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	<title>Andreas Kyriacou über Manches&#187; Junk Science</title>
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	<description>Save our planet - it&#039;s the only one with chocolate</description>
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		<title>Von Löwen, Vollmond und Bullshit in wissenschaftlichen Artikeln</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jul 2011 17:11:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Junk Science]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Team um den Löwenforscher Craig Packer wagt sich ans Thema evolutionäre Psychologie. Das Ergebnis ist mehr als zweifelhaft. Problematischer ist allerdings, dass völlig unsinnige Behauptungen den Review-Prozess überstehen und unbesehen von fremden Redaktionen übernommen werden.
Gemäss Packer et al (2011) wurden in Tansania zwischen 1988 und 2009 über 1000 Menschen von Löwen angegriffen. Hinweise darüber, unter welchen Bedingungen Raubkatzenübergriffe besonders wahrscheinlich oder besonders unwahrscheinlich sind, sind für die Lokalbevölkerung also von hohem Wert.
Packer und seine Co-Autoren brachten in der Vergangenheit diverse Einflussfaktoren ins Spiel. So legte Craig selbst nahe, dass ein hohes Aufkommen von Buschschweinen die Wahrscheinlichkeit von Löwenangriffen auf Menschen erhöhe. Der Zusammenhang scheint in der Tat schlüssig: Buschschweine machen sich in Siedlungsnahen Gebieten gerne über Felder her. Um sie zu vertreiben, schlafen Bauern oftmals im Freien – und werden so zuweilen Opfer von Löwen, für die Buschschweine eine beliebte Nahrung sind.
Und Hadas Kushnir brachte zwei weitere Thesen ins Spiel: Sie vermutet, dass sich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4573" class="wp-caption alignright" style="width: 305px"><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/lion.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-full wp-image-4573 " style="margin: 5px;" title="Bild: Falense/Wikipedia" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/lion.jpg" alt="Bild: Falense/Wikipedia" width="295" height="295" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: Falense/Wikipedia</p></div>
<p>Ein Team um den Löwenforscher Craig Packer wagt sich ans Thema evolutionäre Psychologie. Das Ergebnis ist mehr als zweifelhaft. Problematischer ist allerdings, dass völlig unsinnige Behauptungen den Review-Prozess überstehen und unbesehen von fremden Redaktionen übernommen werden.</p>
<p>Gemäss Packer <em>et al</em> (2011) wurden in Tansania zwischen 1988 und 2009 über 1000 Menschen von Löwen angegriffen. Hinweise darüber, unter welchen Bedingungen Raubkatzenübergriffe besonders wahrscheinlich oder besonders unwahrscheinlich sind, sind für die Lokalbevölkerung also von hohem Wert.</p>
<p>Packer und seine Co-Autoren brachten in der Vergangenheit diverse Einflussfaktoren ins Spiel. So legte Craig selbst nahe, dass ein hohes Aufkommen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buschschwein" target="_blank">Buschschweinen</a> die Wahrscheinlichkeit von Löwenangriffen auf Menschen erhöhe. Der Zusammenhang scheint in der Tat schlüssig: Buschschweine machen sich in Siedlungsnahen Gebieten gerne über Felder her. Um sie zu vertreiben, schlafen Bauern oftmals im Freien – und werden so zuweilen Opfer von Löwen, für die Buschschweine eine beliebte Nahrung sind.</p>
<p>Und Hadas Kushnir brachte <a href="http://www.fieldstudies.org/pages/5582_hadas_kushnir.cfm" target="_blank">zwei weitere Thesen ins Spiel</a>: Sie vermutet, dass sich unter Löwen eine Verhaltensänderung abzeichnet: Erwachsene Tiere würden neuerdings Jungtiere gezielt im Jagen von Menschen unterrichten. Sie nennt dazu auch einen möglichen Grund: Wenn durch Fluten der Lebensraum der Löwen eingegrenzt wird, verschwinden Beutetiere und sie stossen zwangsweise häufiger in von Menschen bewohnte Gebiete vor.</p>
