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Kulturelles, Wissenschaft »
«Quacks & Cures» lautete der Titel des gestrigen Abends, zu dem der Wellcome Trust in London Euston eingeladen hatte. Gastredner waren Ben Goldacre, Autor des Buches «Bad Science» und die Medizinhistorikerin Roberta Bivins. Goldacre sprach über den Placebo-Effekt, die eigentliche Geschäftsgrundlage der Quacksalberzunft, Bivins über die besondere Bedeutung Londons als Handelsplatz und Nährboden der Quacksalberei.
Goldacre brachte vorwiegend Beispiele aus seinem Buch, in dem er – immer auf Gruppenstudien verweisend – beispielsweise aufzeigt, dass rote Zuckerpillen belebender wirken als blaue und dass vier Zuckerpillen besser wirken als zwei…
Kulturelles, Politik »
Zum heutigen UNO-Welt-Umwelttag wird der Film «Home» von Yann-Arthus Bertrand an zahlreichen Orten auf der ganzen Welt gezeigt – unentgeltlich. Und fast immer wird der Film im Anschluss als DVD abgegeben.
In der Schweiz hat Kai Pulfer von Filme für die Erde sechs Vorführungen organisiert. Wer auf die Schnelle noch ein Abendprogramm sucht: Nichts wie los:
BERN: Fr 5.6. 19:30: Reitschule, Neubrückstr. 8, Grosse Halle
BEINWIL AM SEE (AG): Fr 5.6. 20:00: Haus Wittwer, Seestrasse 57
SCUOL: Fr 5.6. 20:30 Uhr: Pimunt, 7550 Scuol (City)
WINTERTHUR: Fr 5.6. 19:00: Kirchgemeindehaus Liebestrasse 3
ZÜRICH: Fr 5.6. 19:30: ETH Zürich Hauptgebäude, Saal HG D3.2, Rämistrasse 101
BASEL: Sa 6.6. 19:30: unternehmen mitte, Gerbergasse 30
Kulturelles, Wissenschaft »
Pünktlich zu Darwins Geburtstag am 12. Februar wurde sie eröffnet, die Ausstellung «Es war einmal ein Fink». Was mit einem witzigen Plakat als Sonderausstellung angekündigt wird, entpuppt sich vor Ort im Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern als kleine Schaukastensammlung im zweiten Stock.
In einer ersten Vitrine wird das Prinzip der Mutation anhand einer Genmanipulation an der Fruchtfliege, dem erstmaligen Auftreten von blauen Augen beim Menschen vor rund 6000 Jahren und ungewöhnlichen Fellfarben aufgrund von hohen oder tiefen Melaninanteilen erläutert. Der nächste Kasten ist dem Thema Variation gewidmet und zeigt, wie beim Mäusebussard und der Hummel-Ragwurz-Orchidee innerhalb derselben Art gewisse Merkmale sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können. Daneben wird auf das Prinzip der Selektion eingegangen und am Beispiel des Hornkäfers gezeigt, wie sexuelle Selektion der Anpassungsfähigkeit an die Umwelt entgegenwirken kann und wie der Mensch beim Hund durch Zucht auf dessen Evolution Einfluss nahm. Die drei Kästen sind zwar logisch angeordnet und sollen aufzeigen, wie Mutationen zu Variationen in einer Bevölkerung …
Kulturelles, Politik »
Die SP der Stadt Zürich lud gestern zu einer Führung durch die Ausstellung «Kopf an Kopf» des Zürcher Museums für Gestaltung. Die Ausstellung gibt Einblick in die Geschichte des Wahlplakats und zeigt auch, wie sich Regierungen im Internet und auf Portraits präsentieren.
Museumsdirektor Christian Brändle führte souverän und mit viel Witz durch die Ausstellung und erzählte, wieso das Portrait von Hugo Chavez nun doch fehlt, Stadtratskandidatin Corine Mauch mit ihrem Doppelportrait mit Yulia Timoschenko eher nicht mithalten kann und welcher Zürcher Regierungspräsident seinen Göttibub als offiziellen Portraitmaler engagierte.
Unbedingt hingehen und nach Möglichkeit eine Führung buchen. Die Ausstellung läuft noch bis zum 22. Februar.
Gretchenfrage, Kulturelles, Politik »
Vor einem Jahr erschien das Kinderbuch «Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel», und es sorgte schon kurz nach seiner Veröffentlichung für Aufruhr. Das deutsche Familienministerium wollte das Buch als jugendgefährdend taxieren und es so faktisch verbieten. Es kam anders, wohl gerade wegen des Zensurantrages wurde es zum Bestseller.
Der Autor, Michael Schmidt-Salomon bietet aber nicht nur Kindern Lektüre zum Nachdenken. Sein «Manifest des evolutionären Humanismus» wird als wichtiger Beitrag zur zeitgenössischen Wertedebatte empfohlen. Geistreich geschrieben ist auch sein Roman «Stollbergs Inferno».
Die Freidenker-Vereinigung der Schweiz hat ihn zu einer Vortragsreihe an sechs Orten in der Deutschschweiz eingeladen. Die genauen Termine für den Raum Zürich:
Donnerstag, 30. Oktober, 19:00 Uhr, Hotel Wartmann, Winterthur (beim Bahnhof)
Freitag, 31. Oktober, 19:00 Uhr, Volkshaus, Blauer Saal, Zürich (beim Helvetiaplatz)
Hingehen!
Kulturelles »
Zwischendurch mal etwas ganz und gar unpolitisches: Die Tanzartistin und Akrobatik-lehrerin Monique Schnyder hatte diese Woche Première mit ihrem neusten Stück Damioscha. Sie spielt eine Frau, die einen Dachboden voller Erinnerungsstücke erkundet und sich in die Figuren hinein versetzt, deren Vergangenheit in Kisten und unter Tüchern eingelagert ist.
Wie bereits in ihren bisherigen beiden StückenMamalou und Pagliaccia setzt Monique Schnyder ganz auf ihr tänzerisches, artistisches und clowneskes Können und verzichtet auf gesprochene Sprache. Und es geht erneut bestens auf. Die Darstellerin erzählt mit simplen, aber raffiniert eingesetzten Requisiten eine bewegende Geschichte auf scheinbar unbeschwerte Weise. In Wirklichkeit ist es ein sekundengenau eingeübtes Stück, das der Darstellerin erneut diverse Theaterpreise bescheren dürfte. Nächste Vorführungen: 25. 10. in Wila (ZH). Zürcher Première am 16. 1.






