Befreit Moritz Leuenberger aus seiner Zeitschleife!
Vor beinahe eineinhalb Jahren entdeckte Moritz Leuenberger das Bloggen. Als erster im Bundesrat. Und weil er so ein tifiger1 ist, glaubt er offenbar, ständiger Trendsetter zu sein. Jedenfalls verkündet er heute stolz und amtlich, den weltweit ersten 1.-August-Blog-Eintrag verfasst zu haben – und die Presse plappertihm dies brav nach.
Eine kurze Suche bestätigt, was eigentlich klar war: Darauf sind nun wirklich schonandere gekommen – vor Jahren. Christian Schenkel titelte seinen edemokratie.ch-Beitrag vom 1. Juni 2006 unzweideutig «Meine Rede zum 1. August». Die verlinkten Damen und Herren haben allerdings allesamt darauf verzichtet, ihre Worte auch noch über Lautsprecher hinauszutröten – was durchaus nicht gegen sie spricht. Aber selbst wenn dies für Leuenberger ein Kriterium gewesen sein sollte: Leuenberger muss dennoch hinten anstehen. Letztes Jahr sprachen z.B. Bastien Girod in Wald ZHund Balthasar Glättli in Bubikon und veröffentlichten pflichtbewusst ihre Reden in ihren Blogs. Ja, wozu wird denn Glättli vom Staatsschutz überwacht, wenn nicht einmal derlei essentielle Information zu den richtigen Bundesstellen gelangt?
1 helvetisch für fleißig


















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