<p>Nun aber wollen Craig <em>et al</em> einen weiteren Einflussfaktor ausgemacht haben: Den Mondstand. Gemäss ihres diesen Monat auf PLoS ONE <a href="http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0022285#pone.0022285-Owens1" target="_blank">veröffentlichten Artikels</a> greifen Löwen Menschen überaus häufig in den Nächten nach Vollmond  an:</p>
<blockquote><p>Hourly attack rates were 2–4 times higher in the first 10 days after the full moon (when the moon does not rise until after sunset) than in the 10-day period before the full moon (when the moon is 30–100% illuminated and above the horizon at sunset).</p></blockquote>
<p>Aus dieser Beobachtung schliessen die Autoren nun folgendes:</p>
<blockquote><p>The darkest hours in the early evening are restricted to the weeks following the full moon, and lions are hungriest immediately after the bright evenings of the second quarter. Although we are safest from lion attacks during well-lit nights, the <em>full</em> moon accurately indicates that the risks of lion predation will increase dramatically in the coming days. Thus the full moon is not dangerous in itself but is instead a portent of the darkness to come.</p></blockquote>
<p>Craig <em>et al</em> führen in ihrem Artikel aus, dass Löwen nach einem Vollmond am hungrigsten seien – mutmasslich, weil sie in hellen Nächsten beim Jagen weniger erfolgreich sind – so, dass die Gefahr eines Angriffs auf Menschen dann eben besonders hoch sei. (Ob die Menschen allenfalls selbst nach den sichereren hellen Nächten selbst fahrlässiger agieren, wird nicht ausgeführt.)</p>
<p>Die Autoren schlagen vor, dass der Mond vielleicht deshalb als Ankündiger von Gefahren einen so hohen Stellenwert in vielen Mythen erlangt hat. Um dies dramaturgisch zu unterlegen, schreiben sie <em>«lions were once the most widely distributed mammal in the world»</em> und verweisen als Quelle auf einen Artikel von <a href="http://www.plosgenetics.org/article/info:doi/10.1371/journal.pgen.1000251" target="_blank">Agostinho Antunes</a> <em>et al</em> aus dem Jahr 2008. Dort allerdings steht nichts dergleichen sondern dies:</p>
<blockquote><p>Lions occupied Europe and by the Late Pleistocene (~130,000–10,000 years ago) lions had the greatest intercontinental distribution for a <strong>large land mammal</strong> (excluding man), ranging from Africa into Eurasia and the Americas. (meine Hervorhebung)</p></blockquote>
<p>Auch dies ist nach neueren Erkenntnissen unrichtig. Der Amerikanische Löwe scheint stammesgeschichtlich <a href="http://tandfprod.literatumonline.com/doi/abs/10.1671/039.029.0314" target="_blank">kein echter Löwe</a> zu sein, und der eurasische Löwe hat es vermutlich nie über die Beringstrasse nach Amerika geschafft – im Gegensatz zum <a href="http://www.iucnredlist.org/apps/redlist/details/3746/0/full" target="_blank">Wolf</a>. Und Nager wie Hase und Maus waren als spätere Kulturfolger noch erfolgreicher im Erobern von Kontinent um Kontinent.</p>
<p>Die verfälschende Zitierweise wurde von den PLoS-Reviewern nicht bemerkt und bereits findet sich die Behauptung, «Löwen waren einst die am weitesten verbreiteten Säugetiere der Erde» in einem Bericht auf dem <a href="http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-13713-2011-07-22.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+scinexx+%28scinexx+%7C+Das+Wissensmagazin%29" target="_blank">Scinexx-Portal</a> von Springer. Und dort gibt man bei der Interpretation gleich noch eins drauf: Schrieben Craig <em>et al</em> noch, dass ihre Daten helfen könnten, zu erklären, wieso der Vollmond Thema von unzähligen Mythen und falschen Vorstellungen sei – sie verweisen auf mehrere Studien, die einen Zusammenhang von Vollmond und ungewöhnlichem Verhalten verneinen – heisst es be Springer nur noch, die beobachtete Gefahrenzunahme, könnte erklären, «warum in vielen Kulturen und Mythen der Vollmond eine so wichtige Rolle als Unglücksbote spielt.»</p>
