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	<title>Andreas Kyriacou über Manches</title>
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		<title>Die beleidigte Leberwurst der Woche (2)</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 21:03:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beleidigte Leberwurst]]></category>
		<category><![CDATA[Headline]]></category>
		<category><![CDATA[Erdogan]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[John Asht]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsäusserung]]></category>
		<category><![CDATA[Mob]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Bereits eine Woche nach der Lancierung zeichnet sich ein harter Konkurrenzkampf um die «beleidigte Leberwurst der Woche» ab. So schaffen es beispielsweise die Pius-Brüder, die in Hamburg erfolglos mit einer Demo die Absetzung des Theaterstücks Gólgata Picnic verlangten, nicht aufs Podest – die anderen Bewerbungen waren einfach überzeugender.
Die bronzene Leberwurst geht diese Woche an den Hobby-Autor John Asht. Mit ihm erhält erstmals ein Teilnehmer die Auszeichnung, der sein Beleidigtsein nicht religiös begründet. Asht empörte sich über die Rezension seines 912 Seiten dicken Wälzers Twin-Pryx: Zwillingsbrut durch die Autorin des Buchblogs Bücherzeit. Myriel, wie sich die Rezensentin online nennt, schrieb, wieso sie das Buch nach 90 Seiten zur Seite legte: zahlreiche Ungereimtheiten in der Geschichte und eine schwerfällige Sprache hatten ihr den Lesegenuss verdorben. Asht sprach der Bloggerin jegliche Kompetenz ab und drohte ihr in einem Kommentar mit einer Klage. Sekundiert wurde er dabei von seiner Verlegerin, die in eigenen Kommentaren nachdoppelte und die sofortige Entfernung der Rezension verlangte.
Dies ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits eine Woche nach der <a href="http://kyriacou.ch/2012/01/die-beleidigte-leberwurst-der-woche-1/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">Lancierung</a> zeichnet sich ein harter Konkurrenzkampf um die «beleidigte Leberwurst der Woche» ab. So schaffen es beispielsweise die Pius-Brüder, die in Hamburg erfolglos mit einer Demo die <a href="http://www.focus.de/kultur/diverses/theater-glgota-picnic-in-hamburg-kein-skandal_aid_706153.html" target="_blank">Absetzung des Theaterstücks Gólgata Picnic</a> verlangten, nicht aufs Podest – die anderen Bewerbungen waren einfach überzeugender.</p>
<p><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/3rd.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-5477 alignleft" title="3rd" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/3rd-190x300.jpg" alt="" width="41" height="65" /></a>Die <strong>bronzene Leberwurst</strong> geht diese Woche an den Hobby-Autor <a href="http://john-asht.blogspot.com/" target="_blank"><strong>John Asht</strong></a>. Mit ihm erhält erstmals ein Teilnehmer die Auszeichnung, der sein Beleidigtsein nicht religiös begründet. Asht empörte sich über die <a href="http://buecherzeit.wordpress.com/2011/11/16/john-asht-twin-pryx-zwillingsbrut/" target="_blank">Rezension</a> seines 912 Seiten dicken <em>Wälzers Twin-Pryx: Zwillingsbrut </em>durch die Autorin des Buchblogs <a href="http://buecherzeit.wordpress.com/" target="_blank">Bücherzeit</a>. Myriel, wie sich die Rezensentin online nennt, schrieb, wieso sie das Buch nach 90 Seiten zur Seite legte: zahlreiche Ungereimtheiten in der Geschichte und eine schwerfällige Sprache hatten ihr den Lesegenuss verdorben. Asht sprach der Bloggerin jegliche Kompetenz ab und drohte ihr in einem Kommentar mit einer Klage. Sekundiert wurde er dabei von seiner Verlegerin, die in eigenen Kommentaren nachdoppelte und die sofortige Entfernung der Rezension verlangte.</p>
<p>Dies alles geschah bereits Mitte Dezember vergangenen Jahres, eine Klage traf bei der Bloggerin wie erwartet nie ein. Eigentlich wäre die Chose damit bereits kalter Kaffee, doch um am Leberwurst-Wettbewerb teilnehmen zu können, doppelte Asht nun im eigenen Blog noch einmal nach: In einem obskuren Beitrag mit dem Titel <a href="http://john-asht.blogspot.com/2012/01/literatur-kriminalitat-im-internet.html?spref=bl" target="_blank">Literatur-Kriminalität im Internet</a> schmückt er sein Beleidigtsein mit einer abenteuerlichen Verschwörungstheorie aus: Er behauptet, die Bloggerin hätte dem Mikroverlag <a href="http://www.roder-verlag.de/buchtitel/index.html" target="_blank">Roder</a> (12 produzierte Bücher innert vier Jahre), in dem Asht veröffentlicht, ein Manuskript angeboten, sei abgewiesen worden und wolle sich nun rächen. Und er spinnert noch weiter, sieht ein ganzes Netzwerk einer «Rezensions-Mafia» am Werk – gegen die er nun mit Verweis auf das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb gerichtlich vorgehen will:</p>
<blockquote><p>Der kollektive Zusammenhalt der Schräg-Rezensenten ist gestellt &#8211; und der Jäger zählt seine Beute: etliche 700 Screenshots von kriminellen Negativ-Rezensionen meines Romans &#8220;TWIN-PRYX, Zwillingsbrut&#8221; &#8211; samt Namen, Blogadressen, Homepages, Foren, Gruppen, etc. Kriminell darum, weil keiner dieser gehässigen Rezensenten jemals das thematisierte Buch in der Hand gehalten hat, geschweige denn gelesen.<br />
Und jetzt drehen wir ganz sachte den Spieß um &#8211; seine Spitze heißt UWG.</p></blockquote>
<p>Dank dieser Bemühungen ist die dieswöchige bronzene Leberwurst redlich verdient.</p>
<p><strong><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/2nd.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-5481 alignleft" title="2nd" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/2nd-190x300.jpg" alt="" width="41" height="65" /></a>Silber</strong> erhält der<strong> muslimische Mob</strong>, der <a href="http://www.guardian.co.uk/books/2012/jan/26/salman-rushdie-jaipur-literary-festival" target="_blank">verhinderte</a>, dass Salman Rushdie am Literaturfestival im nordindischen Jaipur auch nur virtuell auftreten konnte. Rushdie war ursprünglich als Gastleser vorgesehen, doch nachdem die konservativ-fundamentalistisch ausgerichtete Koranschule <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dar_ul-Ulum_Deoband" target="_blank">Dar ul-Ulum Deoband</a> <a href="http://news.oneindia.in/2012/01/12/deoband-calls-for-life-ban-for-salman-rushdie.html" target="_blank">forderte</a>, Rushdie wegen seines Werks <em>Die Satanischen Verse</em> mit einem lebenslangen Einreiseverbot zu bestrafen und bei der Polizei angeblich <a href="http://www.independent.co.uk/news/people/news/hitmen-are-after-me-says-rushdie-as-he-pulls-out-of-indian-festival-6292665.html" target="_blank">Warnungen</a> eingingen, dass Auftragsmörder Rushdies Auftritt verhindern sollten, lud ihn die Festivalleitung aus und vereinbarte mit ihm, ihn per Video aus England zuzuschalten.</p>
<p>Doch dem Mob, der seine religiösen Gefühle durch Rushdie grundsätzlich und für immer verletzt sah, war auch das zu viel. Ihre theatralisch inszenierten verletzten religiösen Gefühle, artgerecht angereichtert durch Gewaltdrohungen, führten dazu, dass die Festivalleitung aus Sorge um die Sicherheit der Besucher die Übertragung in letzter Minute abblies.</p>
