Artikel mit dem Tag 'China'
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China mauert wieder mal ganz gross. Gemäss uk.techcrunch.com wird aktuell der Zugriff auf Twitter, Flickr, Bing, Live.com, Hotmail, Blogger und anderes mehr unterbunden. Der Grund: Die Bevölkerung soll daran erinnert werden, dass im Juni 1989 überhaupt nichts vorgefallen war. Und über nichts können die Nachrichtenanbieter eben dann am besten berichten, wenn ihnen der Stecker gezogen wird.
Die Jintao-Clique erschuf sich schon bei der Eröffnungsfeier zu ihren Olympischen Spielen eine eigene Wirklichkeit. Es besteht wenig Zweifel, dass ihr dies auch im Rahmen dieses Nicht-Jubiläums gelingen wird.
Gedenktafel für das Nichtereignis – aus der Simpson-Folge Goo Goo Gai Pan
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Das Europaparlament hat seine Wahl getroffen. Es würdigt mit der Verleihung des Sacharov-Preises das Engagement des chinesischen Bürgerrechtlers Hu Jiu, der seit April dieses Jahres wegen «umstürzlerischer Machenschaften» inhaftiert ist. Der chinesischen Regierung passt dies – wie hier gestern schon vermeldet – natürlich überhaupt nicht und kritisiert die Preisverleiher. Die werden’s mit Fassung tragen.
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Zu dritt stehen sie in der Endrunde: der Chinesische Menschenrechtler Hu Jia, der weissrussische Oppositionsführer Alexander Kazulin und der Kongolese Abbe Apollinaire Malu-Malu, unter dessen Führung im Jahr 2006 sein Heimatland die ersten demokratischen Wahlen seit 50 Jahren durchführte. Einer von ihnen wird morgen Donnerstag von der EU zum diesjährigen Sacharov-Preisträger ernannt.
Die grosse Chance, dass ein Landsmann mit dem Menschenrechtspreis ausgezeichnet werden könnte, behagt der Jintao-Clique in Beijing gar nicht. Sie droht der EUunverblümt. In einem Schreiben an den Präsidenten des EU-Parlamentes, den CDU-Abgeordneten Hans-Gert Pöttering, polterte Botschafter Song Zhe:
If the European Parliament should award this prize to Hu Jia, that would inevitably hurt the Chinese people once again and bring serious damage to China-EU relations.
Da kann man ja nur hoffen, dass die Aussage des Briten Graham Watson, der die Liberale Fraktion anführt, eine verlässliche Wahlprognose darstellt:
Heavy-handed Chinese state lobbying to influence the outcome of the Sakharov prize winner only plays into the hands of critics and reinforces the …
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Dass das offizielle China nichts dem Zufall überlässt, überrascht wenig. Folgerichtig war die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele nicht nur bis ins letzte perfekt eingeübt, es wurde auch sichergestellt, dass allfällige Pannen verborgen blieben.
Menschen hat China seit je her unter Kontrolle, bei den 15’000 Tänzern brauchte es wohl keine weiteren Vorsichtsmassnahmen. Der ureigenen Pyromanentechnik hingegen trauten die Organisatoren offenbar nicht, wie heise.de berichtet:
Spektakuläre Bilder von mit Feuerwerksraketen erzeugten “Fußabdrücken” über der Stadt waren nicht live aufgenommen, sondern über ein Jahr mit Computeranimationen vorbereitet worden.
Ein Angestellter einer Video-Produktionsfirma klärte die Zeitung Beijing Shibaon darüber auf, dass nur die Schlusssequenz live übertragen worden sei.
«Aber die Zuschauer dachten, es sei echt – damit hat unsere Arbeit ihren Zweck erfüllt.»
Genau, Authentizität ist ja wohl etwas vom letzten, das die Zuschauer von den diesjährigen Olympischen Spielen wirklich erwarten.
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Wenn ich die Ministerin wäre, würde ich mich nicht mit dem Dalai Lama treffen. Wir haben eine China-Politik des Aussenministers, die sich an langen Linien orientiert und die Stabilität Chinas im Auge hat.
Dies die Worte des stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Walter Kolbow. Gerichtet sind sie an seine Parteigenossin Heidemarie Wieczorek-Zeul, amtierende Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Nicht nur die Ministerin sieht dies anders, auch Grüne, CDU und FDP haben je eigene Treffen mit Herrn Gyatso vereinbart.
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Wohl zu Zehntausenden wurden sie hergestellt, die Tibet-Fahnen, die überall entlang des ach so schönen Fackellaufs für «Frieden und Völkerverständigung» in die Höhe gehalten wurden.
Und wo werden sie produziert? Von einem französischen Nähereibetrieb wurde am 10. April berichtet, dass innert zehn Tagen 70 Stück bestellt wurden, das fünffache der üblichen Jahresproduktion. Es mag noch andere Betriebe geben, die ihre Produktion in ähnlicher Höhe haben steigern konnten.