<p>Bei Grenzwissenschaft aktuell wird noch weiter <a href="http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2011/07/studie-belegt-lowen-angriffslustiger.html" target="_blank">konfabuliert</a>:</p>
<blockquote>
<div id="_mcePaste">Die Ergebnisse der Studie stützen somit auch jene These, nach der nachaktive Raubtiere eine wichtige Rolle in der menschlichen Evolution gespielt hatten, in dem sie den Drang nach sicheren nächtlichen Unterkünften und der Kontrolle des Feuers schürten.</div>
</blockquote>
<p>Diese These wird von Craig <em>et al</em> einleitend vorgebracht, doch ihre Untersuchung sagt dazu im Grunde nichts aus. Denn ein Schutzbedürfnis dürften unsere Vorfahren völlig unabhängig davon gehabt haben, ob die Verteilung von Löwenangriffen innerhalb einer Mondphase tatsächlich schwankt oder nicht.</p>
<p>Grenzwissenschaft aktuell muss natürlich keinen Qualitätsansprüchen genügen. Aber von PLoS und sciencexx würde ich mir etwas mehr Skeptizismus wünschen&#8230;</p>
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		<title>Rückschau auf den «European Skeptics Congress» in Budapest</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 13:17:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Junk Science]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der European Council of Skeptical Organisations (ECSO) organisiert im Schnitt alle zwei Jahre einen Europäischen Skeptiker-Kongress, der diesjährige Kongress ging vom vergangenen Freitag bis Sonntag in Budapest über die Bühne. Eine Rückschau.



Zwei Themenbereiche überwogen: wie Fragestellungen wissenschaftlich sauber untersucht werden können und wie auf allerlei Quacksalbereien reagiert werden soll. Gábor Szabó, Physiker und Rektor der ungarischen Universität Szeged, nahm sich zum Einstieg der Lichttherapie an. Er zeigte auf, dass Zellkulturen verschieden auf unterschiedliche Lichtwellen reagieren und der Effekt mehrerer Frequenzen sich neutralisieren kann. Im weiteren werden Lichtstrahlen von der Haut auf komplexe Art absorbiert und umgelenkt, spezifische Effekte lassen sich dadurch nur sehr schwer erzielen – Erklärungsmodelle für Lichttherapieansätze scheitern somit fast zwangsweise an der Komplexität biologischer Systeme. Das intensive Bemühen die physikalischen und biochemischen Abläufe dennoch im Detail zu verstehen, scheint nichts desto trotz viel versprechend: Zusammen mit Medizinern hat Szabó für Allergiebehandlungen mit Lichtreizen in der Nase erste Erfolge erzielt.

Der belgische Mediziner und Professor ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica;"><strong>Der European Council of Skeptical Organisations (ECSO) organisiert im Schnitt alle zwei Jahre einen Europäischen Skeptiker-Kongress, der <a href="http://www.szkeptikus.hu/14th-european-skeptic-congress">diesjährige Kongress</a></strong><strong> ging vom vergangenen Freitag bis Sonntag in Budapest über die Bühne. Eine Rückschau.</strong></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px;">
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica;"><img class="alignnone size-full wp-image-3403" title="congressbanner" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/congressbanner.jpg" alt="congressbanner" width="569" height="97" /></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica;">
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica;">Zwei Themenbereiche überwogen: wie Fragestellungen wissenschaftlich sauber untersucht werden können und wie auf allerlei Quacksalbereien reagiert werden soll. <strong>Gábor Szabó</strong>, Physiker und Rektor der ungarischen Universität Szeged, nahm sich zum Einstieg der Lichttherapie an. Er zeigte auf, dass Zellkulturen verschieden auf unterschiedliche Lichtwellen reagieren und der Effekt mehrerer Frequenzen sich neutralisieren kann. Im weiteren werden Lichtstrahlen von der Haut auf komplexe Art absorbiert und umgelenkt, spezifische Effekte lassen sich dadurch nur sehr schwer erzielen – Erklärungsmodelle für Lichttherapieansätze scheitern somit fast zwangsweise an der Komplexität biologischer Systeme. Das intensive Bemühen die physikalischen und biochemischen Abläufe dennoch im Detail zu verstehen, scheint nichts desto trotz viel versprechend: Zusammen mit Medizinern hat Szabó für Allergiebehandlungen mit Lichtreizen in der Nase erste Erfolge erzielt.</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px;">