<p><strong><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/1st.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="alignleft size-medium wp-image-5483" title="1st" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/1st-190x300.jpg" alt="" width="41" height="65" /></a><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Erdogan.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="alignright size-full wp-image-5489" style="margin-left: 5px;" title="Erdogan" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Erdogan.jpg" alt="" width="225" height="223" /></a>Gold</strong> steht diese Woche dem türkischen Ministerpräsidenten <strong>Recep Tayyip Erdogan</strong> zu. Er fühlt sich vom französischen Senat beleidigt, da dieser die Leugnung von Völkermorden unter Strafe stellen will. Auch wenn das neue Gesetz allgemein gehalten ist, ist klar, dass es vornehmlich gegen türkische Geschichtsklitterung gerichtet ist: Nach wie vor beschönigen viele, insbesondere nationalistisch ausgerichtete, türkische Politiker die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Völkermord_an_den_Armeniern" target="_blank">Massaker an der armenischen Bevölkerung in den Jahren 1915 und 1916</a>.</p>
<p>Die Bezeichnung «Völkermord» goutiert der türkische Staat dafür nicht, 2007 wurden die beiden Türkischarmenier Arat Dink und Serkis Seropyan <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/7040171.stm" target="_blank">verurteilt</a>, weil sie den Völkermord beim Namen genannt hatten. Möglich macht dies <a href="http://www.amnesty-meinungsfreiheit.de/aktuell/tuerkei_301.html" target="_blank">Artikel 301</a> des türkisches Strafgesetzes, der die «Verunglimpfung des Türkentums» zu einer Straftat macht.</p>
<p>Der Artikel wurde während Erdogans Amtszeit eingeführt, aber ausgerechnet er wettert nun, dass die neue französische Gesetzgebung einen Angriff auf die Meinungsfreiheit darstelle und <a href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/erdogan-wirft-paris-faschismus-vor/6106380.html" target="_blank">bezichtigt</a> Europa des Faschismus. Er schmückt sein Beleidigtsein aber nicht nur mit grotesk bigotten Vorwürfen aus, nein, er ist auch bereit, seinen eigenen Staat nachhaltig zu schädigen, indem er Sanktionen gegen Frankreich ankündigt – und damit die weitere politische und wirtschaftliche Annäherung an Europa ausbremst. Selbstredend, man kann darüber debattieren, ob das Recht auf freie Meinungsäusserung auch für Genozidleugner gelten sollte, aber wenn man die freie Meinungsäusserung im eigenen Land derart aktiv unterdrückt, sollte man einfach mal Fresse halten – ausser man bewirbt sich um den Titel der beleidigten Leberwurst.</p>
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		<title>Abwahl der kalten Krieger zeigt Wirkung: Nationalsratskommission will Streumunitionsverbot</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 16:47:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Armee]]></category>
		<category><![CDATA[CVP]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[«Es könnte sich eine Situation einstellen, die wir uns alle nicht vorstellen können».

Mit diesen Worten hatte der St. Galler CVP-Nationalrat Jakob Büchler (SG) sein Nein zu einem Streumunitionsverbot verteidigt.

Die Situation, die sich der ehemalige Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates nicht vorstellen konnte, ist inzwischen eingetreten: Mehrere kalte Krieger aus SVP, CVP und FDP, welche sich in der Kommission zusammen mit Büchler dem Verbotsbegehren widersetzt hatten, wurden im Oktober abgewählt, namentlich Christian Miesch (SVP BL), Sylvie Perrinjaquet (FDP NE), Ulrich Schlüer (SVP ZH) und Pius Segmüller (CVP LU). Zudem waren die Streumunitionsbefürworter Edi Engelberger (FDP NW) und Arthur Loepfe (CVP AI) nicht mehr angetreten. Die SVP entfernte ausserdem Bruno Zuppiger (ZH) aus der Kommission.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>«Es könnte sich eine Situation einstellen, die wir uns alle nicht vorstellen können».</p></blockquote>
<p>Mit diesen Worten hatte der St. Galler CVP-Nationalrat Jakob Büchler (SG) sein Nein zu einem Streumunitionsverbot <a href="http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/warum-eine-parlamentskommission-fuer-streumunition-kaempft-114647357" target="_blank">verteidigt</a>.</p>
<p><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Stopp-Streubomben.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-thumbnail wp-image-5426 alignright" title="Stopp Streubomben" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Stopp-Streubomben-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Situation, die sich der ehemalige Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates nicht vorstellen konnte, ist inzwischen eingetreten: Mehrere kalte Krieger aus SVP, CVP und FDP, welche sich in der Kommission zusammen mit Büchler dem Verbotsbegehren widersetzt hatten, wurden im Oktober abgewählt, namentlich <strong>Christian Miesch</strong> (SVP BL), <strong>Sylvie Perrinjaquet</strong> (FDP NE), <strong>Ulrich Schlüer</strong> (SVP ZH) und <strong>Pius Segmüller</strong> (CVP LU). Zudem waren die Streumunitionsbefürworter <strong>Edi Engelberger</strong> (FDP NW) und <strong>Arthur Loepfe</strong> (CVP AI) nicht mehr angetreten. Die SVP entfernte ausserdem <strong>Bruno Zuppiger</strong> (ZH) aus der Kommission. Büchler selbst wurde wiedergewählt, musste aber seinen Präsidiumssitz an die Zürcher Sozialdemokratin Chantal Galladé abtreten.</p>
<p>Die Folge dieser Entmilitarisierung zeigte sich heute: Die Sicherheitspolitische Kommission <a href="http://www.blick.ch/news/schweiz/nationalratskommission-gegen-streumunition-128965" target="_blank">beschloss</a>, das Streumunitionsverbot doch zu unterstützen – sie liegt damit auf der Linie des <a href="http://www.blick.ch/news/schweiz/nationalrat-stimmt-gegen-streumunition-126794" target="_blank">Gesamtnationalrats</a> und ihrer Schwesterkommission des Ständerates.Die Schweiz kann sich also endlich den über 100 Ländern anschliessen, die das Abkommen bereits unterzeichnet haben.<small><br />
</small></p>
<p><small>07.12.2011 <a href="http://kyriacou.ch/2011/12/wahlprognose-farner-scheitert-mit-eigenen-bundesratskandidaten/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">Wahlprognose: Farner scheitert mit eigenen Bundesratskandidaten</a><br />
26.11.2009 <a href="http://kyriacou.ch/2009/11/internationale-achtung-von-antipersonenminen-und-streumunition-einzelstaaten-machten-den-anfang/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">Internationale Ächtung von Antipersonenminen und Streumunition – Einzelstaaten machten den Anfang</a></small></p>
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		</item>
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		<title>Die beleidigte Leberwurst der Woche (1)</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 13:43:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beleidigte Leberwurst]]></category>
		<category><![CDATA[Giorgio Girardet]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[IZRS]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Brandneu auf kyriacou.ch: Die Rubrik «die beleidigte Leberwurst der Woche».

