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	<title>Andreas Kyriacou über Manches&#187; Christentum</title>
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		<title>Das Narrenpriesterduell (I): Sheich Abdul Mohsin al-Abaican vs Bischof Klaus Küng</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 07:04:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Religionsführer zeigen sich besorgt: Kindsmissbrauch, Terroraufrufe und Betrügereien prägen die Schlagzeilen über ihre Gemeinschaften. Um davon abzulenken haben sie hinter verschlossenen Türen eine neue Trendsportart entwickelt: Das Narrenpriesterduell: Es soll die Vertreter der Religionsgemeinschaften in einem humorvollen Licht zeigen. Zugelassen sind alle Würdenträger grosser und kleiner Religionsgruppen. Die Aufgabe: mit einer möglichst grotesken Auslegung ihrer heiligen Schriften Schlagzeilen produzieren.
Bei der weltweiten Erstdurchführung treten der österreichische Diözesanbischof Klaus Küng (links) und der saudische Scheich und Regierungsberater Abdul Mohsin al-Abaican (leider kein Bild vorhanden) gegeneinander an.
Klaus Küng tritt an mit dem schalkhaften Vorschlag, wiederverheiratete Geschiedene könnten die Kommunion empfangen, sollten sie ihre sexuelle Gemeinschaft nicht fortführen und «wie Bruder und Schwester» leben.
Scheich Abdul «Comical» Mohsin al-Abaican hingegen schlägt vor, dass das islamische Verbot für Frauen und Männer, die nicht derselben Familie angehören, sich in einem gemeinsamen Raum aufzuhalten, umgangen werden könnte, indem die Frauen den Männern ein Glas Brustmilch zum Trinken gäben (selbstredend ab Glas!). Dieses «Säugen» würde die Männer wie eigene ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-3243" title="al-Abaican-Küng" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/al-Abaican-Küng.png" alt="al-Abaican-Küng" width="222" height="144" />Religionsführer zeigen sich besorgt: Kindsmissbrauch, Terroraufrufe und Betrügereien prägen die Schlagzeilen über ihre Gemeinschaften. Um davon abzulenken haben sie hinter verschlossenen Türen eine neue Trendsportart entwickelt: Das Narrenpriesterduell: Es soll die Vertreter der Religionsgemeinschaften in einem humorvollen Licht zeigen. Zugelassen sind alle Würdenträger grosser und kleiner Religionsgruppen. Die Aufgabe: mit einer möglichst grotesken Auslegung ihrer heiligen Schriften Schlagzeilen produzieren.</p>
<p>Bei der weltweiten Erstdurchführung treten der österreichische Diözesanbischof <strong>Klaus Küng</strong> (links) und der saudische Scheich und Regierungsberater <strong>Abdul Mohsin al-Abaican</strong> (leider kein Bild vorhanden) gegeneinander an.</p>
<p>Klaus Küng tritt an mit dem schalkhaften <a href="http://derstandard.at/1271377296217/St-Poeltner-Dioezesanbischof-Kueng-Homosexuelle-Netzwerke-in-der-Kirche">Vorschlag</a>, wiederverheiratete Geschiedene könnten die Kommunion empfangen, sollten sie ihre sexuelle Gemeinschaft nicht fortführen und «wie Bruder und Schwester» leben.</p>
<p>Scheich Abdul «Comical» Mohsin al-Abaican hingegen <a href="http://gulfnews.com/news/gulf/saudi-arabia/saudi-scholar-s-fatwa-wades-into-controversy-1.630494">schlägt vor</a>, dass das islamische Verbot für Frauen und Männer, die nicht derselben Familie angehören, sich in einem gemeinsamen Raum aufzuhalten, umgangen werden könnte, indem die Frauen den Männern ein Glas Brustmilch zum Trinken gäben (selbstredend <em>ab Glas!</em>). Dieses «Säugen» würde die Männer wie eigene Kinder zum Teil der Familie der Frau werden lassen – womit selbstredend jeder sexuelle Kontakt verboten bliebe.Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.</p>
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		<title>Wieso die Verurteilung des Holocaust-Leugners Richard Williamson richtig und nötig ist</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 14:36:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[10&#8242;000 Euro kosten Bischof Williamson also seine öffentlichen Äusserungen, es habe im Nazi-Deutschland keine Gaskammern gegeben und es seien im zweiten Weltkrieg «nur» 200&#8242;000 bis 300&#8242;000 Juden umgekommen. Bereits 1989 hatte der Pius-Bruder Williams im Rahmen einer Messe im kanadischen Sherbrooke den Holocaust geleugnet. Die gestrige Verurteilung wegen Volksverhetzung durch das Amtsgericht Regensburg erfolgte aber wegen Äusserungen, die er im November 2008 im Rahmen eines Interviews mit schwedischen Fernsehreportern gemacht hatte – am Sitz des Priesterseminars der  Piusbruderschaft im oberpfälzischen Zaitzkofen.