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica;">Der belgische Mediziner und Professor an der Universität Brüssel <strong>Willem Betz</strong>, der als junger Arzt erst von der Homöopathie angetan war aber rasch merkte, dass ihre Verlautbarungen methodisch sauberen Untersuchungen nicht standhielten, erläuterte, wie auf EU-Ebene die gute Gesetzgebung zum Schutz von Patienten und Konsumenten systematisch aufgeweicht wurde, und nun in Sachen Effizienznachweis ausdrücklich Ausnahmeregelungen für Homöopathie und anthroposophische «Medizin» vorsieht. <strong>Michael Heap</strong>, klinischer und forensischer Psychologe, berichtete von Anzeichen einer Trendwende in Grossbritannien: Die Ärztegesellschaft verlangt nun ausdrücklich die Streichung von Homöopathie aus dem Leistungskatalog des staatlichen Gesundheitssystems. Die öffentliche Meinung beeinflusst haben dürfte die <a href="http://www.1023.org.uk/">ten23-Kampagne</a>, von der <strong>Andy Wilson</strong> von der erst eineinhalb Jahre alten regionalen Skeptikergruppe Merseyside Skeptics berichtete: Mit einem massenweise Schlicken einer «Überdosis» an Glaubuli zeigten sie medienwirksam, dass in homöopathischen Mitteln nichts drin ist.</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px;">
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica;">Einen weiteren Blick auf Grossbritannien lieferte «Trick or Treatment»-Koautor <strong>Simon Singh</strong>, der aufzeigte, dass die britische Gesetzgebung zum Schutz vor Verleumdung nicht nur für britische Warner vor Quacksalbern eine Gefahr darstellt. Aufgrund eines Artikels im Guardian war Singh von der englischen Chiropraktikervereinigung wegen Verleumdung verklagt worden – sein Vorwurf lautete, dass es keinerlei Nachweis dafür gebe, dass Manipulationen an der Wirbelsäule beispielsweise Ohrinfektionen heilen könnten. Kläger, die in Britannien eine Verleumdung geltend machen, können problemlos Schäden in der Höhe von mehreren Hunderttausend Pfund geltend machen. Besonders absurd ist die Tatsache, dass auch dann in Grossbritannien geklagt werden kann, wenn weder der Kläger noch der Angeschuldigte dort wohnen, was zu einem eigentlichen «Klagetourismus» führt. Die Chiropraktiker haben ihre Klage gegen Singh inzwischen zurückgezogen, die hohe öffentliche Aufmerksamkeit, die der Fall erzeugte, dürfte nun zu dringend nötigen Gesetzesänderungen führen.</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px;">
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica;">Wie wichtig es ist, auch ausserhalb der Medizin Behauptungen methodisch sauber zu untersuchen, zeigte unter anderem auch die Linguistin <strong>Klára Sándor</strong>, die darlegte, wie volkslinguistische Annahmen über Sprachverwandtschaften schnell zu falschen Vorstellungen über genetische Verwandtschaften von Volksgruppen führen können und – dargelegt unter anderem an Aussagen von Mitgliedern der neuen rechtsnationalen Regierung Ungarns – allzu oft auch Grundlage bieten für Abgrenzung, Diskriminierung und offenen Rassismus. <strong>Luigi Garlaschelli</strong> zeigte, wie experimentell nachgewiesen werden kann, dass der Gesichtsabdruck des Turiner Grabtuchs mit Sicherheit eine bewusste Fälschung war, für die der unbekannte Macher vermutlich zuvor eigens eine Reliefform hergestellt hatte.</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px;">