Quelle: Göttinger Tagblatt/afp
Das Gros der Fahnen dürfte aber – na wo wohl? – in China produziert worden sein. Zu Tausenden jedenfalls produzierte eine Firma in Südchina für ausländische Auftraggeber – bis Arbeiter realisierten, wofür denn die farbenfrohe Flagge steht und pflichtbewusst die Polizei benachrichtigten.
Wer sein Missbehagen gegen das Vorgehen Chinas zum Ausdruck bringen will, kauft also wohl besser ein T-Shirt der Reporters ohne Grenzen. Die werden unter Fair-Trade-Bedinungen in Indien hergestellt.
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Der diesjährige olympische Fackellauf ist möglicherweise der erste und letzte, der derart megalomanisch aufgezogen wurde. Kevan Gosper, IOC-Pressesprecher und Vizechef der IOC-Koordinationskommission für Beijing2008, spekulierte, dass künftig die Flamme direkt von Olympia ins Gastgeberland geschickt werden könnte.
Gosper verurteilte die Proteste in London und Paris, nannte die Demonstranten «professionelle Störer, die voller Verbitterung und Hass» seien. Das ist natürlich Dummfug. Natürlich gab es gut organisierte Gruppen, Exiltiberter beispielsweise, die auch allen Grund zur Verbitterung haben, oder die Vertreter der der reporter sans frontières, die ihre Aktionen bestens vorbereiteten. Aber Tausende «professionelle Störer» auf den Plan zu rufen, das kriegen wohl nur Diktaturen wie das Gastgeberland gebacken. Das IOC liess nach der Vergabe der Spiele an Beijing verlauten, dass ein Land mit einer starken Regierung den Spielen Vorteile bringe. Die Organisatoren sind also selbst schuld, wenn sie nun die Fackel durch Länder jagen, in denen die Bevölkerung nicht einfach alles konzertiert bejubelt, was ihnen an Spielen dargeboten wird.
Das IOC …
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Die olympische Fackel wurde heute also durch London getragen. 2000 Polizisten und ein Rudel chinesischer Sicherheitsbeamter waren nötig, um sicherzustellen dass dem Symbol des Friedens und der Verbundenheit zwischen den Völkern das Licht nicht ausging.
In London scheiterten die Versuche von Demonstranten, die Fackel zu ergreifen oder mit einem Feuerlöscher auszublasen.
Morgen ist Paris an der Reihe, auch dort dürften ein paar Überraschungen auf die Stafettenläufer im Dienste Beijings warten. Es ist also durchaus möglich, dass während der 123 noch verbleibenden Tage das olympische Feuer doch noch irgendwo auf der Strecke bleibt, auch wenn für die Jintaoiade natürlich nichts dem Zufall überlassen wird. (1936 misslangen die zahlreichen Versuche, das Feuer für die Hitleriade zu löschen.)
Die Vereinten Nationen haben übrigens beschlossen, dass ihre Mitarbeiter nicht am Fackellauf in Nordkorea teilnehmen sollen, aus Angst die Regierung von Kim Jong-il könnte den Anlass für Propagandazwecke missbrauchen. Neiaberau, dass es tatsächlich solche Regierungen gibt auf der Welt…
Politik, Wirtschaft »
Swatch-Gründer Nicolas Hayek ist 80 und kein bisschen müde. Dies zeigt einInterview mit der NZZ am Sonntag. Mit einer neu gegründeten Holding-Gesellschaft will er den Energiemarkt aufmischen und hochwirksame Solarzellen, dezentrale Wasserstoffproduktion, alltagstaugliche Brennstoffzellen und leistungsfähige und günstige Batterien entwickeln.
Doch nicht nur für die Umwelt setzt sich Hayek gemäss Selbstdarstellung ein. Gerechtigkeit, Freiheit und die Menschenrechte sind ihm nicht minder wichtig. Es ist zu hoffen, dass sein Tatendrang und sein unbestrittenes Durchsetzungsvermögen dazu reichen, dass er den Beijing 2008-Sponsor Omega zu mehr werden lässt als zu einem blossen Kollaborateur mit einem brutalen Regime.
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Die Clique um den Chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao zeigt sich auch im Ausland gerne von ihrer rabiaten Seite. Jüngster Fall: In Genf prügeln Wächter des der chinesischen Vertretung bei der Welthandelsorganisation auf Journalisten des Westschweizer Fernsehens (TSR) ein. Gemäss Berichterstattung verteilten sie erst Faustschläge. Anschliessend sei einer der Wächter mit einem Schlagstock erschienen. Die Berichterstatter verliessen daraufhin die Szene. Es ist zu hoffen, dass sie Anzeige erheben.
Quelle: 20min






