Velostationen im Zürcher HB – mit nur zwei Jahrzehnten Verspätung
Am Zürcher Hauptbahnhof sollen zwei unterirdische Velostationen entstehen. Der Zürcher Gemeinderat überwies am Mittwoch eine entsprechende Motion ihrer beiden grünen Mitglieder Daniel Leupi und Bastien Girod. Der Stadtrat wehrte sich gegen die Annahme in der Form eines griffigen Motion und wollte das Anliegen nur im Rahmen der Gesamtplanung des unterirdischen Bahnhofs Löwenstrasse anpacken, d.h. für etliche Jahre schubladisieren.
Sind denn dem Stadtrat 20 Jahre Verzögerung nicht genug? Zur Erinnerung: Bereits 1988 stand ein solches Projekt auf der politischen Traktandenliste – und wurde damals mit kruden Argumenten bekämpft. U.a. wurde damals argumentiert, es käme der SBB mit ihrem HB Südwest in die Quere. An der Urnenabstimmung vom 25. September 1988 wurde der Gestaltungsplan für die spätere Planungsleiche «HB Südwest» dann tatsächlich angenommen, der Velobahnhof aber abgelehnt. Zwar wurde auf der Landesmuseumsseite zwischenzeitlich das Velogate eröffnet, im Grunde ist die Veloabstellplatzmisere rund um den Hauptbahnhof so gross wie vor 20 Jahren.
Die Mitte-links-Mehrheit im Gemeinderat hat dies am Mittwoch glücklicherweise erkannt und will Stadtrat und Planern endlich Beine machen.


















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