Blogcamps – das letzte Reduit für Männer?
Die Orte, an denen Männer noch unter sich sein können, werden rar. Im Berufsleben sowieso, Stellen in alterwürdigen Berufen wie Lehrer, Pfarrer und Arzt werden längst auf beide Geschlechtern aufgeteilt, der Breitensport kennt Quotenvorgaben für «Mann»schaften, die Politik sowieso, Statuten sichern Frauen den Zugang zu traditionellen sozialen Netzwerken wie den Rotariern (PDF) und selbst beim Sechseläuten dürfen die Frauen mit nur noch geringem Abstand hinterher marschieren.

Blogcamp 3.0
Doch es tut sich ein neuer Bereich auf, bei dem Mann noch bestimmt, wo’s lang geht: Barcamps, offene Veranstaltungen der Internet- und Software-Szene ziehen kaum Frauen an. Aktuelles Beispiel: Das BlogCamp 3.0, das am 29. August im Zürcher Technopark über die Bühne geht. Unter den 68 angemeldeten Personen sind ganze vier Frauen. Eine davon fragt in ihrem eigenen Blog, wieso Frauen sich an solchen Veranstaltungen kaum blicken lassen, zumal Frauen gemäss einer Untersuchung bei Social Networks in der Überzahl sind1. Und nein, an den Männern liegt’s ihrer Ansicht nach nicht. Eine Fachgruppe, die vielleicht Licht ins Dunkel bringen könnte, sind die Bloggerinnen von fraulich.com, einer Unterabteilung von blogwerk.com, welches als BlogCamp-Gastgeber auftritt. Die legen allerdings aus Budgetgründen eine Kreativpause unbestimmter Länge ein. Schade.
1 Eine Kommentatorin meint dazu allerdings, dass dies nur an den vielen gefälschten Profilen liege – eine durchaus glaubwürdige These.


















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