Das Neueste
[19. Jul 2014 | Erst ein Kommentar | 1.199 mal angeschaut]
Das Deutsche Wesen, an dem die Welt genesen soll, hat nun Migrationshintergrund

Gestern fanden in verschiedenen Städten Anti-Israel-Demonstrationen statt. Israel geht grobschlächtig und ohne Rücksicht auf Verluste gegen die Raketenwerfer in Gaza vor. Dass dies auf der Strasse angeprangert wird, ist nichts Neues und auch nichts Ungeheuerliches. Neu ist auch nicht, dass bei solchen Kundgebungen immer auch Demonstranten präsent sind, die klar anti-semitische Parolen skandieren. Und ebenfalls nicht neu ist, dass sich ein Teil der Linken äusserst schwer tut, diesem dumpfen Antisemitismus aktiv Paroli zu bieten.
Neu ist allerdings, dass die antisemitischen Wortführer nicht mehr aus dem eigenen völkischen Sumpf stammen sondern sich aus einem radikalmuslimischen Mob rekrutieren. Besonders gehässig und gewaltbereit zeigten sie sich in Berlin. Skandiert wurde unter anderem «Jude, Jude, Du feiges Schwein, komm heraus und kämpf’ allein» sowie «Zionisten sind Faschisten». Und auch «Tod Israel» und «Israel bombardieren» – gefolgt von «Stoppt den Mord, stoppt den Krieg».
Weiteres Video auf livingscoop.
Man könnte es als Groteske abtun, wenn Faschisten anderen Faschismus vorwerfen oder gleichzeitig das Ende des Kriegs und der Tod eines Staates eingefordert wird. Dafür …

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[1. Apr 2014 | 1.595 mal angeschaut]
Katholische Kirche Zürich beantragt Aberkennung als Landeskirche

Für Aussenstehende kommt der Schritt überraschend, doch ein interner Bericht zeigt: die Führung der katholischen Kirche des Kantons Zürich sieht in der Anerkennung als Landeskirche mehr Nach- als Vorteile und will sich deshalb von den «staatlichen Fesseln» befreien.
Der Strategiewechsel kommt scheinbar überraschend: Im vergangenen Herbst hatten die Zürcher Katholiken noch freudvoll 50 Jahre Anerkennung als öffentlich-rechtliche Körperschaft gefeiert und den 1963 erfolgten Schritt als wichtiges Zeichen gegen religiöse Diskriminierung bezeichnet.
Doch man nutzte das Jubiläumsjahr nicht nur, um zurückzublicken sondern auch, um nach vorn zu schauen. Hinter verschlossenen Türen entstand der Bericht «die nächsten 50 Jahre». Die Analyse ist sorgfältig. Die zunehmende Säkularisierung der Gesellschaft wird als kaum mehr umkehrbar angesehen. Man zeigt sich jedoch erleichtert, dass man im Vergleich zu den Reformierten dank der Zuwanderung insgesamt deutlich weniger Mitglieder verliert. Dies wird nicht zuletzt als einer der wesentlichen Vorteile des Landeskirchenstatus angesehen: Wer sich neu im Kanton Zürich niederlässt und bei der Anmeldung «Katholik» als Konfession angibt, wird …

[31. Mrz 2014 | 1.908 mal angeschaut]
Subventionen für Orgelzentrum – reformierte Kirche kriegt den Hals nicht voll

Der reformierten Kirche gehen die Mitglieder aus, sie hat zu viele Kirchen für zu wenige Kirchgänger. Der Liegenschaftenaufwand ist bei so mancher Kirchgemeinde der grösste Aufwandskosten. Dennoch freunden sich die Kirchenoberen nur äusserst zaghaft mit dem Gedanken an, auf einen Teil der überflüssig gewordenen Objekte zu verzichten.
Die weit und breit bisher einzige konkrete Absicht, einen Kirchenbau einer neuen Nutzung zuzuführen, stammt von der Kirchgemeinde Zürich Wollishofen. Sie lancierte für die Kirche auf der Egg einen Ideenwettbewerb und prüfte verschiedene Vorschläge. Bedingung war, dass die Projekte einen Bezug zum Christentum haben, ein Vorschlag für eine Nutzung durch eine andere Religionsgemeinschaft wurde deshalb von der Jury als nicht regelkonform zurückgewiesen.
Nun ist der Entscheid gefallen: aus der peripher gelegenen Kirche soll ein Orgelzentrum werden. Aus Kirchensicht ist das eine sehr schlüssige Wahl. Die Zonenkonformität dürfte zu erreichen sein, der christliche Bezug bleibt gewahrt und auch die Auflagen der Denkmalpflege, die eine sichtbare Säkularisierung der Nutzung mit eigenen Hürden erschweren …

[24. Feb 2014 | 2.550 mal angeschaut]
Abschaffung des Tanz-, Kultur- und Sportverbots dann halt mittels Volksinitiative

Der Zürcher Kantonsrat hat es heute verpasst, einen alten Zopf abzuschneiden und die anachronistischen Verhaltensverbote an so genannt hohen Feiertagen aus dem Ruhetags- und Ladenöffnungsgesetz zu entfernen.
Die Mehrheit des Rats scheint wenig Ahnung von den Befindlichkeiten in der Bevölkerung zu haben. Eine Petition, die Regierungs- und Kantonsrat aufforderte, die Einzelinitiative «Aufhebung des Tanz-, Kultur- und Sportverbots an sogenannt hohen Feiertagen» anzunehmen, wurde von der Juso, der Jungen Grünen, der Jungen CVP, der Jungen Grünliberalen, den Jungfreisinnigen, der Jungen SVP und den (jungparteienlosen) Piraten und BDP unterstützt. Innert weniger Tage wurden an der Afro-Pfingsten über 1000 Unterschriften gesammelt. Die Afro-Pfingsten und deren Besucher sind durch das Verbot betroffen: der integrierte Markt darf am Pfingstsonntag nicht stattfinden. Das versteht im Jahr 2014 kaum noch jemand. Ebenso wenig, dass an einem Bettag kein Sportturnier im Freien stattfinden darf.
Die Einzelinitiative wäre als Instrument bestens geeignet gewesen, um eine vergleichsweise kleine Gesetzesänderung anzustossen, die keine Verlierer hat. Nun muss die Zürcher …

[15. Feb 2014 | 2.560 mal angeschaut]
Erstaunliche Ungenauigkeiten im Wahlbüro Zürich 9 [Update 17.2.]

Die EVP hat also die 5%-Hürde im Zürcher Stadtkreis 9 verfehlt und verschwindet aus dem Gemeinderat. Dies hat die Nachzählung am Donnerstag ergeben. Es wurde betont, dass alle Zählungen von mehreren Personen gemeinsam vorgenommen wurden und alle Arbeitsschritte genau kontrolliert wurden.

[...]

Was aber überrascht, ist, dass sich die Abweichung zur Erstzählung nicht auf Panaschier- und Kumulierstimmen beschränkt. Auch die Zahl der eingegangenen Stimmzettel weicht bei der Zweitzählung um acht Stück von der Erstzählung ab, wie ein Vergleich der beiden Wahlprotokolle zeigt: