Dem Frieden zuliebe: Fordern wir ein Beschneidungsverbot im Gazastreifen und im Westjordanland
Zwei Alltagsmeldungen aus dem Nahen Osten:
9. September 2012: Die israelische Stadt Netivot wird aus dem von der Hamas kontrollierten Gaza-Streifen beschossen, zwei Wohngebäude werden zerstört.
9. September 2012: Eine Gruppe von Siedlern greift mit Unterstützung israelischer Soldaten palästinensische Landwirte in den besetzten Gebieten im Westjordanland an.

Pro-Beschneidungs-Demo in Berlin (Bild gbs Berlin)
In Berlin verbünden sich derweil jüdische und muslimische Vertreter und demonstrieren gemeinsam für ein uneingeschränktes Recht, an den Genitalien ihrer Söhne herumzuschnippeln.
Die Lösung des Nahostkonflikts zeichnet sich ab: Fordern wir ein Beschneidungsverbot im Gazastreifen und im Westjordanland.
Das müsste reichen, um die Fundis beider Religionsgruppen zu verbrüdern.
















Ähnliches habe ich auch gedacht als ich gestern die Meldung zur Demo gelesen habe. Dann ist mir aber noch was anderes aufgefallen:
Es ist interessant wie sich der Nahostkonflikt um die besetzten Gebiete sich immer mehr als religiöser Konflikt in unseren Köpfen festsetzt und wahrgenommen wird. Da müssen wir vorsichtig sein, denn dies ist genau was die religiösen Hardliner auf beiden Seiten wollen und schon lange versuchen. Wir geben ihnen damit recht.
P.S. Es ist mir bewusst, dass dein Post keine politische Analyse ist, sondern augenzwinkernd gemeint ist. Trotzdem transportiert er halt die Idee eines primär religiösen Konflikts.
Du hast natürlich Recht, es geht beim Kampf um die Kontrolle über Gebiete des Nahen Ostens um viel mehr als um Religion. Aber es stellt sich die Frage, ob der Nahostkonflikt so lange hätte aufrecht erhalten können, wenn Religion nicht auch im Spiel wäre.