Vereinzelt melden sich Kritiker, die finden, dass solche Äusserungen im Rahmen der Meinungsfreiheit uneingeschränkt zulässig sein sollen und es nicht Aufgabe des Staates sei, Bullshit juristisch zu verurteilen.
Williamson vertritt allerlei Unsinn. Zwei Müsterchen aus seinen Predigten:
For indeed women&#8217;s trousers, as worn today, short or long, modest or immodest, tight or loose, open or disguised (like the &#8220;culottes”), are an assault upon woman&#8217;s womanhood and so they represent a deep-lying revolt against the order willed by God. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2994" class="wp-caption alignright" style="width: 177px"><img class="size-full wp-image-2994    " title="richard_willamson_mit_narrenkappe" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/richard_willamson_mit_narrenkappe.png" alt="Holocaust-Leugner mit Narrenkappe" width="167" height="178" /><p class="wp-caption-text">Holocaust-Leugner mit Narrenkappe</p></div>
<p>10&#8242;000 Euro <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/650/508791/text/">kosten</a> Bischof Williamson also seine öffentlichen Äusserungen, es habe im Nazi-Deutschland keine Gaskammern gegeben und es seien im zweiten Weltkrieg «nur» 200&#8242;000 bis 300&#8242;000 Juden umgekommen. Bereits 1989 hatte der Pius-Bruder Williams im Rahmen einer Messe im kanadischen Sherbrooke den Holocaust geleugnet. Die gestrige Verurteilung wegen Volksverhetzung durch das Amtsgericht Regensburg erfolgte aber wegen Äusserungen, die er im November 2008 im Rahmen eines Interviews mit schwedischen Fernsehreportern gemacht hatte – am Sitz des <a href="http://www.priesterseminar-herz-jesu.de/">Priesterseminars</a> der  Piusbruderschaft im oberpfälzischen Zaitzkofen.</p>
<p>Vereinzelt melden sich Kritiker, die finden, dass solche Äusserungen im Rahmen der Meinungsfreiheit uneingeschränkt zulässig sein sollen und es nicht Aufgabe des Staates sei, Bullshit juristisch zu verurteilen.</p>
<p>Williamson vertritt allerlei Unsinn. Zwei Müsterchen aus seinen Predigten:</p>
<blockquote><p>For indeed women&#8217;s trousers, as worn today, short or long, modest or immodest, tight or loose, open or disguised (like the &#8220;culottes”), are an assault upon woman&#8217;s womanhood and so they represent a deep-lying revolt against the order willed by God. (<a href="http://web.archive.org/web/20080510163105/http://www.sspx.ca/Documents/Bishop-Williamson/September1-1991.htm">September 1991</a>)</p></blockquote>
<blockquote><p>For a sane grasp of woman&#8217;s nature, let me appeal to the Church&#8217;s Common Doctor, St. Thomas Aquinas, distant now by three-quarters of a millennium from our own disturbed times. The three reasons he gives in his Summa Theologiae (2a, 2ae, 177,2) why woman should not teach in Church in public can all be applied to why she should not teach or learn in a public university. Firstly, he says, teaching is for superiors, and women are- not to be superior, but subject, to their men (Gen III,16). Secondly, women stepping up to teach in public can easily inflame men&#8217;s lust (Ecclus IX,11). Thirdly, &#8220;Women are not usually (&#8221;communiter&#8221;) perfect in wisdom&#8221;. <em>(<a href="http://web.archive.org/web/20080511063806/http://www.sspx.ca/Documents/Bishop-Williamson/September1-2001.htm">September 2001)</a></em></p></blockquote>
<p>Sein reaktionäres Weltbild soll Williamson legal vertreten dürfen. Klare Lügen zum 2. Weltkrieg zu verbreiten ist aber eine andere Sache. Es gibt unter Historikern keinen Dissens in der Frage, ob der Holocaust stattgefunden hat. Williamson ist ein Hetzer und er hat das deutsche Recht mit Absicht missachtet. Dass die deutsche Gerichtsbarkeit ihn nun verurteilt hat, kann man ihr nicht anlasten.</p>
<p>Wenn eine selbsternannte Autorität im Zusammenhang mit der «causa Williamson» Kritik verdient, ist es die katholische Kirche. Diese hob im Januar 2009 den 1988 beschlossenen Ausschluss von Williamson und drei anderen Pius-Brüdern auf. Dass ihr CEO, Joseph Ratzinger, sich für einen polternden Holocaust-Leugner ins Zeug legt, sollte deutlich mehr zu denken geben als dass sich ein bairisches Amtsgericht für den Vollzug deutschen Rechts besorgt zeigt.</p>
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		<title>Islamischer Zentralrat und Evangelische Allianz fusionieren zur Union buchtreuer Gläubiger (UbG)</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 06:24:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Annäherung dank Club-Sendung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2959" class="wp-caption alignright" style="width: 292px"><img class="size-full wp-image-2959   " title="Wollen Kräfte bündeln: Qaasim Illi und Wilfried Gasser" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/gasser_illi.png" alt="Wollen Kräfte bündeln: Qaasim Illi und Wilfried Gasser" width="282" height="158" /><p class="wp-caption-text">Wollen Kräfte bündeln: Qaasim Illi und Wilfried Gasser (Bilder sf.tv)</p></div>
