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Artikel mit dem Tag 'Islam'

Gretchenfrage, Politik »

[14 Dez 2008 | Noch kein Kommentar | 730 mal angeschaut]

Das Wort zum Sonntag
Ob’s an der Jahreszeit liegt? Religiöse Wirrköpfe bemühen sich aktuell mit besonders absurden Verlautbarungen um Schlagzeilen. In England verspricht der von Sozialhilfe lebende Imam und Rechtsanwalt Anjem Choudary seinen muslimischen Glaubensbrüdern die Verdammung in der Hölle, sollten sie an Weihnachtsfeiern teilnehmen. Und in der Schweiz betet Ex-Junkie und SVP-Aktivist Daniel Regli mit seiner putzigen Familienlobby für Regen während der nächstjährigen «Euro Pride», da er Homosexualität als Sünde betrachtet.
Selbstredend begründen sowohl Choudary wie auch Regli ihre Positionen mit Verweisen auf ihre jeweiligen religiösen Lieblingstexte. Entsprechend lau blieb die gesellschaftliche Unterstützung für die Sektierer.
Vielleicht sollten sie’s mal mit der Strategie des Leipziger Theologieprofessors Peter Zimmerling versuchen. Er empfiehlt seinen Schäfchen, beim Missionieren eine nicht-religiöse Alltagsprache zu verwenden und an populäre Kultur, etwa an Kinofilme, anzuknüpfen.
Hervorragend dazu geeignet wäre beispielsweise der Film «Religulous», in dem der US-Amerikanische Satiriker und Bill Maher eine ganze Palette an religiösen Wirrköpfen präsentiert. Damit sollte ihnen sogar das gelingen, wonach sich Zimmerling …

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[28 Nov 2008 | Ein Kommentar | 818 mal angeschaut]

Ich weiss, einen wirklichen Dachverband hab Ihr nicht, und Ihr seid vor allem damit beschäftigt, Euch voneinander abzugrenzen. Aber dennoch, werte Öffentlichkeitsverantwortliche der Ligue des Musulmans de Suisse, des Forums für einen fortschrittlichen Islam, der Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich, der Föderation Islamischer Dachorganisationen in der Schweiz, der (im Cyberspace offenbar inexistenten) «Koordinationsstelle Islamischer Organisationen Schweiz» und ähnlicher Vereinigungen, erlaubt mir eine Frage:
Schaut Ihr auch mal fern? Und wenn ja, habt Ihr zu den Terroranschlägen in Mumbai so gar nichts zu sagen? Ein kleines Bisschen Ratlosigkeit oder Ablehnung, vielleicht gar eine klare Distanzierung? Damals, als Ihr euch über die Mohammed-Karikaturen empörtet, habt Ihr doch sogar eine Demo in Bern hingekriegt. Also
seid doch bloss nicht so scheu, Ihr habt doch bestimmt eine Meinung zu den Vorfällen, oder?

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[8 Jun 2008 | Noch kein Kommentar | 601 mal angeschaut]

Das Wort zum Sonntag
Wann stellen ein paar zittrig-krumme Linien eine göttliche Botschaft dar und wann pure Blasphemie? Zwei vordergründig vergleichbare Fälle werden durch Islam-Gelehrte völlig unterschiedlich eingestuft: Holzwurmlöcher, die dem Schriftbild für Mohammed ähneln, sind eindeutig ein göttliches Zeichen.

Ein symbolisiertes Glacé-Häubchen, das einer Allah-Kalligrafie ähnelt, hingegen beleidigt den properen Gläubigen.

Quellen: badastronomy.com (via burnttongue.net) und jihadwatch.org
Muss man nun daraus ableiten, dass nur das, wo der Wurm drin ist, für religiöse Symbolik taugt? Bitte um gelehrigen Rat.

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[22 Apr 2008 | Ein Kommentar | 528 mal angeschaut]

Bereits im Dezember 2006 hatte der ägyptische Forscher Abd al-Baset al-Sayyid festgestellt, dass auf Greenwich basierende Zeitrechnungen zu Differenzen von rund 8.5 Minuten zwischen der nördlichen und der südlichen Hemisphäre führten, was beispielsweise im Flugverkehr zu Schwierigkeiten führe. Mit einer Umstellung auf Mekka-Zeit würden diese Probleme verschwinden – und noch andere mehr.

