Schöpfungsmythen im Biologieunterricht: schwere Schlappe für EDU und EVP

Bild: controversy.wearscience.com
13 Ja-Stimmen, 134 Nein und 12 Enthaltungen – deutlicher hätte heute der Zürcher Kantonsrat dem Anliegen religiöser Fundamentalisten, christliche Schöpfungsmythen in den Biologieunterricht aufzunehmen, kaum eine Abfuhr erteilen können.
Nebst den Initianten des Postulates aus den Reihen der EDU stimmten dem Anliegen nur Vertreter der EVP und eine Handvoll SVP-Mitglieder zu. Die klare Aussage des SVP-Sprechers Matthias Hauser, dass es keine wissenschaftliche Kontroverse um die Evolutionstheorie gebe und dass der Denkplatz Zürich auf qualitativ hochstehenden Naturwissenschaftsunterricht angewiesen sei, machte aber klar, dass ihre eigene «Fischli-Fraktion» diesmal ohne Einfluss war – eine angenehme Überraschung, da sich die Fraktion noch im Januar mehrheitlich für die Gültigerklärung der unumsetzbaren Sterbehilfeverbot-Initiative der EDU ausgesprochen hatte. Kein Verständnis für das Anliegen zeigte auch die einzig andere religiös ausgerichtete Partei, die CVP: Der bekennende Christ Patrick Hächler ging mit den Urhebern des Postulats hart ins Gericht und warf ihnen vor, mit der versuchten Gleichstellung von Mythen und wissenschaftlicher Erkenntnis Äpfel und Gurken zu vermengen und wies darauf hin, dass selbst die Bibel zwei unterschiedliche Schöpfungsgeschichten erzähle.
Maria Rohweder (Grüne) stellte klar, dass aus gutem Grund evidenzbasierte Wissenschaft und religiöse Glaubenslehren in verschiedenen Fächern unterrichtet würden. Die Physikerin Rosmarie Joss (SP) unternahm den ehrenwerten Versuch, den Postulanten das Wesen einer wissenschaftlichen Theorie zu erläutern und schlug vor, im Falle der Aufnahme von «Intelligent» Design in den Biologielehrplan auch das Fliegende Spaghettimonster als mutmasslichen Welterschaffer zu erwähnen. Marlies Zaugg-Brüllmann (FDP) meinte – in netten Floskeln verpackt – die Postulanten kämen mit ihrem Anliegen 150 Jahre zu spät und Andreas Erdin (GLP) argumentierte, dass Schöpfungsmythen durchaus im Schulunterricht Eingang finden dürften – als historische Beispiele früherer Welterklärungsmodelle. Der Historiker Kaspar Bütikofer (AL) konnte es sich nicht verkneifen, den evangelikalen Kreuzrittern von EDU und EVP klar zu machen, dass ausgerechnet ihre Vorläufer, die Zürcher Pietisten, das kopernikanische Weltbild gegen die Kirche verteidigt und sich gegen eine Vermengung von Wissenschaft und Glauben gewehrt hatten.
All diese Voten hinderten den Präsidenten der Primarschule Wädenswil und des Verbandes Zürcher Schulpräsidien, Johannes Zollinger (EVP), nicht daran, dafür zu plädieren, dass Lehrpersonen in welchem Schulfach auch immer ihr persönliches Glaubensbekenntnis abgeben dürften. Mit diesem Votum machte sich Zollinger nicht nur für seine beiden Schulämter unmöglich, er meldete die EVP auch gleich für die nächstjährigen Regierungsratswahlen ab. Ein Zusammengehen mit religiösen Fundamentalisten wird sich keine ernst zu nehmende Partei leisten.


















Die Evolutionslehre ist im tiefsten Grund unwissenschaftlich! Wann kommt endlich das Wissen um diese Tatsachen, die unter ausgewisenen Wissenschaftlern von Weltformat schon längst bekannt sind, auch allen Politikern zu Ohren? Die eklatante Unwissenheit über das religiöse Wesen der Evolutionslehre bei den meisten Zürcher Politikern ist ein Phänomen!
Führende Evolutionisten haben selber die Absurdität der Evolutionslehre öffentlich zugegeben.
Prof. Dr. Richard Lewontin, (1929*), Evolutionsbiologe, Harvard University:
„Unsere Bereitschaft, wissenschaftliche Behauptungen gegen unseren gesunden Menschenverstand zu akzeptieren, ist der Schlüssel zum Verständnis des wirklichen Kampfes zwischen Wissenschaft und dem Übernatürlichen. Wir stellen uns auf die Seite der Wissenschaft, trotz der offensichtlichen Widersinnigkeiten einiger ihrer Konstrukte …, weil wir uns a priori dem Materialismus … verpflichtet haben.“
(Quelle: R. Lewontin in seiner Rezension zu Carl Sagans Buch „The Demon Haunted World“; Review of Books, 9. Januar 1997.)
Prof. Dr. Ernest Kahane (1903 – 1996), Biochemiker, Universität Montpellier:
„Es ist absurd und absolut unsinnig zu glauben, dass eine lebende Zelle von selbst entsteht; aber dennoch glaube ich es, denn ich kann es mir nicht anders vorstellen.“
Zitat aus dem Vortrag „L‘origine de la vie“ von E. Kahane, gehalten am 17.4. 1964 im CERN in Genf (Quelle: Bruno Vollmert: Das Molekül und das Leben. Vom makromolekularen Ursprung des Lebens: Was Darwin nicht wissen konnte und Darwinisten nicht wissen wollen. Reinbek bei Hamburg 1985, S. 138/246).
Ferner widerspricht die Evolutionslehre der mathematischen Wahrscheinlichkeit:
Prof. Dr. Fred Hoyle (1915 – 2001), Astronom / Mathematiker:
„Dieses Faktum [der mathematischen Unmöglichkeit der Evolution] ist unter Genetikern wohlbekannt, aber niemand scheint auf den Gedanken zu kommen, endlich Schluss mit dieser Theorie zu machen … Die meisten Wissenschaftler halten weiter am Darwinismus fest, weil er unser Bildungssystem so beherrscht … Entweder man glaubt an ihn, oder man wird als Ketzer verschrieen.“
Interview mit AP-Korrespondent George W. Cornell, in: Times Advocate, Escondido (California), 10. Dez. 1982, S. A10-11.
Der religiöse Charakter der Evolutionslehre wurde selbst von Prof. Dr. Robert Jastrow (1925 – 2008), Leiter des Goddard Space Institute (dieses Institute hat die Sonden Pioneer und Voyager ins All geschickt) offen anerkannt:
„Der Nachweis, dass das Universum einen Anfang hat, verursachte den Astronomen grosse Magenschmerzen. Ihre Reaktionen sind ein interessantes Beispiel dafür, was die angeblich so objektiven Köpfe der Wissenschaftler anstellen, wenn ihre eigene Arbeit sie zu Ergebnissen führt, die den Glaubensartikeln ihrer Zunft zuwiderlaufen … Es gibt eine Art Religion in der Wissenschaft.“
(Quelle: Los Angeles Times, 25. Juni 1978, Part IV, S. 1/6.)