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica;">Mit 22 Referenten während insgesamt vier Halbtagen war das Programm leicht überladen und der Frauenanteil unter den Vortragenden war etwas gar gering. Insgesamt ist den Organisatoren aber zu gratulieren: Die meisten Vorträge waren hochkarätig und die Themenvielfalt beeindruckend.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Welt verstehen — heute mit Robert Heymann, Voodoo-Chemiker</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 13:46:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Die Welt verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Junk Science]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Robert Heymann ist bekennender Tora-Fan. Nicht einfach aus religiöser Überzeugung, nein seine Ehrfurcht vor den Büchern Mose gilt vor allem auch den «Passagen mit ihren praktischen Dingen», wie er im Interview mit «d&#8217;Region» bekennt. Als Beispiel führt er den «Chukat»-Abschnitt an, in dem eine Kuh — nicht irgendeine, sondern eine tadellose rotfarbene — geopfert wird, um ihre Asche zur Reinigung zu verwenden:
Das ist die Verordnung, die der Herr erlässt: Sag den Israeliten, sie sollen dir eine fehlerlose, einwandfreie rote Kuh bringen, die noch nie ein Joch getragen hat. Übergebt die Kuh dem Priester Eleasar! Dann soll man sie vor das Lager hinausführen und sie vor seinen Augen schlachten. Der Priester Eleasar nimmt mit seinem Finger etwas von ihrem Blut und spritzt damit siebenmal gegen die Vorderseite des Offenbarungszeltes. Darauf verbrennt man die Kuh vor seinen Augen. Ihr Fell, ihr Fleisch und ihr Blut, alles soll man verbrennen, samt ihrem Mageninhalt. Der Priester nimmt Zedernholz, Ysop ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/p_252_150_8B96A826-C80C-46AD-9919-525A62E09A2D.jpeg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="alignright size-full" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/p_252_150_8B96A826-C80C-46AD-9919-525A62E09A2D.jpeg" alt="" /></a>Robert Heymann ist bekennender Tora-Fan. Nicht einfach aus religiöser Überzeugung, nein seine Ehrfurcht vor den Büchern Mose gilt vor allem auch den «Passagen mit ihren praktischen Dingen», wie er im <a href="http://www.dregion.ch/artikel/44270">Interview</a> mit «d&#8217;Region» bekennt. Als Beispiel führt er den «Chukat»-Abschnitt an, in dem eine Kuh — nicht irgendeine, sondern eine tadellose rotfarbene — geopfert wird, um ihre Asche zur Reinigung zu verwenden:</p>
<blockquote><p>Das ist die Verordnung, die der Herr erlässt: Sag den Israeliten, sie sollen dir eine fehlerlose, einwandfreie rote Kuh bringen, die noch nie ein Joch getragen hat. Übergebt die Kuh dem Priester Eleasar! Dann soll man sie vor das Lager hinausführen und sie vor seinen Augen schlachten. Der Priester Eleasar nimmt mit seinem Finger etwas von ihrem Blut und spritzt damit siebenmal gegen die Vorderseite des Offenbarungszeltes. Darauf verbrennt man die Kuh vor seinen Augen. Ihr Fell, ihr Fleisch und ihr Blut, alles soll man verbrennen, samt ihrem Mageninhalt. Der Priester nimmt Zedernholz, Ysop und Karmesin und wirft alles in das Feuer, in dem die Kuh verbrannt wird. Dann wäscht der Priester seine Kleider, badet seinen Körper in Wasser und kehrt nachher ins Lager zurück; der Priester bleibt aber bis zum Abend unrein. Derjenige, der die Kuh verbrannt hat, wäscht seine Kleider und badet seinen Körper in Wasser; er bleibt aber bis zum Abend unrein. Ein reiner Mann sammelt die Asche der Kuh und legt sie an einen reinen Ort außerhalb des Lagers. Sie wird für die Gemeinde der Israeliten zur Zubereitung des Reinigungswassers aufbewahrt. Es ist ein Sündopfer.</p></blockquote>
<p>Für Heymann ist dies ein Beweis der Weisheit der alten Schriften, da schliesslich auch heute Asche zur Seifenherstellung verwendet werde. Heymann im O-Ton:</p>
