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Artikel mit dem Tag 'Das Wort zum Sonntag'

Gretchenfrage, Politik »

[9 Aug 2009 | Noch kein Kommentar | 529 mal angeschaut]
New York: Katholische Kirche schiesst gegen Kinderschutzgesetz

Der Staat New York will den Schutz vor sexuellem Missbrauch erhöhen. Dank des so genannten «Child Victims Act» sollen Opfer neu bis zum 23. Altersjahr Strafklagen gegen ihre Peiniger einreichen können – im Wissen darum, dass viele sich erst nach Jahren dazu in der Lage fühlen. Aktuell steht ihnen dieses Recht nur bis zum 18. Altersjahr zu. Für Zivilklagen ist eine Erhöhung der Alterslimite von 23 auf 28 Jahre geplant *. Zusätzlich sollen während einer einjährigen Übergangsfrist auch Zivilklagen für weiter zurückliegende Fälle möglich sein. Ein gleiches Zeitfenster war bereits in den Bundesstaaten Kalifornien und Delaware eingeführt worden. In Kalifornien nutzten über 1000 Kläger die Möglichkeit, so die Vergangenheit aufzuarbeiten, darunter um die 850 Opfer von Übergriffen durch Vertreter der Katholischen Kirche, wie die FindLaw-Kolumnistin Marci Hamilton berichtete.
Einen ähnlichen GAU wollen nun die New Yorker Katholiken offenbar um jeden Preis verhindern. Mehr noch als um den Ruf dürfte es den guten Katholiken ums Geld gehen. Im Jahr 2006 liess …

Gretchenfrage, Politik »

[31 Mai 2009 | Noch kein Kommentar | 252 mal angeschaut]

Wort zum Sonntag
Die Stadtberner Parlamentarier der Grünen Freien Liste und der EVP, die zusammen eine Fraktionsgemeinschaft bilden, haben ein gravierendes gesellschaftliches Problem entdeckt: Viele Schüler wissen nicht, wieso sie an Feiertagen frei haben. Dies ist ihnen ungeheuer und sie lieferten in der Form einer dringenden Motion eine Lösung: Die Lehrer – wer denn sonst? – sollen’s richten. Sie wollen die Lehrkräfte aller Klassen der Volksschule dazu verpflichten, «jedes Jahr vor jedem gesetzlichen Feiertag die Schülerinnen und Schüler kurz über den Sinn und Inhalt des Feiertages zu informieren».
Die Motionäre stören sich an der Verweltlichung der ehemals christlichen Feiertage und meinen, es könne nicht angehen, «dass Schulabgänger Ostern in erster Linie mit Osterhasen und Eiern assoziieren.» Die Schule soll also zwangskorrigieren, was die Aussenwelt vermittelt. Die Motion wurde am vergangenen Donnerstagabend tatsächlich mit 32 zu 29 Stimmen überwiesen – unter anderem dank der fleissigen Unterstützung der Freisinnigen. Liebe GFL- und FDP-Parlamentarier: Nehmt doch den …

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[22 Feb 2009 | Noch kein Kommentar | 348 mal angeschaut]

Das Wort zum Sonntag
Die Agentur C hat einen göttlichen Auftrag: Mit ihrem Siebenjahresplan soll sie die Worte der Bibel in die entrückte Gesellschaft hinaustragen. Der Agentur wird zuweilen vorgeworfen, fundamentalistisch aufzutreten und gleichzeitig die unangenehmen Seiten der Bibel auszublenden. Nun reagiert sie auf diese Kritik.
Geschäftsleiter Peter Stucki erklärt: «Im Psalm 11 steht ‘Der HERR prüft den Gerechten und den Gottlosen’. Wir müssen also auch die schwer erklärbaren Botschaften der Bibel präsentieren. Nur wer auch diese erträgt, kann sich zu den Gerechten zählen. Den Gottlosen hingegen wird der HERR Feuer und Schwefel und Glutwind zum Lohne geben.»
Eine erste Auswahl der neuen Phase IV der Kampagne wird hier erstmalig abgebilet:

Einzelne Bibelquellen wurden hier bzw hier gefunden. Eine derartige Plakataktion wurde bereits hier vorgeschlagen.

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[15 Feb 2009 | Noch kein Kommentar | 223 mal angeschaut]

Das Wort zum Sonntag
«Ich stamme lieber von Gott ab als von einem Affen» meint ein Kommentator des Tages-Anzeiger-Interviews mit Pius-Bruder Franz dem Schrecklichen. Die Wunschäusserung hat zwar wenig mit dem Interview-Inhalt zu tun, ist aber irgendwie nachvollziehbar. Den Primaten wurde durch die Evolution ein überdimensionierter Frontallappen mit auf den Weg gegeben. Die damit verbundenen kognitiven Fähigkeiten bringen einen allerdings zuweilen arg ins Grübeln. Die Leichtigkeit des Seins erreicht wohl eher, wer frei von derlei Ballast ist.

