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In eigener Sache, Politik, Sonderbares »
Der Berner CVP-Politiker Henri-Charles Beuchat – er war vor knapp einem Monat hier zu Gast – scheut sich nicht, Themen anzugehen, für die anderen der Mut oder die Weitsicht fehlen. So kämpft er unerschrocken gegen rote Ampeln, für die Vergünstigung von SBB-Gemeindetageskarten um mehrere Franken, für ein durch die öffentliche Hand koordiniertes Bäume-Sponsoring und dafür, dass das Bad im Stadtberner Bärenpark einen Namen erhält.
Nun hat Beuchat ein neues Thema entdeckt, den Persönlichkeitsschutz – und zwar für sich selbst. Per eingeschriebenem Brief lässt er mich wissen, dass es seine Persönlichkeit verletzte, als ich den Blog-Beitrag zu seiner Person mit einem Portrait schmückte, welches ich seinem Wahlflyer entnommen und so öffentlich zugänglich gemacht machte.
Eine Debatte über «fair use», Zitatrecht und die schwammigen Grenzen des Persönlichkeitsschutzes für «Personen des öffentlichen Lebens» zu führen, dürfte wenig ergiebig sein. Ich komme Herrn Beuchats Wunsch nach weniger Öffentlichkeit für sein Konterfei selbstredend gerne ohne Rechtsstreit entgegen. Deshalb ab sofort und exklusiv auf …
In eigener Sache, Politik »
Eigentlich müsste er Monnet-Plan heissen, denn es war der damalige Leiter des französischen Amtes für wirtschaftliche Planung, Jean Monnet, der 1950 vorschlug, die europäische Schwer- und Bergbauindustrie einer gemeinsamen Verwaltung zu unterstellen. Von zentraler Bedeutung war die Einbindung Deutschlands. Die überstaatliche Aufsicht über diejenigen Industrien, welche die Basis für die Waffenproduktion darstellen, sollte einen erneuten Krieg in Europa verunmöglichen – und einen Preiszerfall beim Stahl verhindern, der sich ob der damaligen Überproduktion abzeichnete…
Öffentlich vorgestellt wurde der Plan allerdings nicht von seinem Architekten sondern vom damaligen französischen Aussenminister Robert Schuman. Der Vorschlag legte den Grundstein zu einem europäischen Funktionalismus – des teilweisen Verzichts auf staatliche Souveränität zugunsten supranationaler Institutionen. Schumann stellte in seiner Rede klar, dass eine solche Vereinbarung in allen Ländern politisch getragen und durch eine ebenfalls überstaatliche Instanz überwacht werden müsse:
Die Grundsätze und wesentlichen Vertragspunkte, die hiermit umrissen sind, sollen Gegenstand eines Vertrages werden, der von den Staaten unterzeichnet und durch die Parlamente ratifiziert wird. Die Verhandlungen, die …
In eigener Sache »
Zürichs organisierte Antikapitalisten haben mich also zum Autobesitz verführt. Und dann gleich noch einen Ferrari – wenigstens in einer politisch halbwegs korrekten Elektroantriebsausführung. Der Kaufpreis: 5 Franken (vier Nieten der 1. Mai-Tombola eingerechnet).
Doch nun stellt sich die Frage: Was tun damit? Einige Sekunden lang spielte ich ja mit dem Gedanken, ihm dem Jungen zu weiter zu reichen, der gleich nach mir Lose kaufte und dessen Augen bei der Herausgabe meines Preises mindestens auf das Dreifache anwuchsen. Aber das hätte sich womöglich als Danäergeschenk entpuppt und ihn zu einem völlig anachronistischen Mobilitätsverhalten animiert…
Es sind also Ideen gesucht…
In eigener Sache, Politik »
Kurze Vorbemerkung in eigener Sache: Der Beitrag wäre eigentlich schon vor über einer Woche fällig gewesen. Wahlkämpfen, bloggen und «richtig» arbeiten geht zeitlich leider nicht beliebig gut zusammen… Doch nun soll es hier wieder alle paar Tage etwas Neues zu lesen geben.