Ab heute werden einmal wöchentlich Personen oder Organisationen gewürdigt, die ihre eigenes Wertesystem bevorzugt dadurch propagieren, indem sie öffentlich mitteilen, dass sie sich durch andere Weltanschauungen beleidigt fühlen. Alle Formen des Beleidigtseins haben Aussichten auf eine Prämierung, besonders chancenreiche sind jedoch Bewerber, die ihre Darbietungen mit Effekthascherei, offenkundiger Bigotterie, Faktenverzerrungen oder Drohungen ausschmücken. Von Bedeutung für die Prämierung ist selbstredend auch der Erfolg der öffentlichen Beleidigtsein-Bekundung.

Schreiten wir also gleich zur allerersten Preisverleihung:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Brandneu auf kyriacou.ch: Die Rubrik «die beleidigte Leberwurst der Woche». Ab heute werden einmal wöchentlich Personen oder Organisationen gewürdigt, die ihre eigenes Wertesystem bevorzugt dadurch propagieren, indem sie öffentlich mitteilen, dass sie sich durch andere Weltanschauungen beleidigt fühlen. Alle Formen des Beleidigtseins haben Aussichten auf eine Prämierung, besonders chancenreiche sind jedoch Bewerber, die ihre Darbietungen mit Effekthascherei, offenkundiger Bigotterie, Faktenverzerrungen oder Drohungen ausschmücken. Von Bedeutung für die Prämierung ist selbstredend auch der Erfolg der öffentlichen Beleidigtsein-Bekundung.</strong></p>
<p>Schreiten wir also gleich zur allerersten Preisverleihung: Auf <strong>Platz drei</strong> der <a href="http://kyriacou.ch/2011/05/die-welt-verstehen-heute-mit-giorgio-girardet-mochtegernjournalist/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">Möchtegern-Journalist <strong>Giorgio Girardet</strong></a>. Er beschwerte sich, dass der Sender TeleTop zu einer <a href="http://www.teletop.ch/programm/sendungen/top-talk/detail/artikel/islam-thema-im-top-talk/" target="_blank">Debatte</a> über den <a href="http://kyriacou.ch/2012/01/bulach-verhindert-izrs-extremistenschau/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Rückzug der Stadt Bülach von einem Vertrag mit dem islamischen Konvertitenkult IZRS</a> nebst einem Vertreter ebendieser Organisation nur noch einen Freidenker (mich) eingeladen hatte und nicht etwa einen Vertreter einer Landeskirche. Girardet stellte die empfundene Kränkung äusserst glaubhaft dar, er tat dies aber nur in der Form eines Kommentars zu einem <a href="http://www.frei-denken.ch/de/2012/01/islam-thema-im-top-talk/" target="_blank">Blog-Eintrag auf frei-denken.ch</a>. Somit reicht es nur für Bronze.</p>
<p><strong>Platz zwei</strong> hat sich ein <strong>unbekannter ultra-orthodixer Jude </strong>aus dem Londoner Stadtteil Stamford Hill verdient. Er reichte gegen ein Plakat eines Anbieters von Damenunterwäsche bei der Britischen Advertising Standards Authority (ASA) Beschwerde ein. Denn auf den Plakaten waren – Überraschung – Damen in Unterwäsche zu sehen. Und das beleidigte die religiösen Gefühle seiner Glaubensgenossen offenbar nachhaltig, da deren Religion ihnen das Betrachten solch obszöner Sujets verbiete. Der Kläger spielte geschickt die Religionskarte, tat dies aber nur als Einzelperson und vergleichsweise diskret mittels eines Schreibens an die ASA. Deshalb reicht es nur für Silber. Die Klage wurde übrigens am 18. Januar <a href="http://www.asa.org.uk/ASA-action/Adjudications/2012/1/Calvin-Klein-Inc/SHP_ADJ_177435.aspx" target="_blank">abgewiesen</a>.</p>
<p><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/jesus_and_mo.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-full wp-image-5391 alignright" style="margin-left: 4px;" title="jesus_and_mo" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/jesus_and_mo.jpg" alt="" width="178" height="180" /></a>Erstmaliger <strong>Sieger</strong> im Rennen um die beleidigtste Leberwurst der Woche ist die <strong><a href="https://www.facebook.com/UCLU.AMSA?sk=wall" target="_blank">Ahmadiyya Muslim Students Association</a> (AMSA) des University College London (UCL)</strong>. Die AMSA fühlte sich kollektiv beleidigt durch den Facebook-Auftritt der <a href="https://www.facebook.com/groups/uclashs/" target="_blank">Atheist, Secularist and Humanist Society</a> (ASHS) des UCL. Diese hatte als Logo eines Veranstaltungshinweises ein Bild des Comics <a href="http://www.jesusandmo.net/" target="_blank">Jesus and Mo</a> verwendet. Die Mohammed-Anhänger waren erzürnt, dass es wieder einmal jemand gewagt hatte, ihren Propheten abzubilden, und noch dazu in einer hochgradig beleidigenden Weise: vor einem Glas Bier. Deshalb reklamierten sie bei der gemeinsamen Dachorganisation der Studentenvereinigungen, der UCL Union (UCLU). Diese verlangte von der ASHA prompt, das kompromittierende Bild zu entfernen – offenbar ihre Art, ihrer selbst deklarierten Aufgabe, «<a href="http://uclu.org/trustees/about-uclu/index.php" target="_blank">die Interessen aller UCL-Studenten zu vertreten</a>», wahrzunehmen. AMSA-Vertreter beschwerten sich auch zahlreich in Online-Foren über die ASHA und deren «Missbrauch» der Redefreiheit. Die konzertierte Kampagne und das erfolgreiche Einspannen der UCLU zur Verstärkung ihrer Kampagne machen die AMSA zur verdienten Siegerin der goldenen beleidigten Leberwurst.</p>
<p><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/beleidigte_leberwurst_001.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="alignnone size-full wp-image-5393" title="beleidigte_leberwurst_001" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/beleidigte_leberwurst_001.jpg" alt="" width="499" height="500" /></a></p>
<p>Bewerbungen für die Beleidigte Leberwurst Nr. 2 werden ab sofort entgegengenommen. Selbstredend sind auch nichtreligiöse Personen und Organisationen zur Teilnahme berechtigt. Der Rechtsweg bin ich.</p>
<p><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/beleidigte_leberwurst_001.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"></a></p>
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		</item>
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		<title>Bülach verhindert IZRS-Extremistenschau</title>
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		<comments>http://kyriacou.ch/2012/01/bulach-verhindert-izrs-extremistenschau/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 13:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Die Welt spinnt]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[IZRS]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stadt Bülach tritt vom Vertrag mit dem Islamischen Zentralrat Schweiz (IZRS) zurück, die muslimischen Fundamentalisten können ihre eingeladenen Hassprediger also nicht wie geplant am 25. Februar in der Stadthalle Bülach auftreten lassen.

