Restflächenverwertung – Veloförderung in der Stadt Zürich
«Restflächenverwertung» – mit einem einzigen Wort bringt Pete Mijnssen, Redaktor und Herausgeber des «velojournals» die Velopolitik der Stadt Zürich in einem Beitrag für den «Tages-Anzeiger» auf den Punkt. Der Veloanteil an Gesamtverkehr ist in Zürich mit 4.1 Prozent erbärmlich klein – von 2000 bis 2005 ging er sogar um einen haben Prozentpunkt zurück.
Es gibt – trotz rotgrüner Mehrheit in der Exekutive – keine koordinierte Velopolitik, selbst bei aktuellen Neugestaltungen von Verkehrsflächen wird gewurstelt. Der ehemalige Velobeauftragte der Stadt Zürich, Frans de Baan, bemängelt, dass Stadt und Kanton Zürich nicht an einem Strick ziehen. Auf nationaler Ebene geschieht schon gar nichts. Dies obwohl auch der Bund gemerkt hat, dass Kinder und Jugendliche immer weniger aufs Velo steigen. Ganz ander Österreich: Dort will die Regierung in den nächsten fünf Jahren 360 Millionen Euro in den Radverkehr investieren (s. PDF) – nicht zuletzt, um durch eine teilweise Umlagerung des Autoverkehrs die Kyoto-Ziele zu erreichen.
Der stadtzürcherischen Exekutive Beine machen kann man vorerst durch die Unterstützung der Städte-Initiative von umverkehR. Wenn das nicht reicht, braucht es wohl auch in Zürich wieder einmal eine Reclaim the Streets-Aktion. Es dürften weniger als 80’000 Teilnehmende (wie vor einem Monat in Budapest) reichen, um die Botschaft für Behörden und Verwaltung verständlich zu machen.


















[...] Initiative bietet also die Chance, die heutige «Restflächenverwertung» durch eine ernsthafte Veloförderung abzulösen und die Lücken beim Nahverkehr zu [...]
[...] Mut zur Förderung des Langsamverkehrs – Veloförderung läuft immer noch nach dem Prinzip der Restflächenverwertung, die Vision «2000 Watt-Gesellschaft» war zwar in den Legislaturzielen angedacht, doch es brauchte [...]