Die SVP-Kandidatenkür kann losgehen
Samuel Schmid tat heute, was er in schwierigen Situationen immer tut: faktisch nichts – zumindest vordergründig. In Wirklichkeit versucht er wohl, einen etwas angenehmeren (aber dennoch baldigen) Zeitpunkt für seinen Abgang zu erreichen.
Die SVP, die (beiweilen nicht als einzige Partei) Schmid schon lange loswerden wollte, ist nun im Dilemma. Sie hat sich offiziell zur Oppositionspartei erklärt, kann aber kaum der CVP einen zweiten Bundesratssitz kampflos überlassen – und schon gar nicht der neuen Hauspartei Schmids, der Bürgerlich-Demokratischen Partei mit drei Prozent Wähleranteil).
Eine Wiederwahl Blochers durch die vereinigte Bundesversammlung ist ausgeschlossen – dies hat der abgew. BR durch das Forcierten der SVP-Abspaltungen höchstpersönlich sichergestellt.
Wenn die SVP klug ist, lässt sie also schon bald einige Kandidatennamen zirkulieren (es geht ja nur ums VBS, also wird sie schon jemanden finden, die/der nicht am Peter-Principle scheitert). Parallel lässt die Partei über Nationalrat Spuhler, der an einem beruflichen Abstieg nicht interessiert sein dürfte, ausrichten, dass die Zeit der Oppositionspartei schon wieder vorbei ist. Voraussetzung ist lediglich, dass Blocher es zulässt, dass die Partei ihn bereits jetzt offiziell als Auslaufmodell präsentiert und nicht erneut als (chancenlosen) Kampfkandidaten aufstellt.


















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