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	<title>Andreas Kyriacou über Manches&#187; Grossbritannien</title>
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		<title>Gary Glitter wirbt jetzt für den Islam</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 14:33:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>
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		<description><![CDATA[In Grossbritannien ist eine Werbekampagne angelaufen, mit der gezeigt werden soll, dass der Kampf für Frauenrechte, der Schutz der Umwelt und andere wichtige gesellschaftliche Anliegen nicht nur kompatibel zum Islam sind sondern sich ureigentlich auf die Lehren Mohammeds zurückführen lassen.
Hinter der Plakat- und Online-Kampagne «Inspired by Muhammad» steht die Exploring Islam Foundation, welche sich zum Ziel gesetzt hat, «misconceptions surrounding Islam and Muslims» entgegenzutreten.
Zur Zeit hängen drei Motive an Londoner Bushaltestellen und in U-Bahnstationen, unter anderem eines mit dem Konterfei der ehemaligen MTV-Frontfrau Kristiane Backer. Weitere Plakate mit Prominenten sind geplant. kyriacou.ch gelang es, an zwei noch unveröffentlichte Entwürfe der beauftragten Werbeagentur zu kommen. Auch sie zeigen, wie vielseitig die Inspiration durch Mohammed ausfallen kann.


22.02.2009: Agentur C will Gläubige mit neuen Plakaten aufrütteln
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-3279" title="cristiane_backer" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/cristiane_backer1-200x300.jpg" alt="cristiane_backer" width="200" height="300" />In Grossbritannien ist eine Werbekampagne angelaufen, mit der gezeigt werden soll, dass der Kampf für Frauenrechte, der Schutz der Umwelt und andere wichtige gesellschaftliche Anliegen nicht nur kompatibel zum Islam sind sondern sich ureigentlich auf die Lehren Mohammeds zurückführen lassen.</p>
<p>Hinter der Plakat- und Online-Kampagne «<a href="http://www.inspiredbymuhammad.com/">Inspired by Muhammad</a>» steht die <a href="http://www.eifoundation.net/faq.html">Exploring Islam Foundation</a>, welche sich zum Ziel gesetzt hat, «misconceptions surrounding Islam and Muslims» entgegenzutreten.</p>
<p>Zur Zeit hängen drei Motive an Londoner Bushaltestellen und in U-Bahnstationen, unter anderem eines mit dem Konterfei der ehemaligen MTV-Frontfrau Kristiane Backer. Weitere Plakate mit Prominenten sind geplant. kyriacou.ch gelang es, an zwei noch unveröffentlichte Entwürfe der beauftragten Werbeagentur zu kommen. Auch sie zeigen, wie vielseitig die Inspiration durch Mohammed ausfallen kann.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3280" title="Gary Glitter believes" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Gary-Glitter.png" alt="Gary Glitter" width="460" height="288" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3285" title="pierre vogel believes" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/pierre-vogel-i-believe-in-stoning1.png" alt="pierre vogel - i believe in stoning" width="461" height="289" /></p>
<p><small>22.02.2009: <a href="http://kyriacou.ch/2009/02/agentur-c-will-glaubige-mit-neuen-plakaten-aufrutteln/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Agentur C will Gläubige mit neuen Plakaten aufrütteln</a></small></p>
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		<title>Das Ende von Liechtenstein</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 07:40:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschätzte drei Milliarden Pfund horten Britische Staatsbürger in Liechtenstein, das ergibt immerhin für jeden Untertan des Fürsten eine knappe Million. Der allergrösste Teil dürfte bei der britischen Steuerbehörde nicht deklariert sein. Doch nun ist fertig lustig. Die beiden anachronistischen Monarchien haben ein Abkommen zum «Austausch von Informationen» unterzeichnet. Die geschätzten 5000 betroffenen Briten dürfen auf verringerte Bussen und Straffreiheit hoffen, wenn sie selbst Details über ihre Konten offenlegen. Während einer Übergangszeit bis 2015 gibt es für die britischen Bankkunden in Liechtenstein zudem ein paar Zückerchen, unter anderem die Möglichkeit einer Pauschalbesteuerung. In Liechtensteinischem Newspeak gesprochen:
&#8220;Damit schaffen wir für den Finanzplatz stabile und verlässliche Rahmenbedingungen und für den Kunden die Möglichkeit, eine attraktive Option zu nutzen&#8221;, sagte Regierungschef Klaus Tschütscher (Presseportal).