Man erinnert sich: Auf rechtlich unsaubere Art errang der (zur Vorlage zerstrittene) Stadtrat im September 2008 einen Zittersieg an der Urne: 51.4% hatten dem Baurechtsvertrag zur Winkelwiese zugestimmt. Zu den Spielregeln gehörte, dass der umstrittene Baurechtnehmer bis Ende Juli 2009 ein Baugesuch hätte einreichen müssen.
Das Baugesuch ist noch immer nicht eingereicht – und der freisinnige Noch-Stadtrat Martin Vollenwyder hätte wohl weiter nicht auf die Einhaltung der Spielregeln gedrängt, hätten die beiden Gemeinderäte Andrew Katumba (SP) und Gabi Kisker (Grüne) nicht eine dringliche Anfrage eingereicht. Vollenwyder hat nun also reagiert – und fährt mit der Günstlingswirtschaft fort: Bis Ende Mai erhält der Möchtegernbaurechtnehmer Frank Binder weiter Aufschub.
Das stadträtliche «Verständnis» für das Unvermögen Binders, sich an verbindliche …
Gretchenfrage, In eigener Sache, Politik »
Die American Humanist Association gewann mit ihrem Sujet «just be good for goodness’ sake» das Weltanschauungs-Casting dieses Blogs. Die Teilnehmenden – es waren deutlich weniger als beim vergangenen Polit-Casting – bewerteten damit das Plakat, das dazu aufrief, Gutes zu tun etwas höher als dasjenige mit dem Slogan «Da ist wahrscheinlich kein Gott. Also sorg Dich nicht. Geniess das Leben», das auch als rein hedonistische Verlautbarung gedeutet werden kann.
Ein knapper Slogan stellt selbstredend noch kein ethisches Gerüst dar. Wie ein solches aus säkularer Sicht aussehen könnte, versuchte Michael-Schmidt-Salomon im Jahr 2005 in seinem Manifest des Evolutionären Humanismus aufzuzeigen. Er formulierte darin zehn Angebote. Im Gegensatz zu den biblischen zehn Geboten sind sie gleich doppelt unverbindlich: Sie sind bewusst als Angebote formuliert. Und sie nehmen nicht für sich in Anspruch, unfehlbar und ewig gültig zu sein – ganz im Gegenteil, Punkt sieben besagt «Sei dir deiner Sache nicht allzu sicher!».
In eigener Sache, Informatik »
Es war überfällig: Das Blog ist nun WordPress-basiert und kommt in einer Mischform von Magazin- und Blog-Format daher – etwas, was das Mac-basierte Tool Rapidweaver nicht ermöglicht. (Rapidweaver ist durchaus eine gute Wahl, um auf die Schnelle einfache, statische Websites zu erstellen. Als Blogging-Werkzeug kann es aber mit WordPress definitiv nicht mithalten, nicht zuletzt, weil es kein wirkliches Content-Management-System ist.
Für die technisch Interessierten: Das neue Design basiert auf dem Theme «arthemia» von Michael Jubel Hutagalung und zwar in der von Julia Seeliger «grün gestrichenen», d.h. für Reinhard Bütikofer massgeschneiderten Version…
In eigener Sache, Wissenschaft »
Die Zeit der Suche nach Strandlektüre ist angebrochen. Deshalb hier ein Lesetipp, der bestens zum Darwin-Jahr passt: «Cognitive Archaeology and Human Evolution», soeben bei Cambridge University Press erschienen.
Die Autoren untersuchen die Rahmenbedingungen, welche zur Entwicklung wichtiger kognitiver Fähigkeiten geführt haben. Das Buch schlägt eine Brücke von der Archäologie zur Neuropsychologie und zeigt auf, inwieweit prähistorische Funde Auskunft darüber geben können, welche geistigen Fähigkeiten notwendig waren, um Werkzeuge, Schmuck und anderes zu fabrizieren.