<blockquote><p>«Also hatten bereits unsere Vorfahren in der Wüste die Kenntnis, dass man durch Verwendung von Seife sich reinigen und damit schlimme Krankheiten und Seuchen vermeiden kann.»</p></blockquote>
<p>Diese «Beweisführung» forderte den Biochemiker Andreas Lamanda heraus, dessen auf Facebook publizierte Kommentar ich hiere gerne wiedergebe:</p>
<blockquote><p>Der Autor (viele glauben, dass es Gott selber war, oder direkt durch Gott inspiriert aufgeschrieben wurde) demonstriert nur eines, dass er von Chemie nicht den leisesten Schimmer hatte. Bäume nehmen aus dem Boden das natürlich vorkommende Kalium (K) auf. Die bei der Verbrennung entstehende Holzasche enthält Kaliumkarbonat (K2CO3) welches in Wasser Kalilauge (KOH) bildet, die als waschaktive Substanz funktioniert. Die Kuh die beim opfern mit verbrennt, verschwindet zu 99% als gasförmiges Wasser, CO2, N20, SO2 und div. anderen Gasen. Von den Knochen bleibt das Kalzium plus andere Mineralien, welche die am Schluss erhalten Waschlösung allenfalls verunreinigen. “Gottes“ Anweisung ist also gleich in mehrfacher Hinsicht unlogisch:</p>
<p>1. Überlebenstechnisch: Die Leute, welche ganz offensichtlich unter Lebensmittelknappheit gelitten haben, verbrennen auch noch wertvolle Ressourcen</p>
<p>2. Wirtschaftlich: Der Bauer verbrennt ein wertvolles Tier</p>
<p>3. Ethisch: völlig unnötige Tötung eines Lebewesens</p>
<p>4. Chemisch: Die Thora/Bibel beschreibt die Herstellung von Kalilauge (nicht Seife). Die Anweisung ein Tier zu verbrennen zur Herstellung dieser Lauge ist völliger Blödsinn.</p>
<p>5. Medizinisch: Unsere Bibel/Thora lesenden Vorfahren hatten keinen Schimmer davon wie Krankheiten übertragen werden. Wer einen Toten berührt, wird nicht notwendigerweise krank. Wer aber einen anderen Menschen anhustet, überträgt damit Viren oder Bakterien. Gott hätte also wesentlich pragmatischer vorgehen und die simple Anweisung geben können, man solle einander nicht direkt ins Gesicht husten. Vermutlich hätte er damit Millionen von Menschenleben gerettet.</p>
<p>6. Geschichtlich 1: Unsere Vorfahren welche die Thora oder Bibel gelesen haben wussten ganz offensichtlich nicht was eine Seife ist. (Sie kannten nur Pottasche). Die Sumerer hingegen kannten die chemisch korrekte Seifenherstellung vor mehr als 5500 Jahren und haben diese beschreiben. Die Sumerer wussten, dass man die aus Asche gewonnene KOH mit Oel oder Fett verseifen kann und damit ein wesentlich besseres Wasch- und Desinfektionsmittel erhält, nämlich Schmierseife. Man fragt sich unwillkürlich weshalb an anderen Orten schon Seife hergestellt wird aber der allmächtige und allwissende Gott eine Prozedur in ein heiliges Buch schreiben lässt, die schon zu biblischer Zeit veraltet war. Gott war chemisch nicht gerade bewandert, wie es den Anschein hat.</p>
<p>7. Geschichtlich 2: Anstatt ob so bizarrer Anweisung ehrfürchtig zu Staunen, würde man diese heute besser richtig stellen. Das einzig für mich erstaunliche ist, dass solche Sachen immer noch in der Thora/Bibel stehen und von der breiten Masse immer noch nicht verstanden werden. Dabei kommt die Seifenherstellung doch im Kapitel Chemie für Anfänger vor (Niveau Primarschule). Gott war ganz offensichtlich nie in der Primarschule, denn es hätte durchaus gereicht die Asche eines Holzfeuers in Wasser zu lösen. Die Kuh hätte noch viele Jahre Milch geben können und als feiner Braten im Teller eine sinnvollere Bestimmung gehabt, denn als Brandopfer für einen Gott.</p></blockquote>
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		<title>Comic entlarvt Impfkritiker als Betrüger</title>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 13:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Junk Science]]></category>

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		<description><![CDATA[Brandneu sind die Enthüllungen um den dubiosen Impfkritiker Andrew Wakefield nicht, die inhaltliche Vorarbeit hatte vor allem der britische Investigativjournalist Brian Deer geleistet.