“Die Evolutionslehre ist im tiefsten Grund unwissenschaftlich!”
Im Gegenteil, die Evolutionstheorie ist die beste uns bekannte Theorie in diesem Bereich. Sie wird immer wieder bestätigt und durch neue Methoden gestützt (Genanalyse, Biochemie, usw).
Wenn Sie eine bessere Hypothese haben, Herr Liebi, nur zu, aber verschonen Sie uns bitte mit Ihrer üblichen pseudowissenschaftlichen Argumentation, welche von falschen Voraussetzungen ausgeht und deren Schlussfolgerungen an den Haaren herbeigezogen sind.
Herr Liebi, sie sind Theologe, also Märchenwissenschaftler (was auch immer das sein soll) und kein Naturwissenschaftler. Ich gebe Ihnen den gut gemeinten Rat, die Finger von Sachen zu lassen die Sie eh nicht verstehen.
Zu Fred Hoyle in Wikipedia:
“Seine Beiträge zur Biologie und Paläontologie werden von den Fachleuten als dilettantisch abgelehnt.”
Muahaha, Herr Liebi, haben Sie noch weitere solche Koryphäen in Ihrem Zauberhut? Und kommen Sie bitte nicht wieder mit Gitt.
@Stefan Mauerhofer
Guten Tag Herr Mauerhofer
Der evolutionistische Glaube an die Entstehung des Lebens aus toter Materie ist aus naturwissenschaftlicher Sicht absurd. Die Makromoleküle des Lebens können in der Natur gar nicht entstehen. Das ist empirisch bewiesen.
Bringen Sie bitte den Nachweis, dass dies empirisch dennoch möglich sein soll. Ich habe Ihnen schon auf 2 Kommentarseiten der Freidenker die Möglichkeit gegeben, dies zu tun. Sie haben es nicht gekonnt. Auch Andreas Kyriacou hat es nicht gekonnt. Reden Sie nicht um die Sache herum. Zeigen Sie bitte, dass Makromoleküle wie DNS und Proteine in der Natur durch statistische Polykondensation gebildet werden können (entgegen dem Massenwirkungsgesetz der Chemie!) und dann bin ich zufrieden. Ich erwarte nicht mehr als das. Aber das müssen Sie als Mindestanforderung können. Icxh weiss, dass Sie meine Forderung Sie ärgert. Weils Sie ja wissen, dass Sie hier nichts ausrichten können. Ich will Sie nicht ärgern, aber ich muss so handeln, um ganz deutlich zu machen wie töricht der Atheismus ist, wie falsch der Evolutionsglaube ist.
Ich gebe Ihnen also nochmals eine Chance, um allen Kommentarlesern hier zu zeigen, dass Makromoleküle durch natürliche Prozesse, ohne DNS-Codierung, in der Natur entstehen können. Ich warte!
Da sind nur 2 Punkte anzumerken:
1) ist die Evolutionstheorie nur solange absurd, bis man die Alternativen betrachtet, also die Theorie des Schoepfungsmythos mit einem allmaechtigen Schoepfer
2) verbietet das Massenwirkungsgesetz keineswegs die Bildung neuer Polymolekuele. Es beschreibt lediglich einen Gleichgewichtszustand einer Reaktion und die entsprechenden Konzentrationen. Verboten bzw unmoeglich ist eine Reaktion deshalb noch gar nicht.
Das Massenwirkungsgesetz hat damit gar nicht zu tun. Ausserdem gibt es keine Möglichkeit, empirisch etwas auszuschliessen. Empirisch kann man bloss beobachten. Das nicht eintreten des Ereignis wiederlegt dessen Möglichkeit nicht, sondern zeigt bloss auf, dass das Ereignis nicht in dem Zeitfenster oder unter den gegebenen Bedingungen zu beobachten ist.
Kommt hinzu, dass Sie hier die Theorie der Angiogenese angreifen, nicht die Theorie der Evolution. Die Evolution beschreibt bloss einen Mechanismus, wie die heutige Artenvielfalt entstehen konnte, aufgrund von Mutation und Selektion. Die Angiogenese hingegen versucht zu beschreiben, wie das heutige bekannte Leben entstehen konnte. Dabei ist durchaus zu berücksichtigen, dass es sich dabei bis jetzt bloss um Theorien handelt. Selbst wenn man im Labor zeigen könnte, dass dies so möglich ist, wäre dies nach wie vor noch kein Beweis, dass es so geschehen ist. Allerdings ist es immer noch eine befriedigendere Theorie, als der Glaube an einen Schöpfer, den es gerade mal 2000 Jahre gibt, oder eben auch nicht, je nach dem welche Religion man fragen würde…
@hr: Ich habe nicht gesagt, dass das Massenwirkungsgesetz die Bildung von “Polymolekülen” verhindert. Dipeptide, Tetrapetide etc.können aus Aminosäuren entstehen, aber keine für das Leben notwendige Proteine (mit z.B. 1500 Aminosären) und DNS- Moleküle. Das ist unmöglich. Darum ist allein schon daraus logisch ersichtlich, dass die Evolutionslehre ein Mythos ist. Es ist nicht so, dass bisher noch kein Mechanismus gefunden wurde, der erklären könnte, wie Leben enstanden ist. Es ist vielmehr so, dass die Naturgesetze gefunden worden sind die erklären, warum aus Nicht-Leben kein Leben entstehen kann. Wer dies bestreitet, nimmt in diesen Bereichen eine antinaturwissenschaftliche Haltung ein. Nein, der Glaube an die Evolutionslehre, die Naturgesetzen widerspricht, ist wahrlich nicht befriedigend für den Intellekt.
@Michael:
“Angiogenese” bezeichnet die Bildung von kleinen Blutgefässen. Sie haben sich bei der Begriffswahl vertan. Sie wollten offensichtlich den Begriff “Biogenese” verwenden, der die Entstehung von Leben aus Nicht-Leben bezeichnet.
Den Begriff “Evolution” verwenden Sie auch nicht korrekt. Man unterscheidet 3 Bereiche: (1) kosmische Evolution, (2) chemische Evolution und (3)biologische Evolution. Sie wollen den Begriff “Evolution” nur für den Bereich 3 einsetzen, Dies entspricht nicht der üblichen Verwendung in den Naturwissenschaften.
Es gibt keinen Glauben an einen seit 2000 Jahren existierenden Gott.
Bei Angiogenese habe ich mich tatsächlich vertan, der Begriff heisst selbstverständlich Abiogenese.
