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Gretchenfrage »
Der Totenkult ist bekanntlich unverzichtbarer Bestandteil des Katholizismus. Gehuldigt wird nicht nur dem scheint’s wieder Auferstandenen sondern auch einer grossen Zahl von ehemaligen treuen Dienern der ehrenwerten Glaubensgemeinschaft. So auch dem Valentin aus dem Mittelitalienischen Terni, der angeblich kurz bevor seine Körperlänge amtlich um geschätzte 25cm reduziert wurde, einer blinden Schülerin, die ihm von deren Vater anvertraut worden war, ein Briefchen verschickt hatte, worauf sie plötzlich sehen konnte. Zuvor soll dieser Valentin entgegen den römischen Vorschriften Pärchen vermählt und ihnen während der Zeremonie Blumen aus seinem eigenen Garten geschenkt haben.
Die Beweislage für diese Geschichtchen ist dünn, aber Langzeitwirkungen des resultierenden Valentinkults, bei dem vermutlich über die Zeit die angeblichen oder echten Biografien mehrerer Valentins miteinander verwoben wurden, sind bekannt: für Schreibwaren-, Blumen- und Schokoladenhändler ist der 14. Februar fast wie Weihnachten.
Zumindest das Blumenschenken hatte wohl ein römisches Vorbild: Am selben Kalendertag wurde der damaligen Chefgöttin Juno gehuldigt. Dennoch ist die gewerbliche Marketingmaschinerie eine vergleichsweise neuzeitliche …
Gretchenfrage »
Der Islamische Zentralrat weicht nach dem Bülacher Rauswurf mit seiner Extremisten-Freakshow ins Spreitenbacher Ödland zwischen Autobahn und Bahnhofstrasse aus – passenderweise in ein Zirkuszelt.
Durch den Abend führen Nicolas Cherni, Qassim Illi und Nicolas Blancho, die alle vom Studententum zur Clownerie konvertiert sind.
Sie haben keine Kosten und Mühen gescheut, dem Publikum die verrücktesten Freaks zu bieten, die der gegenwärtige Salafismus zu bieten hat. Es verspricht, ein bunter Abend voller Judenhass, Frauenunterdrückung und Clownerie zu werden.
Hier noch einmal die Highlights:
Gretchenfrage, Politik »
Ähnlich wie das schweizerische kennt auch das Deutsche Strafrecht einen Blasphemieartikel, StGB 166:
(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.
Keine anderen Art Organisation kann sich auf einen solchen auf sie zugeschnittenen Schutzparagrafen berufen.
Gretchenfrage »
Die Stadt Bülach tritt vom Vertrag mit dem Islamischen Zentralrat Schweiz (IZRS) zurück, die muslimischen Fundamentalisten können ihre eingeladenen Hassprediger also nicht wie geplant am 25. Februar in der Stadthalle Bülach auftreten lassen.
Der Bülacher Stadtrat hat völlig richtig entschieden. Es ist nicht Sache der öffentlichen Hand, solchen Extremisten eine Bühne zu bereiten. Und um versponnene Extremisten handelt es sich, da gibt es nichts zu beschönigen. Der IZRS hat den Bülacher Behörden eine Mogelpackung verkauft und deshalb wird die Stadt schadlos aus dem Vertrag zurücktreten können, auch wenn die beiden IZRS-Cheforganisatoren Naim Cherni und Nicolas Blanko täubelen und mit Klagen drohen. Die Veranstaltung hätte den Titel «Ursprung der Moral» tragen sollen.
Hier eine Zusammenstellung der realen Werte und Ansichten, die die vorgesehenen Referenten propagieren:
Gretchenfrage, Wissenschaft »
Wieso ist nicht nichts? Und (wie) konnte unser Universum aus dem (scheinbaren) Nichts entstehen? Derlei Fragen ging der Astrophysiker Lawrence Krauss am letztjährigen Denkfest nach. Nun ist ein Buch von ihm zum Thema erschienen: A Universe from Nothing: Why There Is Something Rather than Nothing. Eine kurze Einführung ins Thema auf der Basis seines Denkfest-Vortrags.
Von nichts kommt nichts – diese kreationistische Grundannahme klingt für die meisten wohl intuitiv plausibel. Doch die moderne Physik legt nahe, dass vielmehr der bereits von Plato und Aristoteles postulierte Plenismus der Sache näher kommt. Gemäss dieser naturphilosophischen Theorie existiert das reine Nichts nicht. Aristoteles vermutete eine naturgegebene «Abscheu vor dem Vakuum». Die Quantenphysik geht von einem Vakuum aus, welches voller virtueller Teilchen ist, die spontan zu existieren beginnen und ebenso wieder verschwinden können.
Doch nicht nur das: Quantenmechanik und allgemeine Relativitätstheorie implizieren, so Krauss, dass so nicht nur Partikel sondern Raum entstehen und vergehen kann. Das Nichts ist also hochgradig instabil. Und …
Gretchenfrage, Politik, Statistisches »
Endlose Wiederholungen von Wunschträumen und Beschwörungsformeln sind ein wichtiges religiöses Stilmittel. Darin übt sich auch die Evangelische Allianz, welche unentwegt eine Rückkehr der Religionen verkündet. Ganz neu tut sie dies mit Hinweis auf eine – nicht öffentlich zugängliche – Umfrage, die sie beim Marktforschungsunternehmen Link in Auftrag gegeben hatten. Die frohe Botschaft liessen sie Klara Obermüller, Ehrendoktorin der Theologischen Fakultät der Uni Zürich, im Sonntag verkünden (PDF):
In der Soziologie beobachtet man eine Rückkehr des Religiösen.
