Ueli Maurer spielt den Hampelmann und darf dafür Bundesrat werden

Ueli Maurer, SVP-Secondo (Bild: parlament.ch)
Die SVP Zürich schickt also einen der ihren in den Bundesrat. Ueli Maurer pokerte gut, als er angekündigt hatte, nicht gegen Übervater Blocher anzutreten. Nun darf er, der Nichtkandidat, als die Nummer Zwei aufs Ticket.
Blocher sprach an der Pressekonferenz nach der erfolgten Doppelnomination über sein Lieblingsthema – sich selbst:
Blocher sagt, er gehe aus Pflicht ins Rennen um den Bundesratsposten. Gerade wenn die Wirtschaftskrise noch schlimmer werde, und auch die sozialen Konflikte zunehmen, brauche es jemanden mit Erfahrung. Deshalb habe er Ja gesagt für die Kandidatur.
Selbst bei der Ankündigung des Zweiertickets machte Blocher also einmal mehr deutlich, dass ihm aus seiner Sicht keiner das Wasser reichen kann (und in Sachen Spendefreudigkeit ist dies auch zweifellos der Fall). Ueli Maurer hat die Rolle als Parteihampelmann lange genug ertragen, da wird ihm diese Schmach kaum etwas ausmachen. Denn er hat Blocher nun tatsächlich eines voraus: Er hat solide Chancen, gewählt zu werden.
Dass die SVP mit einem Hardliner ins Rennen zieht, dürfte immerhin Luc Recordon freuen. Er darf sich deutlich mehr Stimmen ausrechnen als wenn ein als als gemässigter geltender SVP-Kandidat nominiert worden wäre. Ausser es kommt wie letztes Jahr noch einmal ganz anders als gedacht…


















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