In Wirklichkeit ist das Abkommen bereits das dritte, welches Liechtenstein nach dessen Anerkennung des OECD-Steuerkooperationsstandards von aussen aufgezwungen wurde. Den Anfang machten die USA und Deutschland. Weitere EU-Länder werden folgen. Die «stabilen und verlässlichen Rahmenbedingungen» läuten wohl ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-1413" title="Liechtenstein unter Beschuss" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Liechtenstein-248x300.png" alt="Liechtenstein unter Beschuss" width="174" height="210" />Geschätzte drei Milliarden Pfund horten Britische Staatsbürger in Liechtenstein, das ergibt immerhin für jeden Untertan des Fürsten eine knappe Million. Der allergrösste Teil dürfte bei der britischen Steuerbehörde nicht deklariert sein. Doch nun ist fertig lustig. Die beiden anachronistischen Monarchien haben ein Abkommen zum «Austausch von Informationen» <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/8194532.stm">unterzeichnet</a>. Die geschätzten 5000 betroffenen Briten dürfen auf verringerte Bussen und Straffreiheit hoffen, wenn sie selbst Details über ihre Konten offenlegen. Während einer Übergangszeit bis 2015 gibt es für die britischen Bankkunden in Liechtenstein zudem ein paar Zückerchen, unter anderem die Möglichkeit einer Pauschalbesteuerung. In Liechtensteinischem Newspeak gesprochen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Damit schaffen wir für den Finanzplatz stabile und verlässliche Rahmenbedingungen und für den Kunden die Möglichkeit, eine attraktive Option zu nutzen&#8221;, sagte Regierungschef Klaus Tschütscher (<a href="http://www.presseportal.ch/de/pm/100000148/100587833/presse_informationsamt_liechtenstein">Presseportal</a>).</p></blockquote>
<p>In Wirklichkeit ist das Abkommen bereits das dritte, welches Liechtenstein nach dessen Anerkennung des OECD-Steuerkooperationsstandards von aussen aufgezwungen wurde. Den Anfang machten die <a href="http://88.82.102.51/index.php?id=140&amp;tx_ttnews[tt_news]=77&amp;tx_ttnews[backPid]=139&amp;cHash=654d7c3167&amp;ftu=d5196c050bc3ac8ecb7522777456e08e">USA</a> und <a href="http://88.82.102.51/index.php?id=140&amp;tx_ttnews[tt_news]=96&amp;tx_ttnews[backPid]=139&amp;cHash=8a266b17b4&amp;ftu=d5196c050bc3ac8ecb7522777456e08e">Deutschland</a>. Weitere EU-Länder werden folgen. Die «stabilen und verlässlichen Rahmenbedingungen» läuten wohl das Ende des Zwergstaates ein, der kleiner ist als der Halbkanton Appenzell Innerrhoden und weniger Einwohner zählt als die Gemeinde Köniz.</p>
<p>Wenn <a href="http://www.hmrc.gov.uk/index.htm">Her Majesty&#8217;s Revenues &amp; Customs</a> noch gleich resolut gegen die eigenen Protektorate Guernsey und Jersey vorgeht, kehrt vielleicht richtiggehend Ordnung ein in der europäischen Finanzindustrie.</p>
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		<title>Ein Abend zu «Quacks &amp; Cures»</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 16:52:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Junk Science]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[«Quacks &#038; Cures» lautete der Titel des gestrigen Abends, zu dem der Wellcome Trust in London Euston eingeladen hatte. Gastredner waren Ben Goldacre, Autor des Buches «Bad Science» und die Medizinhistorikerin Roberta Bivins. Goldacre sprach über den Placebo-Effekt, die eigentliche Geschäftsgrundlage der Quacksalberzunft, Bivins über die besondere Bedeutung Londons als Handelsplatz und Nährboden der Quacksalberei.
Goldacre brachte vorwiegend Beispiele aus seinem Buch, in dem er – immer auf Gruppenstudien verweisend – beispielsweise aufzeigt, dass rote Zuckerpillen belebender wirken als blaue und dass vier Zuckerpillen besser wirken als zwei...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>«<a href="http://www.wellcomecollection.org/exhibitionsandevents/events/Quacks-and-Cures/index.htm">Quacks &amp; Cures</a>» lautete der Titel des gestrigen Abends, zu dem der Wellcome Trust in London Euston eingeladen hatte. Gastredner waren Ben Goldacre, Autor des Buches «<a href="http://www.harpercollins.co.uk/Titles/36492/bad-science-ben-goldacre-9780007284870">Bad Science</a>» und die Medizinhistorikerin Roberta Bivins. Goldacre sprach über den Placebo-Effekt, die eigentliche Geschäftsgrundlage der Quacksalberzunft, Bivins über die besondere Bedeutung Londons als Handelsplatz und Nährboden der Quacksalberei.</p>