Obermüllers Aussage hat allerdings einen kleinen Haken: Sie ist kreuzfalsch, sie stellt einen blossen Wunsch an den Weihnachtsmann dar.
Die Abkehr von den Religionen nimmt unentwegt zu. Der an der Uni Lausanne forschende Soziologe Jörg Stolz hat dies in einer aktuellen Studie1 veranschaulicht. 64% der von ihm und seinen Koautoren befragten Personen haben ein distanziertes Verhältnis zu Religionen. Weitere 10% sind als dezidiert säkular einzustufen. Nur noch 26% fühlen sich traditionellen Religionen oder esoterischen Alternativangeboten verbunden.
In einem Interview mit dem Tagesanzeiger sprach Stolz …
Gretchenfrage, Politik, Wirtschaft »
Der Platz, den sich die Schweizer Occupy-Bewegung zum Wochenenddemonstrieren ausgesucht hatte, war naheliegend: Der Paradeplatz steht wie kein anderer sinnbildlich für die Schweizer Finanzindustrie, er ist umzingelt von Firmensitzen der bedeutendsten Schweizer Finanzinstitute.
Dem Lindenhof, auf den die Demonstranten zum Campieren auswichen, fehlt diese Symbolik. Seine Umnutzung zeigte in erster Linie auf, dass Freiräume in der Innenstadt äusserst rar sind. Jede noch so kleine Fläche scheint eine Funktion erfüllen zu müssen.
Nach der polizeilichen Räumung dieses Ersatzschauplatzes ist nun also die reformierte Kirche Zürich-Aussersihl eingesprungen und stellt den übrig gebliebenen Demonstrantinnen und Demonstranten Teile der St.-Jakobs-Kirche beim Stauffacher zur Verfügung. Pfarrerin Verena Mühlenthaler begründet das Angebot politisch: «Kirchengemeinden haben den klaren christlichen Auftrag, sich an den gesellschaftlichen Themen zu beteiligen und einen Dialog zu ermöglichen, sodass auch benachteiligte Bürger einbezogen werden», wird sie im Tages-Anzeiger zitiert.
Gretchenfrage, Politik »
Es hätte eine besondere Ehre werden sollen. Zur Feier des Wahlerfolgs der islamischen Ennahda in Tunesien brachte die französische Wochenzeitung Charlie Hebdo eine Sondernummer zum Islam heraus und liess niemand geringeren als den Religions- und Unruhestifter Mohammed den Posten des Chefredakteurs übernehmen.
Der journalistische Integrationsversuch der Satirezeitschrift misslang allerdings gründlich. Der Analphabet Mohammed stellte klar, dass er wenig von der Feder als Waffe hielt und bestellte deshalb Anhänger seiner weitaus grobschlächtigeren Kriegskunst in die Redaktion – um ein Uhr morgens und ausgerüstet mit Molotowcocktails. Seine Groupies agierten ganz im Sinn ihres Chefs und setzten die Redaktionsräume kurzerhand in Brand.
Es braucht offenbar noch viele, viele «Everybody draw Mohammed»-Tage, bis die Bombenleger begreifen, dass man auch mit Worten und Bildern seine Meinung zum Ausdruck bringen kann.
Gretchenfrage, Politik »
Aus den bekanntlich sehr zuverlässigen Quellen des US-Pastors Harold Camping weiss man, dass das zuständige Organisationskomitee den ursprünglich auf den 21. Mai angekündigten Weltuntergang auf heute verschoben hat:
Wir können also sicher sein, daß die ganze Welt, mit Ausnahme der bis jetzt Erlösten (die Erwählten), unter Gottes Gericht steht und zusammen mit der ganzen Erde am 21. Oktober 2011 ausgelöscht wird. An diesem Tag werden die wahren Gläubigen (die Erwählten) entrückt. Wir müssen daran denken, daß nur Gott weiß, wer Seine Erwählten sind, die Er vor dem 21. Mai erlöst hat.
Nun sind erste Stellungnahmen der Parteien eingetroffen.
Gretchenfrage, Politik »
Erinnern wir uns: heute vor sechs Jahren veröffentlichte die konservative dänische Zeitung Jyllands-Posten zwölf Mohammed-Karikaturen, welche sie bei dänischen Zeichnern in Auftrag gegeben hatte.
Der darauf folgende “Karikaturenstreit” - angeheizt mitunter von zwei dänischen Imamen, welche auf einer Nahostreise die Jyllands Posten-Karikaturen mit anderen Bildern anreicherten und in islamistischen Kreisen rumreichten - löste nicht nur einen unentschuldbaren Gewaltexzess aus, sondern auch langwierige Debatten über Meinungs-, Kunst und Religionsfreiheit.
Die Zeitung und mehrere der Karikaturisten wurden auch Jahre nach der Veröffentlichung bedroht, allen voran Kurt Westergaard, welcher die bekannteste der zwölf Zeichnungen angefertigt hatte.
Es gab da und dort Nachdrucke der Karikaturen, doch viele Redaktionen übten Selbstzensur, mal aus Sorge um die Sicherheit ihrer Belegschaft, mal aus Rücksicht auf so genannt religiöse Gefühle.
Dass religiöse im Gegensatz zu politischen oder anderen weltanschaulichen Standpunkten eine Sonderbehandlung erhalten, hat mitunter mit der Gesetzgebung zu tun. Viele Staaten, auch westliche, kennen Paragrafen, welche Blasphemie unter Strafe stellen. Auch die Schweiz: §261 des Strafgesetzbuchs lautet:
Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit
Wer öffentlich und …






