Kein Freipass für die anthroposophische Konträrmedizin!
Die Anthroposophie sei eine Fortsetzung der Homöopathie, welche das nötige Erklärungsmodell nachliefere. So pries unlängst der Winterthurer Hausarzt Ricardo Torriani seine Disziplin an. Diese stand und steht in der Kritik, beispielsweise wegen der beträchtlichen Zahl an rassistischen Äusserungen in den Originaltexten von Rudolf Steiner.
Um zu würdigen, inwieweit die Anthroposophie heute als ernsthaftes Erklärungs- oder zumindest als Handlungsmodell für das Gesundheitswesen brauchbar ist, sind weniger die Verlautbarungen Steiners als der Umgang mit ihnen durch die heutigen Vertreter von Belang. Wenn die Anthroposophie als Wissenschaft funktioniert, sollte es ihr leicht fallen, überholte und verquere Ansichten ihres Gründers hinter sich zu lassen und den Erkenntnisfortschritt innerhalb der Anthroposophie nach aussen zu tragen.
Machen wir den Lackmustest bei Ricardo Torriani selbst. Er veröffentlichte im Januar 2006 einen Artikel mit dem Titel «Die menschliche Konstitution als Ergebnis des Zusammenwirkens von oberem und unterem Menschen» im «Merkurstab», der Zeitschrift der anthroposophischen Ärzte. Und das klang so:
«Der Mensch – genau gesagt Ich und Astralleib – tritt in die Mondensphäre ein,wo mit Hilfe der Mondenkräfte der Ätherleib aufgebaut wird. Die Mondenkräfte werden durch die Stellung des Mondes zu Erde und Sonne modifiziert und wirken so differenzierend auf den sich aufbauenden Ätherleib. Der erste Einfluss führt zur Geschlechtsdifferenzierung. Die weiteren Wirkungen führen zum Ausbilden der Haarfarbe (und wahrscheinlich der Augenfarbe), in unserem Sinne zur Ausbildung der Konstitution für das ganze kommende Erdenleben. [...] dass dunkle Haare und Augen dadurch entstehen, dass der Stoffwechsel stark wirkt und sich bis in die Peripherie ergießt. Dagegen kommen blonde Haare so zustande, dass der Stoffwechsel mehr im Gehirn als in der Peripherie konzentriert wird.»
Dies ist keine Komplementärmedizin, dies ist KONTRÄRMEDIZIN. Und die gehört weder in die Verfassung noch in die Grundversicherung.


















Lesenswerter Beitrag… offener Brief an Sommaruga
“…Nach Michaela Glöckler, Leiterin der Medizinischen Sektion am Goetheanum und damit eine zentrale Person in der Anthroposophischen Medizin, bewirkt egoistisches Erwerbsstreben eine Disposition zu Infektionskrankheiten im nächsten Leben.
Nach Rudolf Steiner, auf dem die Anthroposophische Medizin gründet, führt Lügenhaftigkeit zu geistiger Behinderung im nächsten Leben.
Warum finden Sie es wichtig, dass die Medizin durch eine solche Lehre ergänzt wird?
Warum setzen Sie sich dafür ein, dass eine solche Lehre vom Staat mittels einer Professur gefördert wird?…”
http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/tag/feinstaub