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Artikel mit dem Tag 'Grüne'

Politik »

[27 Mrz 2012 | 6 Kommentare | 564 mal angeschaut]
Wer hat abgetrieben?

Die Abstimmungskampagne gegen die aus dem christlichnationalen Sumpf stammende Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» läuft an.

Geplant ist eine Neuausgabe des Sternplakats «Wir haben abgetrieben!» aus dem Jahr 1971.

Lea Kusano (SP) und Claudine Esseiva (FDP) suchen nun Frauen und Männer, die bereit sind, öffentlich dazu zu stehen, dass sie sich für eine Abtreibung entschieden haben.

Wer mehr wissen oder definitiv mitmachen will, melde sich bei Claudine Esseiva per Mail: esseiva at fdp.ch. Zuschriften werden, das wird betont, vertraulich behandelt.

Das Nein-Komitee ist auf Facebook präsent. Grüne, SP und die FDP-Frauen haben zur Initiative längst Stellung genommen, die Nein-Kampagne wird also breit abgestützt sein.

Allgemein »

[28 Okt 2011 | Noch kein Kommentar | 516 mal angeschaut]
Innerschweizer SP und Grüne: Frick ist als Parlamentarier nicht tragbar!

Erstaunliches erfährt man beim Lesen der BaZ: Bruno Frick sei für SP und Grüne als Schwyzer Ständerat «das kleinere Übel» als sein freisinniger Herausforderer, denn dieser sei Atomenergiebefürworter.
Es ist zu hoffen, dass SP-Nationalrat Andy Tschümperlin, der sich von der BaZ zitieren lässt, mit seiner Meinung alleine auf weiter Flur steht. Bruno Frick ist ein Feind des Rechtsstaats und der Demokratie. Er hätte spätestens am Tag aus dem Parlament geworfen gehört, als bekannt wurde, dass die Arbeitsgemeinschaft Sicherheit und Wehrtechnik, die er präsidiert, via Farner die GSoA ausspionieren liess.
Frick ist aus rechtsstaatlichen Grünen in einem Parlament nicht tragbar. Bei dieser Ausgangslage sind die politischen Ansichten von Vincenzo Pedrazzini zweitrangig.
Hier zur Erinnerung noch einmal der Tagesschau-Bericht vom 21. August 2009:

Gretchenfrage, Politik »

[21 Okt 2011 | Noch kein Kommentar | 766 mal angeschaut]
Die Parteien zum Weltuntergang

Aus den bekanntlich sehr zuverlässigen Quellen des US-Pastors Harold Camping weiss man, dass das zuständige Organisationskomitee den ursprünglich auf den 21. Mai angekündigten Weltuntergang auf heute verschoben hat:

Wir können also sicher sein, daß die ganze Welt, mit Ausnahme der bis jetzt Erlösten (die Erwählten), unter Gottes Gericht steht und zusammen mit der ganzen Erde am 21. Oktober 2011 ausgelöscht wird. An diesem Tag werden die wahren Gläubigen (die Erwählten) entrückt. Wir müssen daran denken, daß nur Gott weiß, wer Seine Erwählten sind, die Er vor dem 21. Mai erlöst hat.

Nun sind erste Stellungnahmen der Parteien eingetroffen.

Politik »

[10 Okt 2011 | 2 Kommentare | 905 mal angeschaut]
Wer ist hier liberal?

Eine politische Gruppierung, die sich mit dem Etikett «liberal» schmückt, steht klar für eine liberale Gesellschaft ein und ist zurückhaltend beim Rufen nach Repression. So wird es doch sein, oder? Oder?