Das Buch ist friedfertiger als die Bibel, wissenschaftlicher als der Koran, unterhaltsamer als Dianetik und leichter als ein Telefonbuch.
Der erste Teil kann online angesehen werden, so auch der Beginn des Kapitels, welches ich beigesteuert habe. Für den Liegestuhl und den ungekürzten Lesegenuss empfiehlt sich aber natürlich die Tote-Bäume-Ausgabe. Also unbedingt kaufen!
Die einzelnen Kapitel:
Sophie A. de Beaune: The emergence of cognitive abilities: The contribution of neuropsychology to archaeology
Sophie A. de Beaune: Technical invention in the Palaeolithic: What if the explanation comes from the cognitive and neuropsychological sciences?
Andreas Kyriacou: Innovation …
In eigener Sache, Informatik »
Business as usual beim vierten Blogcamp, welches gestern in der ETH Zürich über die Bühne ging: Blogwerk-Gründer Peter Hogenkamp sorgte als Conférencier – unterstützt durch zahlreiche Helfer – dafür, dass der Tag den Selbstorganisationsansprüchen einer Unconference wie auch dem helvetischen Ordnungsdrang gerecht wurde. Hauptinhalt bildeten wie immer Vorträge der Teilnehmenden, die in parallelen Slots abgehalten wurden – so kam eine breites Themenangebot zusammen, zwang aber die Teilnehmenden Auswahlen zu treffen.
Im ersten Block hörte ich Dorian Selz zu, der erzählte, wie er und sein Team bei der Gründung von local.ch vorgegangen waren. Sie setzten auf die Scrum-Methode, die darauf fokussiert ist, laufend kleine, überschaubare Arbeitspakete zu definieren, welche in typischerweise zwei bis vier Wochen dauernden Zyklen, so genannten «Sprints», realisiert werden. An kurzen, täglichen Sitzungen, den «daily scrums», wird gegenseitig informiert, was erledigt ist, woran jeder arbeitet und was allenfalls das Weiterkommen behindert. Spannend war, dass bei local.ch der scrum-Ansatz nicht nur für die technische Realisierung sondern auch für die …
In eigener Sache, Informatik »
Der Beitrag vom 27. 02. 2009 war offenbar unverdaubar, zumindest für den Internet-Explorer-Parser. Mea culpa. Ursache waren eine fehlerhafte DOCTYPE-Definition und die Verwendung des <embed>-Tags beim Einbinden der Youtube-Videos.
Diese Webseite ist mit Rapidweaver erstellt, einem Programm für Mac OS X, zu welchem eine ansehnliche Vorlagenbibliothek existiert. Plugins erweitern die Funktionalität, so ermöglicht beispielsweise das Pluskit die einfache Verwendung des lightbox-Effekts zur Vergrösserung von eingebetteten Bildern.
Leider funktioniert das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten nicht immer einwandfrei, wie die ungültige DOCTYPE-Definition XHTML 1.0f zeigte. Offenbar haben auch andere ähnlich leidvolle Erfahrungen gemacht, deshalb sei hier kurz wiedergegeben, was Abhilfe schafft:
Youtube-Videos auf W3C-konforme Art einbinden.
In den allgemeinen Seiten-Einstellungen (general page info) der (unsichtbaren) Pluskit-Seite als Ausgabeformat ‘default’ wählen.
So wird tatsächlich gültiger XHTML-Code erzeugt. Internet-Explorer-Nutzer können also wieder mitlesen.
Für das schnelle Erstellen von statischen Webseiten ist Rapidweaver ganz passabel, als Blogging-Tool war es aber definitiv die falsche Wahl. Aber nach einigen hundert Beiträgen wäre eine Migration nach WordPress mit einem beträchtlichen Aufwand verbunden…