Ich verwende den Begriff Evolution im Kontext durchaus korrekt. Die Unterteilung ist mir zwar bekannt, allerdings wird in den Wissenschaften bei Evolution durchaus die “biologische Evolution” verstanden. Ich kenne die “chemische Evolution” nur als Abiogenese, chemische Evolution ist mir im Fachjargon noch nie aufgefallen. Das kann damit zu tun haben, dass ich hauptsächlich in Englisch arbeite. Kommt hinzu, dass ich die Abiogenese nicht wirklich als Evolution im ursprünglichen Sinne verstehe. Kosmische Evolution war wohl klar, dass das nicht gemeint war. Ich will mich aber trotzdem für die Verwirrung entschuldigen und versuchen, den restlichen Text klarer zu verfassen.
All dies hat nichts damit zu tun, dass mein Hauptkritikpunkt bestehen bleibt. Das nicht eintreten eines Ereignisses in einem Versuch beweist nicht die Nicht-Existenz dieses Ereignisses. Handkehrum bewiese ein gelungenes Experiment auch nicht, dass die Abiogenese wirklich so ablief.
Vor ca 2000 Jahren wurde das göttliche Wesen neu erfunden und machte eine Kehrtwende. Somit wollte ich ausdrücken, dass es den Gott so seit ca 2000 Jahren gibt. Die Schöpfungslehre selbst mag älter sein, allerdings kann das kein Qualitätssiegel sein, denn dann wären ja die Schöpfungsgeschichten anderer Kulturen noch höher zu bewerten.
Wissenschaftlich werden wir nie beweisen können, wie das Leben ursprünglich entstanden ist. Wir werden ziemlich sicher irgendwann eine stichhaltige Theorie haben, wie es gewesen sein könnte, aber dies wird nie eine abschliessende Sicherheit sein. Selbst wenn es im Labor reproduzierbar wäre. Handkehrum kann aber eine Geschichte keine befriedigende Alternative sein, wenn man sich an wissenschaftliche Richtlinien halten will. Wer das nicht will, dem ist freigestellt, zu glauben was er will, man sollte es dann einfach nicht wissenschaftlich nennen.
nun noch auf den anderen Punkt: Wie können Sie sagen, dass die Entstehung von grossen Polymeren unmöglich sei? Weil man es noch nicht beobachtet konnte? Wie gesagt, das kann auch heissen, dass man die richtige Konditionen noch nicht gefunden hat. Es ist kein Beweis, dass es so nicht funktionieren kann. Es wurde zum Beispiel gezeigt, dass RNA durchaus Polymere ohne die Hilfe von Enzymen erzeugen kann (zB. J Mol Evol. 2005 Aug;61(2):264-73).
Vor etwas über einem Jahr sagte der als TV-Moderator bekannte Astrophysiker Harald Lesch in einem Interview auf die Frage »Das Verhältnis zwischen den Naturwissenschaften und der Theologie galt lange als gespannt. Wie ist das heute, 400 Jahre nach dem Fall Galilei?«: »Die Theologen haben einen riesigen strategischen Fehler gemacht, als sie anfingen, die Naturwissenschaften auf ihre Wissenslücken hinzuweisen und dort Gott zu verorten. Das ist dumm, denn jeden Tag, wo ein bisschen mehr gewusst wird, schrumpft Gott so Stück für Stück auf Bonsaigröße zusammen.«
Genau das passiert weiter, je mehr Kreationisten wie Sie und Ihresgleichen glauben, der Wissenschaft ins Handwerk pfuschen zu müssen. So wie die Theologie bereits bisher an wissenschaftlichen Fragen gescheitert ist, so wird sie es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch weiterhin tun. Sie, Her Liebi, und Ihre gleichgesinnten evangelikalen Kollegen sind diejenigen, die einer zunehmenden Säkularisierung Vorschub leisten – einerseits weil Sie bereits heute den überwiegenden Anteil der Bevölkerung (die Abstimmung im Kantonsparlament hat das deutlich gezeigt) mit Ihrem archaischen Bibelverständnis abschrecken und andererseits, weil Ihr Buchstabengott eben vor der Wissenschaft nicht zu bestehen vermag und daher immer kleiner und unbedeutender wird.
Als Antwort auf Ihre nicht wirklich ernst nehmbaren Versuche, die Evolutionstheorie zu falsifizieren, bitte ich Sie einfach: Legen Sie, Herr Liebi, doch einfach unzweifelhafte Beweise für eine göttliche Schöpfung auf den Tisch, dann müssen Sie nicht weiter die Evolutionstheorie bekämpfen.
Ein gutgemeinter Ratschlag, Herr Liebi: Sie sollten sich mit den wirklichen Problemkreisen der Theologie beschäftigen wie typischerweise der Theodizee-Problematik. Millionen, ja vielleicht gar Milliarden von Menschen warten nur darauf, von Ihnen zu erfahren, warum Gott so viel Leid zulässt, obwohl er … na ja, Sie wissen ja genügend darum. Vielleicht gelingt Ihnen ja die Auflösung dieses Jahrtausende alten Widerspruchs und Sie gehen in die ewigen Annalen des Christentums ein.
Vielleicht können Sie ja auch plausibel erklären, warum dieser Ihr Gott, der alles erschaffen hat und nach dem Schöpfungsakt sogar alles als sehr gut befand, sich standhaft weigert, die Verantwortung für die Existenz des Bösen, des Teufels, der Sünde zu übernehmen und stattdessen den Menschen mit Leid, Tod, Erbsünde und vielem anderem mehr bestraft. Oder vielleicht haben Sie ein plausible Erklärung dafür, warum dieser Ihr Buchstabengott der Christenheit, der von Ihresgleichen gerne als oberste moralische Instanz herausgestrichen wird, die für die Menschheit zentrale Frage nach dem Umgang mit normabweichenden Verhalten weitgehend nur mit exzessiver inhumaner Gewalt, mit Genozid und Sippenhaftung zu beantworten in der Lage ist. Und ich bitte Sie, bevor Sie hier nun die altbekannte Leier vom liebenden Gott und dem “Paradigmenwechsel” vom AT zum NT vorlegen wollen: Lesen Sie doch nochmals die Bibel selbst, Buchstaben für Buchstaben, Wort für Wort und Satz für Satz.
“Als Antwort auf Ihre nicht wirklich ernst nehmbaren Versuche, die Evolutionstheorie zu falsifizieren, bitte ich Sie einfach: Legen Sie, Herr Liebi, doch einfach unzweifelhafte Beweise für eine göttliche Schöpfung auf den Tisch, dann müssen Sie nicht weiter die Evolutionstheorie bekämpfen.”
So funktioniert Wissenschaft leider nicht, werter Herr. Wer eine Theorie aufstellt und sie als Faktum verkaufen möchte, auf dem liegt die Beweislast – nicht auf dem, der die Theorie anzweifelt. Das allein zeigt bereits, wie unwissenschaftlich Ihr “Denken” ist.
Die Tatsache, dass Sie in Ihren Postings niemals wirklich auf die Argumente von Dr. Liebis eingehen zeugt von einer doch schon sehr fragwürdigen Diskussionskultur ihrerseits. Und wenn Sie doch mal zumindest an der Oberfläche seiner Argumente kratzen, so versagen Sie selbst dabei und geben Ihr Halbwissen auf Niveau einer Galileo-Sendung preis.
