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Artikel, einsortiert unter "Kulturelles"

Gretchenfrage, Kulturelles, Wissenschaft »

[13 Apr 2012 | Noch kein Kommentar | 579 mal angeschaut]
Im Mai in Deutschland: zwei hochkarätige Skeptiker- und Atheistenkonferenzen

In Deutschland finden nächsten Monat gleich zwei Konferenzen statt, die sich an Personen richten, die davon ausgehen, dass es in der Welt mit rechten Dingen zugeht.
Vom 18. bis 20. Mai findet in Berlin die sechste Weltkskeptikerkonferenz statt. Wer am Zürcher Denkfest teilnehmen konnte, darf sich freuen, Eugenie Scott, Samantha Stein, Edzard Ernst, Luigi Garlaschelli und Holm Hümmler wieder zu sehen. 19 weitere Referentinnen und Referenten aus zehn Ländern widmen sich dem Kreationismus, der Alternativmedizin und Pseudowissenschaften in der Schule und der Gesellschaft.
Die wohl bekanntesten Vortragenden sind James Randi (USA), Bühnenzauberer und unermüdlicher Bekämpfer von Quacksalbern aller Art, Simon Singh, britischer Bestseller-Autor und Rebecca Watson (USA), Gründerin des Skepchick-Blogs.
Noch bis zum 14. April ist das Ticket für die Gesamtveranstaltung für €270 statt €310 erhältlich.
Nur eine Woche später findet in Köln die diesjährige European Atheists Convention statt. Rebecca Watson wird auch da auftreten. Weitere bekannte Vortragende sind Michael Schmidt-Salomon, der ebenfalls am Denkfest zu sehen war, die bangladeschische Ärztin und Menschenrechtsaktivistin Taslima Nasrin, der Philosoph Joachim Kahl …

Kulturelles »

[6 Mrz 2012 | 4 Kommentare | 700 mal angeschaut]
Ein animiertes Märchen zu Aberglauben – reinschauen!

Der englischsprachige Skeptoid-Blog von Brian Dunning feiert seine 300. Ausgabe. Und er schenkt sich und den Lesern ein wunderbares Märchen. Hauptfigur ist Elsa, ein Mädchen, das ihr Dorf vor einem sich ausbreitendem Aberglauben befreit.
Die Sängerin und Komödiantin Rachel Bloom leiht Elsa ihre wunderbare Gesangsstimme, Brian Dunning hat den Text geschrieben und amtet als Erzähler. Die Musik stammt von Lee Sanders. Animiert hat die Geschichte der Kinderbuchautor und Illustrator Jesse Horn.
Reinschauen und geniessen!
Auf dem Skeptoid-Blogeintrag kann man den ganzen Text nachlesen.

Kulturelles, Politik »

[14 Apr 2011 | Noch kein Kommentar | 1.133 mal angeschaut]
Hugh Grant wird Investigativjournalist

Hugh Grant ist einer der bekanntesten und beliebtesten Schauspieler Grossbritanniens, der fast immer ein gutes Gespür für interessante Drehbücher hatte.
Eines der besten für den Heimmarkt hat er nun eben selbst geschrieben. In der Hauptrolle: ein Investigativjournalist, der einen Boulevardjournalisten dazu bringt, freimütig zuzugeben, dass er im Auftrag seiner Zeitung Prominente abgehört hat. Der redselige Journalist plaudert über die Verquickungen des Verlags mit der britischen Politik – ohne zu wissen, dass sein Gegenüber alles aufzeichnet.
Hugh Grant hat nicht nur das Drehbuch geschrieben, er spielt den Investigativjournalisten auch gleich selbst – und zwar im richtigen Leben. Vorgestern veröffentlichte er im New Statesman die Abschrift seines Interviews mit dem Ex News Of The World-Journalisten Paul McMullan. Der sehr treffende Titel: “The bugger, bugged“.
Derweil schreiben auch andere an der Story mit: Scotland Yard hat heute wegen der Abhöraffäre den leitenden News Of The World-Mitarbeiter James Weatherup verhaftet.
Die Story ist definitiv filmreif.

Kulturelles, Wissenschaft »

[8 Apr 2011 | Noch kein Kommentar | 1.187 mal angeschaut]
Tim Minchins «Storm Movie» nun online

Angekündigt wurde sie im vor über einem Jahr, die Zeichentrickfassung von Tim Minchins Beat Poem «Storm», in dem er von einem Abendessen bei Freunden erzählt, bei dem er sich erst widerwillig, dann mit zunehmendem Genuss und Alkoholpegel auf einen Disput mit einer attraktiven Vollblutesoterikerin einlässt.

Im vergangenen Oktober, am Skeptikerfestival «TAM London», wurde erstmals eine Vorversion gezeigt. Die offizielle Premiere feierte die Filmfassung von Storm dann im November am Encounters International Film Festival im Englischen Bristol. Seit heute ist sie nun auch online zu sehen. Viel Vergnügen!

Produziert wurde Storm Movie von Tracy King, die auch TAM London verantwortet. Die künstlerische Leitung lag in den Händen von Dan C Turner.

