Missionieren statt bilden – Religionsunterricht im Alltag
«Was spricht dagegen?» fragte ein Kommentator zu meinem neulichen Blogeintrag zum neuen Zürcher Schulfach «Religion und Kultur». Die Absichtserklärungen klingen ja durchaus redlich, «teaching about religion», nicht «teaching religion» – so wird es neudeutsch erläutert – sei das Ziel. Der Lehrplan enthält allerdings – wie in meinem Kommentar erwähnt – keinerlei weltliche Sichtweisen, so dass die zwingende Neutralität des Unterrichts kaum zu erreichen ist.
Dass zudem der Wille fehlt, das Missionieren wirklich aussen vor zu lassen, sei an einem Beispiel aus St. Gallen erläutert, über das 20min.ch heute berichtet:
Den Frauenklöstern in der Ostschweiz sterben die Nonnen weg. Weit und breit ist kein Nachwuchs in Sicht. Werbung soll nun junge Frauen ins Kloster locken.[...] Im Religionsunterricht in der Primarschule stehen Klosterbesuche inzwischen auf dem Programm.
Genau hier hört der Spass auf. Das Anwerben von GlaubensgenossInnen hat gefälligst ausserhalb der Räumlichkeiten öffentlicher Schulen zu erfolgen. Könnte sich die St. Galler Politik da bitte mal drum kümmern? Danke.


















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