Es tut mir leid für diese ausschweifenden Äusserungen, aber ich kann einfach nicht anders, wenn ich Personen sehe, die sich nicht einmal über die grundlegensten Prinzipien wissenschaftlicher Vorgehensweisen bewusst sind, aber dennoch meinen sich über andere erheben zu können.
Diese Diskussionskultur, die Sie hier an den Tag legen, ist wirklich genau das was man sich unter dem typischen 17 jährigen Internet-Atheisten vorstellt, der nur deshalb Atheist ist (oder sich zumindest dafür hält), weil er es dem bösen Establishment und seinen religiösen Eltern mal voll krass zeigen möchte und einen Großteil seines “wissenschaftlichen Wissens” von irgendwelchen MySpace-Gruppen hat. Solche Leute wie Sie es sind unterliegen leider der vollkommen irrsinnigen Vorstellung, dass jeder der die Evolution anzweifelt zwangsweise ein katholischer Christ sein muss der mit Keuschheitsgürtel jeden Tag zur Beichte geht.
Ein Denken ausserhalb des Schwarz-Weiß-Musters scheint Ihnen wohl fremd und die Vorstellung, dass es sogar Atheisten geben kann, die die Evolution anzweifeln erscheint Ihnen wahrscheinlich unmöglich. Das spricht nur zusätzlich für ihre unwissenschaftliche Denkweise – Denn ein Wissenschaftler zweifelt immer; ist immer ein Skeptiker.
Schönen Tag noch
@Bruno
Sie lenken von dem Hauptpunkt der Diskussion ab. Die vielen Themen und Fragen, die Sie aufwerfen, sind zwar wichtig, aber ich denke, dass der Raum hier nicht zur Verfügung steht, um darauf angemessen zu antworten. Stimmt das? Danke für den Hinweis, die Bibel genau, Wort für Wort, zu lesen. Ich tu dies seit etwa 40 Jahren, auch im Originalwortlaut auf Hebräisch, Griechisch und Aramäisch.
@Michael
Sie hoffen auf ein Wunder, weil die naturwissenschaftlichen Fakten der natürlichen Entstehung einer lebenden Zelle entgegenstehen. Sie tun dasselbe wie die Leute, die darauf hoffen, dass irgendwann einmal ein bisher unbekannter Umstand gefunden wird, der ein Perpetuum mobile ermöglichen wird. Damit haben Sie die Naturwissenschaften verlassen. Sie hoffen auf einen Effekt, der den Gesetzen der Thermodynamik (auf der auch das Massenwirkungsgesetz der Chemie beruht)widersprechen könnte.
Wenn Sie naturwissenschaftlich argumentieren wollen, dann müssen Sie sagen: Die empirisch ermittelten Naturgesetze widersprechen der Annahme, dass Leben durch natürliche Prozesse entstanden sein soll.
Ihre beharrliche Hoffnung auf die künftige Entdeckung von einem bisher nicht bekannten Effekt / Umstand, der eine natürliche Entstehung des Lebens aus Nicht-Leben plausibel machen sollte, zeigt mir, DASS SIE AN EVOLUTION GLAUBEN. Sie können nicht sagen, dass Sie Evolutionist seien, weil die naturwissenschaftlichen Fakten Sie dazu zwingen würden, sondern einfach, weil Sie aus anderen Gründen, daran glauben.
Ich glaube nicht an Evolution, weil dieser Glaube ein absurder Glaube ist. Beachten Sie nochmals das Zitat oben im 1. Eintrag von dem Evolutionisten Prof. Kahane, der zum selben Schluss kam! Ich kann mit einem absurden Glauben nichts anfangen. Mein Glaube darf der Logik nicht widersprechen!
Schon als kleine Kinder haben wir zu Recht gelernt, dass die Entstehung eines Prinzen aus einem Frosch ein Märchen ist. Daran ändert sich auch nichts, wenn wir dem Frosch noch 300 Millionen Jahre Zeit zur Verfügung stellen.
In der Schule sollten wir den Kindern die Information nicht unterschlagen, dass die Behauptung, Leben sei aus Nichtleben entstanden, im Widerspruch zu den empirischen Fakten der Naturwissenschaft steht. Warum wollen Sie nicht dazu stehen? Das ist doch ein ethisches Problem!?
Wenn Sie, werte(r) Ingsoc, meinen
“So funktioniert Wissenschaft leider nicht, werter Herr. Wer eine Theorie aufstellt und sie als Faktum verkaufen möchte, auf dem liegt die Beweislast – nicht auf dem, der die Theorie anzweifelt. Das allein zeigt bereits, wie unwissenschaftlich Ihr “Denken” ist”
dann entlarven Sie sich dummerweise selbst als wissenschaftlicher Banause, denn eine Theorie – das sagt allein der Name schon – kann niemals als Fakt betrachtet werden. Auch wenn ich nicht in der naturwissenschaftlichen Forschung tätig bin, so ist mir trotzdem das eine und andere aus längst vergangener Zeit im Gedächtnis haften geblieben, so z.B., dass sich kein ernstzunehmder (Evolutions-)Wissenschafter dazu verleiten liesse, die Evolutionstheorie als Faktum zu betrachten, auch wenn es bisher nicht gelungen ist, Kernthesen zu falsifizieren.
Dazu stehem ganz im Gegensatz die Kreationisten, die die biblische Schöpfungsgeschichte – die notabene in keinem Punkt nur annähernd die Qualität einer sauschlechten Theorie erreicht – als unumstössliche Tatsache glauben machen wollen.
Vielleicht noch was zu Ihrer Allgemeinbildung:
Wissenschaftliches Vorgehen heisst spätestens seit Poppers kritischem Rationalismus längst nicht mehr, eine Vermutung, eine Hypothese oder Theorie beweisen zu wollen oder zu müssen, sondern vielmehr sie zu falsifizieren, indem sie auf Fehler, immanente Inkonsistenzen, Irrtümer etc., d.h. einfach auf Ungültgkeit hin überprüft wird. Für die Gültigkeit einer Theorie können aber nebst empirischen Daten (Beobachtungen, Experimente etc.) auch die auf ihr beruhenden Prognosen sprechen, sofern sie sich erfüllen. Damit Sie mich nicht missverstehen: Weder empirische Daten noch sich erfüllende Prognosen werden als Beweis gewertet, denn, und das ist das einzige, worin ich Ihnen recht geben kann, “ein Wissenschaftler zweifelt immer; ist immer ein Skeptiker.”
