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Artikel, einsortiert unter "Informatik"

In eigener Sache, Informatik »

[12 Dez 2011 | 2 Kommentare | 978 mal angeschaut]
EU-Kommissarin Neelie Kroes wird Beraterin bei der KzEPT

Die eben gegründete Kommission zur Entlarvung politischer Taugenichtse (KzEPT, englisch CftUPR*) angelt sich die EU-Kommissarin Neelie Kroes als Beraterin.
An kompetenten Kandidaten für das gleichermassen ehrwürdige wie verantwortungsvolle Amt mangelte es nicht. Den Ausschlag für die Nomination Kroes’ gab ihre Entscheidung, als zuständige EU-Vizepräsidentin den Wahl-Amerikaner Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg als Berater zum Thema Internetfreiheit zu engagieren.
Doch auch die Tatsache, dass sie sich bei politischen und geschäftlichen Fragestellungen von Astrologen beraten lässt, spricht, so KzEPT-Initiant Andreas Kyriacou, klar für Kroes:
Ich will keine Theoretiker, sondern ein Talent, jemand, der das Taugenichtsdasein aus persönlicher Erfahrung kennt.
Noch hat Kroes der KzEPN gegenüber noch keine Aussage gemacht, wann sie mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit beginnen kann.
* CftUPR: Commission for the Unmasking of political riffraffs. Article in English: kyriacou.ch/2011/12/eu-commissioner-neelie-kroes-to-consult-cftupr/
Stream der Medienkonferenz mit Kroes und Guttenberg

Informatik »

[6 Okt 2011 | 2 Kommentare | 1.076 mal angeschaut]
Visionär, zielgerichtet, störrisch – kein Nachruf auf Steve Jobs

Sieben lange Lebensjahre hat Steve Jobs der modernen Medizin zu verdanken. Sieben entscheidende Jahre für Apple wie für Pixar. Und wohl auch sieben entscheidende Jahre für ihn als Privatperson.
2004 wurde bekannt, dass Steve Jobs an Krebs erkrankt war. Wie bei zahllosen Patienten wechselten sich Meldungen über Erfolge und Rückschläge, definitiv heilen konnten die Ärzte auch ihn nicht. Doch sie konnten ihm sieben Jahre Lebenszeit schenken. Und er nutzte sie – und wie!
In diesen sieben Jahren fand der Wechsel Apples von Motorola- auf Intel-Prozessoren statt, das iPhone wurde lanciert, ebenso das MacBook Air und das iPad. Wohl wurden die Produkte zunehmend bejubelt, doch bei jeder Lancierung waren sofort Marktbeobachter, Analysten, Anlageberater und Konkurrenten zur Stelle, die das definitive Scheitern voraussagten. Jobs liess sich nicht beirren, gab beispielsweise freimütig zu, dass die Firma vor der Lancierung des iPad keinen Cent für Marktanalysen ausgegeben hatte, da es nicht Aufgabe der Konsumenten sei, zu wissen, was sie begehrten.
Auch Pixar …

Informatik, Politik, Wirtschaft »

[12 Mai 2011 | 2 Kommentare | 1.704 mal angeschaut]
Eine Einführung ins Astroturfing – Gratisunterricht für economiesuisse

Der Atomindustrie gehen die politischen Partner aus: Partei um Partei will nach Fukushima aus dieser Technologie aussteigen. Doch wenn einer gewichtigen Branche kühler Wind entgegen bläst, ist economiesuisse zumeist zuverlässig zur Stelle – so auch diesmal. Der Wirtschaftsverband weiss, dass es einen noch viel schwierigeren Kampf als denjenigen im Bundeshaus zu gewinnen gibt – denjenigen um die öffentliche Meinung. Umfragen zeigen, dass seit dem Desaster in Japan neue AKW-Projekte in der Schweiz keine Chance haben.

Also plante economisuisse, etwas Astroturfing zu betreiben: Der Verband sicherte sich die Domain energiedebatte.ch und richtete auf Facebook eine gleichnamige Seite ein – und deklarierte sie als vom Typ «Gesellschaft/Kultur».

Einer der ersten, der die frisch aufgeschaltete Facebook-Seite entdeckte, war Moritz Zumbühl, CEO von Feinheit und erfahrener Online-Campaigner. Er wollte die noch leere Pinnwand mit Inhalt füllen und fragte nach, ob Economiesuisse nun den Einstieg in die sozialen Medien und den Ausstieg aus der Atomenergie plane…

Informatik, Wissenschaft »

[29 Aug 2009 | Ein Kommentar | 2.395 mal angeschaut]
Microsoft will Darwins Ideen patentieren

Er ist bereits zwei Jahre alt, der Patent-Antrag von Microsoft mit dem Titel «Clustering phylogenetic variation patterns». Doch erst kürzlich haben Wissenschafter bemerkt, wofür genau Microsoft Erfinderschutz beantragt. Phylogenese bezeichnet die stammesgeschichtliche Entwicklung der Arten. Bereits Darwin nutzte Baumstrukturen, um die Verwandtschaftsgrade verschiedener Artenbildlich darzustellen.