Der Bülacher Stadtrat hat völlig richtig entschieden. Es ist nicht Sache der öffentlichen Hand, solchen Extremisten eine Bühne zu bereiten. Und um versponnene Extremisten handelt es sich, da gibt es nichts zu beschönigen. Der IZRS hat den Bülacher Behörden eine Mogelpackung verkauft und deshalb wird die Stadt schadlos aus dem Vertrag zurücktreten können, auch wenn die beiden IZRS-Cheforganisatoren Naim Cherni und Nicolas Blanko täubelen und mit Klagen drohen. Die Veranstaltung hätte den Titel «Ursprung der Moral» tragen sollen.

Hier eine Zusammenstellung der realen Werte und Ansichten, die die vorgesehenen Referenten propagieren:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stadt Bülach tritt vom Vertrag mit dem Islamischen Zentralrat Schweiz (IZRS) <a href="http://www.buelach.ch/buelach-aktuell/medienmitteilungen#n2715" target="_blank">zurück</a>, die muslimischen Fundamentalisten können ihre eingeladenen Hassprediger also nicht wie geplant am 25. Februar in der Stadthalle Bülach auftreten lassen.</p>
<p>Der Bülacher Stadtrat hat völlig richtig entschieden. Es ist nicht Sache der öffentlichen Hand, solchen Extremisten eine Bühne zu bereiten. Und um versponnene Extremisten handelt es sich, da gibt es nichts zu beschönigen. Der IZRS hat den Bülacher Behörden eine Mogelpackung verkauft und deshalb wird die Stadt schadlos aus dem Vertrag zurücktreten können, auch wenn die beiden IZRS-Cheforganisatoren Naim Cherni und Nicolas Blanko <a href="http://www.izrs.ch/index.php/en/pressreleases/640-islamischer-zentralrat-akzeptiert-das-verdikt-des-buelacher-stadtrates-nicht-.html" target="_blank">täubelen</a> und mit Klagen drohen. Die Veranstaltung hätte den Titel «Ursprung der Moral» tragen sollen. Hier eine Zusammenstellung der realen Werte und Ansichten, die die vorgesehenen Referenten propagieren:</p>
<p><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Nabil-al-Awadi.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="alignleft size-full wp-image-5323" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Nabil al-Awadi" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Nabil-al-Awadi.jpg" alt="" width="130" height="150" /></a><strong>Nabil al-Awadi, Kuwait<br />
</strong><em>Europäer riechen für gewöhnlich schlecht, weil sie sich nicht waschen, bis es wirklich nötig ist. Sie waschen sich nicht richtig nach dem Urinieren und sie putzen ihren Hintern nicht. Wer auch immer mit ihnen zu tun hat, bemerkt dies. Hätte Allah ihnen nicht ein kaltes Klima gegeben, wäre der Gestank unerträglich, und er würde die Vögel in die Flucht schlagen und die Vegetation verblühen lassen.</em></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.memri.org/report/en/0/0/0/0/0/0/3124.htm" target="_blank">memri.org</a></p>
<p><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Abdur-Rahim-Green.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="alignleft size-full wp-image-5327" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Abdur Rahim Green" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Abdur-Rahim-Green.jpg" alt="" width="130" height="150" /></a><strong>Abdur Rahim Green, Grossbritannien<br />
</strong><em>Was ist das Problem, dass der Islam dem Kopf des Hauses eine gewisse Erlaubnis gibt, eine Art von Gewalt anzuwenden, um zu verhindern, dass seine Familie in Böses gerät? Wenn jemand sieht, dass seine Frau irregeht oder dass seine Familie irregeht: Dafür hat Allah ein System zur Verbesserung gegeben, um diese Untat zu verhindern.</em></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=CiG2N6Q4MS8" target="_blank">Youtube.com</a></p>
<p><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Irfan-Salihu.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="alignleft size-full wp-image-5333" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Irfan Salihu" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Irfan-Salihu.jpg" alt="" width="130" height="150" /></a><strong>Irfan Salihu, Kosovo<br />
</strong><em>Die Frau ohne Kopftuch begeht eine grössere Sünde als der Alkoholiker. Denn der Alkoholiker begeht seine Sünde nur während er trinkt, die Frau ohne Kopftuch ist jedoch wie jemand, der dauerhaft säuft. Dies ist als eine der grossen Sünden zu betrachten.</em></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8aVxIElCblo" target="_blank">Youtube.com<br />
</a><em><span style="color: #ffffff;">.</span></em></p>
<p><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Abdul-Adhim.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="alignleft size-full wp-image-5345" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Abdul Adhim" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Abdul-Adhim.jpg" alt="" width="130" height="150" /></a><strong>Abdul Adhim Kamouss, Deutschland</strong> (aka <a href="http://www.globaljihad.net/view_page.asp?id=2065" target="_blank">Abdul-Adhim Abu Abdir-Rahman</a>)<br />
<em>Es gibt einen Krieg gegen die Fundamente des Islam. Und dazu gehört die Bedeckung der Frau. Der Hidschab gehört zu den Fundamenten des Islams. Allah der Erhabene hat den Frauen als Befehl gegeben, dass sie ihre Reize bedecken müssen. Der Hidschab ist erstmal ein Schutz der Männer vor den Frauen. Wenn die Frau ihren Kopf bedeckt, ist es ein gutes Zeichen, dass sie Allah gehorcht. </em></p>
<p>Quelle: <a href="http://ia700500.us.archive.org/17/items/Abduladhim_275/Richtigstellung-einiger-Vorurteile-gegenueber-Frau-im-Islam.mp3" target="_blank">Audio-Datei</a>, ab Minute 8:03)<span style="color: #ffffff;"><em><br />
</em></span></p>
<p><strong><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Blancho_Illi.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="alignleft size-full wp-image-5363" style="margin-left: 4px; margin-right: 4px;" title="Blancho_Illi" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Blancho_Illi.jpg" alt="" width="267" height="150" /></a>Nicolas Blancho und Qaasim Illi, IZRS-Showmaster<br />
</strong>Blancho: <em>Steinigung ist für mich als Muslim ein Bestandteil, ein Wert meiner Religion.</em></p>
<p>Illi: <em>Ein Muslim kann sich grundsätzlich nicht von den Quellentexten entfernen, er kann sich nicht von einem Konzept distanzieren, das der Islam indigen vorsieht.</em></p>
<p>Quellen: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-Steinigung-als-Wert-einer-Religion/story/26266250" target="_blank">tagesanzeiger.ch</a>, <a href="http://www.podcast.at/episoden/abdel-azziz-qaasim-illi-11558349.html" target="_blank">Doppelpunkt</a> (ab Min. 49:25)</p>
<p><small>08.12.2009 <a href="http://kyriacou.ch/2009/12/hassprediger-als-redner-an-berner-kundgebung-gegen-die-islamhetze/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Hassprediger als Redner an Berner «Kundgebung gegen die Islamhetze»?</a></small></p>
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		</item>
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		<title>A Universe from Nothing – zu Lawrence Krauss’ neuestem Buch</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 23:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lawrence Krauss]]></category>
		<category><![CDATA[Physik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieso ist nicht nichts? Und (wie) konnte unser Universum aus dem (scheinbaren) Nichts entstehen? Derlei Fragen ging der Astrophysiker Lawrence Krauss am letztjährigen Denkfest nach. Nun ist ein Buch von ihm zum Thema erschienen: A Universe from Nothing: Why There Is Something Rather than Nothing. Eine kurze Einführung ins Thema auf der Basis seines Denkfest-Vortrags.