Die Erläuterungen nicht verstanden? Abd al-Baset al-Sayyid erklärt es Schritt für Schritt
Denn nirgendwo sonst auf der Welt ist Blut dermassen gut in der Lage, Sauerstoff im Körper zu transportieren wie in Mekka. Vielleicht hängt dies mit der kurzwelligen Strahlung zusammen, die von Mekka ausgeht, die der weise Gelehrte an anderer Stelle beschreibt (Video).
An der Konferenz wurde übrigens noch eine Uhr vorgestellt, die im Gegenuhrzeigersinn läuft und helfen soll, die Richtung nach Mekka von jedem Punkt der Erde aus bestimmen zu können. Ob bei diesem Modell die Zeit ebenfalls rückwärts läuft, erwähnt der BBC-Bericht leider nicht.

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[6 Mrz 2008 | Noch kein Kommentar | 652 mal angeschaut]

«Nun ist es gewissermaßen „amtlich”: Auch Kinder dürfen über religiöse Aussagen, die ihnen komisch erscheinen, lachen.» So beginnt die Mitteilung des Humanistischen Pressedienstes zum Entscheid der deutschen Bundesprüfstelle, das Kinderbuch «Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel» nicht zu verbieten. Buchhandlungen und Kinderzimmer werden in Deutschland also nicht zu Tabuzonen für Religionskritik.
Es ist zu hoffen, dass das Familienministerium, welches den Zensurierungsantrag gestellt hatte, künftig auf solcherlei unnötigen Aktivismus verzichtet.

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[1 Feb 2008 | 2 Kommentare | 732 mal angeschaut]

Kinderbüchern haftet oft der Ruf an, sie seien reichlich moraltriefend, müssten mindestens so sehr erzieherisch wertvoll wie unterhaltsam sein. Als Beispiel möge Der Regenbogenfisch lernt teilen dienen. Den Anspruch, Kinder in die richtigen Bahnen zu leiten, haben sicherlich auch religiös ausgerichtete Kinderbücher. Solche sind in der aktuellen Amazon-Bestenliste in dieser Kategorie mit so erbauend klingenden Titeln vertreten wie «Ich bin das Licht, Komm freu Dich mit mir», «Du bist einmalig» oder «Ich will dir was erzählen, lieber Gott. Mit Kindern beten ist schön».
Man könnte leicht zynisch schlussfolgern, Kindern wird aus erzieherischen Gründen das selber Denken abgenommen. Dabei gibt es sehr wohl Kinder, die sich dieses Recht frech herausnehmen wollen – wie es im besten aller Kinderbücher anschaulich dokumentiert ist:
“Thinking again?” the Duchess asked, with another dig of her sharp little chin.”I’ve a right to think,” said Alice sharply, for she was beginning to feel a little worried.”Just about as much right,” said the Duchess, “as pigs have to fly….”
So sehr …

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[30 Jan 2008 | Noch kein Kommentar | 681 mal angeschaut]

Schweine aus der Welt der Kinderbücher bedrohen die Zivilisation offenbar mit System. Erst letzte Woche Woche musste die staatliche britische Agentur für Lerntechnologie eine CD von einem Wettbewerb verbannen. Hatten es die Autoren doch gewagt, ihre Lern-Software auf der anstössigen Geschichte der drei kleinen Schweinchen zu basieren.
Nun mussten aus Gründen des Jugendschutzes auch deutsche Ordnungshüterinnen einschreiten, gegen ein Ferkel, das obszöne Fragen stellt, z.B. «Wo bitte geht’s zu Gott?» Das Familienministerium möchte das religionskritische Kinderbuch des Schriftstellers Michael Schmidt-Salomon und des Illustrators Helge Nyncke auf den Index setzen, es also für Kinder und Jugendliche so unzugänglich machen wie harte Pornographie und Nazi-Literatur.
Der Verlag und die humanistische Bruno Giordani-Stiftung haben nun eine Aktion “Rettet das Kleine Ferkel” gestartet.

Doch die Unterschriftenaktion greift eigentlich zu kurz. Denn neu ist der Trend nicht. Bereits 2006 hatte das staatliche türkische Fernsehen Winnie the Poohverbannt wegen dessen enger Beziehung zu Piglet.
Es braucht wohl eine grössere Gegenbewegung. save-the-piglets.com vielleicht?