Wie auch immer: Jeder seriöse Wissenschaftler wird bereits bei der Formulierung einer Theorie gezielt Möglichkeiten zu deren Falsifikation formulieren. Dies übrigens ganz im Gegensatz zur Theologie, für die es kein Falsch, keine Unwahrheit, keinen Irrtum gibt, weshalb sich ja auch alle Theologen, egal welcher Couleur und Konfession, durchs Band in allen Dingen völlig einig sind …
). Und wenn etwas mal nicht aufgeht, so muss man nur lange genug interpretieren, bis es stimmt – oder aber es zum göttlichen Geheimnis deklarieren
Ganz grundsätzlich gilt es zu sagen: Kein ernstzunehmender Evolutionswissenschaftler spielt die Evolutionstheorie gegen einen wie auch immer gearteten Gott aus; es geht definitiv nicht darum, Gottes Nichtexistenz zu beweisen, sondern das Wissen der Menschen über die Entstehung der Welt – also dem WIE – auszuweiten. Ein durchaus legitimes Unterfangen, denn augenscheinlich hat es Gott ja den (meisten) Menschen gegeben, ihren Verstand gebrauchen zu können. Dass dabei, wie es Lesch (siehe mein früheres Posting) sagte, immer mehr von dem, was Theologen und Kirchen Gott zuschrieben, mit ganz natürlichen Ursachen erklärt werden kann und Gott allein deswegen bildlich gesehen auf “Bonsai-Grösse” schrumpft, nun, das ist das “Verdienst” der Theologen, die, statt der Antworten auf das WARUM (dem wirklichen Sinn des Lebens) eben gerade mit der Gültigerklärung der Schöpfungsgeschichte das WIE in der Vordergrund rückten. Nur: Der Schöpfungsglaube beantwortet für jeden durchschnittlich gebildeten Menschen weder Fragen nach dem WARUM noch nach dem WIE.
Ich finde es deshalb nur bemühend, wenn Theologen mit sagen wir mal vorsichtig ausgedrückt vergleichsweise bescheidenen Kenntnissen in den Bereichen Physik, Chemie und Biologie die Evolutionstheorie in Kernbereichen zu falsifizieren versuchen, anstatt vielmehr glaubhaft darstellen zu können, warum die doch reichlich inplausible phantasievolle Schöpfungsgeschichte denn von einem denkenden Wesen geglaubt werden sollte, ja geglaubt werden kann. Oder stattdessen könnte sich die Theologie eben auf Kernfragen wie die von mir angesprochenen konzentrieren, letzlich sich also auf das WARUM des Seins, das WARUM und den Sinn des Leidens, der Ungerechtigeit konzentrieren. Hier würde die Wissenschaft nicht durch Zuwachs an weiterem Wissen über das WIE Gott den Boden streitig machen, ihn alos nicht weiter auf noch geringere “Bonsai-Grösse” schrumpfen lassen.
In dem Sinn gebe ich das “Das allein zeigt bereits, wie unwissenschaftlich Ihr “Denken” ist.” und das “Es tut mir leid für diese ausschweifenden Äusserungen, aber ich kann einfach nicht anders, wenn ich Personen sehe, die sich nicht einmal über die grundlegensten Prinzipien wissenschaftlicher Vorgehensweisen bewusst sind, aber dennoch meinen sich über andere erheben zu können.” wegen Nichtgebrauchs an Sie als Absender zurück, weil Ihnen Ihnen in diesen Bereichen offensichtlich selbst so viel fehlt, dass Sie es bestimmt selbst ganz gut gebrauchen können (man sollte eben nicht auch noch das letzte Hemd – allein schon aus Hygienegründen – weggeben) ….
Vielleicht noch ein leiser Hinweis: Die RKK (sprich Römisch-Katholische Kirche) lehnt die Evolution nicht grundsätzlich ab. Da scheint Ihnen in Ihrem polemischen, nahezu schon apologetischen Eifer Wesentliches entgangen zu sein, denn schon seit 1950 findet sich in der Enzyklika Humani Generis dies: “Aus diesem Grund verbietet das Lehramt der Kirche nicht, dass in Übereinstimmung mit dem augenblicklichen Stand der menschlichen Wissenschaften und der Theologie die Entwicklungslehre Gegenstand der Untersuchungen und Besprechungen der Fachleute beider Gebiete [Biologie und Anthropologie? H.H.] sei, insoweit sie Forschungen anstellt über den Ursprung des menschlichen Körpers aus einer bereits bestehenden, lebenden Materie, während der katholische Glaube uns verpflichtet, daran festzuhalten, dass die Seelen unmittelbar von Gott geschaffen sind.”
Ach, darf ich Sie zum Schluss noch etwas fragen zu dieser Ihrer Aussage: “[...] dass es sogar Atheisten geben kann, die die Evolution anzweifeln erscheint Ihnen wahrscheinlich unmöglich.”? Können sie mir Ihre These zur der Entstehung dieser Welt darlegen? Die Frage scheint mir durchaus berechtigt, denn als Atheist dürfte für Sie die Schöpfungsgeschichte absolut obsolet sein (ansonsten sind Sie kein Atheist), die Evolutionstheorie kommt aber anscheinend auch nicht in Frage …
Ich wünsche Ihnen ein beschauliches und hoffentlich auch nachdenkliches Wochenende.
»Sie lenken von dem Hauptpunkt der Diskussion ab.«
Der Ausgangs- und damit Hauptpunkt dieses Stranges (nicht der von Ihnen initial gesteuerten Diskussion) ist die Kontroverse darum, ob christliche Schöpfungsmythen im Biologieunterricht [sic!] des Kantons Zürich aufgenommen werden sollten resp. vielmehr der Bände sprechend deutlichen Verwerfungung eines entsprechenden Postulates. Dieser Thematik widmen SIE, Herr Liebi, sich nicht. Ihr Ansinnen und Ihre Position zeigt bereits Ihr einleitender Satz im ersten Posting dieses Threads. Sie sind also vielmehr derjenige, der vom Hauptpunkt dieses Stranges ablenkt.
Als christlicher Theologe vermitteln Sie mir als Leser keinesfalls die Souveränität eines Mannes, der von seinem Glauben bis ins Innerste überzeugt ist, sondern vielmehr das Bild eines höchst unsicheren Menschen, der von seinen eigenen Schwachstellen abzulenken versucht (Angriff ist ja bekanntlich für viele die beste Verteidigung). Wären Sie von Ihrem Ansinnen, dass die Schöpfungsgeschichte tatsächlich in den naturkundlichen Unterricht integriert gehört sowie auch von den Ihren diesbezüglichen Pro-Argumenten überzeugt, müssten Sie nicht wie ein schlechter Handelsreisender in Sachen Gott die vermeintliche Konkurrenz niedermachen, damit Ihr Produkt etwas weniger schlecht dasteht. Nein, Sie würden uns dann vielmehr mit den Stärken Ihres Produktes zu überzeugen suchen.
