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	<title>Andreas Kyriacou über Manches&#187; Dachschaden</title>
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		<title>Wenn Fliegenattrappen zum Beweisstück werden &#8211; die bizarre Welt des Kreationisten Harun Yahya</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 13:15:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Dachschaden]]></category>
		<category><![CDATA[Harun Yahya]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Un spectacle comique gratuite, une blage&#8221; nannte gemäss Le Temps eine Besucherin die Werbeveranstaltung des türkischen Kreationisten Adnan Oktar vorgestern in Lausanne. Schabernack ist es in der Tat, was Oktar, der lieber unter seinem &#8220;Künstlernamen&#8221; Harun Yahya auftritt, zu bieten hat.
So vergleicht er in seinem &#8220;Atlas of Creation&#8221; das Fossil einer aalartigen Kreatur mit dem angeblichen Foto eines zeitgenössischen Aals, um darzulegen, dass sich die Ordnung der aalartigen Fische (Anguilliformes) über Millionen von Jahren nicht verändert habe. Dummerweise ist das abgebildete Tier allerdings eine Schlange&#8230; An anderer Stelle bringt er Schlangen- und Seesterne durcheinander. Beide gehören zu den Stachelhäutern und sind nebeneinander wunderbares Anschauungsmaterial für real existierende Evolution &#8211; die Existenz des Seesterns stellt hingegen definitiv keinen Beweis für das unveränderte Auftreten von Schlangensternen über einen Zeitraum von 200 Millionen Jahren dar, wie uns Märchenonkel Oktar glauben machen will.
Das wohl skurrilste Argument aus der Urfassung des Buchs stellt aber wohl seine Schwurbelei zu Köcherfliegen dar. Auch zu dieser Ordnung ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Un spectacle comique gratuite, une blage&#8221; nannte gemäss <a href="http://m.letemps.ch/Page/Uuid/f2ec5ce2-6888-11df-9af4-51d16ae6ba2b/Harun_Yahya_le_grand_absent">Le Temps </a>eine Besucherin die Werbeveranstaltung des türkischen Kreationisten Adnan Oktar vorgestern in Lausanne. Schabernack ist es in der Tat, was Oktar, der lieber unter seinem &#8220;Künstlernamen&#8221; Harun Yahya auftritt, zu bieten hat.</p>
<p>So vergleicht er in seinem &#8220;Atlas of Creation&#8221; das Fossil einer aalartigen Kreatur mit dem angeblichen Foto eines zeitgenössischen Aals, um darzulegen, dass sich die Ordnung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anguilliformes">aalartigen Fische</a> (<em>Anguilliformes</em>) über Millionen von Jahren nicht verändert habe. Dummerweise ist das abgebildete Tier allerdings eine Schlange&#8230; An anderer Stelle bringt er <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlangensterne">Schlangen-</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Seesterne">Seesterne </a>durcheinander. Beide gehören zu den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stachelh%C3%A4uter">Stachelhäutern</a> und sind nebeneinander wunderbares Anschauungsmaterial für real existierende Evolution &#8211; die Existenz des Seesterns stellt hingegen definitiv keinen Beweis für das unveränderte Auftreten von Schlangensternen über einen Zeitraum von 200 Millionen Jahren dar, wie uns Märchenonkel Oktar glauben machen will.</p>
<div id="attachment_3254" class="wp-caption alignright" style="width: 373px"><img class="size-full wp-image-3254 " title="Eine göttliche Fliegenattrappe" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/yahya-hook-fly.jpg" alt="yahya-hook-fly" width="363" height="126" /><p class="wp-caption-text">Eine göttliche Fliegenattrappe</p></div>
<p>Das wohl skurrilste Argument aus der Urfassung des Buchs stellt aber wohl seine Schwurbelei zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Köcherfliegen">Köcherfliegen</a> dar. Auch zu dieser Ordnung erzählt Oktar, dass sie sich während Millionen von Jahren nicht verändert habe. Das angebliche moderne Gegenstück zu den abgebildeten in Bernstein eingeschlossenen Köcherfliegen bildet ein kunstvoll angefertigter <strong>Köder zum Fliegenfischen </strong>- geklaut von der <a href="http://www.grahamowengallery.com/fishing/more-fly-tying.html">Webseite</a> seines Herstellers Graham Owen.</p>
<p>Einige dieser komprimittierender Bilder sind aus der aktuellen Fassung seines Werks entfernt worden. Die morgige Veranstaltung in Zürich &#8211; 21 Uhr im Kongresshaus &#8211; dürfte dennoch so manchen Lacher zu bieten haben. Sie ist also durchaus einen Besuch wert&#8230;</p>
<p><small><strong>Andere Blogger zum Thema<br />
</strong>09.01.2008 Forbidden Music &#8211; <a href="http://forbiddenmusic.wordpress.com/2008/01/09/atlas-of-creation-by-harun-yahya/">Atlas of Creation by Harun Yahya</a><br />
06.07.2008 Richard Dawkins &#8211; <a href="http://richarddawkins.net/articles/2833">Venomous snakes, Slippery Eels and Harun Yahya</a><br />
26.02.2009 Irtiqa &#8211; <a href="http://sciencereligionnews.blogspot.com/2009/02/evolution-of-harun-yahyas-atlas-of.html">The evolution of Harun Yahya&#8217;s &#8220;Atlas of Creation&#8221;</a></small></p>
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		<title>Das Narrenpriesterduell (I): Sheich Abdul Mohsin al-Abaican vs Bischof Klaus Küng</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 07:04:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderbares]]></category>
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		<category><![CDATA[Die Welt spinnt]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Religionsführer zeigen sich besorgt: Kindsmissbrauch, Terroraufrufe und Betrügereien prägen die Schlagzeilen über ihre Gemeinschaften. Um davon abzulenken haben sie hinter verschlossenen Türen eine neue Trendsportart entwickelt: Das Narrenpriesterduell: Es soll die Vertreter der Religionsgemeinschaften in einem humorvollen Licht zeigen. Zugelassen sind alle Würdenträger grosser und kleiner Religionsgruppen. Die Aufgabe: mit einer möglichst grotesken Auslegung ihrer heiligen Schriften Schlagzeilen produzieren.
