8. Oktober 2008 10:38

Das Ende der narrenfreien Marktwirtschaft

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Im Februar wurde die Intervention noch als notwendige Ausnahme von der Regel angekündigt: Die Britische Bank «Northern Rock» wurde verstaatlicht, der Verwaltungsrat rausgeschmissen und der CEO von der Regierung bestimmt. Am 29. September folgte dann der zweite Verstoss gegen die reine marktwirtschaftliche Lehre: Auch «Bradford & Bingley» wurde mit Staatsgeldern vor dem Kollaps gerettet.

Heute verabschiedet sich Grossbritannien endgültig von der Illusion der selbstheilenden Kräfte der Finanzmärkte. Staatsmittel gibt’s nun für alles was im British Banking Rang und Namen hat: Abbey, Barclays, HBOS, HSBC, Lloyds TSB, Nationwide Building Society, Royal Bank of Scotland und Standard Chartered (sieheBBC-Bericht).

Die wahre Ausnahme von der Regel: Die Nummer sieben unter den (bis heute nichtstaatlichen) Banken, die Co-operative Bank scheint ohne Subventionen der Steuerzahler über die Runden zu kommen. Mit ihren ethischen Prinzipien übt sie sich in freiwilliger Selbstbeschränkung – eine offenbar auch ökonomisch äusserst gesunde Praxis. Die britischen Steuerzahler und Stimmbürger müssten es ihr eigentlich zu danken wissen.

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