<p>Goldacre brachte vorwiegend Beispiele aus seinem Buch, in dem er – immer auf Gruppenstudien verweisend – beispielsweise aufzeigt, dass rote Zuckerpillen belebender wirken als blaue und dass vier Zuckerpillen besser wirken als zwei. Derlei psychologische Mechanismen, die zu einem subjektiven Heilungsempfinden führen, werden beispielsweise von Homöopathen gerne als Beweisführung für die Wirksamkeit ihrer <a href="kyriacou.ch/2009/05/mahlzeit-die-100-leckersten-homoopathischen-mittelchen/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Substanzen</a> missbraucht wird.</p>
<p>In einzelnen Ausstellungsräumen des Trust-eigenen <a href="http://www.wellcomecollection.org/exhibitionsandevents/index.htm">Museums</a> wurde in die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phrenologie">Phrenologie</a> eingeführt oder die Anwendung von Blutegeln aufgezeigt. Umrahmt wurde der Anlass durch witzige musikalische und theatralische Einlagen.</p>
<div id="attachment_1231" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1231" title="quack_theatre" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/L1040092-300x139.jpg" alt="3 ÄrztInnen aus drei Jahrhunderten bei der Erteilung von Diagnosen" width="300" height="139" /><p class="wp-caption-text">3 ÄrztInnen aus drei Jahrhunderten bei der Erteilung von Diagnosen</p></div>
<div id="attachment_1230" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1230 " title="quack_singers" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/L1040094-300x256.jpg" alt="Clive Greenwood und Troy Banarzi als singende viktorianische Quacksalber" width="300" height="256" /><p class="wp-caption-text">Clive Greenwood und Troy Banarzi als singende viktorianische Quacksalber</p></div>
<div id="attachment_1229" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1229" title="quack_assistants" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/L1040058-300x266.jpg" alt="Pillenandreherinnen bei der Arbeit" width="300" height="266" /><p class="wp-caption-text">Pillenandreherinnen bei der Arbeit</p></div>
<p>Ein wunderbar gelungener Abend, von der Londoner Kuratorin Alex Julyan hervorragend inszeniert. Die Einladung von Goldacre, der ein pointierter Kritiker von Pharmaunternehmen ist, deutet im Übrigen darauf hin, dass der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Wellcome_Trust">Wellcome Trust</a> tatsächlich völlig unabhängig vom Pharmariesen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/GlaxoSmithKline">GlaxoSmithKline</a> operiert, der aus der Fusion von GlaxoWellcome und SmithKline Beecham entstand.</p>
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		<title>Das Ende von Labour [update]</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 13:21:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Statistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Update vom 1. Juni: Die Resultate der heute publizierten Umfrage von YouGov (PDF) sind in die untenstehende Grafik eingefügt. Sie bestätigen den allgemeinen Trend. Diese jüngste Umfrage basiert auf den Rückmeldungen von 5016 Personen und erlaubt deshalb auch regionale Prognosen. Erwähnenswert: In Schottland werden der SNP 29% der Stimmen vorausgesagt (2004: 20%), in London kommen die Grünen auf 12%, Labour und die Liberaldemokraten auf je 16%.

Vom 4. bis zum 7. Juni wird das Europaparlament neu gewählt. Ein Blick über den Ärmelkanal lohnt sich gleich mehrfach: Das Vereinigte Königreich ist nebst den Niederlanden das einzige EU-Mitglied, das seine Urnen am ersten dieser vier Wahltage öffnet. Die Europawahlen (sowie die in zahlreichen Regionen gleichzeitig stattfinden Lokalwahlen) gelten zudem als Lackmus-Test für die Labour-Regierung, die nicht erst seit den zahlreichen Schlagzeilen über missbräuchliche Spesenabrechnungen von Parlamentsmitgliedern unter Beschuss ist.
Umfragen zu den Wahlabsichten zeigen, dass sich Premier Gordon Brown warm anziehen muss, sehr warm: Zwei aktuelle Prognosen &#8211; von Populus für die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #d90000; font-weight: bold;">Update vom 1. Juni</span>: <span style="color: #d90000;">Die Resultate der heute publizierten Umfrage von YouGov (</span><span style="color: #d90000;"><a href="http://www.yougov.co.uk/extranets/ygarchives/content/pdf/DT-toplines_27-29MAY.pdf">PDF</a></span><span style="color: #d90000;">) sind in die untenstehende Grafik eingefügt. Sie bestätigen den allgemeinen Trend. Diese jüngste Umfrage basiert auf den Rückmeldungen von 5016 Personen und erlaubt deshalb auch regionale Prognosen. Erwähnenswert: In Schottland werden der SNP 29% der Stimmen vorausgesagt (2004: 20%), in London kommen die Grünen auf 12%, Labour und die Liberaldemokraten auf je 16%.<br />
</span><br />