Kulturelles, Wissenschaft »

[23 Mai 2010 | Noch kein Kommentar | 1.954 mal angeschaut]
Comic entlarvt Impfkritiker als Betrüger

Brandneu sind die Enthüllungen um den dubiosen Impfkritiker Andrew Wakefield nicht, die inhaltliche Vorarbeit hatte vor allem der britische Investigativjournalist Brian Deer geleistet.
1998 hatte Wakefield im renommierten medizinischen Fachjournal «The Lancet» die These aufgestellt, kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfungen seien die wahrscheinliche Ursache für das Auftreten von Autismus bei zwölf untersuchten Kindern. Was angesichts der schmalen Datenbasis anfänglich lediglich nach voreiliger Schlussfolgerung aussah, entwickelte sich nach und nach zum Skandal und im Februar dieses Jahres zum Rückzug des Artikels durch die Lancet-Redaktion.
Deer hatte aufgezeigt, dass die im Londoner Royal Free Hospital gesammelten Daten die Schlussfolgerungen von Wakefield gar nicht zuliessen, dass dieser von einem US-Amerikanischen Anwalt dafür bezahlt worden war, Fakten zu liefern, die eine Sammelklage gegen Hersteller von MMR-Kombi-Impfungen ermöglichen sollte und dass Wakefield selbst ein Patent für Masern-Einzelimpfungen eingereicht hatte.
Der britische Künstler Darrly Cunningham erzählt die Skandalgeschichte nun in der Form eines 15-seitigen Comics. Sehr zu empfehlen!

Gretchenfrage, Kulturelles, Politik »

[26 Apr 2010 | 2 Kommentare | 2.336 mal angeschaut]
Zeichnet 1000 Mohammed-Karikaturen! [update]

Es wird also nichts aus dem Überraschungsgast: Die Organisatoren des Kopenhagener Kongresses «Gods & Politics» mussten verkünden, dass der Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard dem Mitte Juni stattfindenden Anlass aus Sicherheitsgründen fernbleiben wird. Westergaard wurde für seine 2005 entstandene Illustration, die Mohammed mit Bombe auf dem Kopf darstellt, bekannt. Seit 2008 steht er unter ständigem Polizeischutz, im Januar dieses Jahres entging er nur knapp einem Anschlag in seinem Haus im dänischen Aarhus. Der Attentäter war ein muslimischer Somalier mit Verbindungen zu Al Quaida.

Letzte Woche wurden zudem die Southpark-Macher Trey Parker und Matt Stone bedroht, da sie zur 200. Sendung Mohammed in einem Bärenkostüm abgebildet und im Sketch darauf hinwiesen hatten, dass Mohammed eben nicht abgebildet werden dürfe. Eine extremistische Gruppe namens revolutionmuslim liess daraufhin auf ihrer Website verlauten:

We have to warn Matt and Trey that what they are doing is stupid and they will probably wind up like Theo Van Gogh for airing this show.

Kulturelles, Wissenschaft »

[27 Feb 2010 | 3 Kommentare | 2.654 mal angeschaut]
[update] Vorankündigung: The Amazing Meeting Zürich, September 2011

Der wohl grösste und bekannteste Skeptikerkongress kommt nach Zürich!

Kulturelles, Wissenschaft »

[8 Jan 2010 | 2 Kommentare | 2.243 mal angeschaut]
Storm von Tim Minchin – demnächst auch als Zeichentrickfilm

Patrik Etschmayer schrieb im vergangenen September in seiner nachrichten.ch-Kolumne von der Bullshit-Kultur:
«Astrologie, Homöopathie, Wünschelruten, Handauflegen, Akupunktur, Hellseher, Geistheiler, Ufo-Entführungen, Löffelverbiegen und allerlei Religionen. Doch auch in der Klimadiskussion, der Gentechnikdebatte und vielen anderen politischen Themen wird fleissig BS serviert und von der Öffentlichkeit vielfach als Fakt geschluckt, ohne zu bemerken, dass die Argumente die Qualität von Stierexkrementen haben.
Ein Problem bei all diesen Themen ist vielfach, dass es bei einigen Leuten geradezu als Schick gilt, von Naturwissenschaften und deren Methoden keinen blassen Schimmer zu haben und deshalb weiss man auch nicht, wie man es vermeiden kann, sich selbst zu täuschen und die eigenen Sehnsüchte über die Realität zu stellen.»

Man soll es nicht beschönigen: Wissenschafter scheitern leider allzu oft beim Demaskieren des Bullshits. Kunstschaffende scheinen da erfolgreicher zu sein – gerade auch, weil man ihnen zubilligt, die Dinge beim Namen zu nennen. Zum Beispiel Tim Minchin…

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[6 Sep 2009 | 13 Kommentare | 6.037 mal angeschaut]
Sind wir ohne Moral die besseren Menschen? – Interview mit Michael Schmidt-Salomon

Der deutsche Philosoph und Autor Michael Schmidt-Salomon liest auf Einladung der Freidenker-Vereinigung der Schweiz am 9. September um 19.30 Uhr im Zürcher Volkshaus aus seinem neuen Buch «Jenseits von Gut und Böse». Er fordert darin die Abkehr vom «Moralismus-Wahn». Grund genug für ein Interview:
 
Du argumentierst, dass unser moralisches Gerüst auf zwei Axiomen beruht, die «nicht wasserdicht» sind: Der Willensfreiheit, und der realen Existenz des «Guten» und des «Bösen» als absolute Kategorien. Konsequenterweise forderst Du, dass wir uns von unseren moralischen Grundprinzipien lösen. Welche gesellschaftlichen Werte sollen denn gelten?
Es gibt zwei verschiedene Formen der normativen Bewertung: Man kann eine Handlung nüchtern danach beurteilen, ob sie legitim ist, also ob sie die Interessen anderer hinreichend berücksichtigt oder nicht. Eine solche Argumentationsweise nenne ich «ethisch». Hiervon grenze ich die «moralische» ab, bei der es wesentlich darum geht, Personen nach den metaphysischen Kriterien «Gut und Böse» zu bewerten.
Während eine ethische Perspektive versucht, die Interessen aller Betroffenen in Einklang zu …