Encyclopedia of things Muslim Fundamentalists find offensive
Das von einem koptischen Christen produzierte Filmportrait Mohammeds erinnert daran, dass die Liste der Dinge, die religiöse Fundamentalisten als beleidigend empfinden, lang ist. Sehr lang.
Muslimische Fundamentalisten geben gerne an, dass sie im interreligiösen Vergleich den Spitzenrang im Beleidigtsein einnehmen. Mit zahlreichen Beispiele haben sie in der Vergangenheit bereits ihre vielseitige echte oder auch nur vermutete Erregbarkeit unter Beweis gestellt:
- Die Karikaturen der Jyllands-Posten lösten gewalttätige Proteste aus
- Southpark-Macher erhielten Todesdrohungen, weil sie Mohammed in einem Bärenkostüm auftreten liessen
- Vor knapp einem Jahr reagierten aufgebrachte Islamisten mit einem Brandanschlag auf Karikaturen von Charlie Hebdo
- Eine Karikatur von «Jesus and Mo» brachte in England muslimische Studenten in Rage
- Statuen aller Art beleidigten Muslime schon mehrfach, zum Beispiel auf den Malediven
- Geschichten haben ebenfalls grosses Beleidigungspotential, beispielsweise diejenigen von Salman Rushdie, immer und immer wieder
- Händewaschen empfinden muslimische Ärztinnen und Pflegerinnen als beleidigend und entwürdigend, da dazu auf höchst unzüchtige Weise der Unterarm freigelegt werden müsste
- In England versprach der von Sozialhilfe lebende Imam und Rechtsanwalt Anjem Choudary seinen muslimischen Glaubensbrüdern die Verdammung in der Hölle, sollten sie an Weihnachtsfeiern teilnehmen
- Für die Lehrerin einer Klasse, die sich darauf einigte, einem Teddybären den Namen «Mohammed» zu geben, wurde die Todesstrafe verlangt
- Der Kartondeckel eines Cornets (einer Eistüte) wurde als blasphemisch bezeichnet, da das symbolisierte Sahnehäubchen einer Allah-Kalligrafie ähnelte
- Den Koran in einer Bibliothek auf einem niedrigeren Tablar aufzubewahren als die Bibel geht nach Meinung englischer Muslime gar nicht
- Der ägyptische Forscher Abd al-Baset al-Sayyid fühlte sich durch den Zeitstandard Greenwich Mean Time sichtlich beleidigt, da diese den internationalen Flugverkehr beeinträchtige und viel ungesünder als die von ihm propagierte Mekka-Zeit sei
- Organisationen der staatlichen Schottischen Gesundheitsdienste empfahlen ihren Angestellten, während des Ramadan nicht an ihren Arbeitsplätzen zu essen
- Eine auf den drei kleinen Schweinchen basierendes elektronischen Kinderbuch wurde von den Juroren der staatlichen britischen Agentur für Lerntechnologie wegen «cultural issues» von einem Wettbewerb ausgeschlossen.
Um die These zu untermauern, dass Muslimische Fundamentalisten tatsächlich eine Führungsposition im Beleidigtsein einnehmen, hat nun das Institut für Religiöse Hypersensibilität der Universität Tunis erstmals eine Enzyklopädie der Dinge, welche Muslime beleidigen, herausgegeben. Die ersten sechs Bände liegen nun vor.

Enzyklopädie des Instituts für Religiöse Hypersensibilität der Universität Tunis
Kritiker befürchten allerdings, die Inhalte könnten für den Internationalen Tag der Blasphemie, der jeweils am 30. September begangen wird, missbraucht werden.
















Um die These zu untermauern
hat, dass Muslimische Fundamentalisten tatsächlich eine Führungsposition im Beleidigtsein einnehmen, hatdasnun das Institut für Religiöse Hypersensibilität der Universität Tunis erstmals eine Enzyklopädie der Dinge, welche Muslime beleidigen, herausgegeben.@Bern das Brot: Danke fürs Korrekturlesen
Hab’s korrigiert (und zum Thema «Händewschen» einen etwas weniger tendenziös geschriebenen Artikel verlinkt).