Vom 4. bis zum 7. Juni wird das Europaparlament neu gewählt. Ein Blick über den Ärmelkanal lohnt sich gleich mehrfach: Das Vereinigte Königreich ist nebst den Niederlanden das einzige EU-Mitglied, das seine Urnen am ersten dieser vier Wahltage öffnet. Die Europawahlen (sowie die in zahlreichen Regionen gleichzeitig stattfinden Lokalwahlen) gelten zudem als Lackmus-Test für die Labour-Regierung, die nicht erst seit den zahlreichen <a href="http://www.zeit.de/online/2009/22/vom-entenhaus-ins-unterhaus">Schlagzeilen</a> über missbräuchliche Spesenabrechnungen von Parlamentsmitgliedern unter Beschuss ist.</p>
<p>Umfragen zu den Wahlabsichten zeigen, dass sich Premier Gordon Brown warm anziehen muss, sehr warm: Zwei aktuelle Prognosen &#8211; von <a href="http://www.populuslimited.com/politics-category.html">Populus</a> für die heutige<a href="http://www.timesonline.co.uk/tol/news/politics/article6390069.ece">Times</a> und von ICM für den morgigen <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/politics/5412679/Disaster-for-Gordon-Brown-as-Labour-falls-below-Lib-Dems-in-new-poll.html">Sunday Telegraph</a> &#8211; gehen davon aus, dass Labour <em>(Lab)</em> auf den dritten Platz zurückfällt. Der Niedergang, der bereits unter der Führung des bekennenden Thatcher-Verehrers und Kriegsrhetorikers Tony Blair einsetzte, dauert also unvermindert an. Die Regierung Brown ist faktisch am Ende, auch wenn Brown Erneuerungswahlen noch bis Juni 2010 hinauszögern kann.</p>
<p><img style="border: initial none initial;" src="http://kyriacou.ch/files/2009_eu_election_poll_uk.png.png" alt="2009_eu_election_poll_uk.png" width="480" height="256" /><br />
<span style="font-size: 11px; font-weight: bold;">Labour im Krebsgang, wahrscheinliche Sitzgewinne für die Grünen<br />
</span><span style="font-size: 11px;">(Prognosen der Umfrageinstitute Populus und ICM)<br />
</span><br />
Leicht zulegen im <a href="http://news.bbc.co.uk/2/shared/bsp/hi/vote2004/euro_uk/html/38.stm">Vergleich zu 2004</a> dürften die Konservativen <em>(Con)</em>. Widersprüchlich sind die Prognosen für die Liberaldemokraten <em>(Ldem)</em>: Populus sagt einen Rückgang um drei, ICM eine Zuwachs um fünf Prozentpunkte voraus. Die jüngeren Enthüllungen von Spesenmissbräuchen auch von Liberaldemokraten mögen ein Grund für die uneinheitlichen Prognosen sein, es mag aber auch Abbild unterschiedlicher Erhebungsmethoden sein. Auch bei der rechtspopulistischen UK Independence Party <em>(UKIP)</em> ist der Trend nicht eindeutig. Zu den klaren Gewinnern gehören gemäss beiden Instituten die Grünen. Stagnieren dürfte hingegen die rechtsextreme British National Party (BNP).</p>
<p>Die Prognosen berücksichtigen regionale Unterschiede nicht, lassen also beispielsweise keine Voraussagen zu den Erfolgen der walisischen Plaid Cymru oder der Scottish National Party zu. Auch innerhalb Englands ist die Ausgangslage uneinheitlich, nicht nur, weil in den einzelnen Wahlkreisen unterschiedlich viele Sitze zu vergeben sind. Die BNP konzentriert sich in ihrer Kampagne auf den Wahlkreis «Nordwest». Die Grünen bringen sich dort als fünfte Kraft ins Spiel, mit dem konkreten Ziel, zu verhindern, dass der BNP-Parteiführer <a href="http://www.hopenothate.org.uk/the-real-bnp/Profile-of-Nick-Griffin.php">Nick Griffin</a> die Wahl ins EU-Parlament schafft. Sie fordern deshalb Wechselwähler auf, ihre Stimme den Grünen und ihrem Spitzenkandidaten Peter Cranie zu geben &#8211; und zeigen in einem Kurzfilm, wieso dies aufgrund des Wahlverfahrens und der Umfragewerte Sinn macht.</p>
<p>[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=fv0uHWxhLgs[/youtube]</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 11px; font-weight: bold;">D’Hondt-Wahlverfahren (auch als Hagenbach-Bischoff-System bekannt) kurz erklärt.<br />
</span><span style="font-size: 11px;">Quelle:</span> <span style="font-size: 11px;"><a href="http://www.stopnickgriffin.org.uk/sites/stopnickgriffin/blog/2009-05-19-votingsystem.html">www.stopnickgriffin.org.uk</a></span></p>
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		<title>Mohammed muss in die Schmuddelecke</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 05:40:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Die Welt spinnt]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Muslime haben in der englischen Stadt Leicester verlangt, dass der Koran in Bibliotheken nicht inmitten profaner Literatur untergebracht wird, nur das oberste Regal werde der Bedeutung des Buches gerecht. Der städtische Bibliotheksrat gab deshalb eine Weisung heraus, die sämtliche religiöse Schriften auf die top shelves verbannt &#8211; eine kluge Entscheidung, denn Briten wissen von den Auslagen der Zeitschriftenhändler, dass dort Werke zu finden sind, welche für Kinder und Jugendliche ungeeignet sind.