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[24 Jan 2008 | Noch kein Kommentar | 719 mal angeschaut]

Seit anfangs Dezember 2007 wissen wir, dass eine falsche Namensgebung für einen Teddybären schon Grundlage genug sein kann, um den ach so heiligen Frieden unter den Religionen zu gefährden.
Juroren der staatlichen britischen Agentur für Lerntechnologie (Becta) haben nun noch weitere bösartige Provokateure aus der Welt der Kinder entdeckt: Die drei kleinen Schweinchen.

Bild BBC / Shoo Fly Verlag

Eine elektronisches Buch, das dieses Märchen zum Inhalt hatte, wurde von einem Wettbewerb ausgeschlossen, da es «kulturell problematisch» sei («the use of pigs raises cultural issues» ). Die CD, die zuvor bereits mehrfach prämiert worden war, könne der muslimischen Gemeinschaft nicht empfohlen werden.
Höchste Zeit also, britische Werke zu verbieten, die seit Jahrzehnten durch die Omnipräsenz von Schweinen religiösen Hass in den Kinderstuben verbreiten: allen voran die Muppet Show und Winnie the Pooh und Animal Farm sowieso.
(via humanistischer Pressedienst und BBC)

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[11 Jan 2008 | Noch kein Kommentar | 343 mal angeschaut]

Der Minarettinitiative gebe ich eigentlich keine Chance. Religiöse Toleranz ist in der Schweiz vergleichsweise gross – auch wenn diese in Wirklichkeit wohl eher gegenseitiges Desinteresse als aufrichtige Anerkennung widerspiegelt. Ausserdem nimmt der Anteil an Menschen, die säkular eingestellt sind, beständig zu.
Das Einzige, was dieser Initiative wohl Auftrieb geben könnte, sind politische Druckversuche aus dem Ausland. Und genau damit scheint nun die Organisation der Islamischer Konferenz (OIC) Schlüer und Konsorten zu beglücken. Diese hatte nämlich im vergangenen November vom Schweizer Botschafter in Saudiarabien Auskunft über die Initiative verlangt, wie die NZZ heute berichtet. Die Schweiz hat nun geantwortet und – so der Artikel – in erster Linie das Schweizer Initiativrecht erläutert. Die OIC tut wohl gut daran, die Informationen stillschweigend zur Kenntnis zu nehmen, will sie der Initiative nicht unnötig Schützenhilfe leisten.
Zusätzlich erläutern kann Schlüer die Initiative ja, wenn er das nächste Mal an einem internationalen Treffen von Holocaustleugnern teilnimmt. Solche Veranstaltungen organisiert auch das IOC-Gründungsmitlied Iran nicht ungern.

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[2 Dez 2007 | Ein Kommentar | 611 mal angeschaut]

Mohammed ist kein gewöhnlicher Name. Ihn anderen Personen als Propheten zu verleihen ist aus muslimischer Sicht heikel, die Gratwanderung zwischen Ehrerweisung und Beleidigung ist schmal. Um genau abzuklären, wer sich denn mit dem Namen des Propheten schmücken dürfe und wer nicht, wurde jüngst im Sudan eine Feldstudie durchgeführt.
Die Untersuchungsfrage lautete: Welche dieser «Personen» ist befugt, den Namen «Mohammed» zu tragen?

Khalid Sheikh Mohammed
Muhammad Ali
Teddybär von Muhammad (7)
Mohammed Atef

Mutmasslicher Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001
Boxerlegende, Kriegsdienst-verweigerer und St. Sebastian-Double für Esquire
(Foto typähnlich)Auf Wunsch des Teddy-Besitzers so benannt
ehemaliger militärischer Führer von al-Qaida

Das gesunde Volksempfinden Sudans – mutmasslich unterstützt durch die Landesregierung – hat nun also entschieden: Einzig der Teddybär ist es, welcher den Islam und seinen Oberguru beleidigt. Folgerichtig wird der Tod einer Englischlehrerin gefordert, welche zuliess, dass sich ihre Klasse darauf einigte, dass ein Objekt mit nichts als Stroh im Kopf Mohammed getauft wurde (s. BBC-Berichterstattung zur Volksbefragung).
Solcherlei zu kommentieren steht eigentlich nur dem einzigen anerkannten Fachmann für …