Bei der weltweiten Erstdurchführung treten der österreichische Diözesanbischof Klaus Küng (links) und der saudische Scheich und Regierungsberater Abdul Mohsin al-Abaican (leider kein Bild vorhanden) gegeneinander an.
Klaus Küng tritt an mit dem schalkhaften Vorschlag, wiederverheiratete Geschiedene könnten die Kommunion empfangen, sollten sie ihre sexuelle Gemeinschaft nicht fortführen und «wie Bruder und Schwester» leben.
Scheich Abdul «Comical» Mohsin al-Abaican hingegen schlägt vor, dass das islamische Verbot für Frauen und Männer, die nicht derselben Familie angehören, sich in einem gemeinsamen Raum aufzuhalten, umgangen werden könnte, indem die Frauen den Männern ein Glas Brustmilch zum Trinken gäben (selbstredend ab Glas!). Dieses «Säugen» würde die Männer wie eigene ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-3243" title="al-Abaican-Küng" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/al-Abaican-Küng.png" alt="al-Abaican-Küng" width="222" height="144" />Religionsführer zeigen sich besorgt: Kindsmissbrauch, Terroraufrufe und Betrügereien prägen die Schlagzeilen über ihre Gemeinschaften. Um davon abzulenken haben sie hinter verschlossenen Türen eine neue Trendsportart entwickelt: Das Narrenpriesterduell: Es soll die Vertreter der Religionsgemeinschaften in einem humorvollen Licht zeigen. Zugelassen sind alle Würdenträger grosser und kleiner Religionsgruppen. Die Aufgabe: mit einer möglichst grotesken Auslegung ihrer heiligen Schriften Schlagzeilen produzieren.</p>
<p>Bei der weltweiten Erstdurchführung treten der österreichische Diözesanbischof <strong>Klaus Küng</strong> (links) und der saudische Scheich und Regierungsberater <strong>Abdul Mohsin al-Abaican</strong> (leider kein Bild vorhanden) gegeneinander an.</p>
<p>Klaus Küng tritt an mit dem schalkhaften <a href="http://derstandard.at/1271377296217/St-Poeltner-Dioezesanbischof-Kueng-Homosexuelle-Netzwerke-in-der-Kirche">Vorschlag</a>, wiederverheiratete Geschiedene könnten die Kommunion empfangen, sollten sie ihre sexuelle Gemeinschaft nicht fortführen und «wie Bruder und Schwester» leben.</p>
<p>Scheich Abdul «Comical» Mohsin al-Abaican hingegen <a href="http://gulfnews.com/news/gulf/saudi-arabia/saudi-scholar-s-fatwa-wades-into-controversy-1.630494">schlägt vor</a>, dass das islamische Verbot für Frauen und Männer, die nicht derselben Familie angehören, sich in einem gemeinsamen Raum aufzuhalten, umgangen werden könnte, indem die Frauen den Männern ein Glas Brustmilch zum Trinken gäben (selbstredend <em>ab Glas!</em>). Dieses «Säugen» würde die Männer wie eigene Kinder zum Teil der Familie der Frau werden lassen – womit selbstredend jeder sexuelle Kontakt verboten bliebe.Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.</p>
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		<title>Henri-Charles Beuchat &#8211; ein CVP-Politiker trägt Burka</title>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 21:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Berner CVP-Politiker Henri-Charles Beuchat – er war vor knapp einem Monat hier zu Gast – scheut sich nicht, Themen anzugehen, für die anderen der Mut oder die Weitsicht fehlen. So kämpft er unerschrocken gegen rote Ampeln, für die Vergünstigung von SBB-Gemeindetageskarten um mehrere Franken, für ein durch die öffentliche Hand koordiniertes Bäume-Sponsoring und dafür, dass das Bad im Stadtberner Bärenpark einen Namen erhält.
Nun hat Beuchat ein neues Thema entdeckt, den Persönlichkeitsschutz – und zwar für sich selbst. Per eingeschriebenem Brief lässt er mich wissen, dass es seine Persönlichkeit verletzte, als ich den Blog-Beitrag zu seiner Person mit einem Portrait schmückte, welches ich seinem Wahlflyer entnommen und so öffentlich zugänglich gemacht machte.
Eine Debatte über «fair use», Zitatrecht und die schwammigen Grenzen des Persönlichkeitsschutzes für «Personen des öffentlichen Lebens» zu führen, dürfte wenig ergiebig sein. Ich komme Herrn Beuchats Wunsch nach weniger Öffentlichkeit für sein Konterfei selbstredend gerne ohne Rechtsstreit entgegen. Deshalb ab sofort und exklusiv auf ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3198" class="wp-caption alignright" style="width: 256px"><img class="size-full wp-image-3198 " title="Beuchat 2.0 - neu mit Persönlichkeitsschutz" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/beuchat_in_burka.png" alt="Beuchat 2.0 - neu mit Persönlichkeitsschutz" width="246" height="266" /><p class="wp-caption-text">Beuchat 2.0 - neu mit Persönlichkeitsschutz</p></div>
<p>Der Berner CVP-Politiker Henri-Charles Beuchat – er war vor knapp einem Monat hier <a href="http://kyriacou.ch/2010/04/wenn-katholiken-zu-sehr-leiden-der-berner-cvp-politiker-henri-beuchat-auf-abwegen/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">zu Gast</a> – scheut sich nicht, Themen anzugehen, für die anderen der Mut oder die Weitsicht fehlen. So kämpft er unerschrocken <a href="http://www.bern.ch/stadtrat/sitzungen/termine/2008/08.000206/file">gegen rote Ampeln</a>, für die <a href="http://www.bern.ch/stadtrat/sitzungen/termine/2009/09.000075/file">Vergünstigung von SBB-Gemeindetageskarten um mehrere Franken</a>, für ein durch die öffentliche Hand koordiniertes <a href="http://www.beuchatfuerbern.ch/wp-content/uploads/Antwort-des-Gemeinderates-Bäume-pflanzen-ohne-Finanzen.pdf">Bäume-Sponsoring</a> und <a href="http://www.cvp-stadtbern.ch/de/cvp-stadtbern/motion_henri-charles_beuchat_cvp_%3A_%22pedro%22_content---1--1577.html">dafür, dass das Bad im Stadtberner Bärenpark einen Namen erhält</a>.</p>
