Arroganzpreis geht an China
Zu dritt stehen sie in der Endrunde: der Chinesische Menschenrechtler Hu Jia, der weissrussische Oppositionsführer Alexander Kazulin und der Kongolese Abbe Apollinaire Malu-Malu, unter dessen Führung im Jahr 2006 sein Heimatland die ersten demokratischen Wahlen seit 50 Jahren durchführte. Einer von ihnen wird morgen Donnerstag von der EU zum diesjährigen Sacharov-Preisträger ernannt.
Die grosse Chance, dass ein Landsmann mit dem Menschenrechtspreis ausgezeichnet werden könnte, behagt der Jintao-Clique in Beijing gar nicht. Sie droht der EUunverblümt. In einem Schreiben an den Präsidenten des EU-Parlamentes, den CDU-Abgeordneten Hans-Gert Pöttering, polterte Botschafter Song Zhe:
If the European Parliament should award this prize to Hu Jia, that would inevitably hurt the Chinese people once again and bring serious damage to China-EU relations.
Da kann man ja nur hoffen, dass die Aussage des Briten Graham Watson, der die Liberale Fraktion anführt, eine verlässliche Wahlprognose darstellt:
Heavy-handed Chinese state lobbying to influence the outcome of the Sakharov prize winner only plays into the hands of critics and reinforces the case for Hu Jia.


















[...] inhaftiert ist. Der chinesischen Regierung passt dies – wie hier gestern schon vermeldet – natürlich überhaupt nicht und kritisiert die Preisverleiher. Die werden’s mit Fassung [...]