Winkelwiese: Falsche Zahlen der Projektherren
Stadtzürchern ist die Winkelwiese 10 inzwischen ein Begriff. Dieses städtische Grundstück von 2792m2 möchte der Stadtrat demjenigen im Baurecht abtreten, der am meisten zu zahlen bereit war. Merck-Erbe Frank Binder möchte für sich und seine Partnerin auf der Parzelle eine fünfstöckige Villa realisieren. GemässInterview mit dem Altstadtkurier soll eine Wohnung für ein Bedienstetenehepaar integriert werden.
In der SDA-Berichterstattung (bei 20 Minuten entdeckt) steht nun auf einmal, dass “etwa zehn Personen” in dem Haus wohnen sollen. Und eine weitere Zahl versucht, die Masslosigkeit des Projektes kleinzureden. Im Artikel steht, die Wohnfläche betrage rund 620m2. Mit Sicherheit nicht eingerechnet sind in dieser Zahl die Schwimmbäder und andere Nutzungsformen, beträgt doch die Bruttogeschossfläche der fünf überirdischen Geschosse rund 1400m2.
Über 3700 Unterschriften kamen innert der 30-tägigen Referendumsfrist zusammen (nötig sind 2000), rund 500 davon aus dem Kreis 1, in dem auch die Winkelwiese liegt. Das Signal der UnterzeichnerInnen, egal ob sie aus der Innenstadt oder den Aussenquartieren kommen, ist klar: Die Stadt soll mit ihrem eigenen Boden haushälterisch umgehen und für eine quartierverträgliche Nutzung ihrer Grundstücke besorgt sein. Die geplante Villa passt nicht in die gewachsene Struktur der Altstadt. Wenn neu gebaut wird, soll Familienwohnraum entstehen, nur schon, um den immer etwas zu kleinen Belegungszahlen der Kindergärten und Schulklassen in der Innenstadt entgegenzuwirken. Zudem soll der grosszügige Garten, der zum Grundstück dazu geschlagen wurde, zumindest tagsüber künftig der Öffentlichkeit zugänglich werden.


















[...] Projekt nicht bewilligungsfähig ist – etwas, das die Kritiker der Vorlage schon immer betont [...]