<p>Nun hat Beuchat ein neues Thema entdeckt, den Persönlichkeitsschutz – und zwar für sich selbst. Per eingeschriebenem Brief lässt er mich wissen, dass es seine Persönlichkeit verletzte, als ich den <a href="http://kyriacou.ch/2010/04/wenn-katholiken-zu-sehr-leiden-der-berner-cvp-politiker-henri-beuchat-auf-abwegen/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Blog-Beitrag zu seiner Person</a> mit einem Portrait schmückte, welches ich seinem <a href="http://www.beuchatfuerbern.ch/wp-content/uploads/wahflyer_grossrat_beuchat.pdf">Wahlflyer</a> entnommen und so öffentlich zugänglich gemacht machte.</p>
<p>Eine Debatte über «fair use», Zitatrecht und die schwammigen Grenzen des Persönlichkeitsschutzes für «Personen des öffentlichen Lebens» zu führen, dürfte wenig ergiebig sein. Ich komme Herrn Beuchats Wunsch nach weniger Öffentlichkeit für sein Konterfei selbstredend gerne ohne Rechtsstreit entgegen. Deshalb ab sofort und exklusiv auf kyriacou.ch: Charles-Henri Beuchat trägt nun Burka.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Islamischer Kreationismus: Harun Yahya missioniert nun auch in der Schweiz</title>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 18:23:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schweizer Hardcore-Evangelikalen dürfen sich freuen: Sie kriegen Verstärkung – von ihren muslimischen Brüdern. Der türkische Kreationist Adnan Oktar – er tritt für gewöhnlich unter dem Pseudonym Harun Yahya auf – missioniert nun also auch in der Schweiz. Am 28. Mai lädt er seine Groupies ins Zürcher Kongresshaus ein:

Oktar bemüht sich intensiv, seine christlichen Mitstreiter abzuholen: Auf jesuskommtzuruck.com schwurbelt er von der Rückkehr Jesu&#8217; und davon, dass sich Muslime und Christen unter den «wahren moralischen Werten der Religion versammeln» werden.  Der Wertekanon, den er propagiert, dürfte das Herz eines jeden EDU-lers höher schlagen lassen:
Es gibt heutzutage eine große Gefahr, die den Zusammenhalt der Gesellschaften auf der Welt bedroht. So wie ein Virus einen menschlichen Körper tötet, bringt diese Gefahr einen schleichenden sozialen Kollaps. Diese Gefahr besteht in der Herabwürdigung solcher moralischer Werte, die eine gesunde Gesellschaft aufrecht erhalten. Homosexualität, Prostitution, vorehelicher und außerehelicher Geschlechtsverkehr, Sexualverbrechen, Pornographie, sexuelle Belästigung und der Anstieg von Geschlechtskrankheiten sind eine Reihe wichtiger Indikationen für den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schweizer Hardcore-Evangelikalen dürfen sich freuen: Sie kriegen Verstärkung – von ihren muslimischen Brüdern. Der türkische Kreationist Adnan Oktar – er tritt für gewöhnlich unter dem Pseudonym Harun Yahya auf – missioniert nun also auch in der Schweiz. Am 28. Mai lädt er seine Groupies ins Zürcher Kongresshaus ein:</p>
<p><img class="size-large wp-image-3150 alignnone" title="harunyhaya" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/harunyhaya-1024x502.jpg" alt="harunyhaya" width="573" height="281" /></p>
<p>Oktar bemüht sich intensiv, seine christlichen Mitstreiter abzuholen: Auf jesuskommtzuruck.com <a href="http://jesuskommtzuruck.com/index2.html">schwurbelt</a> er von der Rückkehr Jesu&#8217; und davon, dass sich Muslime und Christen unter den «wahren moralischen Werten der Religion versammeln» werden.  Der <a href="http://www.jesuskommtzuruck.com/signs/signs092.html">Wertekanon</a>, den er propagiert, dürfte das Herz eines jeden EDU-lers höher schlagen lassen:</p>
<blockquote><p>Es gibt heutzutage eine große Gefahr, die den Zusammenhalt der Gesellschaften auf der Welt bedroht. So wie ein Virus einen menschlichen Körper tötet, bringt diese Gefahr einen schleichenden sozialen Kollaps. Diese Gefahr besteht in der Herabwürdigung solcher moralischer Werte, die eine gesunde Gesellschaft aufrecht erhalten. Homosexualität, Prostitution, vorehelicher und außerehelicher Geschlechtsverkehr, Sexualverbrechen, Pornographie, sexuelle Belästigung und der Anstieg von Geschlechtskrankheiten sind eine Reihe wichtiger Indikationen für den Zusammenbruch der moralischen Werte.</p></blockquote>
<p>Seit geraumer Zeit gefällt er sich jedoch vornehmlich in der Rolle des Evolutionsleugners. So <a href="http://www.lefigaro.fr/france/20070202.FIG000000236_offensive_du_creationnisme_islamique_en_france.html">verschickte</a> er im Februar 2007 die französischsprachige Ausgabe seines «Atlas zur Schöpfung» an Hunderte von französischen Universitäten und Bibliotheken. Unverlangte Versandaktionen erfolgten auch in Deutschland und anderen Ländern Europas. 2008 prophezeite er im Spiegel-Interview für das Folgejahr «eine weltweite Feier des Zusammenbruchs des Darwinismus». Dumm ging das dann ob all der Festivitäten zum 200. Geburtstag von Darwin und zum 150-Jahre-Jubiläum des Erscheines von «The Origin of Species» vergessen&#8230; Im Spiegel-Interview gab er auch noch folgendes von sich:</p>
<blockquote><p>Der Darwinismus ist die Grundlage für Hitlers und Mussolinis Faschismus und Stalins Kommunismus. Und wenn wir uns die Gegenwart anschauen, dann sehen wir, dass alle Terroristen &#8211; auch diejenigen, die sich selbst als Muslime betrachten &#8211; in Wahrheit Darwinisten und Atheisten sind. Ein gläubiger Mensch, der regelmäßig betet, legt keine Bomben. Das machen nur Menschen, die vorgeben, Muslime zu sein &#8211; oder Darwinisten, die klar sagen, dass sie Terroristen oder Kommunisten sind. Folglich sind sie alle Darwinisten.</p></blockquote>
<p>Der verhinderte Bombenattentäter von New York ist dann wohl der jüngste darwinistisch geschulte Terrorist&#8230; Sein <a href="http://www.cnn.com/2010/CRIME/05/04/new.york.car.bomb/index.html">Sprengstoff-Training</a> genoss er übrigens im überaus säkularen Pakistan.</p>
