Fall Comagic: Regierungsrat wird von allen Seiten heftig kritisiert

Aleksandra und Tijana Comagic (Foto: Timmy Stocker)
Das Quartier Zürich-Enge gibt nicht auf: Im Schulhaus Lavater zeigen aktuell SchülerInnen, LehrerInnen und Nachbarn an einer Medienveranstaltung, dass sie die angedrohte Ausweisung der beiden Sekundarschülerinnen Aleksandra und Tijana Comagic und deren Mutter Olivera nicht hinnehmen wollen. Ronny Stocker der Väterinitiative Zürich 2 und Daniel Schafroth, Co-Leiter der Schuleinheit Lavater verlesen Grussbotschaften der neu gewählten Stadträtin Corine Mauch (SP) und des Schulvorstehers Gerold Lauber (CVP). Bereits am Vortag hatten Noch-Stadtpräsident Elmar Ledergerber (SP) und Stadträtin Kathrin Martelli (FDP) den Medien gegenüber deutlich gemacht, dass sie die neuerliche Ablehnung des Härtefallgesuchs der Familie Comagic durch den Regierungsrat nicht nachvollziehen können.
Dass der regierungsrätliche Entscheid von der Politik nicht getragen wird, ist seit langem klar. Im Juni 2008 hatten sämtliche Fraktionen der zuständigen Kreisschulpflege meinen Antrag unterstützt, bei Regierungsrat Erich Hollenstein für ein Bleiberecht für Comagics einzutreten. Im Monat darauf folgten persönliche Erklärungen der Kantonsrätinnen aus dem Quartier, Françoise Okopnik (Grüne) und Sabine Ziegler (SP). Und diesen Januar sprachen sich in der Quartierzeitung Zürich 2 die beiden SVP-Gemeinderäte Rolf Stucker und Mauro Tuena ebenfalls deutlich dafür aus, der Familie den Verbleib in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen.
Geprägt ist die Medienveranstaltung allerdings nicht von politischen Stellungnahmen sondern vom Engagement der Schülerinnen und Schüler. Sie drücken mit Gedichten, Liedern und Ansprachen ihre Solidarität aus. Der mehrheitlich aus Landvertretern zusammengesetzte Regierungsrat interessiert sich allerdings nicht für das Gemeinschaftsleben in der Stadt Zürich. Es ist an der Zeit, dass das urbane Zürich ein eigenständiger Kanton wird!


















[...] genug schien, um sich kameragerecht zu empören. Er sieht in der letztwöchigen Solidaritätskundgebung für die Comagic-Zwillinge, die im Stadtzürcher Schulhaus Lavater stattfand, einen Rechtsmissbrauch und einen Verstoss gegen [...]