Vor einem Jahr protestierten ARD und ZDF gegen die iranische Zensur und gegen die Repressalien, denen ihre Mitarbeiter ausgesetzt waren. Und noch in diesem Februar störte das Mullah-Regime den Satellitenempfang der beiden deutschen Staatskanäle.
Doch nun soll Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung herrschen. ARD und ZDF luden den CEO des iranischen Staatsfernsehens (IRIB), Ezzatollah Zarghami, ein, um über Kooperationen zu diskutieren. Von Zarghami, der letzten Sommer die Erschiessung der friedlichen Demonstrantin Neda Agha-Soltan als Lügengeschichte von BBC und CNN bezeichnet hatte, hiess es im vergangenen September, er sei seines Amtes enthoben worden, doch gemäss dem englischsprachigen IRIB-Portal übt er das Amt aktuell wieder aus.
Der frühere Revolutionswächter Zarghami musste sich offenbar nicht mit zweitrangigen Vertretern von ARD und ZDF zufriedengeben, nein es waren gleich die Intendanten, welche die Kooperation ankündigten. In einem Video vom Treffen ist zudem der ARD-Auslandchef Theo Koll zu sehen. Es geht also wohl kaum nur um den Austausch von seichten Spielfilmen.
Wer nicht möchte, dass man bei ARD und ZDF dereinst bei …
Annäherung dank Club-Sendung.
Der wohl grösste und bekannteste Skeptikerkongress kommt nach Zürich!
Von Hundekot über Muttermilch bis zu Bohrspänen und zerdrückten Käfern – 100 authentische Präparate
Nun ist sie also lanciert, die Initiative zur Abschaffung der Wehrpflicht. Nicht zum ersten Mal erzwingt die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) eine vertiefte Debatte zu einem Thema, das längst auf die politische Traktandenliste gehörte, von Parteien und anderen Verbänden aber bestenfalls niederschwellig diskutiert wird.
Dabei zeichnete sich seit geraumer Zeit ab, dass auch die Schweiz an der Debatte nicht vorbei kommt. Nicht nur, weil die überwiegende Mehrheit der Länder Europas die Wehrpflicht abgeschafft hat (siehe Karte im Beitrag vom 13.06.2010) sondern auch weil die so genannte «Wehrgerechtigkeit» auch in der Schweiz längst nicht mehr gegeben ist und die Armee längst keine Volksarmee ist. Wer nicht hin will, leistet heute keinen Militärdienst mehr. Und die Armee ist froh um die angeblichen «Drückeberger» — sie kann von einem Jahrgang Schweizer Männern ohnehin nur noch rund einen Drittel aufnehmen. Auch der Zivildienst kann nicht annähernd genügend Beschäftigungsprogramme bieten, um den Mythos einer real existierenden allgemeinen Dientpflicht aurecht halten …
Robert Heymann ist bekennender Tora-Fan. Nicht einfach aus religiöser Überzeugung, nein seine Ehrfurcht vor den Büchern Mose gilt vor allem auch den «Passagen mit ihren praktischen Dingen», wie er im Interview mit «d’Region» bekennt. Als Beispiel führt er den «Chukat»-Abschnitt an, in dem eine Kuh — nicht irgendeine, sondern eine tadellose rotfarbene — geopfert wird, um ihre Asche zur Reinigung zu verwenden:
Das ist die Verordnung, die der Herr erlässt: Sag den Israeliten, sie sollen dir eine fehlerlose, einwandfreie rote Kuh bringen, die noch nie ein Joch getragen hat. Übergebt die Kuh dem Priester Eleasar! Dann soll man sie vor das Lager hinausführen und sie vor seinen Augen schlachten. Der Priester Eleasar nimmt mit seinem Finger etwas von ihrem Blut und spritzt damit siebenmal gegen die Vorderseite des Offenbarungszeltes. Darauf verbrennt man die Kuh vor seinen Augen. Ihr Fell, ihr Fleisch und ihr Blut, alles soll man verbrennen, samt ihrem Mageninhalt. Der Priester nimmt Zedernholz, Ysop …
Nun ist die Diskussion also auch in Deutschland nicht mehr zu bremsen: Heiko Maas, Chef der saarländischen SPD, unterstützt den Vorschlag des deutschen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), die Wehrpflicht abzuschaffen oder auszusetzen. Maas geht damit auf Distanz zu seiner Partei, die sich offiziell noch immer nicht recht von der Linie ihrer beiden Ex-Verteidigungsminister Scharping und Struck emanzipieren mag und seit drei Jahren die Mogelpackung «freiwillige Wehrpflicht» propagiert. Doch die Wehrpflichtkritiker in der SPD – die JUSO fordert die Abschaffung seit zehn Jahren – dürften der Führungsriege nun Beine machen, damit ihre Partei nicht die letzte ist, welche die heilige Kuh auf sie Schlachtbank führen will.
Die FDP forderte bereits vor einem Jahr, dass die Wehrpflicht ausgesetzt werde, Linke und Grüne stehen sowieso für deren Abschaffung ein. Es dürfte also eine breite Koalition der Vernunft dafür sorgen, dass Deutschland dem europäischen Trend folgt: Litauen hat seit Juli 2009 eine Freiwilligenarmee, Schweden seit diesem Jahr und nächstes Jahr wird …
Die Blutauffrischung im Zürcher Stadtrat macht sich bemerkbar: Stadtpräsidentin Corine Mauch und der neue Hochbauvorstand André Odermatt liessen gestern die Bevölkerung an der Planung des neuen Kongresshausstandortes teilhaben. Diese bedankte sich mit dem Vorschlag, die Standortwahl noch einmal auszuweiten.
«Echoraum» wurde der Anlass genannt – und das Einholen des Echos bildete denn auch nach den Einführungsvoten den Hauptteil des Abends. In je drei Gesprächsrunden setzten sich die insgesamt rund 120 Teilnehmenden zu viert bis sechst an Tische und tauschten sich über die von der Stadt evaluierten Standorte aus: das Areal an der Geroldstrasse, den Carparkplatz vis-à-vis dem Hauptbahnhof, das Seeufer in der Enge und das Kasernenareal. Anschliessend wurden die so gesammelten Erkenntnisse, Befindlichkeiten und Empfehlungen an den Stadtrat wurden in einer gemeinsamen Schlussrunde vorgetragen. Von den vier Standorten schwang das Gebiet Geroldstrasse am Abend klar obenaus, wenn auch Quartiervertreter eine Beschleunigung der Veredelung des Quartiers als bedeutendes Risiko ansehen. Erstaunlich wenig wurde zum Kasernenareal verlaubart, offenbar gilt …