Das Wort zum Sonntag
… die Sakramente, die Euch Bischof Huonder verweigern will*, haben auch die Freidenker nicht im Angebot, weltliche Rituale hingegen schon. Und die sind garantiert Huonder-frei.
Anmelden kann man sich unter http://www.frei-denken.ch/de/aboutfvs/mitmachen/beitrittserklarung/.
* Wieso Ihr in der katholischen Kirche nicht mehr mitfeiern dürft, erklärte gestern Huonders Lieblingsmessdiener, Vikar Christoph Casetti im Interview mit dem Schweizer Fernsehen:
Seit gut 11 Jahren mischt Coop gemeinsam mit dem Pharmaunternehmen Galenica den Schweizer Apothekenmarkt auf. Coop Vitality heisst die gemeinsame Tochter, für die Coop als Fernziel 100 Filialen angibt. Im Jahr 2010 bescherten die damals 42 Filialen den Eignern einen Bruttoertrag von 123 Millionen Franken. Inzwischen ist das Verkaufsnetz auf 47 Filialen angewachsen.
Coop ist bereits mit den Töchtern Import-Parfumerie und The Body Shop eine grosse Nummer im Bereich Parfümerie und Kosmetika. Nun zeigt sich Coop offenbar entschlossen, auch im Alternativmedizinmarkt eine Führungsrolle zu übernehmen, und Coop Vitality bildet dafür die Plattform. Und: Coop scheint dabei Profitstreben klar höher zu gewichten als den Konsumentenschutz.
Feilgeboten werden nicht nur Pflanzenheilmittel sondern offensiv auch wirkungsfreie Produkte wie Homöopathika und Schüssler-Salze. Für letztere läuft aktuell eine Marketinglawine. Dafür spannt sie mit dem Glaubuli-Hersteller Omida und Walter Käch zusammen. Dieser tourt als teurer Jakob quer durch die Schweiz und preist Schüsslersalze gegen so ziemlich jedes akute und chronische Leiden an, das …
Bronze hat sich diese Woche der britische Chiropraktiververband (BCA) verdient. Dieser hatte im Jahr 2008 den Wissenschaftsjournalisten Simon Singh wegen Verleumdung angezeigt. Anlass dafür war ein im Guardian erschienener Artikel, in dem Singh aufgezeigt hatte, dass Chiropraktiker häufig Beschwerden behandelten, die nichts mit der Wirbelsäule zu tun haben und dass insbesondere die häufig praktizierten Halsmanipulationen Hirnschläge und andere gefährliche Schädigungen auslösen können. Singh reichte Rekurs gegen die erstinstanzliche Zulassung der Klage ein, diesem wurde 2010 stattgegeben. Die BCA zog ihre Klage daraufhin zurück. Unter dem Titel «After the Storm – What Have We Learnt?» liess der BCA-Präsident Richard Brown in der Mitgliederzeitung nun den Fall Revue passieren. (Der Artikel erschien bereits in der Novemberausgabe, doch die wurde erst kürzlich online geschaltet, so dass die Berichterstattung darüber erst letzte Woche einsetzte.)
Der Beitrag Browns zeigt Bereitschaft zur Selbstkritik:
The BCA was faced with a dilemma. Did it sit by and permit an assault on its reputation and good name, or did it stand up for …
Beinahe sah es so aus, als ob Religionsvertreter den Wettbewerb monopolisieren würden. Doch dank der Bewerbung des Apple-CEO gibt es diese Woche auch einen profanen Preisträger.
Die bronzene Leberwurst holt sich erstmals eine buddhistische Gruppe, und zwar diejenige der Nationaluniversität Singapurs. Diese sah ihren Glauben durch einen missionarischen Flyer der evangelikalen Campus Crusade for Christ verunglimpft, der zur Teilnahme an einer Missionsreise nach Thailand aufrief und klagte, die Destination sei ein Land mit sehr nur wenig wahrer Freude, da der Buddhismus jede Stufe der Gesellschaft durchdringe und pro Jahr nur etwa 100 Personen zum Christentum konvertierten.
Die artig eingestandene Griesgrämigkeit alleine wäre selbstredend noch keine Auszeichnung wert. Doch die buddhistische Gruppe klagte bei der Unileitung gegen die christliche Gruppe, worauf dieser weitere Aktivitäten untersagt wurden. Nicht zuletzt angesichts der im Vergleich zu den Vorwochen mehrheitlich enttäuschend mediokren Eingängen der religiösen Konkurrenz stellt dies für Bronze eine ausreichende Performance dar.
Die silberne Leberwurst geht, wie eingangs erwähnt, an den Apple-CEO …