Jekami-Überwachung
Wie gestern berichtet ist die grossflächige Videoüberwachung in Grossbritannien ein einziger Flop. Gerade mal drei Prozent der Raubüberfälle in den Strassen Londons liessen sich durch Überwachungskameras aufklären. Das Problem ortet man im fehlenden Zusammenzug der unzähligen Aufnahmen. Eine zentrale Datenbank und bessere Software soll deshalb den ausbleibenden Erfolg sicherstellen.
Einen ganz anderen Ansatz verfolgt die JUSO Luzern. Sie hat mit Laptops und Empfangsgeräten privat installierte Überwachungskameras gehackt und präsentiert eindrückliche Innenaufnahmen aus Büroräumen und Ladengeschäften. Dazu David Roth gegenüber heute-online: «Es ist nicht so, dass wir in fremde Kameras eindrangen, die Bilder drangen eher auf unseren Compi ein.»
Ob der Nachbar nicht vielleicht doch ein Ladendieb ist? Überwachung selbst gemacht bringt Klarheit. (Quelle: Juso Luzern)
Die Juso zeigt also vor, wie London kostengünstig und dezentralisiert zum gewünschten Mehr an Überwachung kommen könnte: Einfach Empfangsgeräte an die Einwohner verteilen und jeder kann sein eigener kleiner Verbrechensbekämpfer werden. Unverständlicherweise zeigen die JUSO-Aktivisten hier Skrupel. Ihr Filmbeitrag ist nämlich ein Plädoyer gegen das geplante Luzerner Reglement zur Videoüberwachung, gegen das sie im Verbund mit den Jungen Grünen und der UN1A das Referendum ergriffen hatten.


















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