Ein Fall für den Presserat: Der Tages-Anzeiger als Werbeplattform
Hinweis: Dieser Artikel erschien ursprünglich am 8.3.09. Ich bin zur Zeit dabei, mein Blog von Rapidweaver nach WordPress zu portieren – das hätte eigentlich still und heimlich erfolgen sollen… Dieser Artikel erschien aber wohl im Newsfeed von alten treuen LeserInnen, da ich fälschlicherweise das Tagesdatum nicht aufs ursprüngliche Datum zurückgesetzt hatte. Da die URL sich nun über Twitter verbreitet, bleibt der Artikel nun mit dem heutigen Datum als Publikationsdatum online.
Der Tages-Anzeiger (TA), Hauptorgan des Fastmonopolisten* TA-Media, macht ungehemmt Werbung für die die One-woman-Scharlatanin Monica Kissling. Unter dem Titel «In der Not schauen die Banker in die Sterne» lässt die TA-Journalistin Susanne Loacker, Kissling behaupten, dass sie die Bankenwelt berate, aus Diskretionsgründen aber natürlich nicht mit Namen rausrücken könne.
Das Interview besteht ausschliesslich aus Steilpässen der Journalistin, die es Kissling ermöglichen, ihre Plattitüden völlig unkritisiert von sich zu geben. Angereichert wird die Publi-Reportage mit dem Link auf Kisslings kommerzielle Website und einer Übersicht ihrer «Geschäftstätigkeit».
Dieser Gefälligkeitsbeitrag ist ein klarer Verstoss gegen die Pflichten der JournalistInnen, wie sie der Schweizerische Presserat definiert hat. Punkt zehn besagt:
Sie vermeiden in ihrer beruflichen Tätigkeit als Journalistinnen und Journalisten jede Form von kommerzieller Werbung und akzeptieren keinerlei Bedingungen von seiten der Inserenten.
Die Online-KommentatorInnen sind ziemlich einhellig der Meinung, dass der Beitrag verantwortungslos ist. Mal schauen, ob es der Presserat auch so sieht. Wir bleiben dran…
s.a. 11.01.2009 Von Gauklern, Scharlatanen und Scheinwissenschaftlern
* Online erscheint der Artikel zeitgleich bei tagesanzeiger.ch, bazonline.ch, derbund.ch, bernerzeitung.ch und thurgauerzeitung.ch


















[...] ist ungemein tiefgründig, was die selbsternannten PrognostikerInnen anzukünden haben. Monika Kissling, Scharlatante der Nation, besipielsweise meint: «Es kann im nächsten Jahr zu einer weiteren [...]