Christen befürchten nun allerdings, dass Kinder sich künftig für Harry Potter oder die Dark Materials-Trilogie entscheiden könnten, wenn sie nicht mehr an die Bibel rankommen. Ungeklärt bleibt zudem, ob in den Leicestermer Bibliotheken auch die Bücher, in denen zum Jihad gegen Nichtmuslime aufgerufen wird, künftig in den obersten Regale untergebracht werden oder ob diese als Lebenshilfefibeln besser zugänglich bleiben müssen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Muslime haben in der englischen Stadt Leicester verlangt, dass der Koran in Bibliotheken nicht inmitten profaner Literatur untergebracht wird, nur das oberste Regal werde der Bedeutung des Buches gerecht. Der städtische Bibliotheksrat gab deshalb eine Weisung heraus, die sämtliche religiöse Schriften auf die <em>top shelves </em>verbannt &#8211; eine kluge Entscheidung, denn Briten wissen von den Auslagen der Zeitschriftenhändler, dass dort Werke zu finden sind, welche für Kinder und Jugendliche ungeeignet sind.</p>
<p>Christen <a href="http://www.pro-medienmagazin.de/themen/nachrichten/nachrichten-single/datum/23/02/2009/britische-bibliotheken-religioese-schriften-nach-oben/">befürchten</a> nun allerdings, dass Kinder sich künftig für Harry Potter oder die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/His_Dark_Materials">Dark Materials</a>-Trilogie entscheiden könnten, wenn sie nicht mehr an die Bibel rankommen. Ungeklärt bleibt zudem, ob in den Leicestermer Bibliotheken auch die Bücher, in denen zum Jihad gegen Nichtmuslime <a href="http://www.24dash.com/news/Communities/2009-02-23-Council-admits-stocking-library-books-promoting-Muslim-extremism">aufgerufen</a> wird, künftig in den obersten Regale untergebracht werden oder ob diese als Lebenshilfefibeln besser zugänglich bleiben müssen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Religulous &#8211; aktuelle Fallbeispiele</title>
		<link>http://kyriacou.ch/2008/12/religulous-aktuelle-fallbeispiele/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Dec 2008 12:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Dachschaden]]></category>
		<category><![CDATA[Das Wort zum Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Die Welt spinnt]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Wort zum Sonntag
Ob’s an der Jahreszeit liegt? Religiöse Wirrköpfe bemühen sich aktuell mit besonders absurden Verlautbarungen um Schlagzeilen. In England verspricht der von Sozialhilfe lebende Imam und Rechtsanwalt Anjem Choudary seinen muslimischen Glaubensbrüdern die Verdammung in der Hölle, sollten sie an Weihnachtsfeiern teilnehmen. Und in der Schweiz betet Ex-Junkie und SVP-Aktivist Daniel Regli mit seiner putzigen Familienlobby für Regen während der nächstjährigen «Euro Pride», da er Homosexualität als Sünde betrachtet.
Selbstredend begründen sowohl Choudary wie auch Regli ihre Positionen mit Verweisen auf ihre jeweiligen religiösen Lieblingstexte. Entsprechend lau blieb die gesellschaftliche Unterstützung für die Sektierer.
Vielleicht sollten sie’s mal mit der Strategie des Leipziger Theologieprofessors Peter Zimmerling versuchen. Er empfiehlt seinen Schäfchen, beim Missionieren eine nicht-religiöse Alltagsprache zu verwenden und an populäre Kultur, etwa an Kinofilme, anzuknüpfen.