Von nichts kommt nichts – diese kreationistische Grundannahme klingt für die meisten wohl intuitiv plausibel. Doch die moderne Physik legt nahe, dass vielmehr der bereits von Plato und Aristoteles postulierte Plenismus der Sache näher kommt. Gemäss dieser naturphilosophischen Theorie existiert das reine Nichts nicht. Aristoteles vermutete eine naturgegebene «Abscheu vor dem Vakuum». Die Quantenphysik geht von einem Vakuum aus, welches voller virtueller Teilchen ist, die spontan zu existieren beginnen und ebenso wieder verschwinden können.
Doch nicht nur das: Quantenmechanik und allgemeine Relativitätstheorie implizieren, so Krauss, dass so nicht nur Partikel sondern Raum entstehen und vergehen kann. Das Nichts ist also hochgradig instabil. Und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://astore.amazon.de/freidenken-21/detail/145162445X"><img class="size-full wp-image-5304 alignright" title="krauss_universe_from_nothing" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/krauss_universe_from_nothing.jpg" alt="" width="266" height="400" /></a>Wieso ist nicht nichts? Und (wie) konnte unser Universum aus dem (scheinbaren) Nichts entstehen? Derlei Fragen ging der Astrophysiker Lawrence Krauss am letztjährigen <a href="http://www.denkfest.ch/de" target="_blank">Denkfest</a> nach. Nun ist ein Buch von ihm zum Thema erschienen: <em><a href="http://astore.amazon.de/freidenken-21/detail/145162445X" target="_blank">A Universe from Nothing: Why There Is Something Rather than Nothing.</a></em> Eine kurze Einführung ins Thema auf der Basis seines Denkfest-Vortrags.</strong></p>
<p>Von nichts kommt nichts – diese kreationistische Grundannahme klingt für die meisten wohl intuitiv plausibel. Doch die moderne Physik legt nahe, dass vielmehr der bereits von Plato und Aristoteles postulierte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Plenismus" target="_blank">Plenismus</a> der Sache näher kommt. Gemäss dieser naturphilosophischen Theorie existiert das reine Nichts nicht. Aristoteles vermutete eine naturgegebene «Abscheu vor dem Vakuum». Die Quantenphysik geht von einem Vakuum aus, welches voller virtueller Teilchen ist, die spontan zu existieren beginnen und ebenso wieder verschwinden können.</p>
<p>Doch nicht nur das: Quantenmechanik und allgemeine Relativitätstheorie implizieren, so Krauss, dass so nicht nur Partikel sondern Raum entstehen und vergehen kann. Das Nichts ist also hochgradig instabil. Und der scheinbar leere Raum ist auch nicht massenlos, er macht mehr als neun Zehntel der Masse eines Protons aus.</p>
<p>Das zunehmende Verständnis über die Zusammensetzung des Universums belegt unsere im Grunde bedeutungslose Rolle darin: Das All besteht gemäss des aktuellen kosmologischen Standardmodells zu rund drei Vierteln aus so genannt dunkler Energie und zu über einem Fünftel aus dunkler Materie. Die Materie, aus der Galaxien, Sterne, Planeten und alles Leben besteht, macht nur wenige Prozente des Universums aus. Die Idee einer auf den Menschen ausgerichteten Schöpfung scheint schon deshalb wenig plausibel. Zudem lässt sich vorhersagen, dass die Leuchtkraft der Sonne – ein durchschnittlicher gelber Zwerg der Milchstrasse – in zwei Milliarden Jahren so stark zugenommen haben wird, dass die Erdoberfläche unwirtliche 100°C betragen wird. Ein paar Milliarden Jahre später wird die Sonne als roter Riese die Erdkruste zum Schmelzen bringen.</p>
<p>Die Lage ist noch weit drastischer: Es steht – zumindest aus Sicht eines Forschers, der sich für astronomische Zeiträume interessiert – insgesamt schlecht ums Universum. Seine Dichte nimmt seit dem Big Bang beständig ab, denn die Expansionskraft der dunklen Energie übersteigt nach und nach die Wirkung der Gravitationskraft. Die fortlaufende Expansion führt dazu, dass das beobachtbare Universum geringer wird, dann nämlich, wenn das Auseinanderdriften die Lichtgeschwindigkeit übersteigt. Ein Beobachter in 100 Milliarden Jahren wird nichts ausserhalb seiner eigenen Galaxie erkennen können – und damit zwingend von der irrigen Annahme ausgehen, die noch vor hundert Jahren als wissenschaftlicher Konsens galt: dass das Universum statisch sei und nur aus unserer eigenen Galaxie bestehe.</p>
<p>Die gute Nachricht ist laut Krauss, dass wir in einer sehr speziellen Zeit leben: der einzigen Zeit, in der wir durch Beobachtung verifizieren können, dass wir in einer sehr speziellen Zeit leben.</p>
<p>Das Buch ist ab sofort im Handel erhältlich, u.a. im <a href="http://astore.amazon.de/freidenken-21/detail/145162445X" target="_blank">Online-Store der Freidenker</a>.</p>
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		<item>
		<title>Causa Hildebrand-Blocher: ein paar Prognosen</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 17:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffeesatzlesen]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalbank]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Cause Hildebrand-Blocher lichtet sich zunehmend der Nebel, die ersten unmittelbaren Folgen sind bekannt: die einstweilige Psychiatrisierung des Sarasin-Datensammlers, Anzeigen und behördliche Strafuntersuchungen. So weit so offensichtlich und im Grunde umspannend. Interessanter sind die mittelfristigen Effekte. Dazu ein paar Prognosen:

1. Die Nationalbank verschärft ihre Richtlinien deutlich. Sie verbietet ihren Angestellten und deren Angehörigen künftig privaten Handel mit Devisen und an Schweizer Börsen kotierten Unternehmen mit wenigen Ausnahmen grundsätzlich. Diese Regeln gelten künftig auch für die Mitglieder des Bankrats.