<p>Oktar hält sich – so der New Humanist in einem <a href="http://newhumanist.org.uk/2131/sex-flies-and-videotape-the-secret-lives-of-harun-yahya">Portrait</a> – für den Mahdi, den Messias islamischer Prägung. Er ist für die Rolle bestens qualifiziert: Er <a href="http://harunyahya.com/theauthor.php?sayfa_no=7">verbrachte</a> mehrere Monate in einer geschlossener Anstalt, nachdem bei ihm Schizophrenie diagnostiziert worden war&#8230; Wer ihm folgen möchte, ist herzlich ins Kongresshaus eingeladen. Der Messias himself wird sich aber voraussichtlich entschuldigen lassen müssen. Die Türkei verhängte 2007 ein Ausreiseverbot gegen ihn. Dieses scheint nie aufgehoben worden zu sein.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Madonna, che buffonata!</title>
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		<comments>http://kyriacou.ch/2010/05/madonna-che-buffonata/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 May 2010 05:45:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Dachschaden]]></category>

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		<description><![CDATA[Das präventive Kuschen vor religiösen Fundamentalisten nimmt immer skurrilere Formen an: Das Bundesverwaltungsgericht stützt (PDF) einen Entscheid des Institutes für Geistiges Eigentum (IGE), den Begriff «Madonna» nicht als Marke zuzulassen, da eine Eintragung der Marke «die religiösen Gefühle von Personen christlich-katholischen Glaubens» verletzen könnte (NZZ), sie wäre deshalb «sittenwidrig».
Keine Rolle spiele, dass Italien den Begriff als Marke zugelassen habe, «Madonna!» im Italienischen auch nicht-religiös verwendet werde und dass «unter dem Namen ‹Madonna› auch die bekannte US-Sängerin zu Berühmtheit gelangt sei», «da es ausreicht, wenn eine von mehreren Bedeutungen geeignet ist, das religiöse Empfinden zu verletzen.»
Als «Beweisführung», wie es um das katholische Gruppenempfinden stehen muss, wird angeführt, dass im Tessin gemäss Volkszählung 2000 75% Katholiken wohnen und dass auch in der Deutschschweiz Orte existierten, an denen Maria in Gestalt einer Madonna verehrt wird. Dies genügt dem Gericht als Beweisführung, da «die Zurückweisung wegen Sittenwidrigkeit gerade ohne Stellungnahme von betroffenen Personen verfügt werden darf». Die Richter stützen sich ausserdem auf den Grundsatz «wonach entscheidend ist, dass weite ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das präventive Kuschen vor religiösen Fundamentalisten nimmt immer skurrilere Formen an: Das Bundesverwaltungsgericht stützt (<a href="http://relevancy.bger.ch/pdf/azabvger/2010/b_02419_2008_2010_04_12_t.pdf">PDF</a>) einen Entscheid des Institutes für Geistiges Eigentum (IGE), den Begriff «Madonna» nicht als Marke zuzulassen, da eine Eintragung der Marke «die religiösen Gefühle von Personen christlich-katholischen Glaubens» verletzen könnte (<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/madonna_markenschutz_schweiz_bundesverwaltungsgericht_1.5634111.html">NZZ</a>), sie wäre deshalb «sittenwidrig».</p>
<p>Keine Rolle spiele, dass Italien den Begriff als Marke zugelassen habe, «Madonna!» im Italienischen auch nicht-religiös verwendet werde und dass «unter dem Namen ‹Madonna› auch die bekannte US-Sängerin zu Berühmtheit gelangt sei», «da es ausreicht, wenn eine von mehreren Bedeutungen geeignet ist, das religiöse Empfinden zu verletzen.»</p>
<p>Als «Beweisführung», wie es um das katholische Gruppenempfinden stehen muss, wird angeführt, dass im Tessin gemäss Volkszählung 2000 75% Katholiken wohnen und dass auch in der Deutschschweiz Orte existierten, an denen Maria in Gestalt einer Madonna verehrt wird. Dies genügt dem Gericht als Beweisführung, da «die Zurückweisung wegen Sittenwidrigkeit gerade ohne Stellungnahme von betroffenen Personen verfügt werden darf». Die Richter stützen sich ausserdem auf den Grundsatz «wonach entscheidend ist, dass weite Bevölkerungsteile die Kommerzialisierung religiöser Motive nicht billigen und ihnen ausserdem das Zeichen MADONNA als religiöses Motiv der katholischen Christen geläufig ist.»</p>
<p>Mit anderen Worten: Ein paar Marienstatuen in der Deutschschweiz und ein hoher Anteil an registrierten Katholiken im Tessin sind den Richtern Grund genug, den Begriff «Madonna» quasi der katholischen Kirche zur ausschliesslichen Verwendung zu überlassen. So entsteht de facto gerade durch die Nichteintragung eine geschützte Marke. Welch ein Unsinn! Es liesse sich doch so schön mit dem Begriff werben:</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3135" style="border: 1px solid grey; title=" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/leintuch-300x200.png" alt="leintuch" width="270" height="180" /></p>
<p><img class="size-medium wp-image-3121 alignright" style="border: 1px solid grey;" title="leuchtring" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/leuchtring-300x200.png" alt="leuchtring" width="270" height="180" /></p>
<p><img class="size-medium wp-image-3122 alignleft" style="border: 1px solid grey;" title="oblaten" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/oblaten-300x200.png" alt="oblaten" width="270" height="180" /></p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-3133" style="border: 1px solid grey;" title="dildo" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/dildo1-300x200.png" alt="dildo" width="270" height="180" /></p>
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		<title>Bernmobil versteht die Welt nicht&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 06:42:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Dachschaden]]></category>

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		<description><![CDATA[Verschiedene Berner Homosexuellenverbände haben eine gemeinsame Plakat-Kampagne in öffentlichen Verkehrsmitteln lanciert, die auf Albanisch, Arabisch, Englisch, Französisch, Serbisch, Tamil und Türkisch zu Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben aufruft. «My son is gay. Why should I therefore love him any less?» steht beispielsweise in grosser Schrift, darunter – etwas kleiner – die deutschsprachige Übersetzung.
