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Artikel, einsortiert unter "Sonderbares"

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[4 Dez 2011 | 4 Kommentare | 625 mal angeschaut]
SP stärkste Schweizer Partei – Zahlenakrobatik im «Sonntag»

Die SP ist seit dem 23. Oktober die stärkste Schweizer Partei, die SVP auf Platz vier zurückgefallen. Dies hat der selbsternannte «Wahlarithmetiker» Stephan Müller errechnet. Im heutigen «Sonntag» führt er in seine Zahlenakrobatik ein.
Die Parteistärke misst sich gemäss Müller nicht etwa am gesamtschweizerischen Wähleranteil oder an der Zahl der insgesamt errungenen Sitze. Nein, ausschlaggebend für die Ermittlung der Rangreihenfolge unter den Parteien soll der Mittelwert der prozentualen Sitzanteile aus National- und Ständerat sein (Spalte «Schnitt (%)» in der Tabelle).
Die Parteistärken gemäss Stephan Müller: Die SP an 1., die SVP an 4. Stelle
Es gibt gute Gründe, die SP als Siegerin der National- und Ständeratswahlen zu sehen: Sie hat als einzige der fünf grössten Parteien nur geringfügig Wähleranteile eingebüsst und sie war es, der der «Sturm aufs Stöckli» gelungen ist. Und sie ist es weitgehend, die bestimmt, wie der Bundesrat in der nächsten Legislatur zusammengesetzt sein wird. Die SVP hingegen ist weit unter ihren grossmaulig deklarierten Wahlzielen geblieben. …

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[24 Nov 2011 | 2 Kommentare | 602 mal angeschaut]
Die Welt verstehen, heute mit Olga Iseppi, Rechenkünstlerin

Die Weltwoche missioniert nicht nur aus eigener Überzeugung, nein sie füllt, wie viele anderen Medien , ihre redaktionellen Seiten auch mit Auftragsarbeiten. Ein solcher erschien in der Ausgabe von heute, zu einem äusserst bewegenden Thema: der Massenheiraterei am vergangenen 11.11.2011.

Das Wochenblatt portraitierte also eins dieser Pärchen, das sicher sein wollte, dass es sich den Hochzeitstag auch in Zukunft wird merken können. Die Braut, Olga Iseppi, erklärt, wieso das Datum auch sonst ungeheuer bedeutungsschwanger war.

«Die Elf gilt in der modernen Numerologie und auch in der Kabbala als Meisterzahl. Sie ist die Summe aus der Eins, der Zahl der Schöpfung und des Willens, und der Zehn, der Zahl des Durchbruchs. Die Zwölf stellt eine vollendete Zahl dar, und in diesem Sinn markiert die Elf mithin den Ausbruch aus einem geschlossenen System.»

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[18 Aug 2011 | 4 Kommentare | 2.855 mal angeschaut]
New from Boiron: Streisand C200™

The French-based homeopathy multinational Boiron has always been seen as an innovator. More than a decade ago the company had sponsored the research by Jacques Beneviste, who in 1997 made headlines with the announcement that his team had successfully transmitted antigen information over the phone.
Now Boiron seems ready to take a definite quantum leap in the field of information transfer: They recently presented a substance, which they had secretly developed in their own labs: Streisand C200™ – named after the famous homonymous effect.
With Streisand C200™, whose mother tincture was derived from dander collected from Barbra Streisand at full moon, the transfer of information can be potentiated almost indefinitely. Two to three globules suffice to make information, which emerged at a single location to become globally available.
The Boiron researchers decided to carry out their first field study on a blog article. They dispersed two freshly pressed globules onto a printout of the text «Omeopatia: mito e leggenda» by the Italian blogger …

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[18 Aug 2011 | 10 Kommentare | 2.562 mal angeschaut]
Neu von Boiron: Streisand C200™

Der französische Homöopathie-Multi Boiron galt schon immer als innovativ. So sponserte das Unternehmen Forschungsarbeiten von Jacques Beneviste, der 1997 Furore machte mit der Aussage, Antigeninformation via Telefon übertragen zu haben.

