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Artikel mit dem Tag 'Esoterik'

Gretchenfrage »

[11 Jan 2009 | 4 Kommentare | 2.376 mal angeschaut]

Das Wort zum Tag
Gute Gaukler sind wunderbare Kleinkünstler. Sie trumpfen als Akrobaten, Jongleure, Zauberer oder Gedächtniskünstler scheinbar mit übernatürlichen Fähigkeiten auf – aber eben nur scheinbar. Der Reiz fürs Publikum liegt genau darin, dass klar bleibt, dass die Künstler in Wirklichkeit solide Handwerker sind, die bestens eingeübte, aber kaum zu durchschauende Tricks vorführen.
Es gibt allerdings auch solche, die sich nicht als gewöhnliche Strassen- oder Bühnenkünstler präsentieren mögen, ihr Vorgaukeln geht einen Schritt weiter. Sie behaupten, tatsächlich Fähigkeiten zu besitzen, die sie nicht haben und verpacken ihre Darstellungen in abenteuerliche Geschichten. Im dafür gebräuchlichen Etikett «Scharlatan» versteckt sich das italienische ciarlare, schwatzen. Knaurs Universallexikon definiert den Begriff entsprechend als «jemand, der sich durch Redegewandtheit zu Unrecht den Ruf eines Fachmannes verschafft (bes. in der Med.)». Scheinheiler dürften wohl tatsächlich die Mehrheit unter den Scharlatanen ausmachen. Doch es gibt sie auch in anderen Disziplinen – und das ist beileibe kein neues Phänomen. Johann Burckhardt Mencke, der in zweiter Generation die …

Statistisches, Wissenschaft »

[24 Apr 2008 | Ein Kommentar | 504 mal angeschaut]

Eigentlich haben sich schon genügend helvetische (und andere) BloggerInnen zu Wort gemeldet – gegen Impfverweigerung anzuschrei(b)en scheint wirklungslos.
Dennoch ein paar Fakten: Mehr als 13001 Personen sind in der Schweiz seit Jahresbeginn an Masern erkrankt – Mitte März waren’s noch 700. Kein Wunder, werden doch 98% aller Ungeimpften, die mit Masernerkrankten in Kontakt kommen, vom Virus befallen. Deshalb sind die ach so kultigen Masern-Parties auch jeweils ein «voller Erfolg» – wie auch das schnelle Weiterreichen der Krankheit von Land zu Land.
Für einen nicht geringen Teil der Angesteckten gibt es nach einer Masern-Party allerdings wenig zu feiern: 133 der 699 bis Mitte März beim Bundesamt für Gesundheit registrierten Masernpatienten mussten hospitalisiert werden. 79 hatten hatten eine Lungenentzündung und sechs eine diagnostizierte oder vermutete Gehirnentzündung. Bei Masern gilt: Was einen nicht umbringt (Chance 1:500), macht nicht unbedingt stark sondern vielleicht einfach nur debil.
Wer glaubt, diese Risiken seien in Kauf zu nehmen, da eine Impfung ja fast garantiert Autismus auslöse, soll dies hier lesen. Also liebe …

Gretchenfrage, Sonderbares »

[13 Feb 2008 | Noch kein Kommentar | 316 mal angeschaut]

Erbauendes (und wie immer überaus Wichtiges) vermeldet heute-online: Auf Göttliches Geheiss hin gibt Uriella, die nun schon ein Jahr schweigt, weiterhin keine Interviews.
Ach gütiger Gott, ja gibt es Dich vielleicht doch? Ja wenn Du schon dabei bist: Könntest Du vielleicht dafür sorgen, dass Madame Etoile künftig höchstens noch Wetterprognosen in den Äther trötet, Uri Geller vom Löffel biegen auf abgeben umsattelt, die Wachturm-Verteiler künftig Fahrbahnen statt Trottoirs blockieren und die Scientologen sich nach Hollywood zurückziehen?
Für so ein omnipotentes Wesen müsste das doch problemlos umsetzbar sein, oder? Sagen wir bis zum 10. März? So viel zielgerichtetes metaphysisches Eingreifen würde mir elendem Skeptiker als Gottesbeweis vollkommen genügen. Sollte das Datum aber ungenutzt verstreichen, gilt dieser Blog-Eintrag als Teilnahme am Blog-Karneval von Benjamin B. mit selbigem Stichdatum zum Thema «Wie hast Du’s mit der Religion?».
Erwartungsvoll,
Andreas
Ein Blogkarneval ist eine Online-Umfrage eines Bloggers zu einem beliebigen Thema, die zumeist durch Erwähnung in weiteren Blogs im Schneeballsystem verbreitet wird.

Gretchenfrage, Statistisches »

[3 Jan 2008 | Noch kein Kommentar | 350 mal angeschaut]

Sie sind fester Bestandteil der Jahresenderituale, die Rückblicke aufs vergangene Jahr. Und meistens sind sie stinklangweilig, da sie eben nur bereits Bekanntes Revue passieren lassen. Spannender wird’s allerdings, wenn auf (angebliche) Weissagungen zurück geblickt wird. Eben dies machte Hugo Stamm in einem Tages-Anzeiger-Artikel. Er zieht Bilanz über die Trefferquote der beiden selbsternannten Star-Astrologinnen Monika Kissling und Elisabeth Tessier. Und das Ergebnis ist ernüchternd: Beide haben sich mit Vorhersagen aus dem Fenster gelehnt, die in keiner Form eintraten.
Die alte Banalität (wahrscheinlich von Niels Bohr, dies ist aber nicht unumstritten), dass es schwierig ist, Prognosen zu machen, besonders über die Zukunft, trifft also weiterhin zu. Ebenso der Umstand, dass das Gucken in den Sternenhimmel dabei kein Bisschen hilft.