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Artikel mit dem Tag 'China'

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[19 Mrz 2008 | Noch kein Kommentar | 644 mal angeschaut]

Die ethnischen Minderheiten machen “nur” knapp zehn Prozent der Gesamtbevölkerung Chinas aus. Aber zusammen bilden sie immerhin eine Gruppe von rund 100 Millionen Personen. 64 nationale Minderheiten zählt die offizielle Statistik. Die Han-Chinesen, bei welchen die wirtschaftlichen und politischen Fäden zusammenlaufen, stellen sicher, dass die Minderheiten nicht aufbegehren. Und ihnen scheint jedes Mittel recht.
Gemäss Reporter sans frontières nehmen die Repressionen im Vorfeld der Olympischen Spiele laufend zu. Vertreter der Uiguren – ein turkmenisches Volk – wurden wegen separatistischer Tätigkeit exekutiert. Und natürlich nehmen auch Überwachung und Zensur des Internet laufend zu. Aber das IOC sieht sich weiterhin nur für Brot und Spiele zuständig…

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[17 Mrz 2008 | Noch kein Kommentar | 576 mal angeschaut]

Gemäss Journalisten ohne Grenzen (rsf) versprach der Bürgermeister von Beijing vergangenes Jahr Folgendes:
The freedom of foreign journalists to carry out their professional work, will be guaranteed
Dumm nur, dass über Unruhen und möglicherweise Hunderte Toter zu berichten, nach chinesischer Auffassung offenbar nicht zum Aufgabenbereich eines Journalisten gehört. Denn gemäss rsf werden seit dem 12. März ausländische Medienvertreter nicht mehr nach Tibet gelassen, und mindestens 25 dort und in anderen Gegenden mit tibetischer Bevölkerung tätige Berufsleute wurden ausgewiesen.
Grösste Sorge für das Internationale Olympischen Komitees scheint derweil zu sein, ob die Olympische Fackel wie geplant durch Tibet getragen werden kann. Offenbar kann nur so die frohe Olympische Botschaft ungetrübt in die Welt posaunt werden:
The Olympic torch is a powerful symbol which inspires people from all over the world to overcome their differences and come together in mutual understanding in anticipation of the games which it heralds.
Mein für Beijing 2008 vorgeschlagene Slogan crueler, meeker, swankier scheint leider immer passender. Eigentlich habe ich mit …

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[11 Feb 2008 | Ein Kommentar | 595 mal angeschaut]

Noch 179 Tage bis zum Beginn der Olympischen Spiele in Beijing. Und die Stadt putzt sich ganz schön raus. «Preserving the Charm of Beijing» heisst es dazu auf der offiziellen Website. Dass dafür nach Schätzungen 1.25 Millionen Menschen zwangsumgesiedelt wurden, schmälert den Charme natürlich kein Bisschen.
Diese Olympischen Spiele sollen die profitabelsten aller Zeiten werden, so Gerhard Heiberg, Marketing-Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). 65 Millionen Dollar bezahlen die 54 offiziellen Sponsoren je einzeln für ihre Teilnahme am «Olympic Partner Programme». Da soll es natürlich keine Zwischenfälle geben wie 1968 in Mexiko, als die beiden schwarzen US-Amerikanischen 200 Sprinter Tommie Smith und John Carlos auf dem Siegerpodest ihre Arme zu einem «Power to the People»-Gruss empor streckten und der zwischen ihnen platzierte Australier Peter Norman seine Sympathie mit dem Tragen eines «Olympic Project for Human Rights-Badges ausdrückte.
Im Jahr 2008 sollen die Athleten natürlich die Friede-Freude-Eierkuchen-Stmmung auf keinen Fall mit lästigen Hinweisen auf die alltägliche Repression unterdrücken. Es soll schliesslich nicht erneut …

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[22 Jul 2007 | 2 Kommentare | 911 mal angeschaut]

Die NZZ widmet heute dem jüngsten Mitglied der Landesregierung ein Portrait. «Die Beflissene» wird sie im Titel genannt. Gleich zu Beginn wird von der Angst des Scheiterns berichtet: Ein Faux-Pas, und dann knallt’s. Das hatte Leuthard bei ihrem Antritt vor Augen. Heidi Gmür, Redaktorin der Redaktion Schweiz, beruhigt aber sofort: Der gefürchtete Fehltritt blieb aus.
Mit Verlaub, das ist etwas gar schönfärberische Hofberichterstattung. Kurze Rückblende zum 15. Dezember 2006: Der Bundesrat entschied an diesem Tag, Waffenlieferungen für mehr als 500 Millionen Franken nach Pakistan, Indien und Saudi-Arabien zu bewilligen.
Mit diesem Entscheid desavouierte der Bundesrat die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats, welche den Bundesrat erst kurz zuvor für die zu lockere Ausfuhrpraxis gerügt hatte. Uns was meinte Frau Leuthard im Schweizerischen Fernsehen zur Frage, ob es angesichts des Kaschmirkonfliks vertretbar sei, Waffen in Staaten zu liefern, die immer wieder Kriege gegeneinander führten? «De Kaschmirkonflikt isch en innerstaatliche Konflikt. [...] Das isch sit Jaare keis Problem.» (s. Ausschnitt 10 vor 10 vom …