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[3. Mai 2013 | 2 Kommentare | 409 mal angeschaut]
Religionsmonitor zeigt: säkulare Werte prägen die Gesellschaft

Der Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung (PDF) zeigt: säkulare Werte setzen sich durch. Klare Mehrheiten der Deutschen Bevölkerung befürworten Schwangerschaftsabbruch, das Recht auf Ehe für gleichgeschlechtliche Paare und das Recht, über den eigenen Tod zu bestimmen.
Opposition gegen diese Selbstbestimmungsrechte erklingt vornehmlich aus den Reihen religiös-konservativer Kreise. Doch zumindest bei den christlichen Gemeinschaften finden diese fundamentalistischen Positionen keine Mehrheiten. Einzig bei den Musliminnen und Muslimen unterstützen nur ein Drittel bis knapp die Hälfte diese Selbstbestimmungsrechte:
Mit simplen Fragen – es wurden vier Personen gezeigt, die als traditionell, sicherheitsbedacht, hilfsbereit oder hedonistisch portraitiert wurden und die Befragten mussten angeben, ob diese Personen ihnen ähnlich seien, suchten die Forscher nach Unterschieden unter den verschiedenen Weltanschauungen. Konfessionslose Deutsche sind im Schnitt deutlich weniger traditionell und auch weniger sicherheitsbedacht als ihre gläubigen Landsleute, aber nicht etwa weniger hilfsbereit oder generell hedonistischer:

Die Untersuchungen zeigen: Säkulare Werte sind längst mehrheitsfähig. Das Hochhalten von Selbstbestimmungsrechten geht aber nicht einher mit einem Einbrechen von Hilfsbereitschaft oder einer …

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[2. Mai 2013 | 274 mal angeschaut]
Verpennte Einreichungsfristen für Wahlvorschläge: keine einheitliche Handhabungspraxis

Die SP Olten verpasste es Anfang Woche, die längst angekündigte Kandidatur ihres Stadtrats Peter Schafer als Stadtpräsident bei der Gemeinde rechtzeitig offiziell einzureichen.
In Olten scheinen nun alle davon auszugehen, dass Schafer damit definitiv aus dem Rennen ist. Chancenlos muss aber ein Rekurs nicht zwingend sein, mindestens zwei vergleichbare Patzer anderer Parteiverantwortlichen sind bekannt und in einem der beiden Fälle wurde zugunsten unbeabsichtigterweiser ausgebremster Kandidaten entschieden.
Kein Erbarmen gab es 2006 für die SVP im Obwaldner Wahlkreis Giswil. Eine halbe Stunde nach Einreichungsschluss hatten sie ihre Kantonsratsliste bei der Gemeinde eingereicht. Sowohl der Gemeinderat wie auch der Obwaldner Regierungsrat, der von der Partei als Rekursinstanz angerufen worden war, sahen sich aus formalen Überlegungen ausserstande, Kulanz zu zeigen. In einer Medienmitteilung hielt der Regierungsrat damals unter anderem fest:
Die Einhaltung dieser Fristen ist eine wesentliche Voraussetzung, dass Wahlen und Abstimmungen ordnungsgemäss durchgeführt werden können. Ein ausnahmsweises Abweichen von einer klar gesetzlich festgelegten Frist würde für alle andern teilnehmenden Parteien …

[23. Apr 2013 | 442 mal angeschaut]
Von Reinkarnationen, Abtreibungen, Karmakosten und Steiner-Schulen

Auf dem Mamablog outete sich Autorin Andrea Fischer als zweimalige Abtreiberin und löste so eine Fortführung der Debatte über die Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» aus, welche die Kosten der Abtreibung als einzige medizinische Leistung per Verfassungsparagrafen aus der Krankenkassengrunddeckung verbannen will.

Einen interessanten Aspekt bringt Kommentator Fritz Nussbaumer in die Diskussion:

Solange Menschen die Reinkarnation als Stumpfsinn definieren; solange die Menschen nicht wissen wollen, dass sich Kinder aus der vorgeburtlichen Welt ihre Eltern aussuchen; solange wird der Fötus als überflüssiger Zellhaufen eben eliminiert.

Ja, es liegt in der Freiheit der werdenden Mutter (und des Vaters) eine Schwangerschaft als unerwünscht abzubrechen, man sollte dann aber auch die karmische Schuld des Arztes, der Aerztin in Betracht ziehen, der/die den Abort durchführt.

[21. Apr 2013 | 2.119 mal angeschaut]
Stadtratswahlen Zürich: Richard Wolff räumte bei den grünliberalen Wählern ab [update]

Es war die Gretchenfrage zur zweiten Runde der Stadtratsersatzwahlen: Wie würden sich die 12’185 Wählerinnen und Wähler verhalten, die in der ersten Runde ihre Stimme dem grünliberalen Daniel Hodel gegeben hatten?

Sowohl der pointiert umweltpolitisch auftretende AL-Kandidat Richi Wolff wie auch der Freisinnige Marco Camin durften darauf hoffen, einen Teil dieser Wählerschaft auf ihre Seite zu holen.

Nun ist das Ergebnis des zweiten Wahlgangs bekannt: Wolff wie Camin konnten sich gegenüber der ersten Runde verbessern, Wolff steigerte sich um 5500 Stimmen, Camin um 2681 Stimmen. Camin büsste damit seinen Vorsprung aus dem ersten Wahlgang ein und verlor die zweite Ausmarchung mit 685 Stimmen Rückstand.

Vergleicht man die Stimmengewinne der beiden Kandidaten in jedem Wahlkreis mit dem jeweiligen Resultat Hodels aus dem ersten Wahlgang zeigt sich ein überaus stabiles Bild:

[14. Apr 2013 | 583 mal angeschaut]
Über politische Stilmittel, Zensur und die Liebe zu Margaret Thatcher

Britische Politik ist einiges unzimperlicher als Schweizerische. Im Unterhaus ist es an der Tagesordnung, dass Redner vom oppositionellen Lager ausgelacht, ausgebuht oder niedergeschrien werden:
Doch auch Kabarettisten teilen anders aus als in der Schweiz. Schon vor Jahren meinte etwa der schottische Komiker Frankie Boyle während in Ausgabe von Dara Ó Briains Fernsehprogramm «Mock The Week» zu Margaret Thatcher
For three million we could give everyone in Scotland a shovel and we could dig a hole so deep, we could hand her over to Satan personally.
Thatcher bot wegen ihrer innen- wie aussenpolitischen Positionen – unter ihrer Amtsführung war Grossbritannien eine verlässliche Partnerin des Apartheidregimes in Südafrika, des ehemaligen kambodschanischen Tyrannen Pol Pot und Saddam Husseins – grosse Angriffsflächen. Nicht erstaunlich, dass unzählige Bühnenkünstler gegen sie wetterten.
Es gibt alleine über 20 Songs zu Margaret Thatcher, in der Bands ihrem Ärger Luft machen. Nun, nach ihrem Ableben, sorgen aber nicht etwa Tramp The Dirt Down von Elvis Costello oder The Post War Dream von …