2. Bankratspräsident Hansueli Raggenbass demissioniert vorzeitig. (Er könnte nach Statuten noch bis 2013 bleiben.) Es wird der CVP nicht gelingen, ihren Quotensitz zu halten. Den Präsidiumssitz wird die Tessiner FDP-Regierungsrätin Laura Sadis beerben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/crystal-ball.png#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-5280 alignright" title="crystal ball" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/crystal-ball-278x300.png" alt="" width="184" height="198" /></a>In der Cause Hildebrand-Blocher lichtet sich zunehmend der Nebel, die ersten unmittelbaren Folgen sind bekannt: die einstweilige Psychiatrisierung des Sarasin-Datensammlers, Anzeigen und behördliche Strafuntersuchungen. So weit so offensichtlich und im Grunde umspannend. Interessanter sind die mittelfristigen Effekte. Dazu ein paar Prognosen:</p>
<p><strong></p>
<ol>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong>Die Nationalbank verschärft ihre Richtlinien deutlich.</strong> Sie verbietet ihren Angestellten und deren Angehörigen künftig privaten Handel mit Devisen und an Schweizer Börsen kotierten Unternehmen mit wenigen Ausnahmen grundsätzlich. Diese Regeln gelten künftig auch für die Mitglieder des Bankrats.</span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong>Bankratspräsident Hansueli Raggenbass demissioniert vorzeitig.</strong> (Er könnte nach Statuten noch bis 2013 bleiben.) Es wird der CVP nicht gelingen, ihren Quotensitz zu halten. Den Präsidiumssitz wird die Tessiner FDP-Regierungsrätin Laura Sadis beerben.</span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong>Der Thurgauer SVP-Grossrat Hermann Lei verzichtet <strong>auf eine erneute Kandidatur im April </strong></strong>«nach reiflicher Überlegung und im Interesse meiner Partei».<strong> </strong>Parteipräsident Walter Marty wird betonen, dass Lei den Entscheid eigenständig und ohne Druck von aussen gefällt habe, und ihm für die grossen Verdienste für die Partei danken.</span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong>Die Bank Sarasin verzichtet auf eine Zivilklage gegen die Weltwoche, nachdem diese einer gemeinnützigen Organisation eine «hohe Summe» gespendet hat.</strong> Es wird sich hierbei nicht um die Schweizerische Berghilfe handeln (aber um eine durchaus integre nichtstaatliche Organisation).</span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><strong>Philipp Hildebrand vermeidet es, gegen Blocher zu klagen.</strong> Das Parlament wird deshalb nicht erneut darüber befinden müssen, ob es dessen Immunität aufheben soll. <strong>Dennoch werden erstmalig Fraktionskollegen offen Blocher zum Rücktritt auffordern</strong>. Er wird diese selbstredend zurückweisen.</span></li>
</ol>
<p></strong></p>
<ul></ul>
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		<title>Ist Blocher noch im Amt?</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 17:14:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Blocher]]></category>
		<category><![CDATA[Eigentor]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Single Serving Site gibt zeitnah Auskunft darüber, ob Blocher noch im Amt ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das erste Mal klappte es perfekt nach Drehbuch. Ein unter mysteriösen Umständen erhaltener Bankauszug genügte für einen erfolgreichen Schauprozess: Heute steht Bruno Zuppiger definitiv vor dem Aus, das Strafverfahren gegen ihn ist <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/strafverfahren_gegen_zuppiger_eroeffnet_1.14160631.html" target="_blank">angelaufen</a>.</p>
<p>Die privatwirtschaftlichen Vollstrecker Urs Paul Engeler und Roger Köppel könnten deshalb heute einen definitiven und grossen Sieg feiern. Die Fragerei, wer denn Zuppiger – inhaltlich sehr wohl mit gutem Grund – ans Messer geliefert hatte, ist längst abgeflaut.</p>
<p>Stattdessen stehen aber nun der Blattmacher und der tragische Held der Weltwoche beide selbst mit dem Rücken zur Wand da. Derselbe Plot ging ein zweites Mal nicht auf. Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand wird sich halten können. Dabei gab und gibt es sehr wohl berechtigte Fragen zu stellen, beispielsweise, wieso es sein kann, dass die Nationalbank dermassen lasche Insider-Regelungen hat. Und wieso sich das Ehepaar Hildebrand nicht wenigstens zu einem freiwilligen Spekulationsverzicht hatte durchringen können.</p>
<p>Doch zu durchsichtig ist diesmal, dass Hildebrand völlig unabhängig von dessen Privattraderei abgeschossen werden sollte. Und zu klar ist auch, auf wessen schwarzer Liste er steht. Christoph Blocher hatte schon lange eine Kampagne gegen Hildebrand geführt, teils unter eigenem Namen, teils unter Einsatz von Parteisoldaten.</p>
<p>Blocher, der sich immer als Bewahrer des Bankgeheimnisses aufgespielt hatte, ging beim Bundesrat mit Kopien von offensichtlich widerrechtlich beschafften Bankunterlagen hausieren, um seine Mission zu Ende zu führen. Dazu befragt, <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/bundesrat_blocher_hildebrand_1.14157928.html" target="_blank">log</a> dabei die Medien faustdick an. So wie er es bereits zuvor bezüglich seiner Rolle bei der Basler Zeitung <a href="http://kyriacou.ch/2011/12/medienvielfalt-wtf/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">getan hatte</a>.</p>
<div id="attachment_5253" class="wp-caption alignleft" style="width: 271px"><a href="http://istblochernochimamt.ch/  "><img class="size-full wp-image-5253   " title="istblochernochmamt.ch" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/istblochernochmamt_screenshot.png" alt="istblochernochmamt.ch" width="261" height="204" /></a><p class="wp-caption-text">istblochernochmamt.ch</p></div>
<p>Der Grösste Parteienfinancier Aller Zeiten wird mehr und mehr auch für enge Parteifreunde zu einer allzugrossen Hypothek. Und viele haben erkannt: Ohne ihn wird&#8217;s – nicht nur finanziell – hart. Aber mit ihm geht&#8217;s einfach nicht mehr.</p>
<p>Deshalb gibt&#8217;s neu eine <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,621976,00.html">Single Serving Site</a>, die zeitnah Auskunft darüber gibt, ob Blocher noch im Amt ist. Sie heisst folgerichtig und in aller Einfachheit <a href="http://istblochernochimamt.ch/  " target="_blank">istblochernochimamt.ch</a>.</p>
<p><small>Besten Dank an <a rel="me" href="http://olereissmann.de/">Ole Reißmann</a> für die freundliche Genehmigung, bei <a href="http://istwesterwellenochimamt.de/">istwesterwellenochimamt.de</a> abkupfern zu dürfen.</small></p>
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		</item>
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		<title>Das Ende der Wehrpflicht (X)</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 10:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[GSoA]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative]]></category>