Nun, das Sie offensichtlich ausweichen, bringe daher ich den genuin im Ausgangsthema enthaltenen “Kontrapunkt” in die Diskussion ein, indem ich Sie einfach dazu “ermuntere”, sich als Theologe doch vermehrt der Argumentation für die Schöpfungsgeschichte und den Problematiken und Fragen im Zusammenhangen mit dem zentralen Element dieser Schüpfungsgeschichte, nämlich dem Schöpfer zu widmen, anstatt hier in einem Laienforum mehr oder möglicherweise auch weniger fachlich fundiert (als Nicht-Naturwissenschaftler steht mir eine Beurteilung nicht zu) über die Unmöglichkeit der Entstehung von Leben durch Evolution zu diskutieren. Ich habe Ihre diesbezüglichen Beiträge hier auch ganz bewusst als »nicht wirklich ernst nehmbare Versuche« bezeichnet, denn wenn Sie tatsächlich die Evolutionstheorie oder Teile davon zu falsifizieren trachten resp. von Ihrer Argumentation überzeugt wären, dann würden Sie Ihre Antithesen in einem entsprechenden wissenschaftlichen Magazin zu veröffentlichen suchen und sich einer Diskussion mit Experten stellen.
@ Dr. Roger Liebi:
Im Kantonsrat – so besagt der einleitende Artikel – wurde darüber diskutiert und abgestimmt, ob die Schöpfungsgeschichte in einem naturkundlichen Schulunterrichtsfach Aufnahme finden solle. Dieses Anliegen aus kreationistischen Kreisen wurde deutlich abgewiesen. Die Evolutionstheorie als anerkannte wissenschaftliche Theorie stand nicht zur Disposition.
Trotzdem lenken Sie den Focus ausschliesslich auf die Evolutionstheorie, die Sie gestützt auf Zitate aus dem letzten Jahrtausend *smile* als unwissenschaftlich, absurd, un- und widersinnig “abzukanzeln” versuchen. Tja, wie muss man denn Ihre Alternative, die als unumstösslicher Fakt dargestellte Schöpfungsgeschichte, beurteilen? Ist sie die bessere Erklärung für die Entstehung dieser Welt?
Nein, bestimmt nicht, Ihr archaisches Modell der Weltentstehung brilliert nicht mit überzeugenden Thesen oder Fakten, sondern mit inneren und äusseren Inkonsistenzen, mit Lücken, Ungereimtheiten, Unstimmigkeiten, Phantastereien, Absurditäten etc. Sie widerspricht allem, das sich die Menschheit in naturwissenschaftlichen Disziplinen wie beispielsweise Biologie, Physik, Astronomie, Geologie, Geschichte, Archäologie u.a.m. im Verlaufe der Jahrtausende anzeignen vermochte.
Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass Sie (wie von B. weiter oben auch schon sinngemäss vorgeschlagen) als überzeugter Schöpfungsgläubiger wenigstens den Versuch machen, auch uns LeserInnen davon zu überzeugen, dass diese biblische Glaubenslehre in in einem naturkundlichen Fach unterrichtet werden sollte. Ich bin überzeugt, dass sich daraus eine angeregte Diskussion entwickelt.
Sollte Ihre Argumentation für einen Schöpfungsglauben aber weiterhin nur darin bestehen, gegen die Evolution und nicht für die Schöpfung zu argumentieren, dann frage ich mich ernsthaft: Was für ein kleiner unfähiger Gott steht hinter Ihnen und Ihren Glaubensüberzeugungen? Kann er tatsächlich nur durch Heruntermachen gegen Theorien aus Menschengeist bestehen?
Wie auch immer: Richtiger und glaubwürdiger wird dadurch weder Ihr Schöpfungsmärchen noch Ihr Schöpfergott, geschweige denn Sie selbst …
Also eins steht fest. Lassen wir mal Gott bei Seite.
Sehe wir uns die Fakten an.
Man weiß, dass in Laboren schon seit 150 Jahren versucht wurde, lebensfähige Eiweise des Lebens herzustellen.
Da entstehen jetzt aber philosophische Fragen. Sind die Versuche (alle Versuche, aber wirklich alle), die gemacht wurden, wirklich die Realität? Man kann spekulieren. Das heißt widerum für die Disputanten hier sich nur auf die Ergebnisse einzuschränken, die auch wirklich nachvollziehbar sind. Das heißt, egal was man hier bespricht, es muss nicht der Wahrheit entsprechen. Die Laborergebnisse sind Ergenbisse von Menschen die zur Grundschule gingen, Kinder waren und selbst nur Kreaturen sind, die sich und ihre eigene Vergangenheit zu basteln versuchen. Selbst wenn man beweisen könnte, dass durch Racemate lebenstaugliche Eiweiße enstehen, heißt das nicht der Sieg für die Evolution. Es muss nicht so gewesen sein. Kann auch ganz anders gekommen sein Herrschaften. Aber jetzt gehen wir ins Detail.
Ist die Entstehung des Lebens durch tote Materie mögliche? Gibt es biologisch eigene Mechanismen zum Trennen der Racemate? Hat es die Natur selbst geschafft, die Racemate zu trennen, dass Leben enstehen kann?
Eins steht fest: Wenn man im Labor Racemate trennen will, dann bedarf das einer enormen Wissensbereich in der Wissenschaft Chemie. Wie läuft so eine Trennung ab? In wikipedia und anderen Lehrbüchern ist die Trennung von Racematen ein komplexer Vorgang, wo ein Chemiker schon chirale Substanzen braucht um Racemate zu spalten. Aber solche Enantiomere besaß die Ursuppe aber nicht, und selbst wenn sie es besaß, hätte sie nichts damit anfangen können. So viel steht fest.
Der Dr. Liebi hat vollkommen Recht. Man muss den Beweiß der Entstehung solcher Makromoleküle beweißen, sonst ist die Theorie als solches nicht annehmbar. Man hat schon bewiesen, dass man Eiweiße des Lebens enstehen lassen kann, zum Beispiel hat das Miller getan, aber die Eiweiße waren Racemate, das sind Substanzen, die das polarisierte Licht innerhalb des Moleküls nach links und rechts drehen. Diese Eigenschaft das Licht zu drehen, zu polariseren, besitzt jede Zelle. Allerdings findet man in den menschlichen Eiweisen nur linksdrehende Aminosäuren, und nicht Racemate. Deswegen ging man dran zu versuchen, Racemate biologisch selbst zu reinen linksdrehenden Aminosäuren zu machen. Der Pasteur hat das schon geschafft, nur er hat sehr lange gebaraucht und hat das nur geschafft, in dem er die Racemate mit chiralen Substanzen(also mit linksdrehenden Säuren zu mischen). Aber die Frage war, und ist immernoch so. Wo hatte die Natur selbst die Chiralen Substanzen? Selbst wenn es die Natur gehabt hätte, könnte sie nichts mit anfangen. Und die absurde Theorie, dass auf heißem Lava solche Reaktionen stattgefunden haben soll, ist nicht zu halten, weil erstens Eiweiße ab 55 Grad Celsuis anfangen zu denaturieren. Sie werden hart und solche Eiweise wieder zu adenaturieren bedarf wieder mal einer hohen Anstrengung im Labor, aber eigentlich ist das unmöglich. Also verfällt die Theorie ins Feuer.