Nun setzt setzt Boiron zum definitiven Quantensprung in der Informationsübertragung an: Das Unternehmen stellte diese Tage ein Mittel vor, welches unter strengster Geheimhaltung in ihren eigenen Labors entwickelt worden war. Streisand C200™ lautet ihr jüngstes Produkt – benannt nach der Namensgeberin des gleichnamigen Effekts.

Mit Streisand C200™, dessen Urtinktur aus bei Vollmond gewonnenen Hautschuppen von Barbra Streisand hergestellt wurde, kann die Übertragung von Information fast beliebig potenziert werden. Der Einsatz von zwei bis drei Kügelchen genügt – und schon ist Information, die an einem einzigen Ort entstand und zunächst nur lokal existierte, weltweit verfügbar.

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[20 Jul 2011 | 4 Kommentare | 1.095 mal angeschaut]
Vom Zerbersten von Tontauben und Hoffungen auf Stimmengewinne

Die Stadtzürcher Juso-Gemeinderätin Linda Bär thematisierte in ihrer Kolumne im P. S. vor zwei Wochen den Siedlungsbrei rund um Zürich, dessen Autozentriertheit und die scheinbare Idylle, die in diesen kleinen, überschaubaren Gemeinden herrscht. Und dann liess sie die Idylle platzen – badaam! fiel in ihren Zeilen ein Stautussymbölchen der Einfamilienhaussuburbanen zu Boden.
Es zerbarst aber nicht nur der metaphorische Tonvogel – womöglich war’s gar eine friedliche Taube – sondern, zumindest bei zwei Parteispänli, noch viel mehr: Die Hoffnung auf zusätzliche Wählerprozente in ebendieser Agglo und die Zuversicht, der Ruf der SP als seriöse, staatstragende Partei sei intakt. Badaam! Dies liessen sie die P.S.-LeserInnen in der darauffolgenden Ausgabe wissen. Und der Tages-Anzeiger nutzte die Scheinkontroverse sogleich, um das Sommerloch zu füllen.
Ich schlage den beiden Leserbriefschreibern vor, ihre Hausbibliotheken sofort auf konspirative Schriften zu durchsuchen und alffällig nötige Säuberungsmassnahmen umgehend in die Wege zu leiten. Man denke nur an Franz Hohlers Kurzgeschichte von den drei Riesen im Parkhaus, …

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[9 Jun 2011 | 9 Kommentare | 1.160 mal angeschaut]
Walliser, gründet doch Euren eigenen Mikrostaat!

Einer Eurer Wortführer, der Alleinunterhalter Oskar Freysinger, hat sich eine neue Massnahme gegen die Überfremdung ausgedacht: Er will die EU-Flagge verbieten. Da er sein Hobbypoeten- und Lehrerhonorar seit 2003 mit den Einnahmen eines Nationalratsmandates aufbessert, artete die Idee selbstredend in einer Motion aus:

Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament möglichst rasch eine Änderung der Bundesverfassung sowie die notwendigen Ergänzungen in den betreffenden Artikeln des Schweizerischen Strafgesetzbuches zu unterbreiten, damit das Hissen oder Aufhängen der EU-Flagge an jedem öffentlichen Gebäude in der Schweiz sowie am Sitz des EU-Botschafters in Bern verboten wird. Dieses Verbot soll sich auch auf die Verwendung jeglicher Form von Schildern, auch von Eingangsschildern an Gebäuden, sowie auf die Verwendung des EU-Logos (12 goldene Pentagramme auf blauem Grund) im Internet usw. erstrecken; Ausnahmen von diesem Verbot sind Empfänge oder Anlässe, an denen Vertreterinnen und Vertreter der EU anwesend sind.

