Artikel mit dem Tag 'Esoterik'
Politik, Wirtschaft, Wissenschaft »
Seit gut 11 Jahren mischt Coop gemeinsam mit dem Pharmaunternehmen Galenica den Schweizer Apothekenmarkt auf. Coop Vitality heisst die gemeinsame Tochter, für die Coop als Fernziel 100 Filialen angibt. Im Jahr 2010 bescherten die damals 42 Filialen den Eignern einen Bruttoertrag von 123 Millionen Franken. Inzwischen ist das Verkaufsnetz auf 47 Filialen angewachsen.
Coop ist bereits mit den Töchtern Import-Parfumerie und The Body Shop eine grosse Nummer im Bereich Parfümerie und Kosmetika. Nun zeigt sich Coop offenbar entschlossen, auch im Alternativmedizinmarkt eine Führungsrolle zu übernehmen, und Coop Vitality bildet dafür die Plattform. Und: Coop scheint dabei Profitstreben klar höher zu gewichten als den Konsumentenschutz.
Feilgeboten werden nicht nur Pflanzenheilmittel sondern offensiv auch wirkungsfreie Produkte wie Homöopathika und Schüssler-Salze. Für letztere läuft aktuell eine Marketinglawine. Dafür spannt sie mit dem Glaubuli-Hersteller Omida und Walter Käch zusammen. Dieser tourt als teurer Jakob quer durch die Schweiz und preist Schüsslersalze gegen so ziemlich jedes akute und chronische Leiden an, das …
Sonderbares »
Die Weltwoche missioniert nicht nur aus eigener Überzeugung, nein sie füllt, wie viele anderen Medien , ihre redaktionellen Seiten auch mit Auftragsarbeiten. Ein solcher erschien in der Ausgabe von heute, zu einem äusserst bewegenden Thema: der Massenheiraterei am vergangenen 11.11.2011.
Das Wochenblatt portraitierte also eins dieser Pärchen, das sicher sein wollte, dass es sich den Hochzeitstag auch in Zukunft wird merken können. Die Braut, Olga Iseppi, erklärt, wieso das Datum auch sonst ungeheuer bedeutungsschwanger war.
«Die Elf gilt in der modernen Numerologie und auch in der Kabbala als Meisterzahl. Sie ist die Summe aus der Eins, der Zahl der Schöpfung und des Willens, und der Zehn, der Zahl des Durchbruchs. Die Zwölf stellt eine vollendete Zahl dar, und in diesem Sinn markiert die Elf mithin den Ausbruch aus einem geschlossenen System.»
Gretchenfrage, Sonderbares »
Zehn kleine Gläubige, die wollten Ostern feiern
Einer liess sich kreuzigen, da waren’s nur noch neun.
Neun kleine Gläubige, die waren auf der Wacht
Eine sprang vom Turm, da waren’s nur noch acht.
Acht kleine Gläubige, die wollten ihre Nächsten lieben
Einer tat’s ohne Kondom, da waren’s nur noch sieben.
Sieben kleine Gläubige, die litten an Krebs
Eine trank nur Mistelsaft, da waren’s nur noch sechs.
Sechs kleine Gläubige, die verweigerten das Impfen
Einer steckte sich mit Masern an, da waren sie noch zu fünfen.
Politik, Sonderbares »
Blogbeiträge, die aus wenig mehr als einem eingebetten Video aus fremder Quelle bestehen, gibt’s hier nur selten. Doch es ist Zeit für eine löbliche Ausnahme. Diesen Einführungskurs in die Esoterik muss man gesehen haben.
Der SWR3 latenight-Crew gebührt Dank für die Sendung! Ausgestrahlt wurde der Beitrag am 28. Januar. Unklar bleibt, ob man nach Absolvierung dieser Grundausbildung bereits Anrecht auf ein Diplom hat oder ob man erst weitere 87 Sekunden Esoterik für Fortgeschrittene belegen muss.
Politik, Wissenschaft »
Der European Council of Skeptical Organisations (ECSO) organisiert im Schnitt alle zwei Jahre einen Europäischen Skeptiker-Kongress, der diesjährige Kongress ging vom vergangenen Freitag bis Sonntag in Budapest über die Bühne. Eine Rückschau.
