Nachrichtendienst geht in die Offensive: In Davos werden weitere abgefangene Faxe präsentiert
Der dem VBS unterstellte Strategische Nachrichtendienst (SND) bemühte sich in Davos, sein angeschlagenes Image aufzupolieren. In einer völligen Abkehr vom bisherigen Vorgehen, entschied sich der SND aktuell abgefangene Faxe gleich selbst der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen (und so dem noch immer nicht identifizierten Maulwurf in den eigenen Reihen zuvorzukommen).
Vor den Toren des World Economic Forum (WEF) baute der SND deshalb ein mobiles Abhör- und PR-Büro ein und ermöglichte so den Gästen von Klaus Schwab, sich vor Ort von der Effizienz und technischen Expertise des SND überzeugen zu können.




Bilder: zvg – weiteres Bildmaterial findet sich hier
Gleich drei Faxe, die in Sachen Brisanz der unlängst abgehörten Botschaft aus Ägypten in Nichts nachstehen dürften, wurden in Davos abgefangenen, entziffert und den WEF-Teilnehmern ausgehändigt. Als erstes konnte eine Mitteilung des US-Sonderbotschafters für den Irak, James A. Baker, an die Carlyle Group entschlüsselt werden. Des weiteren wurde ein Schreiben des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai sichergestellt.
In der Schweiz am meisten zu reden geben dürfte aber das dritte Fax, ein geheimesSchreiben von Pascal Couchepin an den US-Handelsbeauftragten Rob Portmann. Da der SND nicht im Inland tätig zu sein hat, wird dessen Leiter, Hans Wegmüller, wohl argumentieren müssen, dass Signale im ausländischem Luftraum abgehorcht wurden.
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