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[2 Jun 2011 | Noch kein Kommentar | 1.003 mal angeschaut]
… und das Goldene Brett geht an – Peter-Arthur Straubinger

Seit Jahren bemüht sich die James Randi Educational Foundation darum, einer Preisträgerin oder einem Preisträger eine Million Dollar aushändigen zu können – als Anerkennung dafür, dass sie oder er ein parawissenschaftliches Phänomen unter kontrollierten Bedingungen nachweisen kann.
Leider bleibt Randi seit Jahren auf seinem Geld sitzen – kein Kandidat hat bisher auch nur die Vortests erfolgreich bestritten.
Die GWUP fand, dass es nun doch an der Zeit sei, jemanden, die oder der sich mit grossem Elan für Quacksalberei einsetzt, für ihre Tätigkeit ehren zu können. Der Preis «Das Goldene Brett» war geboren – der Preis für den herausragendsten Unfug des Jahres.
Das goldene Brett vorm Kopf gebührt den Personen, die im vergangenen Jahr den irrwitzigsten Unfug verbreitet haben. Wer hat es geschafft, unsinnige Theorien am weitesten zu verbreiten? Wer hat – vielleicht sogar mit dem Tarnmäntelchen der Wissenschaftlichkeit – neuem unwissenschaftlichem Unfug zum Durchbruch verholfen? Wer hat durch Medienpräsenz, durch Bücher oder Filme dem Aberglauben und der Unwissenschaftlichkeit neuen Auftrieb …

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[8 Mai 2011 | 37 Kommentare | 2.603 mal angeschaut]
Die Welt verstehen – heute mit Giorgio Girardet, Möchtegernjournalist

Giorgio Girardet ist Waldenser mit einer Mission: Er hat sich ganz dem Kampf für den bedingungslosen Erhalt des Schweizer Kirchenstaatsrechts verschrieben.

Deshalb sind seit geraumer Zeit auch nicht mehr die Katholiken oder die Muslime, denen er lautstark als auf den jüngsten Tag wartender Christ die Minarette verbieten wollte, seine Feinde – sondern die Freidenker.

Denn die erklärten Säkularisten sind es, welche seine heilige Welt gefährden, in der nicht der Rechtsstaat sondern Kirche und Militär den Tarif durchgeben. Girardet, in seiner Wohngemeinde Bubikon – EVP und EDU kommen dort zusammen auf 15% Wähleranteil – als Kirchenpfleger für das Ressort «Gottesdienst und Musik zuständig», stört sich an der medialen Präsenz der Freidenker. Deshalb bloggt und kommentiert er gegen sie an, wo er nur kann.

Und auch in den Printmedien möchte er sich ach so gerne mitteilen. Eine Tirade gegen den Lehrer und Präsidenten der Walliser Freidenker, Valentin Abgottspon, wollte er diese Woche in der BaZ unterbringen – doch die wollte nicht.

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[4 Mai 2011 | Ein Kommentar | 1.750 mal angeschaut]
Erich Hess senkt Stromverbrauch des eigenen Gehirns

Der Berner Jung-SVP-ler Erich Hess geht gerne mit gutem Beispiel voran. So auch beim Thema Energie sparen. In einem Aufsehen erregenden Selbstversuch ist es ihm gelungen, den Stromverbrauch seines eigenen Gehirns um 40% zu reduzieren!

Statt der üblichen 20 Watt verbraucht Hessens Schaltzentrale lediglich 12 Watt – ganz ohne Komforteinbruch, wie Hess betont: Er übt weiterhin mit vollem Elan seine Jobs als Lastwagenfahrer und Grossrat aus.

Ärzte warnen allerdings dennoch vor Nachahmung und verweisen auf die in seinem Gastbeitrag auf NZZVotum sichtbaren Nebenwirkungen.

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[22 Apr 2011 | 6 Kommentare | 1.825 mal angeschaut]
Zehn kleine Gläubige – ein Ostergedicht

Zehn kleine Gläubige, die wollten Ostern feiern
Einer liess sich kreuzigen, da waren’s nur noch neun.

Neun kleine Gläubige, die waren auf der Wacht
Eine sprang vom Turm, da waren’s nur noch acht.

Acht kleine Gläubige, die wollten ihre Nächsten lieben
Einer tat’s ohne Kondom, da waren’s nur noch sieben.

Sieben kleine Gläubige, die litten an Krebs
Eine trank nur Mistelsaft, da waren’s nur noch sechs.

Sechs kleine Gläubige, die verweigerten das Impfen
Einer steckte sich mit Masern an, da waren sie noch zu fünfen.