
Ehe-Initiative: EDU-Fundis erneut auf rechtsstaatlichen Abwegen

Die Zürcher Sektion der Christian Brotherhood-Partei, auch als EDU bekannt, lanciert nach 2009 erneut eine kantonale Initiative.

Sie will die Kantonsverfassung mit folgendem Einschub versehen:

Die Ehe ist die auf Dauer angelegte und gesetzlich geregelte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau.

Dieser Satz soll den bestehenden Artikel 13 ergänzen, der wie folgt lautet:

Jeder Mensch hat das Recht, die Form des partnerschaftlichen Zusammenlebens frei zu wählen. Der Staat kann neben der Ehe auch andere Formen des Zusammenlebens anerkennen.

Auch wenn sich der Kanton Zürich in seiner Verfassung herausnimmt, andere Formen des Zusammenlebens anzuerkennen, kann er natürlich nicht selbst bestimmen, was als Ehe zu gelten hat und was nicht.

[25. Okt 2014 | 1.696 mal angeschaut]
Karo-Versand bringt neue Serie mit Persönlichkeiten der Gegenwart

Der Karo-Versand weitet seine Bemühungen zur Volksbildung aus. Nach der Serie «Cigar Bands», auf der historische Persönlichkeiten wie Hitler und Mussolini zu sehen waren, präsentierte CEO einen Auszug einer neuen Serie mit Persönlichkeiten der Gegenwart, die Geschichte geschrieben haben.
CEO Peter Wälchli betont, dass seine Bemühungen zur «Geschichtsaufbereitung und Orientierung» mit beträchtlichen Recherche- und Herstellungskosten verbunden seien. Er hofft deshalb auf eine Unterstützung durch das Migros-Kulturprozent.

[18. Okt 2014 | 1.952 mal angeschaut]
Die Welt verstehen – heute mit Claudia Bandion-Ortner, Abdullah-Groupie

Als stellvertretende Generalsekretärin des Wiener König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog erhält Claudia Bandion-Ortner Gelegenheit, Selbsterfahrungstrips ins Reich des absoluten Monarchen zu unternehmen. Sie findet das ausgesprochen kuschlig, wie sie profil.at erzählt:

Bandion-Ortner musste sich – wie alle Frauen in Saudi-Arabien – mit einer schwarzen Abaya verhüllen. „Aber ich muss sagen: Die ist praktisch. Ein angenehmes Kleidungsstück. Sie hat mich ein bisschen an den Talar erinnert.“
Und das Land mit den Hauptexportgütern Erdöl und Wahhabitischer Extremismus sieht sie auf ausgesprochen gutem Weg:

Auf den Vorhalt, dass im Jahr 2014 in Saudi-Arabien bereits 60 Menschen hingerichtet worden sind, dass an Freitagen nach dem Gebet öffentlich geköpft und ausgepeitscht werde, sagt Bandion-Ortner im „profil“-Interview: „Das ist nicht jeden Freitag“ und sie sei natürlich gegen die Todesstrafe.