<p>Die <a href="http://www.sf.tv/sendungen/club/index.php?docid=20100330">Club-Sendung</a> des Schweizer Fernsehens vom 30. März ermöglichte eine überraschende Annäherung: Die beiden Gäste, Qaasim Illi, Pressesprecher des <a href="http://www.izrs.ch/">Islamischen Zentralrats Schweiz</a> und Wilfried Gasser, Präsident der <a href="http://www.each.ch/">Schweizerischen Evangelischen Allianz</a>, sahen im Nachgang zur Sendung mit dem Titel «Muslime in der Schweiz – wie gefährlich sind Fundamentalisten?» mehr Gemeinsames als Trennendes und schlagen nun ihren jeweiligen Verbänden vor, in einer gemeinsamen Organisation aufzugehen, der <strong>Union buchtreuer Gläubiger</strong> (UGT).</p>
<p>«Wir glauben beide an die wörtliche Deutung unserer heiligen Bücher, lehnen vorehelichen Geschlechtsverkehr und Abtreibungen resolut ab und sehen die Gesellschaft ob der grassierenden Gottlosigkeit in Gefahr», sagte Qaasim Illi, der selbst in einem evangelikalen Umfeld aufgewachsen war, in der gemeinsamen Erklärung.</p>
<p>Wilfried Gasser doppelte nach: Wir mögen in unterschiedlichen Gotteshäusern beten, doch unsere Feinde sind dieselben: die Politiker, die den Einfluss der Religionen immer mehr zurückbinden wollen und die Wissenschafter, die uns die Welt ohne Schöpfergott erklären wollen. Zusammen können wir erreichen, dass die heiligen Bücher endlich wieder zur normativen Kraft in unserer Gesellschaft werden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Pakistanische Christen machen Drahtzieher des Minarettverbots aus: Die jüdische Lobby</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 15:34:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>

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		<description><![CDATA[<b>Das Wort zum Sonntag</b>

Eine pakistanische Gruppe von Christen, der Christian Progressive Movement (CPM), organisierte diese Woche eine Demo gegen das Schweizer Minarettverbot, wie die englischsprachige pakistanische Zeitung «The Nation» berichtet.

<i>Addressing the gathering, Chairperson CPM Naila J Dayal said that the decision of Switzerland was condemnable and shameful. She said that it was the fundamental right of the minority to enjoy its religious freedom anywhere in the world.</i>

Was auf den ersten Blick nach religionsübergreifender Solidarität (und allenfalls dem berechtigten Vertreten eigener Minderheiteninteressen vor Ort) klingt, nimmt aber schnell eine ungemütliche Wende:

<i>She alleged that the Jewish lobby was behind this heinous exercise, adding that the aforementioned lobby wants conflict between Muslims and Christians for its vested interests.</i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Wort zum Sonntag</strong></p>
<p>Eine pakistanische Gruppe von Christen, der <a href="http://cpmpakistan.com">Christian Progressive Movement</a> (CPM), organisierte diese Woche eine Demo gegen das Schweizer Minarettverbot, wie die englischsprachige pakistanische Zeitung «The Nation» <a href="http://www.nation.com.pk/pakistan-news-newspaper-daily-english-online/Regional/Islamabad/13-Jan-2010/Christians-protest-Swiss-minaret-ban">berichtet</a>.</p>
<div id="attachment_2706" class="wp-caption alignright" style="width: 191px"><img class="size-medium wp-image-2706  " style="margin-left: 5px;" title="Naila J Dayal" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Naila-J-Dayal-201x300.jpg" alt="Naila J Dayal" width="181" height="270" /><p class="wp-caption-text">Naila J Dayal</p></div>
<blockquote><p>Addressing the gathering, Chairperson CPM Naila J Dayal said that the decision of Switzerland was condemnable and shameful. She said that it was the fundamental right of the minority to enjoy its religious freedom anywhere in the world.</p></blockquote>
<p>Was auf den ersten Blick nach religionsübergreifender Solidarität (und allenfalls dem berechtigten Vertreten eigener Minderheiteninteressen vor Ort) klingt, nimmt aber schnell eine ungemütliche Wende:</p>
<blockquote><p>She alleged that the Jewish lobby was behind this heinous exercise, adding that the aforementioned lobby wants conflict between Muslims and Christians for its vested interests.</p></blockquote>