Gretchenfrage, Politik »

[14 Dez 2008 | Noch kein Kommentar | 204 mal angeschaut]

Das Wort zum Sonntag
Ob’s an der Jahreszeit liegt? Religiöse Wirrköpfe bemühen sich aktuell mit besonders absurden Verlautbarungen um Schlagzeilen. In England verspricht der von Sozialhilfe lebende Imam und Rechtsanwalt Anjem Choudary seinen muslimischen Glaubensbrüdern die Verdammung in der Hölle, sollten sie an Weihnachtsfeiern teilnehmen. Und in der Schweiz betet Ex-Junkie und SVP-Aktivist Daniel Regli mit seiner putzigen Familienlobby für Regen während der nächstjährigen «Euro Pride», da er Homosexualität als Sünde betrachtet.
Selbstredend begründen sowohl Choudary wie auch Regli ihre Positionen mit Verweisen auf ihre jeweiligen religiösen Lieblingstexte. Entsprechend lau blieb die gesellschaftliche Unterstützung für die Sektierer.
Vielleicht sollten sie’s mal mit der Strategie des Leipziger Theologieprofessors Peter Zimmerling versuchen. Er empfiehlt seinen Schäfchen, beim Missionieren eine nicht-religiöse Alltagsprache zu verwenden und an populäre Kultur, etwa an Kinofilme, anzuknüpfen.
Hervorragend dazu geeignet wäre beispielsweise der Film «Religulous», in dem der US-Amerikanische Satiriker und Bill Maher eine ganze Palette an religiösen Wirrköpfen präsentiert. Damit sollte ihnen sogar das gelingen, wonach sich Zimmerling …

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[15 Nov 2008 | Noch kein Kommentar | 160 mal angeschaut]

Die Geschichte ist zwar schon sechs Tage alt, aber da die Berichterstattung über derlei Ereignisse hier schon fast Tradition hat und es ausserdem gleich Sonntag und schon bald Weihnachten ist, kriegt dieser kleine Bericht aus Jerusalem doch noch einen Eintrag:
Griechisch- und Armenisch-Orthdoxe Christen haben wieder mal auf gute alttestamentarische Art auszuloten versucht, wer in der so genannten Grabeskirche wann und wo das Sagen hat. Die Polizei schritt ein, bevor die Frage abschliessend geklärt werden konnte.
siehe auch:
20.04.08 Die Botschaft der Liebe – mit Fäusten überbracht
29.12.07 Ziviler Friedensdienst – ein Mittel gegen raufende Priester?

Gretchenfrage »

[8 Jun 2008 | Noch kein Kommentar | 130 mal angeschaut]

Das Wort zum Sonntag
Wann stellen ein paar zittrig-krumme Linien eine göttliche Botschaft dar und wann pure Blasphemie? Zwei vordergründig vergleichbare Fälle werden durch Islam-Gelehrte völlig unterschiedlich eingestuft: Holzwurmlöcher, die dem Schriftbild für Mohammed ähneln, sind eindeutig ein göttliches Zeichen.

Ein symbolisiertes Glacé-Häubchen, das einer Allah-Kalligrafie ähnelt, hingegen beleidigt den properen Gläubigen.

Quellen: badastronomy.com (via burnttongue.net) und jihadwatch.org
Muss man nun daraus ableiten, dass nur das, wo der Wurm drin ist, für religiöse Symbolik taugt? Bitte um gelehrigen Rat.

Gretchenfrage, Politik »

[25 Feb 2007 | Noch kein Kommentar | 149 mal angeschaut]

Das Wort zum Sonntag
«Wählt atheistische Politiker!» titelte vor zwei Wochen Beda M. Stadler seine Gastkolumne in der NZZ am Sonntag. Selbst bei mir als Nichtgläubigem rief das erstmal Nasenrümpfen hervor. Wieso sollte die Gretchenfrage bei Wahlen alle anderen Selektionskriterien überwiegen?
Bei den in ihrem Glauben herausgeforderten LeserbriefschreiberInnen gingen die Reaktionen allerdings deutlich übers Naserümpfen hinaus: Da wurden in ihren letztwöchigen Repliken die Gottlosen schon mal zu Unmenschen, die zu moralischem Handeln grundsätzlich nicht in der Lage seien. Eine zweite Runde Leserbriefe blieb heute aus, entweder weil das Thema aus Sicht der Redaktion keinen zusätzlichen Raum verdiente – oder aber vielleicht, weil die Nichtgläubigen ihre eigene Haltung nicht gleichermassen erbittert zu verteidigen pflegen.
Zurück zur Frage also: Braucht es bekennende Atheisten in der Politik? Für Stadler ist der Fall klar:
Die Säkularisation ist bei uns noch nicht abgeschlossen, wenn Gott in der Verfassung vorkommt oder in der Asyldebatte das Kirchenrecht höher als das Staatsrecht hängt. Es wäre also von …