21. September 2012 17:19

Der Islamische Zentralrat alleine auf weiter Flur

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Es ist bekannt: Die islamischen Gemeinschaften in der Schweiz sind zersplittert, Gläubige organisieren sich vorwiegend innerhalb der eigenen Sprachgruppe. Und religionsferne Kulturmuslime bilden ohnehin die grosse Mehrheit der Personen, die aufgrund ihrer Herkunft schnell einmal als Muslimin oder Muslim gezählt werden.

Vertreterorganisationen neigen trotz dieser Heterogenität gerne dazu, zu behaupten, sie träten im Namen «der Muslime» in der Schweiz schlechthin auf. Die beiden grösseren Dachorganisationen, die Föderation Islamischer Dachorganisationen Schweiz (FIDS) und die Koordination Islamischer Organisationen Schweiz (KIOS) tun dies zumindest mit mehr Legitimation als andere, da beide als Schirmorganisationen sehr verschiedenartige Zentren und Vereine repräsentieren.

Seit ein paar Jahren versucht der Islamische Zentralrat der Schweiz, diese Szene aufzumischen. Dominiert von einem Häufchen Schweizer Konvertiten fordern sie die eher behäbigen Verbände heraus und haben damit vor allem bei jungen Secondos einen gewissen Rekrutierungserfolg. Provokation und Irritation prägen das IZRS-Marketing. 2009 versuchten sie den Hassprediger Pierre Vogel – ebenfalls ein Konvertit – für eine Demo in die Schweiz zu holen, Anfang dieses Jahres wollten sie eine Konferenz mit radikalen Islamisten durchführen.

Und nun ist also wieder eine Demo angesagt. Sie rufen dazu auf, am Samstag, vom Recht auf Versammlungs- und Meinungsäusserungsfreiheit Gebrauch zu machen – um gegen das Recht auf freie Meinungsäusserung zu demonstrieren. Der IZRS fordert, der Schutz religiöser Gefühle sei mit einem neuen Gesetz zu verstärken.

FIDS wie KIOS liessen heute verlauten, dass sie weder die Demo noch die Zensurforderung unterstützen. Sie verzichten also ausdrücklich darauf, sich der IZRS-Konkurrenz stilistisch oder inhaltlich anzunähern. Das ist höchst erfreulich, der Zentralrat bleibt vollends isoliert.

Besser gegen Morde, Brandschatzungen und Hasssendungen der eigenen Glaubensbrüder demonstrieren

Der Zentralrat soll selbstredend demonstrieren dürfen. Den Musliminnen und Muslimen in der Schweiz wäre allerdings wohl am meisten gedient, wenn sie nicht gegen Freiheitsrechte – und die umfassen halt auch, grottenschlechte Satire zu produzieren – demonstrieren würden, sondern gegen die Morde und Brandschatzungen der islamischen Extremisten, oder gegen die Hassbotschaften, welche die Palestinenserbehörde auf ihrem Fernsehkanal auszustrahlen beliebt.

YouTube Preview Image (Sendung vom 9. Januar 2012, siehe http://palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=6098)

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