Hervorragend dazu geeignet wäre beispielsweise der Film «Religulous», in dem der US-Amerikanische Satiriker und Bill Maher eine ganze Palette an religiösen Wirrköpfen präsentiert. Damit sollte ihnen sogar das gelingen, wonach sich Zimmerling ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Wort zum Sonntag</strong></p>
<p>Ob’s an der Jahreszeit liegt? Religiöse Wirrköpfe bemühen sich aktuell mit besonders absurden Verlautbarungen um Schlagzeilen. In England verspricht der von Sozialhilfe lebende Imam und Rechtsanwalt Anjem Choudary seinen muslimischen Glaubensbrüdern die Verdammung in der Hölle, sollten sie an Weihnachtsfeiern teilnehmen. Und in der Schweiz betet Ex-Junkie und SVP-Aktivist Daniel Regli mit seiner putzigen <a rel="self" href="http://familienlobby.ch/">Familienlobby</a> für Regen während der nächstjährigen «Euro Pride», da er Homosexualität als Sünde betrachtet.</p>
<p><img class="alignright" title="Filmplakat «Religulous»" src="http://kyriacou.ch/files/293.religuous.poster.090908.jpg" alt="" width="221" height="298" />Selbstredend begründen sowohl Choudary wie auch Regli ihre Positionen mit Verweisen auf ihre jeweiligen religiösen Lieblingstexte. Entsprechend lau blieb die gesellschaftliche Unterstützung für die Sektierer.</p>
<p>Vielleicht sollten sie’s mal mit der Strategie des Leipziger Theologieprofessors Peter Zimmerling versuchen. Er <a rel="self" href="http://www.idea.de/index.php?id=355&amp;tx_ttnews%5btt_news%5d=70682&amp;tx_ttnews%5bbackPid%5d=18&amp;cHash=c0407d33a6">empfiehlt</a> seinen Schäfchen, beim Missionieren eine nicht-religiöse Alltagsprache zu verwenden und an populäre Kultur, etwa an Kinofilme, anzuknüpfen.</p>
<p>Hervorragend dazu geeignet wäre beispielsweise der Film «Religulous», in dem der US-Amerikanische Satiriker und Bill Maher eine ganze Palette an religiösen Wirrköpfen präsentiert. Damit sollte ihnen sogar das gelingen, wonach sich Zimmerling so sehr sehnt: Mit Atheisten ins Gespräch zu kommen.</p>
<p><small>(Teile via <a rel="self" href="http://litart.twoday.net/stories/5381603/">SideEffects</a> und <a rel="self" href="http://hpd.de/node/5923">humanistischer Pressedienst</a>)</small></p>
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		<title>Feindbilderökonomie: Es gibt nur noch pädophile Terroristen</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 19:26:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Die Welt spinnt]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt scheint momentan ungewöhnlich verworren und nur noch schwer zu verstehen. Dass erst die Teilverstaatlichung der Bankenwelt den Kapitalismus so richtig zum Erblühen bringt, steht jedenfalls noch nicht in den Lehrbüchern.
Umso trostvoller, dass anderweitig Komplexität reduziert wird. Die staatlichen Allüberwacher brauchen fortan nur noch ein einziges Feindbild zu bemühen: Pädophile Terroristen. Die «Times» berichtet, dass islamische Terroristen ihre Angriffspläne am liebsten auf Pädophilen-Websites verstecken. Mittels Steganografie &#8211; dem Anreichern von Bilddaten mit fürs Auge unsichtbaren aber mittels Software auslesbaren Botschaften &#8211; werden geheime Informationen auf Kinderporno-Sites untergebracht. So jedenfalls die Annahme der Kriminologen, nachdem bei mehreren Personen, gegen die Razzien wegen Teilnahme an terroristischen Gruppierungen liefen, Tausende oder gar Zehntausende solcher Bilder gefunden wurden.
Der Bericht zeigt durch tiefgründige Analyse, dass sich die Täterprofile von Terroristen und Pädophilen frappant ähneln:
Another area investigators will want to explore is the similarity between the personalities of paedophiles and terrorists. “If they are going out, a lot of time is spent ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt scheint momentan ungewöhnlich verworren und nur noch schwer zu verstehen. Dass erst die Teilverstaatlichung der Bankenwelt den Kapitalismus so richtig zum Erblühen bringt, steht jedenfalls noch nicht in den Lehrbüchern.</p>
<p>Umso trostvoller, dass anderweitig Komplexität reduziert wird. Die staatlichen Allüberwacher brauchen fortan nur noch ein einziges Feindbild zu bemühen: Pädophile Terroristen. Die «Times» <a rel="self" href="http://www.timesonline.co.uk/tol/news/uk/crime/article4959002.ece">berichtet</a>, dass islamische Terroristen ihre Angriffspläne am liebsten auf Pädophilen-Websites verstecken. Mittels Steganografie &#8211; dem Anreichern von Bilddaten mit fürs Auge unsichtbaren aber mittels Software auslesbaren Botschaften &#8211; werden geheime Informationen auf Kinderporno-Sites untergebracht. So jedenfalls die Annahme der Kriminologen, nachdem bei mehreren Personen, gegen die Razzien wegen Teilnahme an terroristischen Gruppierungen liefen, Tausende oder gar Zehntausende solcher Bilder <a rel="self" href="http://www.timesonline.co.uk/tol/news/uk/crime/article4958674.ece">gefunden</a> wurden.</p>
<p>Der Bericht zeigt durch tiefgründige Analyse, dass sich die Täterprofile von Terroristen und Pädophilen frappant ähneln:</p>
<blockquote><p>Another area investigators will want to explore is the similarity between the personalities of paedophiles and terrorists. “If they are going out, a lot of time is spent by going to the mosque or going off to internet cafés,” the source said.</p></blockquote>