		<category><![CDATA[Wehrpflicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bündnis unter Federführung der GSoA hat die Initiative «JA zur Aufhebung der Wehrpflicht» bei der Bundeskanzlei eingereicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste"><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/GSoA_Visual_Wehrpflicht_D_thumb_300x600.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="alignright size-full wp-image-3353" title="untauglich: Wehrpflicht" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/GSoA_Visual_Wehrpflicht_D_thumb_300x600.jpg" alt="" width="162" height="181" /></a>Das breite Bündnis unter der Federführung der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (<a href="http://www.gsoa.ch/" target="_blank">GSoA</a>) hat heute die Initiative «JA zur Aufhebung der Wehrpflicht» mit 107&#8217;280 gültigen Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht.</div>
<p>Die Schweiz hat nun also die Chance, dem <a href="http://kyriacou.ch/2010/11/das-ende-der-wehrpflicht-viii/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">internationalen Trend</a> zu folgen und das Zwangssöldnertum zu beenden. Die Initiative war auch innenpolitisch dringend nötig, denn die so genannte «Wehrgerechtigkeit» ist längst nur noch Mythos: Nur noch 30 Prozent der Stellungspflichtigen absolvieren den Militärdienst bis zum Schluss.</p>
<p>Die Initiative berührt nur Artikel 59 der Bundesverfassung, der die Dienstpflicht regelt. Nicht tangiert ist Artikel 58, in dem festgehalten ist, dass die Schweiz eine Armee hat und dass diese nach dem Milizprinzip organisiert ist. Die Abschaffung der Wehrpflicht führt also zu einer Freiwilligenarmee, wie sie beispielsweise auch vom ehemaligen ETH-Militärakademiedozenten Karl Haltiner befürwortet wird (<a href="http://www.ssn.ethz.ch/content/download/1041/4099/file/20080916_Freiwilligenmiliz.pdf" target="_blank">PDF</a>).</p>
<p>In den letzten anderthalb Jahren – seit Abschaffung der Gewissensprüfung – haben sich immer mehr junge Menschen für den Zivildienst als sinnvollen Dienst mit gesellschaftlichem Nutzen entschieden. Der Zivildienst ist heute jedoch lediglich als Ersatzdienst konzipiert und ist somit unsinnigerweise weder Frauen noch dienstuntauglichen Männern zugänglich. Durch die Initiative würde deshalb nebst der Freiwilligenarmee auch ein freiwilliger Zivildienst geschaffen, welcher der ganzen Bevölkerung offen steht.</p>
<p>Ein herzliches Dankeschön an die 107&#8217;280 UnterzeichnerInnen und an die unermüdlichen SammlerInnen, die – im Gegensatz zu denjenigen anderer Initiativkomitees – selbstredend ohne Honorierung auf die Strasse gingen.</p>
<p><small><br />
02.12.2011 <a href="http://kyriacou.ch/2011/12/das-ende-der-wehrpflicht-ix/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Das Ende der Wehrpflicht (IX)</a><br />
24.11.2010 <a href="http://kyriacou.ch/2010/11/das-ende-der-wehrpflicht-viii/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Das Ende der Wehrpflicht (VIII)</a><br />
07.07.2010 <a href="http://kyriacou.ch/2010/07/das-ende-der-wehrpflicht-vii/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Das Ende der Wehrpflicht (VII)</a><br />
13.06.2010 <a href="http://kyriacou.ch/2010/06/das-ende-der-wehrpflicht-vi/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Das Ende der Wehrpflicht (VI)</a><br />
29.11.2009 <a href="http://kyriacou.ch/2009/11/das-ende-der-wehrpflicht-v/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Das Ende Der Wehrpflicht (V)</a><br />
16.08.2009 <a href="http://kyriacou.ch/2009/08/das-ende-der-wehrpflicht-iv/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Das Ende der Wehrpflicht (IV)</a><br />
05.08.2008 <a href="http://kyriacou.ch/2008/08/das-ende-der-wehrpflicht-iii/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Das Ende der Wehrpflicht (III)</a><br />
03.08.2008 <a href="http://kyriacou.ch/2008/08/das-ende-der-wehrpflicht-ii/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Das Ende der Wehrpflicht (II)</a><br />
06.01.2007 <a href="http://kyriacou.ch/2007/01/das-ende-der-wehrpflicht/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Das Ende der Wehrpflicht</a></small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Stradivari vs neue Geigen: Wieso es mehr Doppelblindtests braucht</title>
		<link>http://kyriacou.ch/2012/01/stradivari-vs-neue-geigen-wieso-es-mehr-doppelblindtests-braucht/#utm_source=feed&#038;utm_medium=feed&#038;utm_campaign=feed</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 10:37:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Methodik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei schlechtem Licht können Profigeiger eine Stradivari nicht von Geigen neuer Bauart unterscheiden!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5213" class="wp-caption alignright" style="width: 263px"><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/stradivari.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-full wp-image-5213    " style="margin-left: 4px; margin-right: 4px;" title="Stradivari (Bild: Håkan Svensson/wikipedia)" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/stradivari.jpg" alt="Stradivari (Bild: Håkan Svensson/wikipedia)" width="253" height="190" /></a><p class="wp-caption-text">Stradivari (Bild: Håkan Svensson/wikipedia)</p></div>
<p>Seit gestern macht eine bemerkenswerte Untersuchung die Runde: Ein Forscherteam um die Pariser Akustikerin <a href="http://www.lam.jussieu.fr/Membres/Fritz/index.html">Claudia Fritz</a> fand heraus, dass Profigeiger in einer Doppelblind-Versuchsanordnung eine Stradivari nicht von Geigen neuer Bauart unterscheiden können und letzteren sogar den Vorzug geben.</p>
<p>Leider ist der <a href="http://www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1114999109">Fachartikel bei PNAS</a> noch nicht online verfügbar, einige Details der Versuchsanordnung können deshalb noch nicht nachgelesen werden. So wie z.B. im Blog <em>Not Exactly Rocket Science</em> <a href="http://blogs.discovermagazine.com/notrocketscience/2012/01/02/violinists-can’t-tell-the-difference-between-stradivarius-violins-and-new-ones/#more-6124">berichtet</a> wird, dürfte die Studie aber methodisch einwandfrei sein. An einem hochrangigen, internationalen <a href="http://www.violin.org/">Geigerwettbewerb</a> überzeugten die Forscher sechs teilnehmende Violinisten, ihre Instrumente für ein Experiment zur Verfügung zu stellen – drei moderne Geigen sowie zwei Stradivari und eine Guarneri. Letztere haben zusammen einen Marktwert von über zehn Millionen US Dollar, mehr als hundert mal so viel wie die drei jungen Geigen.</p>
<p>Im Labor liessen sie dann 21 Berufsmusiker diese sechs Instrumente spielen und bewerten. Der Versuchsraum war nur knapp beleuchtet und die Versuchsteilnehmer trugen Schutzbrillen, die ihre Sicht einschränkten. Das Kinnstück aller Geigen wurde mit einem Tupfer Parfum versehen, um zu verhindern, dass die Geiger von ihrem Geruchssinn beeinflusst würden.</p>