Die Plakate hängen in den Zügen der RBS und der BLS. Nicht mitmachen wollen aber die Entscheidungsträger des Ortsbusses Köniz und von Bernmobil, den Verkehrsbetrieben der Stadt Bern. Die Bernmobil-Pressesprecherin sagte gegenüber 20 Minuten: «Wir hängen in unseren Fahrzeugen keine Plakate auf, die wir selbst nicht verstehen».
Die Kampagne richtet sich jedoch explizit an Migrantengruppen, wie die Homosexuellen Arbeitsgruppen Bern (hab) auf ihrer Website klarstellen.
In der Schweiz wurde in den letzten 30 Jahren eine rechtliche und gesellschaftliche Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Beziehungen in weiten Bereichen erreicht. Für Homo-, bi- oder transsexuelle Migranten, Secondas oder Secondos ist die Situation jedoch schwierig geblieben. Sie müssen nicht nur für ihre Integration ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-3066" title="gayMigs_01_englisch" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/gayMigs_01_englisch.png" alt="gayMigs_01_englisch" width="270" height="378" />Verschiedene Berner Homosexuellenverbände haben eine gemeinsame <a href="http://ha-bern.ch/angebot/gaymigs">Plakat-Kampagne</a> in öffentlichen Verkehrsmitteln lanciert, die auf Albanisch, Arabisch, Englisch, Französisch, Serbisch, Tamil und Türkisch zu Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben aufruft. <em>«My son is gay. Why should I therefore love him any less?»</em> steht beispielsweise in grosser Schrift, darunter – etwas kleiner – die deutschsprachige Übersetzung.</p>
<p>Die Plakate hängen in den Zügen der RBS und der BLS. Nicht <a href="http://gaybern.ch/magazin/artikel/2010/04/27/schwule_und_lesben_mit_migrationshintergrund">mitmachen wollen</a> aber die Entscheidungsträger des Ortsbusses Köniz und von Bernmobil, den Verkehrsbetrieben der Stadt Bern. Die Bernmobil-Pressesprecherin sagte gegenüber <a href="http://www.20min.ch/news/bern/story/Bernmobil-verweigert-Gay-Kampagne-25466774">20 Minuten</a>: <em>«Wir hängen in unseren Fahrzeugen keine Plakate auf, die wir selbst nicht verstehen»</em>.</p>
<p>Die Kampagne richtet sich jedoch explizit an Migrantengruppen, wie die Homosexuellen Arbeitsgruppen Bern (hab) auf ihrer <a href="http://ha-bern.ch/angebot/gaymigs">Website</a> klarstellen.</p>
<blockquote><p>In der Schweiz wurde in den letzten 30 Jahren eine rechtliche und gesellschaftliche Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Beziehungen in weiten Bereichen erreicht. Für Homo-, bi- oder transsexuelle Migranten, Secondas oder Secondos ist die Situation jedoch schwierig geblieben. Sie müssen nicht nur für ihre Integration und gegen Diskriminierung und Rassismus kämpfen, sondern sind innerhalb ihrer Gemeinschaft immer noch gezwungen sich zu verstecken, müssen sich davor fürchten verstossen zu werden oder haben sogar mit körperlicher Gewalt zu rechnen.</p></blockquote>
<p>Die Mehrsprachigkeit ist also zwingender Bestandteil der Kampagne. Das scheinen die Bernmobil-Entscheidungsträger jedoch trotz mitgelieferter Übersetzung nicht zu kapieren. Vielleicht könnte ein weiteres Plakat das gegenseitige Verständnis erhöhen?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3068" title="bernmobil_douchebags" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/bernmobil_douchebags.png" alt="bernmobil_douchebags" width="300" height="420" /></p>
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		<title>Wieso die Verurteilung des Holocaust-Leugners Richard Williamson richtig und nötig ist</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 14:36:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Dachschaden]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>

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		<description><![CDATA[10&#8242;000 Euro kosten Bischof Williamson also seine öffentlichen Äusserungen, es habe im Nazi-Deutschland keine Gaskammern gegeben und es seien im zweiten Weltkrieg «nur» 200&#8242;000 bis 300&#8242;000 Juden umgekommen. Bereits 1989 hatte der Pius-Bruder Williams im Rahmen einer Messe im kanadischen Sherbrooke den Holocaust geleugnet. Die gestrige Verurteilung wegen Volksverhetzung durch das Amtsgericht Regensburg erfolgte aber wegen Äusserungen, die er im November 2008 im Rahmen eines Interviews mit schwedischen Fernsehreportern gemacht hatte – am Sitz des Priesterseminars der  Piusbruderschaft im oberpfälzischen Zaitzkofen.
Vereinzelt melden sich Kritiker, die finden, dass solche Äusserungen im Rahmen der Meinungsfreiheit uneingeschränkt zulässig sein sollen und es nicht Aufgabe des Staates sei, Bullshit juristisch zu verurteilen.