<p>Man könnte nun Naila J Dayal – auf der CPM-Website als «the most passionate, energetic and visionary lady in entire Christian community» (sic!) <a href="http://cpmpakistan.com/about_us.php">bezeichnet</a> – als Spinnerin abtun. Karl Pfeifer vermutet in «d<a href="http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&amp;Param_Kat=33&amp;Param_RB=45&amp;Param_Red=12655">ie Jüdische</a>» aber, dass derlei antisemitischer Populismus bei Christen in islamischen Ländern System hat:</p>
<blockquote><p>Viele Christen im Nahen Osten glauben ein Wundermittel gefunden zu haben, mit dem sie der Verfolgung entgehen können. Wenn sie gegen Juden hetzen oder eine «jüdische Lobby» für alles Mögliche in der Welt verantwortlich machen.</p></blockquote>
<div>Der CPM agiert auch als Partei und betreibt immer wieder mal <a href="http://www.zimbio.com/pictures/gKDURqovKbV/Political+Parties+Campaigning+Ahead+National/iE48M-rT55k">Wahlkampf</a>. Vielleicht dient die peinliche Übung in allererster Linie dem Stimmenfang.</div>
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		<title>Ab ins Kloster, Andrea Sidler!</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 14:22:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die CVP-Politikerin Andrea Sidler fühlt sich beleidigt. Persönlich. Und stellvertretend für alle Katholiken in der Stadt Zug. Auslöser für ihre Empörung ist eine aktuelle Plakat-Kamagne (siehe Abbildung) der Freidenker-Vereinigung. Dies wäre nicht weiter der Rede wert, wäre Andrea Sidler nicht als Stadträtin zuständig für die Bewilligung von Plakaten auf öffentlichem Grund.

Die stramme Katholikin verbot das Plakat kurzerhand. Sie missbrauchte also ihr weltliches Amt, um die verfassungsmässig garantierte Meinungsäusserungsfreiheit auszuhebeln und nach den vermeintlichen Leitlinien ihres Glaubens zu handeln.

In einem Fernsehinterview bezeichnete Sidler die Bibel als «unsere Lehre» und bekundete gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung: «Wir waren es gegenüber unseren gläubigen Mitbürgern schuldig, das Verbot auszusprechen.» Wer die Bibel, nicht aber die Verfassung als verbindlich ansieht und sich von weltlichen Parolen belästigt fühlt, muss aber nicht verzagen: Es gibt ein Leben fernab der säkularen Rechtssprechung. Deshalb: ab ins Kloster, Andrea Sidler. Diese plagen ohnehin Nachwuchssorgen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-2034" title="Da ist wahrscheinlich kein Gott." src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/kein_gott.jpg" alt="Da ist wahrscheinlich kein Gott." width="239" height="142" />Die CVP-Politikerin Andrea Sidler fühlt sich beleidigt. Persönlich. Und stellvertretend für alle Katholiken in der Stadt Zug. Auslöser für ihre Empörung ist eine aktuelle <a href="http://geniess-das-leben.ch/">Plakat-Kamagne</a> (siehe Abbildung) der <a href="http://www.frei-denken.ch/">Freidenker-Vereinigung</a>. Dies wäre nicht weiter der Rede wert, wäre Andrea Sidler nicht als Stadträtin zuständig für die Bewilligung von Plakaten auf öffentlichem Grund.</p>
<p>Die stramme Katholikin verbot das Plakat kurzerhand. Sie missbrauchte also ihr weltliches Amt, um die verfassungsmässig garantierte Meinungsäusserungsfreiheit auszuhebeln und nach den vermeintlichen Leitlinien ihres Glaubens zu handeln.</p>
<p>In einem <a href="http://videoportal.sf.tv/video?id=a9d5a8e0-aa02-487b-9479-dc1dc3f51764&amp;referrer=http%3A%2F%2Fwww.sf.tv%2Fsendungen%2Fschweizaktuell%2Findex.php%3Fdocid%3D20091001">Fernsehinterview</a> bezeichnete Sidler die Bibel als «unsere Lehre» und bekundete gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung: «Wir waren es gegenüber unseren gläubigen Mitbürgern schuldig, das Verbot auszusprechen.» Wer die Bibel, nicht aber die Verfassung als verbindlich ansieht und sich von weltlichen Parolen belästigt fühlt, muss aber nicht verzagen: Es gibt ein Leben fernab der säkularen Rechtssprechung. <strong>Deshalb: ab ins Kloster, Andrea Sidler</strong>. Diese plagen ohnehin <a href="http://www.ostnews.ch/Frauenkloestern+sterben+die+Nonnen+weg/340307/detail.htm">Nachwuchssorgen</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kreationistische Scharlatanerie</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 12:42:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Junk Science]]></category>
		<category><![CDATA[Kreationismus]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
«Schöpfungslehre kontra Wissenschaft» &#8211; so lautete der Titel einer kontradiktorischen Debatte, zu der gestern die Winterthurer Freidenker eingeladen hatten. Den wissenschaftlichen Standpunkt nahm der Biologe und Chemiker Toni Bürgin ein, der seit 1996 das Naturmuseums St Gallen leitet. Den Kreationismus vertrat der evangelikale Missionar Roger Liebi.
