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[6 Sep 2006 | Noch kein Kommentar | 347 mal angeschaut]

Samuel Schmid, oberster Schutzherr der freiwilligen und unfreiwilligen Schützen unter den Eidgenossen, hat wohl niemanden überrascht: Er hält es – im Einklang mit dem Gesamtbundesrat – für angebracht, dass Ordonnanzwaffen weiterhin in Schlafzimmerschränken aufbewahrt werden. Für Schmid, von Amtes wegen eigentlich mit dem Schutz der Bevölkerung beauftragt, sind Selbsttötungen und erschossene Familienangehörige offenbar vertretbare Kollateralschäden – so jedenfalls sein Tenor im Tagi-Interview vom 2.9. Dabei hatte eine wenige Tage zuvor publizierte Studie der Universität Zürich einen klaren Zusammenhang zwischen Schusswaffen im Haushalt und Suiziden aufgezeigt. Und für die Schweiz gilt: An knapp jedem zweiten Tag bringt sich jemand mit seiner Militärwaffe um.
Im Interview schwafelte Schmid davon, dass die Armee nicht für gesellschaftliche Probleme verantwortlich gemacht werden könne kaute den alten Mythos wieder, dass in der Schweiz das Volk die Armee sei. Vielleicht sollte Schmid mal seine Kaserne verlassen und sich vorrechnen lassen, wie klein der Prozentsatz an Angehörigen der Armee an der Gesamtbevölkerung tatsächlich ist. Oder sich mal …