SVP-Spaltung: alles nach Plan
Prognosen sind eine schwierige Sache, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Diese alte Bohrsche Weisheit1 trifft auch auf die Politik zu. Man kann sich mit seinen Rechenspielereien leicht vertun. Und im Zeitalter des Internet ist’s auch nicht so einfach, sich nicht mehr für sein eigenes Geschwätz von gestern zu interessieren. Es kann einem allzu einfach um die Ohren geschlagen werden.
Zuweilen bietet dieses unerbittliche Gedächtnis aber auch einen Vorteil, dann nämlich, wenn man mit Fug und Recht behaupten kann, man habe es genau so kommen sehen. Was schrieb ich doch zwei Tage vor den Nationalratswahlen in einer Diskussion auf nzzvotum zur SVP und ihren Vertretern:
Auch die weniger guten (zumindest die zugeteilte Rolle betreffend) werden verschwinden, altershalber. Das Machtvakuum wird Hahnenkämpfe, Richtungskämpfe, Orientierungslosigkeit und Abspaltungen auslösen. Wohl nicht im Ausmass wie als die holländische List Pim Fortuyn ihres Führers beraubt wurde. Aber durchaus mit ähnlicher Tendenz. Bis es soweit ist, wird die aktuelle Garde aber den Schaden am Staat noch zu maximieren versuchen.
Nun, knappe acht Monate später lässt sich festhalten: Es läuft alles nach Plan ![]()
1Möglicherweise stammt das Bonmot «It’s difficult to make predictions, especially about the future» aus einem anderen Mund.


















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