Diskussionsleiter Kurt Schmid eröffnete die Debatte mit der Präsentation eines versteinerten Trilobiten, der aus wissenschaftlicher Sicht rund 450 Millionen Jahre alt ist. Roger Liebi sah dies freilich etwas anders: Die Bibel geht von einem Erdzeitalter von nur rund 6000 Jahren aus, ergo muss der versteinerte Gliederfüsser noch jüngeren Datums sein. Das versteinerte Sediment, aus dem der Trilobit herausgelöst wurde, entstand gemäss Liebi durch die Sintflut. Er sprach den wissenschaftlich anerkannten Datierungsmethoden jede Verlässlichkeit ab und brachte als «Gegenthesen» Messmethoden ins Spiel, welche aufgrund von Salz- und Metallkonzentrationen im Meer das Erdalter zu bestimmen versuchen, und präsentierte ein Sammelsurium an Schätzungen zwischen 11&#8242;ooo bis 21 Millionen Jahren. Dass diese offensichtlich unzuverlässigen Ansätze ebenfalls allesamt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<div id="attachment_2006" class="wp-caption alignright" style="width: 192px"><img class="size-medium wp-image-2006  " title="Trilobit" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/trilobite-253x300.jpg" alt="Trilobit - Bild wikipedia/DanielCD" width="182" height="216" /><p class="wp-caption-text">Trilobit - Bild wikipedia/DanielCD</p></div>
<p>«Schöpfungslehre kontra Wissenschaft» &#8211; so lautete der <a href="http://atheisten.ch/dotclear/index.php?post/2009/08/21/Kreationismus-kontra-Wissenschaft">Titel</a> einer kontradiktorischen Debatte, zu der gestern die Winterthurer Freidenker eingeladen hatten. Den wissenschaftlichen Standpunkt nahm der Biologe und Chemiker Toni Bürgin ein, der seit 1996 das <a href="http://www.naturmuseumsg.ch/">Naturmuseums St Gallen</a> leitet. Den Kreationismus vertrat der evangelikale Missionar <a href="http://kyriacou.ch/2008/12/roger-liebi-der-kreationist-update/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Roger Liebi</a>.</p>
<p>Diskussionsleiter Kurt Schmid eröffnete die Debatte mit der Präsentation eines versteinerten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trilobiten">Trilobiten</a>, der aus wissenschaftlicher Sicht rund 450 Millionen Jahre alt ist. Roger Liebi sah dies freilich etwas anders: Die Bibel geht von einem Erdzeitalter von nur rund 6000 Jahren aus, ergo muss der versteinerte Gliederfüsser noch jüngeren Datums sein. Das versteinerte Sediment, aus dem der Trilobit herausgelöst wurde, entstand gemäss Liebi durch die Sintflut. Er sprach den wissenschaftlich anerkannten Datierungsmethoden jede Verlässlichkeit ab und brachte als «Gegenthesen» Messmethoden ins Spiel, welche aufgrund von Salz- und Metallkonzentrationen im Meer das Erdalter zu bestimmen versuchen, und präsentierte ein Sammelsurium an Schätzungen zwischen 11&#8242;ooo bis 21 Millionen Jahren. Dass diese offensichtlich unzuverlässigen Ansätze ebenfalls allesamt das postulierte Erdzeitalter von 6000 Jahren zu Fall brachten, schien Liebi wenig zu kümmern.</p>
<p>Bürgin hörte geduldig zu, hielt dann aber unmissverständlich fest, dass Liebi keine Ahnung habe, wie wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn zustande komme. Liebi, der während der Debatte beständig in einer an die Wand projizierten Foliensammlung hin- und herblätterte, erklärte dann, wie er Wissenschaft verstehe: Als ein zweigeschossiges Haus, in dessen Erdgeschoss die harten Fakten untergebracht seien – Beobachtungen, Messdaten und dergleichen. Im ersten Geschoss seien die Interpretationen, Weltanschauungen und Spekulationen zu Hause. Nirgends widerspräche die Bibel widerspräche den harten Fakten, nur in ihrer Interpretation gingen die Meinungen auseinander. Dann und wann drehte Liebi – unterstützt von seiner Foliensammlung – richtiggehend auf und «bewies» beispielsweise, dass, weil eine (!) Versuchsanordnung in den 1970er Jahren keinen durchschlagenden Erfolg gebracht hatte, die Entstehung von Zellen ohne Schöpfergott gar nicht möglich sei.</p>
<p>Bürgin konterte jedes Mal geduldig und betonte beständig, dass wissenschaftliche temporär und Fragestellungen ergebnisoffen seien. Für Liebi stellen sich diese Unwägbarkeiten in der Forschung nicht. Die <a href="http://whitefield.edu/">Titelschleuder</a>, die ihm seinen Doktortitel verliehen hatte, führt als wichtigsten Leitsatz «Biblical Inerrancy» (biblische Unfehlbarkeit) auf, die «Staatsunabhängige theologische Hochschule Basel», an der Liebi lehrt, unterstreicht in ihrem «<a href="http://www.sthbasel.ch/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=147&amp;Itemid=332">Forschungsprofil</a>», dass sie auf «Sachkritik an den biblischen Aussagen» verzichtet.</p>
