Die UEFA - ein Staat im Staat?
27.04.08 15:53 abgelegt unter: Politix
Die Uefa definiert gerne ihre eigenen Spielregeln -
und zwar beileibe nicht nur für den Fussball.
Übertragungsrechte für
Fussballspiele möchte sie liebend gerne frei von
gesetzlichen Schranken versteigern, Gastwirten,
das Biersortiment vorschreiben und nun wollen sie
auch noch Bussen verteilen:
Die UEFA unterhält nun also eine eigene Wirtschaftspolizei, die gegen Personen vorgeht, die irgendwelche klein gedruckten Vertragsbestimmungen missachtet haben sollen? Dann soll sie halt Zivilklagen einreichen, aber gefälligst die Hände von der Rechtssprechung lassen. Mir reichen die Kirchen und das Militär, die sich bereits (semilegalisiert) als Staat im Staat aufführen. Vereine, die das auch noch tun, brauchen wir definitiv nicht.
Die UEFA scheint aber nach mehr zu streben, wie sie am vergangenen Freitag verkündete:
Beim derzeitigen Gebaren der Sportmultis kann man eigentlich nur von Glück reden, dass dem so ist.
Legal erworbene Tickets für die Euro 08 weiterzuverkaufen, verstösst gegen die Nutzungsbedingungen der Uefa. Der Europäische Fussballverband hat deshalb bereits einige hundert Personen gebüsst.(NZZ).
Die UEFA unterhält nun also eine eigene Wirtschaftspolizei, die gegen Personen vorgeht, die irgendwelche klein gedruckten Vertragsbestimmungen missachtet haben sollen? Dann soll sie halt Zivilklagen einreichen, aber gefälligst die Hände von der Rechtssprechung lassen. Mir reichen die Kirchen und das Militär, die sich bereits (semilegalisiert) als Staat im Staat aufführen. Vereine, die das auch noch tun, brauchen wir definitiv nicht.
Die UEFA scheint aber nach mehr zu streben, wie sie am vergangenen Freitag verkündete:
As things stand, the European sports federations do not have the necessary legal security to be able to fulfil their statutory tasks, notably to be able to build the best national teams and to maintain the importance and status of international matches and tournaments. (s. dort verlinktes PDF).
Beim derzeitigen Gebaren der Sportmultis kann man eigentlich nur von Glück reden, dass dem so ist.