Dank Smartvote ist der politische Lackmustest einfach zu erstellen: denn «liberale Gesellschaft» und «Law & Order» sind beides Achsen der Smartvote-Spinnen – eine liberale Gruppierung müsste also bei der Achse oben links einen hohen und bei der Achse unten rechts einen tiefen Wert aufweisen, so wie dies bei den abgebildeten Konfessionslosen der Fall ist.
Die Realität sieht aber anders aus: Die gesellschaftsliberalsten Zürcher Parteien, die bereits im Nationalrat vertreten sind, sind SP und Grüne. Immerhin: mit nur kurzem Abstand folgen die Parteien, die dem Namen nach die höchsten Werte erreichen sollten: Grünliberale und FDP. Die religiöse Mitte und die SVP kommen allesamt auf weniger als die halbe Punktzahl.
Bei Law & Order sind die Unterschiede noch deutlicher: Wenig auf Verbotskultur setzen SP und Grüne, die Grünliberalen zeigen …

Politik, Wirtschaft »

[26 Jun 2011 | 8 Kommentare | 1.858 mal angeschaut]
Die verquere Logik der Ecopop-Initianten

Gestern präsentierten zwei Vertreter von Ecopop ihre Initiative «Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen» dem Vorstand der Grünen Schweiz. Grund genug, den Initiativtext und die Argumente der Initianten einmal unter die Lupe zu nehmen. Ecopop – ausgeschrieben Ecologie et Population – versteht sich als Umweltorganisation und zeigt sich besorgt, dass der Ressourcenverbrauch in der Schweiz wie auch weltweit zu hoch ist. Sie konstatiert, dass die Umweltbelastung von drei Faktoren bestimmt wird: dem Konsumverhalten pro Kopf, der Anzahl Menschen und den angewandten Technologien. So weit so unspektakulär.

Ecopop sieht sich – das verrät ihr Name – als «einzige Umweltschutzorganisation in der Schweiz, die sich im Moment mit dem Faktor Bevölkerung ernsthaft auseinandersetzt». Entsprechend setzt sie mit ihrer Initiative ausschliesslich beim Faktor Bevölkerungszahl an.

Politik »

[28 Mrz 2011 | Noch kein Kommentar | 1.244 mal angeschaut]
Wahlen Baselland: Vorschau auf den Kampf in der Mitte im Oktober

Dramatische Einbrüche bei CVP und FDP, Gleichstand bei rotgrün und rechtsaussen sowie zwei zusätzliche Parteien, die um die Rolle des Züngleins an der Waage buhlen – dies sind die wichtigsten Ergebnisse der gestrigen Parlamentswahlen in Baselland. Sie dürften eine einigermassen verlässliche Vorschau auf die Umwälzungen bei den Nationalratswahlen im Oktober darstellen, auch wenn die Ausgangslage von Kanton zu Kanton unterschiedlich ist.
Sechs von 20 Sitzen musste die Baselbieter FDP gestern abgeben, drei von 11 die CVP. Einen Sitz verlor die SP, die SD ihren einzig verbleibenden. Gewonnen haben die Grünen (+1), die SVP (+3) sowie die beiden neuen Parteien GLP (+3) und BDP (+4).
Dass die Verschiebungen faktisch fast nur im Spektrum welches den Raum rechts der Grünen und links der SVP abdeckt, stattfanden, sieht man umso deutlicher, wenn man die Parteistärken 2007 und 2011 vergleicht: Die erstarkten Grünen haben den Rückgang der SP mehr als kompensieren können, die SVP hat weniger zugelegt als was SD und …

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[15 Jan 2011 | 2 Kommentare | 2.754 mal angeschaut]
Phantombild des Waffenschutzgegners: Rentner, rechtsgerichtet, träumt von Bürgerwehren

Basierend auf den Angaben von 757 Personen hat das Meinungsforschungsinstitut gfs.bern das voraussichtliche Stimmverhalten zur Waffenschutzinitiative erhoben.

Nicht überraschenderweise zeigen sich deutliche Cluster ab: Junge, Frauen und politisch links orientierte Stimmberechtigte befürworten die Initiative mehrheitlich. Die Gegnerschaft ist vorwiegend männlich, rechtsgerichtet und im Rentenalter.

