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Freidenkerisches

Seit Frühjahr 2009 bin ich Präsident der Zürcher Sektion der Freidenker-Vereinigung der Schweiz. Die Freidenker treten für eine klare Trennung von Staat und Kirche und für säkular-humanistische Werte ein.

Ich vertrete die FreidenkerInnen in der Zürcher «Kontaktgruppe Religionen» und in der «Begleitgruppe zur Evaluation der Einführungsphase des Fachs Religion und Kultur im Kanton Zürich» – mit dem klaren Ziel, dafür zu sorgen, dass in dieses Fach weltlich-humanistische Sichtweisen Eingang Eingang finden oder, sollte dies nicht durchsetzbar sein, dass darauf verzichtet wird, das Fach für obligatorisch zu erklären. Die Bundesverfassung untersagt zwangsweisen Religionsunterricht, es geht also auch darum, zu sorgen, dass der Kanton Zürich ein verfassungskonformes Angebot schafft. (Siehe dazu auch diesen Blog-Eintrag.)

Die Zürcher Freidenker sind unter zuerich@frei-denken.ch zu erreichen.

3 Kommentare »

  • Thys Flueler meint:

    Hallo Andreas. Es ist erfreulich, dass eine engagierte Person wie Du Präsident der Freidenker-Vereinigung geworden ist. Vielleicht gelingt es durch Dein Engagement das doch irgendwie ältliche Image dieser so notwendigen Organisation zu verändern. Tatsächlich glaube ich nicht, dass es genügt, sich von den religiösen Schablonen zu emanzipieren, sondern, dass ein neues Weltbild mit einer diesseitigen “Spiritualität” und Solidarität geschaffen werden müsste, um die breite Masse der Menschen zu begeistern. Was den christlichen Freikirchen mit ihren gemeinschaftstiftenden Events gelingt, sollte doch auch für die Idee des Humanismus möglich sein.

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  • Daniel K. meint:

    Es gab da mal einen gewissen Jesus, der genau das gefordert hat: die Emanzipation vom religiösen Weltbild. Leider wurde er schnurstracks in ein neues religiöses Weltbild integriert. Ein philosophisches Christentum im Sinne des Humansismus (oder Judentum im Sinne von Spinoza) wäre doch eine Alternaive, allerdings wäre der Unterschied zur gegenwärtigen Landeskirche nicht mehr gross…

    Die Freikirchen als Vorbilder scheint mir dann eher ein grösserer Rückschritt zu sein.

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  • Thys Flueler meint:

    @Daniel K.: Das (frühe) Christentum hat die Aufklärung zweifellos stark beeinflusst, aber eine laizistische Ethik bedarf keiner durch die bestehenden Kirchen besetzten Heldenlegenden.

    Das Problem liegt aus meiner Sicht tiefer – nämlich darin, dass sich das Patriarchat immer in der Geschichte der Menschheit der religiöser Strömungen bemächtigt hat, um sich selbst, d.h. die Hierarchie der Vorherrschaft des Mannes, zu rechtfertigen. Jahwe und Jesus als die “väterlichen” Gurus, die die Hierachie und Ordnung der Welt bestimmen. Sich auf diese “Herren” zu beziehen ist der wirkliche Rückschritt!

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