<p>Um bei der Gebäudemetapher zu bleiben: Roger Liebi hat sich einen Tempel fernab des Hauses der Wissenschaft errichtet. Von dort schaut er verwundert mit einem Fernrohr (welches ihm dank des wissenschaftlichen Fortschritts zur Verfügung steht) zum Wissenschaftsbau hinüber und will einfach nicht verstehen, dass es für seine Ideologie im ersten Stock keinen Platz hat.</p>
<p><small>11.01.2009 <a href="http://kyriacou.ch/2009/01/von-gauklern-scharlatanen-und-scheinwissenschaftlern/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Von Gauklern, Scharlatanen und Scheinwissenschaftlern</a><br />
21.12.2009 <a href="http://kyriacou.ch/2008/12/roger-liebi-der-kreationist-update/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Roger Liebi der Kreationist</a> (<a href="http://www.kyriacou.ch/files/roger_liebi_der_kreationist.html">vielfach kommentierte Version im alten Blog</a>)</small></p>
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		<title>Minneapolis: Verärgerter Gott knickt Kirchturm ein</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 06:38:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Tornado fegte am vergangenen Mittwoch durch die Innenstadt von Minneapolis – ein in dieser Jahreszeit offenbar nicht allzu seltenes Ereignis. Diesmal forderte er jedoch ein ganz besonderes Opfer: Der Kirchturm der örtlichen Lutherischen Kirche wurde geknickt, das Kreuz hing nach dem Vorfall schlaff herunter.

Für den Vertreter der lokalen Konkurrenz, den Baptisten-Prediger John Piper, ist klar, wie die himmlische Botschaft zu deuten war:

The tornado in Minneapolis was a gentle but firm warning to the ELCA and all of us: Turn from the approval of sin. Turn from the promotion of behaviors that lead to destruction.

Die Logik des pastoralen Forensikers war stringent: Die Evangelical Lutheran Church in America (ELCA) tagte just zu dieser Zeit und auf der Traktandenliste stand unter anderem die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Wort zum Sonntag</strong></p>
<div id="attachment_1723" class="wp-caption alignright" style="width: 245px"><img class="size-full wp-image-1723    " title="Durch Gottes Kraft zerstört: Der Kirchturm der Lutherischen Kirche von Minneapolis" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/minneapolis_steeple.png" alt="Durch Gottes Kraft zerstört: Der Kirchturm der Lutherischen Kirche von Minneapolis" width="235" height="176" /><p class="wp-caption-text">Lutherischer Kirchturm durch Gottes Kraft zerstört</p></div>
<p>Ein Tornado fegte am vergangenen Mittwoch durch die Innenstadt von Minneapolis – ein in dieser Jahreszeit offenbar nicht allzu seltenes Ereignis. Diesmal forderte er jedoch ein ganz besonderes Opfer: Der Kirchturm der örtlichen Lutherischen Kirche wurde geknickt, das Kreuz hing nach dem Vorfall schlaff herunter.</p>
<p>Für den Vertreter der lokalen Konkurrenz, den Baptisten-Prediger John Piper, ist klar, wie die himmlische Botschaft <a href="http://www.desiringgod.org/Blog/1965_the_tornado_the_lutherans_and_homosexuality/">zu deuten war</a>:</p>
<blockquote><p>The tornado in Minneapolis was a gentle but firm warning to the ELCA and all of us: Turn from the approval of sin. Turn from the promotion of behaviors that lead to destruction. Reaffirm the great Lutheran heritage of allegiance to the truth and authority of Scripture. Turn back from distorting the grace of God into sensuality. Rejoice in the pardon of the cross of Christ and its power to transform left and right wing sinners.</p></blockquote>
<p>Die Logik des pastoralen Forensikers war stringent: Die Evangelical Lutheran Church in America (ELCA) tagte just zu dieser Zeit und auf der Traktandenliste stand unter anderem die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Der Tornado musste demzufolge ein göttliches Warnsignal sein, denn <em>«Jesus Christ controls the wind, including all tornados.»</em></p>
<p>Am Freitag nahm die Versammlung den folgenden Passus dennoch <a href="http://blog.christianitytoday.com/ctliveblog/archives/2009/08/elca_approves_s.html">mit 619 zu 402 Stimmen an</a>:</p>