Williamson vertritt allerlei Unsinn. Zwei Müsterchen aus seinen Predigten:
For indeed women&#8217;s trousers, as worn today, short or long, modest or immodest, tight or loose, open or disguised (like the &#8220;culottes”), are an assault upon woman&#8217;s womanhood and so they represent a deep-lying revolt against the order willed by God. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2994" class="wp-caption alignright" style="width: 177px"><img class="size-full wp-image-2994    " title="richard_willamson_mit_narrenkappe" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/richard_willamson_mit_narrenkappe.png" alt="Holocaust-Leugner mit Narrenkappe" width="167" height="178" /><p class="wp-caption-text">Holocaust-Leugner mit Narrenkappe</p></div>
<p>10&#8242;000 Euro <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/650/508791/text/">kosten</a> Bischof Williamson also seine öffentlichen Äusserungen, es habe im Nazi-Deutschland keine Gaskammern gegeben und es seien im zweiten Weltkrieg «nur» 200&#8242;000 bis 300&#8242;000 Juden umgekommen. Bereits 1989 hatte der Pius-Bruder Williams im Rahmen einer Messe im kanadischen Sherbrooke den Holocaust geleugnet. Die gestrige Verurteilung wegen Volksverhetzung durch das Amtsgericht Regensburg erfolgte aber wegen Äusserungen, die er im November 2008 im Rahmen eines Interviews mit schwedischen Fernsehreportern gemacht hatte – am Sitz des <a href="http://www.priesterseminar-herz-jesu.de/">Priesterseminars</a> der  Piusbruderschaft im oberpfälzischen Zaitzkofen.</p>
<p>Vereinzelt melden sich Kritiker, die finden, dass solche Äusserungen im Rahmen der Meinungsfreiheit uneingeschränkt zulässig sein sollen und es nicht Aufgabe des Staates sei, Bullshit juristisch zu verurteilen.</p>
<p>Williamson vertritt allerlei Unsinn. Zwei Müsterchen aus seinen Predigten:</p>
<blockquote><p>For indeed women&#8217;s trousers, as worn today, short or long, modest or immodest, tight or loose, open or disguised (like the &#8220;culottes”), are an assault upon woman&#8217;s womanhood and so they represent a deep-lying revolt against the order willed by God. (<a href="http://web.archive.org/web/20080510163105/http://www.sspx.ca/Documents/Bishop-Williamson/September1-1991.htm">September 1991</a>)</p></blockquote>
<blockquote><p>For a sane grasp of woman&#8217;s nature, let me appeal to the Church&#8217;s Common Doctor, St. Thomas Aquinas, distant now by three-quarters of a millennium from our own disturbed times. The three reasons he gives in his Summa Theologiae (2a, 2ae, 177,2) why woman should not teach in Church in public can all be applied to why she should not teach or learn in a public university. Firstly, he says, teaching is for superiors, and women are- not to be superior, but subject, to their men (Gen III,16). Secondly, women stepping up to teach in public can easily inflame men&#8217;s lust (Ecclus IX,11). Thirdly, &#8220;Women are not usually (&#8221;communiter&#8221;) perfect in wisdom&#8221;. <em>(<a href="http://web.archive.org/web/20080511063806/http://www.sspx.ca/Documents/Bishop-Williamson/September1-2001.htm">September 2001)</a></em></p></blockquote>
<p>Sein reaktionäres Weltbild soll Williamson legal vertreten dürfen. Klare Lügen zum 2. Weltkrieg zu verbreiten ist aber eine andere Sache. Es gibt unter Historikern keinen Dissens in der Frage, ob der Holocaust stattgefunden hat. Williamson ist ein Hetzer und er hat das deutsche Recht mit Absicht missachtet. Dass die deutsche Gerichtsbarkeit ihn nun verurteilt hat, kann man ihr nicht anlasten.</p>
<p>Wenn eine selbsternannte Autorität im Zusammenhang mit der «causa Williamson» Kritik verdient, ist es die katholische Kirche. Diese hob im Januar 2009 den 1988 beschlossenen Ausschluss von Williamson und drei anderen Pius-Brüdern auf. Dass ihr CEO, Joseph Ratzinger, sich für einen polternden Holocaust-Leugner ins Zeug legt, sollte deutlich mehr zu denken geben als dass sich ein bairisches Amtsgericht für den Vollzug deutschen Rechts besorgt zeigt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wenn Katholiken zu sehr leiden &#8211; der Berner CVP-Politiker Henri Beuchat auf Abwegen</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 07:49:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CVP]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Anfang stand ein Facebook-Eintrag von Michael Köpfli, Berner Stadtparlamentarier der Grünliberalen. Er kritisierte völlig zu Recht die Äusserungen Bischof Franz-Josef Overbecks in der ARD-Sendung «Benedikts Schweigen – sind wir noch Papst?» als «Homosexuellenhetze der übelsten Sorte». Auch zur Diskussionsrunde gehörte eine strenggläubige junge Katholikin, die sich nicht zu blöde war, die in der Sendung kritisierte Strategie eines Bischofs, einem Missbrauchsopfer vorzuwerfen, es kandalisiere, um den Ruf der Kirche zu beschmutzen, als «unglückliche Kommunikation» hinzustellen. Die Anprangerung dieser Äusserung in der Facebook-Gruppe lockte dann einen Facebook-Freund Köpflis auf den Plan, Henri Beuchat, Präsident der Stadtberner CVP amtierender Stadtrat und aktuell Grossratskandidat. Hier seine Worte im Original:
genau zuerst verbietet man das glockengeläut &#8211; verbannt die schriften aus dem öffentlichen leben &#8211; reisst kirchtürme nieder und vertreibt die christen in alle herren länder, damit sie ihren &#8220;reinrassigen&#8221; freidenkerstaat errichten können.
