Viele, viele bunte Schulinitiativen
Schulpolitik wird in der Schweiz seit geraumer Zeit zu einem guten Teil mittels Volksinitiativen betrieben. Verschiedene Komitees haben Schulfächer entdeckt, die es unbedingt besser zu stellen gilt. Schulinitiativen haben – und sei’s nur via Druck auf die Parlamente – gute Chancen, den Lehrplan zu beeinflussen. So dürfen wir uns im Kanton Zürich auf ein neues Fach freuen, welches voraufklärerische Weltansichten vermitteln soll.
Nach der kantonalzürcherischen Wiederaufwertung der Handarbeit soll nun – mittels einer nationalen Initiative – auch der Musikunterricht besser gestellt werden. Was natürlich keine der Lobbyorganisationen für ein bestimmtes Fach darlegt, ist, wo ein Abbau geschehen soll. Ein blosses Aufsummieren aller Einzelanliegen ist schlicht unmöglich, das Ertragen weder die Stundenpläne der SchülerInnen noch die Lehrerausbildung.
Die Initianten der Musikinitiative verraten auf ihrer Webseite leider weder, wie der Fächermix nach ihren Vorstellungen aussehen sollte, noch in welchen Kantonen denn aus ihrer Sicht beim Musikunterricht und der Begabtenförderung, die gemäss Initiativtext ebenfalls intensiviert werden sollte, tatsächlich Nachholbedarf besteht.
Vor einer Woche habe ich im Forum des Initiativkomitees diesbezüglich ein paarFragen gestellt. Mein Beitrag bleibt leider unbeantwortet (und überhaupt der bisher einzige). Liest denn aus dem Komitee dort niemand mit oder scheut man sich, verbindlich werden zu müssen?


















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