<blockquote><p>«Resolved, that the ELCA commit itself to finding ways to allow congregations that choose to do so to recognize, support, and hold publicly accountable life-long, monogamous, same gender relationships.»</p></blockquote>
<p>Für John Piper wohl irritierend: Trotz dieser Zweidrittelszustimmung zur Sünde blieben weitere zerstörerische Winde aus. Vielleicht hat der Gottessohn ja auch nur die Bohnen von seinem Speiseplan gestrichen.</p>
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		<title>New York: Katholische Kirche schiesst gegen Kinderschutzgesetz</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 21:39:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Staat New York will den Schutz vor sexuellem Missbrauch erhöhen. Dank des so genannten «Child Victims Act» sollen Opfer neu bis zum 23. Altersjahr Strafklagen gegen ihre Peiniger einreichen können – im Wissen darum, dass viele sich erst nach Jahren dazu in der Lage fühlen. Aktuell steht ihnen dieses Recht nur bis zum 18. Altersjahr zu. Für Zivilklagen ist eine Erhöhung der Alterslimite von 23 auf 28 Jahre geplant *. Zusätzlich sollen während einer einjährigen Übergangsfrist auch Zivilklagen für weiter zurückliegende Fälle möglich sein. Ein gleiches Zeitfenster war bereits in den Bundesstaaten Kalifornien und Delaware eingeführt worden. In Kalifornien nutzten über 1000 Kläger die Möglichkeit, so die Vergangenheit aufzuarbeiten, darunter um die 850 Opfer von Übergriffen durch Vertreter der Katholischen Kirche, wie die FindLaw-Kolumnistin Marci Hamilton berichtete.
Einen ähnlichen GAU wollen nun die New Yorker Katholiken offenbar um jeden Preis verhindern. Mehr noch als um den Ruf dürfte es den guten Katholiken ums Geld gehen. Im Jahr 2006 liess ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1375" class="wp-caption alignright" style="width: 208px"><img class="size-medium wp-image-1375" title="priest and altar boy" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/priest_and_altar_boy-198x300.jpg" alt="priest and altar boy" width="198" height="300" /><p class="wp-caption-text">Lizenziert von cartoonstock.com</p></div>
<p>Der Staat New York will den Schutz vor sexuellem Missbrauch erhöhen. Dank des so genannten<em> «Child Victims Act»</em> sollen Opfer neu bis zum 23. Altersjahr Strafklagen gegen ihre Peiniger einreichen können – im Wissen darum, dass viele sich erst nach Jahren dazu in der Lage fühlen. Aktuell steht ihnen dieses Recht nur bis zum 18. Altersjahr zu. Für Zivilklagen ist eine Erhöhung der Alterslimite von 23 auf 28 Jahre <a href="http://assembly.state.ny.us/mem/?ad=030&amp;sh=story&amp;story=26400">geplant</a> *. Zusätzlich sollen während einer einjährigen Übergangsfrist auch Zivilklagen für weiter zurückliegende Fälle möglich sein. Ein gleiches Zeitfenster war bereits in den Bundesstaaten Kalifornien und Delaware eingeführt worden. In Kalifornien nutzten über 1000 Kläger die Möglichkeit, so die Vergangenheit aufzuarbeiten, darunter um die 850 Opfer von Übergriffen durch Vertreter der Katholischen Kirche, wie die FindLaw-Kolumnistin Marci Hamilton <a href="http://writ.news.findlaw.com/hamilton/20090611.html">berichtete</a>.</p>
<p>Einen ähnlichen GAU wollen nun die New Yorker Katholiken offenbar um jeden Preis verhindern. Mehr noch als um den Ruf dürfte es den guten Katholiken ums Geld gehen. Im Jahr 2006 liess ein New Yorker Gericht eine <a href="http://www.nypost.com/seven/05312009/news/regionalnews/molest_bill_pols_catch_holy_hell_171795.htm?&amp;page=0">USD 300 Millionenklage</a> gegen 24 Priester nur deshalb nicht zu, weil die 42 Kläger zu lange zugewartet hatten.</p>
<p>Die Glaubensbrüder fahren deshalb mit <a href="http://writ.news.findlaw.com/hamilton/20090729.html">grobem Geschütz</a> auf, um das Gesetz zum Scheitern zu bringen: Bischöfe wettern öffentlich gegen den Gesetzesvorschlag. Zudem hat die Kirche teure Lobbyisten angeheuert, die versuchen, politischen Einfluss zu nehmen – durch Drohungen, Wahlspenden an Gegner der Vorlage und dergleichen. Und sie jammern, das Gesetz würde sie in den Ruin treiben, massenweise Kirchenschliessungen wären die Folge – für Marci Hamilton ein unwahrscheinliches Szenario. Damit hatten bereits die kalifornischen Katholiken im Vorfeld der dortigen Parlamentsabstimmung gedroht. Doch so weit kam es nicht:</p>