Selbstredend war im Thread weder von Glockengeläut noch vom Niederreissen von Kirchtürmen die Rede&#8230;
Es gibt eigentlich nur zwei Lesarten ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2988" class="wp-caption alignright" style="width: 297px"><img class="size-full wp-image-3198 " title="Beuchat 2.0 - neu mit Persönlichkeitsschutz" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/beuchat_in_burka.png" alt="Beuchat 2.0 - neu mit Persönlichkeitsschutz" width="287" height="311" /><br />
<p class="wp-caption-text">Henri Beuchat - Katholik mit Verfolgungswahn</p></div>
<p>Am Anfang stand ein Facebook-Eintrag von <a href="http://www.michaelkoepfli.ch/">Michael Köpfli</a>, Berner Stadtparlamentarier der Grünliberalen. Er kritisierte völlig zu Recht die Äusserungen Bischof Franz-Josef Overbecks in der ARD-Sendung «<a href="http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/4164352?pageId=487890&amp;moduleId=328454">Benedikts Schweigen – sind wir noch Papst?</a>» als «Homosexuellenhetze der übelsten Sorte». Auch zur Diskussionsrunde gehörte eine strenggläubige junge Katholikin, die sich nicht zu blöde war, die in der Sendung kritisierte Strategie eines Bischofs, einem Missbrauchsopfer vorzuwerfen, es kandalisiere, um den Ruf der Kirche zu beschmutzen, als «unglückliche Kommunikation» hinzustellen. Die Anprangerung dieser Äusserung in der Facebook-Gruppe lockte dann einen Facebook-Freund Köpflis auf den Plan, Henri Beuchat, Präsident der Stadtberner CVP amtierender Stadtrat und aktuell Grossratskandidat. Hier seine Worte im Original:</p>
<blockquote><p>genau zuerst verbietet man das glockengeläut &#8211; verbannt die schriften aus dem öffentlichen leben &#8211; reisst kirchtürme nieder und vertreibt die christen in alle herren länder, damit sie ihren &#8220;reinrassigen&#8221; freidenkerstaat errichten können.</p></blockquote>
<p>Selbstredend war im Thread weder von Glockengeläut noch vom Niederreissen von Kirchtürmen die Rede&#8230;</p>
<p>Es gibt eigentlich nur zwei Lesarten für seine Äusserung: Er verleumdet ganz bewusst oder er leidet an pathologischem Verfolgungswahn. In beiden Fällen ist er als Parlamentarier ungeeignet.</p>
<p>Nachtrag 10.05.2010 Das Portrait von Beuchat wurde <a href="http://kyriacou.ch/2010/05/henri-charles-beuchat-ein-cvp-politiker-tragt-burka/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">auf dessen Wunsch</a> verschleiert</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pakistanische Christen machen Drahtzieher des Minarettverbots aus: Die jüdische Lobby</title>
		<link>http://kyriacou.ch/2010/01/pakistanische-christen-machen-drahtzieher-des-minrettverbots-aus/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 15:34:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
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		<category><![CDATA[Die Welt spinnt]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>

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		<description><![CDATA[<b>Das Wort zum Sonntag</b>

Eine pakistanische Gruppe von Christen, der Christian Progressive Movement (CPM), organisierte diese Woche eine Demo gegen das Schweizer Minarettverbot, wie die englischsprachige pakistanische Zeitung «The Nation» berichtet.

<i>Addressing the gathering, Chairperson CPM Naila J Dayal said that the decision of Switzerland was condemnable and shameful. She said that it was the fundamental right of the minority to enjoy its religious freedom anywhere in the world.</i>

Was auf den ersten Blick nach religionsübergreifender Solidarität (und allenfalls dem berechtigten Vertreten eigener Minderheiteninteressen vor Ort) klingt, nimmt aber schnell eine ungemütliche Wende:

<i>She alleged that the Jewish lobby was behind this heinous exercise, adding that the aforementioned lobby wants conflict between Muslims and Christians for its vested interests.</i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Wort zum Sonntag</strong></p>
<p>Eine pakistanische Gruppe von Christen, der <a href="http://cpmpakistan.com">Christian Progressive Movement</a> (CPM), organisierte diese Woche eine Demo gegen das Schweizer Minarettverbot, wie die englischsprachige pakistanische Zeitung «The Nation» <a href="http://www.nation.com.pk/pakistan-news-newspaper-daily-english-online/Regional/Islamabad/13-Jan-2010/Christians-protest-Swiss-minaret-ban">berichtet</a>.</p>
<div id="attachment_2706" class="wp-caption alignright" style="width: 191px"><img class="size-medium wp-image-2706  " style="margin-left: 5px;" title="Naila J Dayal" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Naila-J-Dayal-201x300.jpg" alt="Naila J Dayal" width="181" height="270" /><p class="wp-caption-text">Naila J Dayal</p></div>
<blockquote><p>Addressing the gathering, Chairperson CPM Naila J Dayal said that the decision of Switzerland was condemnable and shameful. She said that it was the fundamental right of the minority to enjoy its religious freedom anywhere in the world.</p></blockquote>
<p>Was auf den ersten Blick nach religionsübergreifender Solidarität (und allenfalls dem berechtigten Vertreten eigener Minderheiteninteressen vor Ort) klingt, nimmt aber schnell eine ungemütliche Wende:</p>
<blockquote><p>She alleged that the Jewish lobby was behind this heinous exercise, adding that the aforementioned lobby wants conflict between Muslims and Christians for its vested interests.</p></blockquote>
<p>Man könnte nun Naila J Dayal – auf der CPM-Website als «the most passionate, energetic and visionary lady in entire Christian community» (sic!) <a href="http://cpmpakistan.com/about_us.php">bezeichnet</a> – als Spinnerin abtun. Karl Pfeifer vermutet in «d<a href="http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&amp;Param_Kat=33&amp;Param_RB=45&amp;Param_Red=12655">ie Jüdische</a>» aber, dass derlei antisemitischer Populismus bei Christen in islamischen Ländern System hat:</p>
<blockquote><p>Viele Christen im Nahen Osten glauben ein Wundermittel gefunden zu haben, mit dem sie der Verfolgung entgehen können. Wenn sie gegen Juden hetzen oder eine «jüdische Lobby» für alles Mögliche in der Welt verantwortlich machen.</p></blockquote>
<div>Der CPM agiert auch als Partei und betreibt immer wieder mal <a href="http://www.zimbio.com/pictures/gKDURqovKbV/Political+Parties+Campaigning+Ahead+National/iE48M-rT55k">Wahlkampf</a>. Vielleicht dient die peinliche Übung in allererster Linie dem Stimmenfang.</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sterbehilfe: SVP winkt im Zürcher Kantonsrat klar rechtswidrige Initiative durch</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 10:27:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderbares]]></category>
		<category><![CDATA[AL]]></category>
		<category><![CDATA[CVP]]></category>
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		<category><![CDATA[EDU]]></category>
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		<category><![CDATA[SVP]]></category>

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		<description><![CDATA[Er hätte sich dieselbe Tiefe wie Breite in der Debatte gewünscht, meinte Justizdirektor Markus Notter in seinem Schlussvotum zur EDU-Initiative «Nein zum Sterbetourismus im Kanton Zürich». In der Tat uferte die Debatte reichlich aus. Die Initiative verlangt in der Form einer allgemeinden Anregung folgendes:
Der Kanton Zürich erlässt rechtliche Bestimmungen, welche jegliche Beihilfe zum Selbstmord an Personen ohne mindestens einjährigen Wohnsitz im Kanton Zürich (Sterbetourismus) nicht gestatten und unter Strafe stellen.