Zwei Themenbereiche überwogen: wie Fragestellungen wissenschaftlich sauber untersucht werden können und wie auf allerlei Quacksalbereien reagiert werden soll. Gábor Szabó, Physiker und Rektor der ungarischen Universität Szeged, nahm sich zum Einstieg der Lichttherapie an. Er zeigte auf, dass Zellkulturen verschieden auf unterschiedliche Lichtwellen reagieren und der Effekt mehrerer Frequenzen sich neutralisieren kann. Im weiteren werden Lichtstrahlen von der Haut auf komplexe Art absorbiert und umgelenkt, spezifische Effekte lassen sich dadurch nur sehr schwer erzielen – Erklärungsmodelle für Lichttherapieansätze scheitern somit fast zwangsweise an der Komplexität biologischer Systeme. Das intensive Bemühen die physikalischen und biochemischen Abläufe dennoch im Detail zu verstehen, scheint nichts desto trotz viel versprechend: Zusammen mit Medizinern hat Szabó für Allergiebehandlungen mit Lichtreizen in der Nase erste Erfolge erzielt.
Der belgische Mediziner und Professor …
Kulturelles, Wissenschaft »
Patrik Etschmayer schrieb im vergangenen September in seiner nachrichten.ch-Kolumne von der Bullshit-Kultur:
«Astrologie, Homöopathie, Wünschelruten, Handauflegen, Akupunktur, Hellseher, Geistheiler, Ufo-Entführungen, Löffelverbiegen und allerlei Religionen. Doch auch in der Klimadiskussion, der Gentechnikdebatte und vielen anderen politischen Themen wird fleissig BS serviert und von der Öffentlichkeit vielfach als Fakt geschluckt, ohne zu bemerken, dass die Argumente die Qualität von Stierexkrementen haben.
Ein Problem bei all diesen Themen ist vielfach, dass es bei einigen Leuten geradezu als Schick gilt, von Naturwissenschaften und deren Methoden keinen blassen Schimmer zu haben und deshalb weiss man auch nicht, wie man es vermeiden kann, sich selbst zu täuschen und die eigenen Sehnsüchte über die Realität zu stellen.»
Man soll es nicht beschönigen: Wissenschafter scheitern leider allzu oft beim Demaskieren des Bullshits. Kunstschaffende scheinen da erfolgreicher zu sein – gerade auch, weil man ihnen zubilligt, die Dinge beim Namen zu nennen. Zum Beispiel Tim Minchin…
Sonderbares »
Es ist unvermeidliches Jahresendritual: Scharlatane aller Couleur melden sich zu Wort und machen Scheinprognosen zum neuen Jahr. Ganz vorne in die Reihe stellen sich wie immer die Astrologen. 20 Minuten kann es nicht lassen, für drei dieser Zunft auch noch als Sprachrohr zu dienen.
Es ist ungemein tiefgründig, was die selbsternannten PrognostikerInnen anzukünden haben. Monika Kissling, Scharlatante der Nation, besipielsweise meint: «Es kann im nächsten Jahr zu einer weiteren grösseren Krise kommen. Ein Ende der aktuellen Erholung ist zu erwarten». Caterina Congi, quasi ein Kissling-Spin-Off kann’s noch unverbindlicher: «Zu Beginn des neuen Jahres ist mit erhöhter Gewaltbereitschaft zu rechnen. Sehr kritisch sind auch die Monate Juni bis August». Und sie hält Streiks, Proteste und Demos für denkbar. Sie erhebt also nicht einmal den Anspruch, dass irgendetwas eintritt, nein, es genügt, dass Ereignisse denkbar sind. Claude Weiss, mit Kissling über den Vorstand des Schweizer Astrolügenbundes ebenfalls verbandelt, bleibt nicht weniger seicht. Zur internationalen Diplomatie meint er: «Die …
Sonderbares »
Der Tages-Anzeiger (TA), Hauptorgan des Fastmonopolisten* TA-Media, macht ungehemmt Werbung für die die One-woman-Scharlatanin Monica Kissling. Unter dem Titel «In der Not schauen die Banker in die Sterne» lässt die TA-Journalistin Susanne Loacker, Kissling behaupten, dass sie die Bankenwelt berate, aus Diskretionsgründen aber natürlich nicht mit Namen rausrücken könne…






