Die Gedanken sind frei – ausser bei gewissen Verkehrsbetrieben
«Der Mensch ist frei geboren - konfessionsfrei» – diese ungeheuerlich aufmüpfige Parole wollte die Freidenker-Vereinigung der Schweiz in diversen öffentlichen Verkehrsmitteln in Form von Werbeplakaten unterbringen.
Die Stadtberner, Thuner und St. Galler Verkehrsbetriebe winkten ab. Mit dem Plakat würden religiöse Gefühle verletzt, hiess es (20 Min). Die bedürfen offenbar besonders pfleglicher Behandlung, wird doch von all diesen Betrieben Werbung für Bibelgruppen, Kirchensorgentelefone, religiöse Veranstaltungen und dergleichen zugelassen. Über die Gefühle der Religionslosen wird offenbar wenig sinniert. Oder denken die Werbeverantwortlichen der diversen Verkehrsbetriebe, dass Atheisten etwas weniger mimosenhaft reagieren als ihre besonders gläubigen Zeitgenossen? Mit dieser These könnten sie Recht haben. Frei geboren zu sein befreit. Lebenslänglich.


















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