Die Initiative verstösst klar gegen Bundesrecht, Artikel 115 des Strafgesetzbuchs regelt das Thema Suizidhilfe abschliessend:
Wer aus selbstsüchtigen Beweggründen jemanden zum Selbstmorde verleitet oder ihm dazu Hilfe leistet, wird, wenn der Selbstmord ausgeführt oder versucht wurde, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.
Vertreter von AL, SP, Grünen, Grünliberalen, CVP und FDP stellten unmissverständlich klar, dass die Kantone nicht die Kompetenz haben, eigene Strafrechtsnormen einzuführen und Tätigkeiten zu untersagen, für die das Bundesrecht keine gesetzlichen Schranken vorsieht. Ebenso erinnerten sie daran, dass die Zürcher Kantonsverfassung die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" title="Die EDU will Exit und Dignitas in die Illegalität abdrängen" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/anti_sterbehilfe.png" alt="Die EDU will Exit und Dignitas in die Illegalität abdrängen" width="203" height="203" />Er hätte sich dieselbe Tiefe wie Breite in der Debatte gewünscht, meinte Justizdirektor Markus Notter in seinem Schlussvotum zur EDU-Initiative «Nein zum Sterbetourismus im Kanton Zürich». In der Tat uferte die Debatte reichlich aus. Die Initiative verlangt in der Form einer allgemeinden Anregung folgendes:</p>
<blockquote><p>Der Kanton Zürich erlässt rechtliche Bestimmungen, welche jegliche Beihilfe zum Selbstmord an Personen ohne mindestens einjährigen Wohnsitz im Kanton Zürich (Sterbetourismus) nicht gestatten und unter Strafe stellen.</p></blockquote>
<p>Die Initiative verstösst klar gegen Bundesrecht, <a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/311_0/a115.html">Artikel 115 des Strafgesetzbuchs</a> regelt das Thema Suizidhilfe abschliessend:</p>
<blockquote><p>Wer aus selbstsüchtigen Beweggründen jemanden zum Selbstmorde verleitet oder ihm dazu Hilfe leistet, wird, wenn der Selbstmord ausgeführt oder versucht wurde, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.</p></blockquote>
<p>Vertreter von AL, SP, Grünen, Grünliberalen, CVP und FDP stellten unmissverständlich klar, dass die Kantone nicht die Kompetenz haben, eigene Strafrechtsnormen einzuführen und Tätigkeiten zu untersagen, für die das Bundesrecht keine gesetzlichen Schranken vorsieht. Ebenso erinnerten sie daran, dass die Zürcher Kantonsverfassung die Rahmenbedingungen für die Gültigerklärung einer Initiative in <a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/131_211/a28.html">Artikel 28</a> klar regelt:</p>
<blockquote><p>1 Eine Initiative ist gültig, wenn sie:<br />
a. die Einheit der Materie wahrt;<br />
b. nicht gegen übergeordnetes Recht verstösst;<br />
c. nicht offensichtlich undurchführbar ist.</p>
<p>2 Der Kantonsrat erklärt eine Volksinitiative, welche diese Voraussetzungen nicht erfüllt, für ungültig. Er kann sie aber auch für teilweise gültig erklären oder aufteilen.</p>
<p>3 Der Kantonsrat entscheidet mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder.</p></blockquote>
<p>Die Initianten waren früh von der Verwaltung darauf hingewiesen worden, dass ihre Initiative im Widerspruch zu übergeordnetem Recht stünde, sie bestanden aber darauf, die Initiative mit exakt dem nun eingereichten Wortlaut zu lancieren. Und sie argumentierten im Rat dafür, dass der Kantonsrat ja bei der Festlegung der Ausführungsgesetzgebung die Konformität mit dem Bundesrecht sicherstellen könnte. Markus Notter entgegnete, es gelte in der direkten Demokratie, Initianten Ernst zu nehmen – dies heisse auch, Initiativen beim Wort zu nehmen. In diesem Fall müsse die Konsequenz sein, die Initiative für ungültig zu erklären.</p>
<p>Die eigentliche Ratsposse brachte aber die SVP zustande. Sie erklärte einmal mehr, dass die Demokratie über dem Rechtsstaat stehe. Sie bestand deshalb darauf, dass die Initiative für gültig zu erklären sei – um sie dann später dem Volk zur Ablehnung zu empfehlen. Claudio Zanetti erklärte gar, die Probleme mit dem übergeordneten Recht wären für sie ein wichtiges Argument gegen die Initiative in der Volksabstimmung. Die wohl wahren Gründe für diese Position nannte dann Hans Frei: SVP-Initiaitven standen und stehen in schöner Regelmässigkeit in der Kritik, weil sie übergeordnetes Recht verletzen, der Ruf, diese nicht zur Abstimmung zuzulassen, wird entsprechend lauter, aktuell bei der Ausschaffungsinitiative. Offenbar will die SVP um jeden Preis vermeiden, dass irgendwelche Ungültigkeitserklärungen zustande kommen – und sei es auch nur auf kantonaler Ebene.</p>
<p>Die Ungültigkeitserklärung wurde von 98 Ratsmitgliedern unterstützt, 69 (SVP,EDU, EVP, vereinzelte GLP) lehnten sie ab, drei enthielten sich. Das nötige Quorum von zwei Drittel der Anwesenden wurde somit klar verfehlt. Die Justizdirektion hat nun also die berauschende Aufgabe, eine Initiative dem Volk vorzulegen, die undurchführbar ist und gegen übergeordnetes Recht verstösst.</p>
<p><small>07.08.09 <a href="http://kyriacou.ch/2009/08/uberflussig-und-untauglich-die-edu-initiativen-gegen-die-sterbehilfe/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Überflüssig und untauglich: Die EDU-Initiativen gegen die Sterbehilfe</a></small></p>
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