1998 hatte Wakefield im renommierten medizinischen Fachjournal «The Lancet» die These aufgestellt, kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfungen seien die wahrscheinliche Ursache für das Auftreten von Autismus bei zwölf untersuchten Kindern. Was angesichts der schmalen Datenbasis anfänglich lediglich nach voreiliger Schlussfolgerung aussah, entwickelte sich nach und nach zum Skandal und im Februar dieses Jahres zum Rückzug des Artikels durch die Lancet-Redaktion.
Deer hatte aufgezeigt, dass die im Londoner Royal Free Hospital gesammelten Daten die Schlussfolgerungen von Wakefield gar nicht zuliessen, dass dieser von einem US-Amerikanischen Anwalt dafür bezahlt worden war, Fakten zu liefern, die eine Sammelklage gegen Hersteller von MMR-Kombi-Impfungen ermöglichen sollte und dass Wakefield selbst ein Patent für Masern-Einzelimpfungen eingereicht hatte.
Der britische Künstler Darrly Cunningham erzählt die Skandalgeschichte nun in der Form eines 15-seitigen Comics. Sehr zu empfehlen!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Brandneu sind die Enthüllungen um den dubiosen Impfkritiker Andrew Wakefield nicht, die inhaltliche Vorarbeit hatte vor allem der britische Investigativjournalist Brian Deer <a href="http://briandeer.com/solved/solved.htm">geleistet</a>.</p>
<p>1998 hatte Wakefield im renommierten medizinischen Fachjournal «The Lancet» die These aufgestellt, kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfungen seien die wahrscheinliche Ursache für das Auftreten von Autismus bei zwölf untersuchten Kindern. Was angesichts der schmalen Datenbasis anfänglich lediglich nach voreiliger Schlussfolgerung aussah, entwickelte sich nach und nach zum Skandal und im Februar dieses Jahres zum Rückzug des Artikels durch die Lancet-Redaktion.</p>
<p>Deer hatte aufgezeigt, dass die im Londoner Royal Free Hospital gesammelten Daten die Schlussfolgerungen von Wakefield gar nicht zuliessen, dass dieser von einem US-Amerikanischen Anwalt dafür bezahlt worden war, Fakten zu liefern, die eine Sammelklage gegen Hersteller von MMR-Kombi-Impfungen ermöglichen sollte und dass Wakefield selbst ein Patent für Masern-Einzelimpfungen eingereicht hatte.</p>
<p>Der britische Künstler Darrly Cunningham erzählt die Skandalgeschichte nun in der Form eines <a href="http://darryl-cunningham.blogspot.com/2010/05/facts-in-case-of-dr-andrew-wakefield.html">15-seitigen Comics</a>. Sehr zu empfehlen!</p>
<div id="attachment_3236" class="wp-caption alignnone" style="width: 577px"><a href="http://darryl-cunningham.blogspot.com/2010/05/facts-in-case-of-dr-andrew-wakefield.html"><img class="size-full wp-image-3236 " title="Wakefield Scam - Auszug aus dem Comic von Darryl Cunningham" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/wakefield_scam.jpg" alt="Wakefield Scam - Auszug aus dem Comic von Darryl Cunningham" width="567" height="544" /></a><p class="wp-caption-text">Auszug aus dem Comic «The Facts In The Case Of Dr. Andrew Wakefield» von Darryl Cunningham</p></div>
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		<title>Storm von Tim Minchin – demnächst auch als Zeichentrickfilm</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 11:35:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
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		<description><![CDATA[Patrik Etschmayer schrieb im vergangenen September in seiner nachrichten.ch-Kolumne von der Bullshit-Kultur:
«Astrologie, Homöopathie, Wünschelruten, Handauflegen, Akupunktur, Hellseher, Geistheiler, Ufo-Entführungen, Löffelverbiegen und allerlei Religionen. Doch auch in der Klimadiskussion, der Gentechnikdebatte und vielen anderen politischen Themen wird fleissig BS serviert und von der Öffentlichkeit vielfach als Fakt geschluckt, ohne zu bemerken, dass die Argumente die Qualität von Stierexkrementen haben.