<p>In einer ersten Versuchsanordnung wurden den Musikern Geigen paarweise von Assistenten ausgehändigt, die hinter einer Abschirmung standen, ebenfalls Schutzbrillen trugen und selbst nicht wussten, welche Instrumente ihnen von den Forschern überreicht wurden – eine klassische Doppelblindanordnung, bei der weder die Versuchsteilnehmer noch diejenigen Personen, welche die Anweisungen geben beziehungsweise den zu untersuchenden Gegenstand «verabreichen», wissen, wann was getestet wird. Die Musiker durften jedes Mal die beiden Instrumente je eine Minute lang spielen und mussten dann angeben, welchem Instrument sie den Vorzug gaben. Was sie nicht wussten: sie bekamen jeweils ein antikes und ein neues Instrument zusammen ausgehändigt.</p>
<p>In einer zweiten Versuchsanordnung wurden alle sechs Instrumente in zufälliger Reihenfolge ausgebreitet und die Teilnehmer durften insgesamt 20 Minuten darauf spielen und die sechs Geigen nach Klangfarbe, Ansprache, Spielbarkeit und Tragfähigkeit bewerten. Ausserdem konnten sie angeben, welches der sechs Instrumente sie am liebsten nach Hause nehmen würden.</p>
<p>Die Ergebnisse waren frappant: Beim ersten Test gaben die Teilnehmer insgesamt ebenso oft einem neuen Instrument den Vorzug wie einem alten. Es gab nur einen Ausreisser: Eine der beiden Stradivari wurde überzufällig selten ausgewählt. Diese kam auch beim zweiten Test am schlechtesten weg. Am meisten Zuspruch erhielt eine der drei neuen Geigen. Insgesamt wollten nur 8 der 21 Teilnehmer (38%) eines der alten Instrumente mit nach Hause nehmen.</p>
<p><strong>Wichtigkeit der Doppelblindstudien</strong></p>
<p>Die Studie zeigt exemplarisch, wie wichtig Doppelblindstudien sind. Man stelle sich vor, die alten Geigen wären ein neues Medikament. Die neuen Geigen wären die Kontrollsubstanz (ein bestehendes Präparat oder ein Placebo). Es zeigte sich klar, dass das neue Medikament nicht signifikant besser war als das Kontrollpräparat – im Gegenteil.</p>
<p>Es scheint bei einer Stradivari wie bei einem Homöopathikum der Fall zu sein, dass nicht das «Präparat» selbst sondern der Glaube an dessen Wirkung den Unterschied ausmacht.</p>
<p>Für einen Berufsmusiker mag es nachvollziehbare Gründe geben, auf eine Stradivari zu setzen: Er weiss vielleicht, in wessen Händen sie früher war, an welchen Konzerten sie schon zum Einsatz gekommen war oder welche Aufnahmen mit ihr gemacht wurden. Solche nostalgische und persönliche Gründe mögen den Erwerb und den Einsatz rechtfertigen, auch wenn sich die erhoffte spezifische Wirkung (b.B. bessere Klangfarbe) als Mythos entpuppt.</p>
<p>In der Medizin kann aber der Glaube an eine nicht gegebene spezifische Wirkung zu fatalen Fehlschlüssen führen. Es reicht deshalb nicht, die Wirksamkeit eines Präparats über Kundenzufriedenheitsbefragungen zu ermitteln, etwas worauf insbesondere Alternativ«mediziner» immer wieder mit Verbissenheit bestehen.</p>
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		<title>Medienvielfalt, wtf?</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 19:02:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Blocher]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen originellen Namen haben sie sich ausgedacht, die neuen Hinter- und Steuermänner der Basler Zeitung. MedienVielfalt Holding AG soll der juristische Überbau für die finanziell – und nach weit verbreiteter Meinung auch publizistisch – ins Schlingern geratene Zeitung heissen.

Es darf aber bezweifelt werden, dass die Holding, bei der Tito Tettamanti grösster Anteilseigner sein soll, unter diesem Namen wird operieren können. Die Dachgesellschaft der Neue Medien Basel AG, welche seit dem 28. Oktober die ebenfalls auf Basel ausgerichtete Tageswoche herausgibt, heisst nämlich «Stiftung für Medienvielfalt» und deren Name wurde am 19. April dieses Jahres im Handelsregister eingetragen. Der Stiftungszweck ist eindeutig:

Die Stiftung setzt sich ein für ein vielfältiges Medienangebot zugunsten einer offenen und toleranten Gesellschaft. Zur Erreichung ihres Zweckes unterstützt die Stiftung Medienprojekte. Die Stiftung kann insbesondere auch selbst Medienprojekte initiieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen originellen Namen haben sie sich ausgedacht, die neuen Hinter- und Steuermänner der Basler Zeitung. <a href="http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/MedienVielfalt-Holding-bernimmt-Basler-Zeitung/story/24573686" target="_blank">MedienVielfalt Holding AG</a> soll der juristische Überbau für die finanziell – und nach weit verbreiteter Meinung auch publizistisch – ins Schlingern geratene Zeitung heissen.</p>
<p>Es darf aber bezweifelt werden, dass die Holding, bei der Tito Tettamanti grösster Anteilseigner sein soll, unter diesem Namen wird operieren können. Die Dachgesellschaft der <a href="http://www.moneyhouse.ch/u/neue_medien_basel_ag_CH-270.3.014.505-2.htm" target="_blank">Neue Medien Basel AG</a>, welche seit dem 28. Oktober die ebenfalls auf Basel ausgerichtete <a href="http://www.tageswoche.ch/" target="_blank">Tageswoche</a> herausgibt, heisst nämlich «Stiftung für Medienvielfalt» und deren Name wurde am 19. April dieses Jahres im Handelsregister <a href="http://www.zefix.ch/WebServices/Zefix/Zefix.asmx/ShowFirm?parId=17443&amp;parChnr=CH-270.7.003.076-5&amp;language=1" target="_blank">eingetragen</a>. Der Stiftungszweck ist eindeutig:</p>
<blockquote><p>Die Stiftung setzt sich ein für ein vielfältiges Medienangebot zugunsten einer offenen und toleranten Gesellschaft. Zur Erreichung ihres Zweckes unterstützt die Stiftung Medienprojekte. Die Stiftung kann insbesondere auch selbst Medienprojekte initiieren.</p></blockquote>
<p>Die Verwechslungsgefahr der MedienVielfalt Holding AG mit der Stiftung für Medienvielfalt wäre aufgrund des ähnlichen Namens und des identischen Geschäftsgebietes (noch dazu im selben geografischen Raum) gross. Mit der Handelsregistereintragung dürften Tettamanti &amp; Co scheitern, Obligationenrecht und <a href="http://www.firmen-recht.ch/schranken-bei-der-firmenbildung/grundsatz-der-firmenausschliesslichkeit" target="_blank">Bundesgerichtsurteile</a> setzen recht klare Grenzen.</p>
<p>Es macht den Anschein, als sei auch die heutige Ankündigung nur eine weitere Nebelpetarde der BaZ-Hintermänner. So wie die hier:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="512" height="308" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/tWKQDWkdW1U&amp;hl=en_US&amp;start=139" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="512" height="308" src="http://www.youtube.com/v/tWKQDWkdW1U&amp;hl=en_US&amp;start=139" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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