<blockquote><p>California window legislation resulted in no such thing. The dioceses&#8217; land holdings, including hotels and office buildings, are beyond anyone&#8217;s imagination and their true extent is a closely-held secret, but it is a fact that there were more than enough resources in California to meet the settlements reached with the victims created by the bishops&#8217; cover-up of child sex abuse by their own clergy.</p></blockquote>
<p>Hamilton ist sich sicher, dass auch der New Yorker Ableger den finanziellen Schaden aus der zu erwartenden Prozessflut finanziell locker wird wegstecken können. Schade eigentlich.</p>
<p><small>* Zum Vergleich: Vor der eidgenössischen Abstimmung über die «Unverjährbarkeit pornografischer Straftaten an Kindern» war vorgesehen, mittels <a href="http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/dokumentation/mi/2007/2007-06-27.html">Revisionen des Strafgesetzbuchs und des Militärstrafrechts</a> Opfern bis zur Erreichung des 33. Altersjahres ein Klagerecht einzuräumen.</small></p>
<p><small> </small></p>
<p><small>(via <a href="http://twitter.com/denyreligion">denyreligion</a> und <a href="http://www.thegoodatheist.net/2009/08/the-catholic-chruch-trying-to-prevent-child-sex-abuse-laws-in-new-york/">thegoodatheist.net</a>)</small></p>
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		<title>Die Wiederbelebung einer altbekannten Symbiose: Die katholische Kirche und Militärdiktaturen</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 19:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie schienen aus der Mode gekommen zu sein, die Militärdiktaturen in Lateinamerika. Doch nun versucht in Honduras ein General alte Zeiten aufleben zu lassen. Und wer steht ihm bereits treu zur Seite? Die katholische Kirche. Das musste ja so kommen&#8230;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie schienen aus der Mode gekommen zu sein, die Militärdiktaturen in Lateinamerika. Doch nun versucht in Honduras ein General alte Zeiten aufleben zu lassen. Und wer steht ihm bereits treu zur Seite? Die <a href="http://blogs.reuters.com/faithworld/2009/07/10/prominent-cardinal-backs-coup-and-rule-of-law-in-honduras/">katholische Kirche</a>. Das musste ja so kommen&#8230;</p>
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		<title>Pokern für Jesus und beten gegen Schwule &#8211; die Zürcher Citychurch in Aktion</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 09:21:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Die christlichen Fundamentalisten, die Lesben und Schwulen eine Party missgönnen, erhalten Verstärkung, wie der Tages-Anzeiger heute berichtet: Die Stadtzürcher City Church ruft ihre 170 Mitglieder auf, gegen die Europride anzubeten. In einer aufgrund der Zeitungsrecherche vom Netz genommenen Predigtaufnahme wurde gegen die homosexuelle Verschwörung, deren Drahtzieher «ein sexuell-strategisches Spinnennetz über die Welt ausbreiten» wollten, gewettert.
Gänzlich ohne irdische Freuden scheinen aber auch die City Churchianer nicht auskommen zu wollen. Die Kirche veranstaltet ab Ende März die Church Series of Poker. Und die Besucher sollen sich restlos wohl fühlen. Die Ankündigung im Netz jedenfalls verspricht:
Die Service-Girls bringen dir die Drinks und den Food direkt an den Platz.
Es werden wohl alles kirchlich geprüfte Heteras sein.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die christlichen Fundamentalisten, die Lesben und Schwulen eine Party missgönnen, erhalten Verstärkung, wie der Tages-Anzeiger heute <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Beten-gegen-das-Schwulenfestival-EuroPride/story/13982958">berichtet</a>: Die Stadtzürcher <a href="http://www.citychurch.ch/">City Church</a> ruft ihre 170 Mitglieder auf, gegen die Europride anzubeten. In einer aufgrund der Zeitungsrecherche vom Netz genommenen Predigtaufnahme wurde gegen die homosexuelle Verschwörung, deren Drahtzieher «ein sexuell-strategisches Spinnennetz über die Welt ausbreiten» wollten, gewettert.</p>
<p>Gänzlich ohne irdische Freuden scheinen aber auch die City Churchianer nicht auskommen zu wollen. Die Kirche veranstaltet ab Ende März die <a href="http://www.csop.ch/">Church Series of Poker</a>. Und die Besucher sollen sich restlos wohl fühlen. Die Ankündigung im Netz jedenfalls verspricht:</p>
<blockquote><p>Die Service-Girls bringen dir die Drinks und den Food direkt an den Platz.</p></blockquote>
<p>Es werden wohl alles kirchlich geprüfte Heteras sein.</p>
]]></content:encoded>
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