Blocherendlagerung: Nur Herrliberg als Standort geeignet
Endlich liegt er vor, der Bericht der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung abgewählter Bundesräte (Nagab). Nur einer der vier evaluierten Standorte wird von den Experten für Reaktionärensicherheit zur Nutzung empfohlen.
Als klar ungeeignet wurde der Standort Bern klassifiziert. Der vierjährige Versuchsbetrieb hätte zu nur schwer reparierbaren Umweltschäden geführt. Ausserdem sei der Standort beträchtlichen anderweitigen Belastungen ausgesetzt.

Von vier geprüften Standorten erfüllt nur einer die strengen Nagab-Bedingungen
Etwas besser schnitten die beiden Bündner Standorte ab. Das Chemiewerk in Domat/Ems kann einen einmaligen Erfahrungsschatz im Umgang mit Problemstoffen vorweisen. Und das benachbarte Rhäzünser Reduit wurde schon erfolgreich einem Testbetrieb ausgesetzt und scheint für andere Nutzungen wenig geeignet. Doch von beiden Standorten sieht die Nagab aufgrund unüberwindbarer politischer Hürden ab. Magdalena Martullo, Vizepräsidentin des Ems Chemie-Verwaltungsrats, mag nicht Hand bieten zur Übernahme des Gefahrenguts: «Dies würde bei unserer Belegschaft Unsicherheiten auslösen. Das wollen wir nicht.» Und gegen den Standort Rhäzüns sträubt sich die Allegra Passugger Mineralquellen AG. Geschäftsleiter Urs Stephan Schmid: «Eine kleine Havarie und wir können die Marke ‹Rhäzünser› vergessen.»
Bleibt also nur die Herrliberger Höhenformation – ein Standort, den die Nagab in ihrem Bericht uneingeschränkt zur Langzeitnutzung empfiehlt: «Er ist nur spärlich besiedelt und sowohl die Gemeindeexekutive wie auch der grosse Teil der Bevölkerung stehen den Plänen positiv gegenüber.»


















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