<p>Die entdeckte Verbindung wird von der Politik mit Interesse wahrgenommen. Beide Parteivertreter, welche die Times zitiert, Labour-Vertreter <a rel="self" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Andrew_Dismore">Andrew Dismore</a> und die Tory-Frau <a rel="self" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pauline_Neville-Jones">Pauline Neville-Jones</a>, sprechen den Erkenntnissen von Scotland Yard grosse Bedeutung zu. Schliesslich sind sie beide verlässliche Terroristen-Jäger. Dismore stimmte brav für den Irak-Krieg und die Labourschen Überwachungsgesetze, die in Grossbritannien unter dem Namen «anti-terrorism laws» eingeführt wurden &#8211; aber selbstredend gegen eine parlamentarische Untersuchung des Irakkrieges. Und Neville-Jones war Verwaltungsrätin beim staatseigenen Rüstungskonzern, <a rel="self" href="http://en.wikipedia.org/wiki/QinetiQ">QinetiQ</a>, der am Irakkrieg verdiente.</p>
<p>Und die politischen Schlussfolgerungen? Nun, fürs Erste steht im Bericht nur dies:</p>
<blockquote><p>Experts say that the advancement in encryption technology is outpacing the authorities’ abilities to monitor suspected terrorists and paedophiles.</p></blockquote>
<p>Die Lösung dürfte die sein, die Grossbritannien seit geraumer Zeit mit Verve verfolgt: <em>Wenn Überwachung nicht reicht, braucht’s mehr Überwachung.</em> Aber das steht wohl erst morgen in der Zeitung. Schliesslich wollen derlei Botschaften mit Bedacht vermittelt werden. Dank der neuen Feindbildökonomie dürfte es etwas einfacher geworden sein.</p>
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		<title>Das Ende der narrenfreien Marktwirtschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 08:38:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Februar wurde die Intervention noch als notwendige Ausnahme von der Regel angekündigt: Die Britische Bank «Northern Rock» wurde verstaatlicht, der Verwaltungsrat rausgeschmissen und der CEO von der Regierung bestimmt. Am 29. September folgte dann der zweite Verstoss gegen die reine marktwirtschaftliche Lehre: Auch «Bradford &#38; Bingley» wurde mit Staatsgeldern vor dem Kollaps gerettet.
Heute verabschiedet sich Grossbritannien endgültig von der Illusion der selbstheilenden Kräfte der Finanzmärkte. Staatsmittel gibt’s nun für alles was im British Banking Rang und Namen hat: Abbey, Barclays, HBOS, HSBC, Lloyds TSB, Nationwide Building Society, Royal Bank of Scotland und Standard Chartered (sieheBBC-Bericht).
Die wahre Ausnahme von der Regel: Die Nummer sieben unter den (bis heute nichtstaatlichen) Banken, die Co-operative Bank scheint ohne Subventionen der Steuerzahler über die Runden zu kommen. Mit ihren ethischen Prinzipien übt sie sich in freiwilliger Selbstbeschränkung &#8211; eine offenbar auch ökonomisch äusserst gesunde Praxis. Die britischen Steuerzahler und Stimmbürger müssten es ihr eigentlich zu danken wissen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Februar wurde die Intervention noch als notwendige Ausnahme von der Regel angekündigt: Die Britische Bank «<a rel="self" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Northern_Rock">Northern Rock</a>» wurde verstaatlicht, der Verwaltungsrat rausgeschmissen und der CEO von der Regierung bestimmt. Am 29. September folgte dann der zweite Verstoss gegen die reine marktwirtschaftliche Lehre: Auch «<a rel="self" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bradford_and_Bingley">Bradford &amp; Bingley</a>» wurde mit Staatsgeldern vor dem Kollaps gerettet.</p>
<p>Heute verabschiedet sich Grossbritannien endgültig von der Illusion der selbstheilenden Kräfte der Finanzmärkte. Staatsmittel gibt’s nun für alles was im British Banking Rang und Namen hat: Abbey, Barclays, HBOS, HSBC, Lloyds TSB, Nationwide Building Society, Royal Bank of Scotland und Standard Chartered (siehe<a rel="self" href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/business/7658277.stm">BBC-Bericht</a>).</p>
<p>Die wahre Ausnahme von der Regel: Die <a rel="self" href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_banks_in_the_United_Kingdom">Nummer sieben</a> unter den (bis heute nichtstaatlichen) Banken, die <a rel="self" href="http://www.co-operativebank.co.uk/">Co-operative Bank</a> scheint ohne Subventionen der Steuerzahler über die Runden zu kommen. Mit ihren <a rel="self" href="http://www.goodwithmoney.co.uk/servlet/Satellite/1200903577042,CFSweb/Page/GoodWithMoney">ethischen Prinzipien</a> übt sie sich in freiwilliger Selbstbeschränkung &#8211; eine offenbar auch ökonomisch äusserst gesunde Praxis. Die britischen Steuerzahler und Stimmbürger müssten es ihr eigentlich zu danken wissen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>England vor der Revolution! Richter legen Perücken ab</title>
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		<pubDate>Wed, 14 May 2008 19:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderbares]]></category>
		<category><![CDATA[Die Welt spinnt]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[England und Wales modernisieren das Justizwesen! Kleine Unvollkommenheiten wie die fehlende Trennung von Legislative und Judikative bleiben zwar bestehen. Aber die Richter wollen sich volkstümlicher geben und haben sich deshalb von der Londoner Designerin Betty Jackson eine neue Arbeitsuniform schneidern lassen. Schlichter als das Vorgängermodell, das 300 Jahre den Standard setzte, kommt es daher. Und &#8211; unglaublich &#8211; die Richter verzichten künftig gar auf ihre Perücke. (Disclaimer: Die Neuerungen gelten nur für Zivilrichter. Strafrichter brauchen die Perücke weiterhin zum Persönlichkeitsschutz.)