Eine weitere Dimension lässt zu*, die Profile der Befürworter und Gegner weiter zu schärfen: Wer Vertrauen in den Bundesrat hat, stimmt der Initiative eher zu, wer nur geringes Vertrauen aufbringt, besteht viel eher darauf, ohne Bedürfnisnachweis bis an die Zähne bewaffnet sein zu dürfen.

Bezieht man Stellungnahmen auf Online-Debatten mit ein, in denen Rechtsnationale von der Notwendigkeit schreiben, im Zweifelsfall mit Waffengewalt gegen Staatsorgane vorgehen zu können, lässt sich ein Phantombild des radikalen Waffenschutzgegners erstellen: Rentner, rechtsgerichtet und träumt von Bürgerwehren.

Gretchenfrage »

[27 Sep 2010 | 19 Kommentare | 3.102 mal angeschaut]
Schöpfungsmythen im Biologieunterricht: schwere Schlappe für EDU und EVP

13 Ja-Stimmen, 134 Nein und 12 Enthaltungen – deutlicher hätte heute der Zürcher Kantonsrat dem Anliegen religiöser Fundamentalisten, christliche Schöpfungsmythen in den Biologieunterricht aufzunehmen, kaum eine Abfuhr erteilen können.
Nebst den Initianten des Postulates aus den Reihen der EDU stimmten dem Anliegen nur Vertreter der EVP und eine Handvoll SVP-Mitglieder zu. Die klare Aussage des SVP-Sprechers Matthias Hauser, dass es keine wissenschaftliche Kontroverse um die Evolutionstheorie gebe und dass der Denkplatz Zürich auf qualitativ hochstehenden Naturwissenschaftsunterricht angewiesen sei, machte aber klar, dass ihre eigene «Fischli-Fraktion» diesmal ohne Einfluss war – eine angenehme Überraschung, da sich die Fraktion noch im Januar mehrheitlich für die Gültigerklärung der unumsetzbaren Sterbehilfeverbot-Initiative der EDU ausgesprochen hatte. Kein Verständnis für das Anliegen zeigte auch die einzig andere religiös ausgerichtete Partei, die CVP: Der bekennende Christ Patrick Hächler ging mit den Urhebern des Postulats hart ins Gericht und warf ihnen vor, mit der versuchten Gleichstellung von Mythen und wissenschaftlicher Erkenntnis Äpfel und Gurken …

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[26 Feb 2010 | Ein Kommentar | 2.001 mal angeschaut]
Mitbestimmen!

2006 lag die Wahlbeteiligung bei den unter 30-Jährigen bei nur 18%. Die Mitbestimmen-Kampagne will dies ändern. Geht wählen!

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[23 Feb 2010 | 6 Kommentare | 3.466 mal angeschaut]
Gemeinderat Zürich: Die Sitzverteilung ab Mai 2010

Basierend auf den Veränderungen der Wählerzahlen der Parteien in den einzelnen Wahlkreisen zwischen den Gemeinderatswahlen 2006 zu den Nationalratswahlen 2007 (und unter Einbezug der Kantonsratswahlen 2007) komme ich auf folgende Sitzverteilung gemäss Pukelsheim-Verfahren:

In den einzelnen Wahlkreisen ergeben sich nach dieser Prognose folgende Verschiebungen:

Im Gegensatz zur eben veröffentlichten Tages-Anzeiger-Prognose basieren die hier präsentierten Zahlen nicht auf einer Umfrage. Ungenauer dürften sie aber höchstens insofern sein, als die Resultate kreisweise falsch sein können. Dennoch: alleine aufgrund dieser Zahlen sollte kein Bisheriger seine Mittwochnachmittageinträge in der Agenda streichen und keine neu Antretende auf Vorrat ein neues Bücherregal kaufen. Aber der grüne Parteipräsident, Markus Kunz, darf schon mal den Weinhändler seines Vertrauens kontaktieren. Bei 20 Sitzen für die Grünen habe ich nämlich eine Wette klar gewonnen. Und 20 Sitze sind noch nicht mal das Resultat des (aus grüner Sicht) optimistischsten Szenarios.