Zu Darwins Zeiten wurden vor allem morphologische und – bei lebenden Arten – physiologische Merkmale verglichen: Ähnlichkeiten im Körperbau oder funktionelle Gemeinsamkeiten von Gewebe und Organen bei verschiedenen Arten gelten als Indiz für eine gemeinsame Vergangenheit. Heute dominieren molekulargenetische Analysen: Je grösser die Übereinstimmung von Gensequenzen, als desto näher verwandt gelten zwei Arten. Analysiert man Daten einer grösserer Menge von Arten, lassen sich Stammbäume erstellen, deren Verästelungen aufzeigen, in welcher Reihenfolge neue Arten aus gemeinsamen Vorfahren entstanden.
Genau hier setzt das Microsoft-Patent an.

In eigener Sache, Informatik »

[6 Aug 2009 | 2 Kommentare | 2.453 mal angeschaut]
Finally: kyriacou.ch goes WordPress

Es war überfällig: Das Blog ist nun WordPress-basiert und kommt in einer Mischform von Magazin- und Blog-Format daher – etwas, was das Mac-basierte Tool Rapidweaver nicht ermöglicht. (Rapidweaver ist durchaus eine gute Wahl, um auf die Schnelle einfache, statische Websites zu erstellen. Als Blogging-Werkzeug kann es aber mit WordPress definitiv nicht mithalten, nicht zuletzt, weil es kein wirkliches Content-Management-System ist.

Für die technisch Interessierten: Das neue Design basiert auf dem Theme «arthemia» von Michael Jubel Hutagalung und zwar in der von Julia Seeliger «grün gestrichenen», d.h. für Reinhard Bütikofer massgeschneiderten Version…

In eigener Sache, Informatik »

[22 Mrz 2009 | Noch kein Kommentar | 740 mal angeschaut]

Business as usual beim vierten Blogcamp, welches gestern in der ETH Zürich über die Bühne ging: Blogwerk-Gründer Peter Hogenkamp sorgte als Conférencier – unterstützt durch zahlreiche Helfer – dafür, dass der Tag den Selbstorganisationsansprüchen einer Unconference wie auch dem helvetischen Ordnungsdrang gerecht wurde. Hauptinhalt bildeten wie immer Vorträge der Teilnehmenden, die in parallelen Slots abgehalten wurden – so kam eine breites Themenangebot zusammen, zwang aber die Teilnehmenden Auswahlen zu treffen.
Im ersten Block hörte ich Dorian Selz zu, der erzählte, wie er und sein Team bei der Gründung von local.ch vorgegangen waren. Sie setzten auf die Scrum-Methode, die darauf fokussiert ist, laufend kleine, überschaubare Arbeitspakete zu definieren, welche in typischerweise zwei bis vier Wochen dauernden Zyklen, so genannten «Sprints», realisiert werden. An kurzen, täglichen Sitzungen, den «daily scrums», wird gegenseitig informiert, was erledigt ist, woran jeder arbeitet und was allenfalls das Weiterkommen behindert. Spannend war, dass bei local.ch der scrum-Ansatz nicht nur für die technische Realisierung sondern auch für die …

In eigener Sache, Informatik »

[1 Mrz 2009 | Noch kein Kommentar | 721 mal angeschaut]

Der Beitrag vom 27. 02. 2009 war offenbar unverdaubar, zumindest für den Internet-Explorer-Parser. Mea culpa. Ursache waren eine fehlerhafte DOCTYPE-Definition und die Verwendung des <embed>-Tags beim Einbinden der Youtube-Videos.
Diese Webseite ist mit Rapidweaver erstellt, einem Programm für Mac OS X, zu welchem eine ansehnliche Vorlagenbibliothek existiert. Plugins erweitern die Funktionalität, so ermöglicht beispielsweise das Pluskit die einfache Verwendung des lightbox-Effekts zur Vergrösserung von eingebetteten Bildern.
Leider funktioniert das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten nicht immer einwandfrei, wie die ungültige DOCTYPE-Definition XHTML 1.0f zeigte. Offenbar haben auch andere ähnlich leidvolle Erfahrungen gemacht, deshalb sei hier kurz wiedergegeben, was Abhilfe schafft:

Youtube-Videos auf W3C-konforme Art einbinden.
In den allgemeinen Seiten-Einstellungen (general page info) der (unsichtbaren) Pluskit-Seite als Ausgabeformat ‘default’ wählen.