Was ist mit der Entstehung dieser Makromoleküle im Wasser=?
Massenwirkungsgesetz: ist eine Lösung überschüssig vorhanden, so läuft die Reaktion zurück. Bei der Bildung eines Peptids, Dipeptids und so weiter wird immer ein Molekül Wasser frei. Das sagen alle Lehrbücher. Aber alle. Wie soll sich Wasser in Wasser lösen? Geht also auch nicht.
Jetzt hat das ganze auch ein thermodynamisches Problem.
Statistische Schwankungen bringen Energiedifferenzen zustande. Diese Energiedifferenzen bedeuten Netto Entropiesenkung, also Erhöhung von Ordnung. Aber, die Energie, die durch die Schwankungsfraktionen entstehen, müssten ersetzt werden. Selbst wenn man einen Mechanismus hätte, der die Schwankungsfraktionen auffängt (Eigen schlägt den Replikationsmechanismus einer Zelle vor, das heißt selbst wenn man Entropie senken könnte, müsste man die neue Information, die der Zelle hinzugefügt wird, einringen. Aber eine Zelle kann niemals Information neu erschaffen. Das spricht gegen die Biochemie (GENETIK). Die Information von der DNA wird kopiert in die RNA. Und diese translatiert die Information. Es lässt aber keine neue entstehen. Alles ist fest vorgeschrieben. Das bringt folgendes Zustande, und ich erwähne es nochmal: Das System müsste von anderen Teilen des Systems Energie holen. Und das hat die Folge, dass das System wärmeärmer und ordnungsreicher wird. Eins steht fest: Schwankungsfraktionen erhöhen die Ordnung, also es folgt eine Entropiesenkung, die ich hier mathematisch nicht beschreiben möchte, da das zeitraubend wäre. Und wie soll sich die Entropiesenkung weiter entwickeln, wenn es kein System gibt, die diese Schwankungen auffängt?
Aber Sie sagen diese Erhöhung von Ordnung (Entropiesenkung) soll dann Ihrer Meinung nach von einem selbsreplizierendes System aufgefangen werden, um Ordnung so zu erhöhen, bis sich die Coazervate, Mikrosphären gebildet haben. Das wird nicht funktionieren, egal ob das thermodynamische System geschlossen oder offen ist. Bei einem offenen System ist die Wahrscheinlichkeit der Schwankungen höher, da Energie offen hineinfließen kann, das heißt Ordnung wird erhöht. Aber sie ändert nichts an der Tatsache, dass in der abiotischen Welt keine lebende zelle zu finden sein. Deswegen können diese Schwankungen nicht aufgefangen werden. Man muss davor die Tatsachen des Massenwirkungsgesetzes betrachten, danach die Thermodynamischen Hauptsätze. Bestrahlt man ein Blatt Papier mit einer Menge Sonnenstrahlen, wird sich nichts tun. Aber Bestrahlt man die gleichen Mengen Sonnenstrahlen ein grünes Pflanzenblatt, so geht die Photosynthese vor sich. Die Energie wird anders aufgenommen. Das grüne Pflanzenblatt weiß, wie man Entropie seknt, Ordnung erhöht. Aber die dafür notwendigen Mechanismen sind da. Zucken und Stärke ermöglichen das. Genauso ist das auf unser Thema anzuwenden. Man kann dieses System der beschriebenen Art mit Energie versorgen. aber die Tatsache bleibt. Die unbelebte Natur kann mit Energie nichts anstellen. Weil man die Schwankungen, die Erhöhung von Ordnung mit sich bringen, nicht auffangen kann, weil die Mechanismen des Lebens fehlen. Mit freundlichen Grüßen AZIZ KARA
Das sind wirklich Probleme, mit denen man sich befassen muss. Ich meine gäbe es wirklich eine vernünftige, wenigstens annähernd vernünftige Annahme, dann würde ich sagen, und auch Kollege Liebi, ja, das akzeptieren wir. Und deswegen stimme ich absolut dem zu was der Liebi sagt: “Ich gebe Ihnen also nochmals eine Chance, um allen Kommentarlesern hier zu zeigen, dass Makromoleküle durch natürliche Prozesse, ohne DNS-Codierung, in der Natur entstehen können. Ich warte!”
Ja. Wir warten. Und eins ist auch komisch und seltsam. Nach dem er das geschrieben hat, kamen zwar antworten, aber nicht antworten, die gaanz konkret auf seine Frage eingehen.
Also ich warte auch.
Grüße AZiz Kara
nur gnaz kurz, da diese Punkte schon tausendfach beantwortet wurden.
Eine Theorie muss überhaupt nicht bewiesen werden, solange sie eben nur eine Theorie ist.
Racemate spielen in der Biologie keine Rolle, weil sämtliche Moleküle durch enzymatische Prozesse entstehen. Das heisst aber nicht, dass ursprünglich nicht beide Formen entstanden und sich bloss eine durchsetzte!
Nicht alle Proteine denaturieren bei 55°C, unter naderem sämtliche Proteine der Mikroorganismen, welche auf unterwasser Vulkanen vorkommen.
Eine Reaktion läuft nicht rückwärts ab, wenn zB. Das Produkt weiter abgeführt wird, wenn die Rückreaktion eine zu hohe Aktivierungsenergie braucht, usw. Wikipedia einen oder zwei Abschnitte weiter lesen und das wird klar
Thermodynamik lässt sich nur in einem geschlossenen System behandeln. Die Erde ist das nun aber wirklich nicht!
Genetik schafft ununterbrochen neue Informationen. Man nennt das mutation, rekombination usw. sexuelle Fortpflanzung ist zB. nichts anderes als erschaffung neuer Information auf Stufe der Genetik (Epigenetik noch nicht mal miteinbezogen)
Replikation hat nichts mit RNA oder Peptiden zu tun, ausser dass in heutigen Zellen dafür Peptide und RNA gebraucht werden.
Die Energie hohlt sich das System bei der Replikation (aber auch bei der Translation) ua. über ATP->ADP+Pi das ist ja schon mal ein Entropiegewinn, oder nicht?
Es braucht keine Zellen um Thermodynamik einzuhalten. Enzyme, frei in Lösung können das auch. Normale chemische Reaktionen, ohne Enzyme können das sogar.
Sonne –> Papier: es tut sich sehr wohl was: Das Blatt vergilbt, wird warm, kann sich sogar entzünden…
Dass die “unbelebte” Natur nichts mit Energie anfangen könne ist absoluter Humbug. Beispiel: Erderwärmung durch Treibhauseffekt.
Wie bereits dikutiert. Selbst wenn man es im Labor zeigen könnte, die Entstehung eines MAkromoleküls würde nicht beweisen, dass die Abiogenese so abgelaufen ist. Allerdings bietet sich mit der Abiogenese eine Theorie (und jeder Wissenschaftler wird Ihnen zustimmen, dass es bloss eine Theorie ist), die schlüssig und sinnvoll ist, um Voraussagen zu machen. Sie deckt sich mit den gemachten Beobachtungen und man kann damit wissenschaftlich arbeiten. Bei der Theorie des Kreationismus ist dies zB. nicht der Fall.
