Von den linken SVP-Schulpflegern
Nach den Blicken über die Grenzen wieder mal eine Zürcher Dorfposse: Im Zürcher Stadtkreis Kreis 2 lebt eine serbische Mutter mit ihren beiden Zwillingstöchtern, welche seit ihrem zweiten Lebensjahr im Quartier zu Hause sind und dort in zwei Wochen ihr letztes Sekundarschuljahr beginnen werden. Der Familie droht nun allerdings die Ausschaffung, da der Mutter nach ihrer Scheidung die Aufenthaltsgenehmigung entzogen wurde. Verschiedene Seiten haben sich für ein Bleiberecht für die drei ausgesprochen, was die Stadtzürcher SVP folgendermassen kommentiert:
Was jetzt passiert, ist die übliche Solidaritätswelle, die in unserer lieben Heimat in jedem solchen Fall sämtliche Vernunft wegschwemmt. Schulklassen vor dem Rathaus inklusive Transparenten und Flugblättern, Solidaritätsfest vor dem Schulhaus, Homepage mit Blog (www.teenies2.ch) und Gnadengesuch an den Regierungsrat (wer bezahlt eigentlich?) [...] Völlig unreflektiert lassen wir unser Mitleid sprechen. Ein Mitleid, das von linken Schulpflegern, Lehrern, dem Schulsoziologen, dem Schulleiter sowie SP Gemeinde- und Kantonsrätinnen dankbar aufgegriffen und kanalisiert wird.
Dass sich die zuständige Schulpflege dafür einsetzt, dass die beiden Mädchen zumindest ihre Grundausbildung in der Schweiz beenden können, hatte ich an der letzten Sitzung vor der Sommerpause angeregt. Mein Vorschlag war, als Gesamtbehörde dem obersten Chef des Migationsamtes, CVP-Regierungsrat Hans Hollenstein, ein entsprechendes Schreiben zuzustellen. Die anwesenden SVP-Mitglieder unterstützten den Antrag geschlossen. Überhaupt zog nur ein einziges Mitglied der 25-köpfigen Behörde nicht mit. Es sei den LeserInnen überlassen, einzuschätzen, ob unsere Behörde (inkl. SVP-Fraktion) nun geschlossen linksaussen steht oder ob sie einfach eine etwas andere Vorstellung von Kindswohl hat als der anonyme Redaktor der SVP-Webseite.


















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