So wird tatsächlich gültiger XHTML-Code erzeugt. Internet-Explorer-Nutzer können also wieder mitlesen.
Für das schnelle Erstellen von statischen Webseiten ist Rapidweaver ganz passabel, als Blogging-Tool war es aber definitiv die falsche Wahl. Aber nach einigen hundert Beiträgen wäre eine Migration nach WordPress mit einem beträchtlichen Aufwand verbunden…

Gretchenfrage, Informatik »

[8 Feb 2009 | 2 Kommentare | 881 mal angeschaut]

Das Wort zum Sonntag
Was im vergangenen Juni als verwegene Idee begonnen hatte, ist zum weltumspannenden Phänomen geworden. Der Aufruf der Guardian-Kolumnistin Ariane Sherine, Geld zu spenden, um Londoner Busse mit einem säkularen Inserat zu schmücken, fand unerwartete Resonanz: 5500 britische Pfund hatte man sich als Sammelziel gesetzt, vor wenigen Tagen wurde die Grenze von 150’000 Pfund überschritten. Seit Januar sind nun in ganz Grossbritannien (mit Ausnahme von – wen wundert’s? – Nordirland) Busse mit dem Slogan «There’s probably no god. Now stop worrying and enjoy your life.» unterwegs. Und bereits hat die Atheist Bus Campaign Nachahmer in Spanien, Kanada, den USA und anderswo gefunden.
Seit der Lancierung gab es immer wieder mal Debatten, welches der passendste Slogan sei. Es wurden dabei auch weitaus weniger zurückhaltende Variantenvorgeschlagen. Egal ob man’s lieber subtil oder überdeutlich mag, dank des Bus Slogan Generators kann nun jeder seine eigenen Businserate gestalten – zumindest virtuell:

Der Generator lässt sich natürlich auch verwenden, um weitaus weltlichere Autoritäten anzuzweifeln (Nein, Nicht-Informatiker müssen diesen Slogan nicht verstehen):

Informatik »

[3 Feb 2009 | Noch kein Kommentar | 992 mal angeschaut]

Gestern Abend trudelte ein seltsames Mail ein. Ein Tami Welti lud zu einer Facebook-Gruppe ein, die kommerzielle Ferien in Portugal anpreist. Der Absender gehört nicht etwa zu meinen Facebook-«Freunden». Nein, der mir unbekannte Sender bediente sich eines Tricks, um via Facebook einen Massenversand an nicht verlinkte Personen zu schreiben. Er nutzte gleich hundertfach die Möglichkeit, dass man aus Facebook heraus Personen auch über ihre email-Adresse kontaktieren kann:
Beim Anschauen der Gruppe wurde sofort klar, wie ich in den Adressverteiler kam. Der eigentliche Urheber ist das einzig andere Mitglied dieser Gruppe, Philippe Welti, PR-Blogger und Stoehlker-Mitarbeiter. Dieser Welti ist auch Inhaber der Domain, mit dem sich das Fereinresort auf dem Web präsentiert. Welti kam einzig und allein zu meiner email-Adresse weil ich ihm vor einem halben Jahr mal auf ein technisches Problem bei seinem Blog hingewiesen hatte. Das war der einzige Kontakt zwischen uns. Als Freipass zum Spammen – dazu noch über eine Drittperson und via Facebook …

Informatik, Politik »

[17 Okt 2008 | Noch kein Kommentar | 697 mal angeschaut]

Die Welt scheint momentan ungewöhnlich verworren und nur noch schwer zu verstehen. Dass erst die Teilverstaatlichung der Bankenwelt den Kapitalismus so richtig zum Erblühen bringt, steht jedenfalls noch nicht in den Lehrbüchern.
Umso trostvoller, dass anderweitig Komplexität reduziert wird. Die staatlichen Allüberwacher brauchen fortan nur noch ein einziges Feindbild zu bemühen: Pädophile Terroristen. Die «Times» berichtet, dass islamische Terroristen ihre Angriffspläne am liebsten auf Pädophilen-Websites verstecken. Mittels Steganografie – dem Anreichern von Bilddaten mit fürs Auge unsichtbaren aber mittels Software auslesbaren Botschaften – werden geheime Informationen auf Kinderporno-Sites untergebracht. So jedenfalls die Annahme der Kriminologen, nachdem bei mehreren Personen, gegen die Razzien wegen Teilnahme an terroristischen Gruppierungen liefen, Tausende oder gar Zehntausende solcher Bilder gefunden wurden.
Der Bericht zeigt durch tiefgründige Analyse, dass sich die Täterprofile von Terroristen und Pädophilen frappant ähneln:
Another area investigators will want to explore is the similarity between the personalities of paedophiles and terrorists. “If they are going out, a lot of time is spent …