Wie wollen Sie die Evolutionstheorie ohne des Beiseins von Racematen erklären?
Wie? RACEMATE SPIELEN KEINE ROLLE IN DER BIOLOGIE?
In jedem Lehrbuch der Biologie wird diese Methode erklärt. Jedes Lehrbuch, aber wirklich alle Lehrbücher. Die chemische Evolution muss erklären, das ist so, dass sie Racemate rein symmetrisch machen konnte. Welche Methode gibt es denn sonst`? Und keins der beiden hat sich durchgesetzt. Zumindest nicht die Racematform.
Und ob Sie mir glauben oder nicht, kein Protein auf dieser Welt macht sich ab 70Grad brauchbar, jetzt nur als Beispiel.
Ihr kommentar;Eine Reaktion läuft nicht rückwärts ab, wenn zB. Das Produkt weiter abgeführt wird, wenn die Rückreaktion eine zu hohe Aktivierungsenergie braucht, usw. Wikipedia einen oder zwei Abschnitte weiter lesen und das wird klar
Aziz Kara
Wenn das Produkt weiter abgeführt wird und so weiter. Peptide entstehen nun mal nur, wenn sie als Produkt Wasser abspaltet. Sonst geht garnichts. Ob Sie nun eine hohe Aktivierungsenergie brauch oder nicht, bei der Entstehung von Makromolekülen bedarf es der Abspaltung von Wasser? Nur wohin damit? WOHIN? Massenwirkungsgesetz. WO soll das Produkt abgeführt werden. Es muss Wasser abgeführt werden. Aber wo? AUf den Gesteinen der heißen Lava? Da denaturieren die EIweiße. Hundert Prozent. Wo sonst?
Die Genetik schaffe neue Information. Wenn ich das lese, kotze ich. Und jetzt habe ich eine Bitte. Geben Sie mir ein Beispiel in der Genetik, wo sich Information neu bildet. DAs würde man Mutation nennen. Oh Gott. Sexuelle Fortpflanzung wäre nichts anderes als Erschaffung neuer Information??????? JHAHHAHAHAHAHHAH
Oh ne oder? Gehen Sie mal wieder auf die Schule, dann können wir weiterreden, DAs ist so inkompetent. So inkompetent und schlecht. Einfach nur schlecht. Die Studenten haben sich so eben darüber kaputtgelacht. Bei sexueller Fortpflanzung ist die Spermie und Eizelle vollllller Information, dass translatiert wird und das ganze Programm mit RNA und so, will ich hier nicht anführen. Welche Spermie ist der Beweis Erschaffung neuer Information? Was Sie sagen ist vergleichbar mit: die schiebst eine leere CD in die DVD rein und hoffst, das von alleine ein Film läuft. AUf die CD muss vorher Information zugefügt werden, damit sie in der DVD gelesen werden kann.
DAs nächste: Die Thermodynamik lässt sich nur mit geschlossenem System behandeln. UJJ UJJ UJJ. Wenn ich das höre, kriege ich graue Haare. Wenn die Entstehung der ersten Zelle tatsächlich in einem geschlossenem System ist, woher hat sie sich dann die Energie genommen? Sie muss offen sein. Und wenn sie offen ist haben wir das Problem, dass das System wärmeärmer und ordnungsreicher wäre. Aber eine uninformierte Zelle (leere CD) weiß eben nicht, dass sie die Entropie senken muss. Und welche Mechanismen können die Entropie senken, dann noch sie zur weiterentwicklung ausnutzen? Auf die Frage konnte keiner eine Antwort geben. Nicht mal renommierte Wissenschaftler. Und jetzt kommen Sie und sagen, sie hätten die Antwort.
das heißt selbst wenn man Entropie senken könnte, müsste man die neue Information, die der Zelle hinzugefügt wird, einringen. Aber eine Zelle kann niemals Information neu erschaffen. Das spricht gegen die Biochemie (GENETIK). Die Information von der DNA wird kopiert in die RNA. Und diese translatiert die Information. Es lässt aber keine neue entstehen. Alles ist fest vorgeschrieben. Das bringt folgendes Zustande, und ich erwähne es nochmal: Das System müsste von anderen Teilen des Systems Energie holen. Und das hat die Folge, dass das System wärmeärmer und ordnungsreicher wird. Eins steht fest: Schwankungsfraktionen erhöhen die Ordnung, also es folgt eine Entropiesenkung, die ich hier mathematisch nicht beschreiben möchte, da das zeitraubend wäre. Und wie soll sich die Entropiesenkung weiter entwickeln, wenn es kein System gibt, die diese Schwankungen auffängt?
ALle Probleme zusammengefasst: 1. Das Problem des Massenwirkungsgesetzes
2. Gesenkte Entropie muss aufgefangen werden, und zwar von einer Zelle, die es neu eschafft. Manfred Eigen hatte vorgeschlagen, das Replikationsmechanismus einer Zelle könnte diese Entropiesenkungen, also die Erhöhung von Ordnung abfangen, Energie von anderen Systemen holen und sie speichern. Das hat bisher kein gelehrter der Welt geschafft bisher. Und er selbst hat es auch nicht geschafft. Mit programmierter Information kann man viel anfangen. Es gab keine Zelle in der Frühzeit die das machen konnte. Vergessen sie das. Nie und nimmer. DAs können sie jetzt. Aber ganz früher hätte es alleine machen müssen, und das geht nicht, Information musssss unbedingt vorhanden sein. Von nicADP+Pi das ist ja schon mal ein Entropiegewinn, oder nicht? DAs haben Sie geschrieben.
Ja Sie haben Recht. ERs holt sich die Energie von der Replikation. Aber sie gab es früher eben nicht. Das ist das problem.
Bis dann
Sehr geehrter Herr Dr. Liebi
Echte Wissenschaftskritik ist nicht, wenn man einfach auf gewisse Widersprüche (oder angebliche) einer Theorie hinweist, sondern wenn man ein alternatives Erklärungsmodel anbietet. Eine Gegentheorie. Eine bessere Erklärung zum Beispiel weshalb wir vom Verhalten und von der Biologie her den anderen Säugetiere so ähnlich sind. In dem Moment wo Sie total absurde Aussagen wie zum Beispiel das, alle Versteinerung der Welt darauf hinweisen, dass die ganze Erde mit Wasser bedeckt war, machen. Mit diesen Aussagen beweisen Sie, dass sie durch und durch unwissenschaftlich denken. Sie glauben an ein Buch und dies ohne zu hinterfragen und mit ebenso wenig Beweise wie Ihre Arche Noa Behauptung. Jeder einigermassen gebildete Bürger erkennt die Widerspüche Ihrer Argumente. Ich finde es nicht korrekt, dass Sie mit diesen Lügen sogar noch Geld verdienen.