Bei diesem Reformtempo werden aus Britannien (oder seinen Nachfolgerstaaten) womöglich innert weniger Jahrhunderte moderne Republiken.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>England und Wales modernisieren das Justizwesen! Kleine Unvollkommenheiten wie die <a style="outline-style: none; outline-width: initial; outline-color: initial; text-decoration: none; color: #339900;" rel="self" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Judicial_functions_of_the_House_of_Lords">fehlende Trennung</a> von Legislative und Judikative bleiben zwar bestehen. Aber die Richter wollen sich volkstümlicher geben und haben sich deshalb von der Londoner Designerin Betty Jackson eine <a style="outline-style: none; outline-width: initial; outline-color: initial; text-decoration: none; color: #339900;" rel="self" href="http://business.timesonline.co.uk/tol/business/law/article3919653.ece">neue Arbeitsuniform</a> schneidern lassen. Schlichter als das Vorgängermodell, das 300 Jahre den Standard setzte, kommt es daher. Und &#8211; unglaublich &#8211; die Richter verzichten künftig gar auf ihre Perücke. (Disclaimer: Die Neuerungen gelten nur für Zivilrichter. Strafrichter brauchen die Perücke weiterhin zum Persönlichkeitsschutz.)</p>
<p>Bei diesem Reformtempo werden aus Britannien (oder seinen Nachfolgerstaaten) womöglich innert weniger Jahrhunderte moderne Republiken.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>England sucht den Super-Belästiger</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 09:48:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Die Welt spinnt]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[Die britische Labour-Regierung hat ein Problem. Sie dürfte bei den nächsten nationalen Wahlen aus dem Amt gefegt werden. Jedenfalls klatscht das Elektorat fleissig, wenn die Tories im Herrschaftsgebiet von Lizzy II für Ruhe und Ordnung sorgen wollen. Also versucht Labour die Konkurrenz beständig rechts zu überholen &#8211; was gar nicht so einfach ist bei Vorschlägen wie Benimm- und Marschierunterricht an (üblicherweise schulfreien) Samstagen für nichtkonforme Kinder (ein erstes Versprechen des neuen Londoner Bürgermeisters Boris Johnson).
Doch Labour gibt sich noch nicht geschlagen. Jacqui Smith, Ministerin für innere Sicherheit, will nun staatliche Stalking- und Mobbing-Truppen auf die Beine stellen, die dem sich unroyal benehmenden Gesindel auflauern sollen:
Police should be harassing badly behaved youths by openly filming them and hounding them at home to make their lives as uncomfortable as possible, the home secretary will say today.
Die Generalprobe hat in Essex bereits stattgefunden &#8211; mit vollem Erfolg, wie ein involvierter Polizist berichtet:
A four-day blitz in Basildon, which was followed ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die britische Labour-Regierung hat ein Problem. Sie dürfte bei den nächsten nationalen Wahlen aus dem Amt gefegt werden. Jedenfalls klatscht das Elektorat fleissig, wenn die Tories im Herrschaftsgebiet von Lizzy II für Ruhe und Ordnung sorgen wollen. Also versucht Labour die Konkurrenz beständig rechts zu überholen &#8211; was gar nicht so einfach ist bei Vorschlägen wie Benimm- und Marschierunterricht an (üblicherweise schulfreien) Samstagen für nichtkonforme Kinder (ein erstes Versprechen des neuen Londoner Bürgermeisters Boris Johnson).</p>
<p>Doch Labour gibt sich noch nicht geschlagen. Jacqui Smith, Ministerin für innere Sicherheit, will nun staatliche <a rel="self" href="http://www.guardian.co.uk/politics/2008/may/08/police.ukcrime">Stalking- und Mobbing-Truppen</a> auf die Beine stellen, die dem sich unroyal benehmenden Gesindel auflauern sollen:</p>
<blockquote><p>Police should be harassing badly behaved youths by openly filming them and hounding them at home to make their lives as uncomfortable as possible, the home secretary will say today.</p></blockquote>
<p>Die Generalprobe hat in Essex bereits stattgefunden &#8211; mit vollem Erfolg, wie ein involvierter Polizist berichtet:</p>
<blockquote><p>A four-day blitz in Basildon, which was followed up a few months later, had dramatically reduced offending, and proved highly popular with residents.</p></blockquote>
<p>Na also, noch ist <a rel="self" href="http://en.wikipedia.org/wiki/10_Downing_Street">Number 10</a> nicht verloren.</p>
]]></content:encoded>
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