Ein Problem bei all diesen Themen ist vielfach, dass es bei einigen Leuten geradezu als Schick gilt, von Naturwissenschaften und deren Methoden keinen blassen Schimmer zu haben und deshalb weiss man auch nicht, wie man es vermeiden kann, sich selbst zu täuschen und die eigenen Sehnsüchte über die Realität zu stellen.»

Man soll es nicht beschönigen: Wissenschafter scheitern leider allzu oft beim Demaskieren des Bullshits. Kunstschaffende scheinen da erfolgreicher zu sein - gerade auch, weil man ihnen zubilligt, die Dinge beim Namen zu nennen. Zum Beispiel Tim Minchin...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Patrik Etschmayer schrieb im vergangenen September in seiner <a href="http://www.nachrichten.ch/kolumne/406552.htm">nachrichten.ch-Kolumne</a> von der Bullshit-Kultur:</p>
<blockquote><p>Astrologie, Homöopathie, Wünschelruten, Handauflegen, Akupunktur, Hellseher, Geistheiler, Ufo-Entführungen, Löffelverbiegen und allerlei Religionen. Doch auch in der Klimadiskussion, der Gentechnikdebatte und vielen anderen politischen Themen wird fleissig BS serviert und von der Öffentlichkeit vielfach als Fakt geschluckt, ohne zu bemerken, dass die Argumente die Qualität von Stierexkrementen haben.</p>
<p>Ein Problem bei all diesen Themen ist vielfach, dass es bei einigen Leuten geradezu als Schick gilt, von Naturwissenschaften und deren Methoden keinen blassen Schimmer zu haben und deshalb weiss man auch nicht, wie man es vermeiden kann, sich selbst zu täuschen und die eigenen Sehnsüchte über die Realität zu stellen.</p></blockquote>
<div id="attachment_2598" class="wp-caption alignright" style="width: 128px"><a href="http://www.stormmovie.net:/blog/2010/01/character-preview-tim/#content"><img class="size-medium wp-image-2598     " title="Tim Minchin als Cartoon-Figur" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/tim_minchin-297x300.png" alt="Tim Minchin als Comic-Figur (Quelle: stormmovie.net)" width="118" height="119" /></a><p class="wp-caption-text">Tim Minchin als Cartoon-Figur (Quelle: stormmovie.net)</p></div>
<p>Man soll es nicht beschönigen: Wissenschafter scheitern leider allzu oft beim Demaskieren des Bullshits. Kunstschaffende scheinen da erfolgreicher zu sein &#8211; gerade auch, weil man ihnen zubilligt, die Dinge beim Namen zu nennen.</p>
<p>Einer, der dies auf äusserst vergnügliche Art tut, ist der australisch-britische Liedermacher und Satiriker <a href="http://www.timminchin.com/">Tim Minchin</a>. In seinem <em>beat poem</em> «Storm», welches auf Youtube bereits eine halbe Million mal angeschaut wurde, erzählt er, wie er sich bei einem Abendessen bei Freunden von einer Esoterikerin die Welt erklären lassen muss und so nach und nach die Fassung verliert.</p>
<p>Das Lied wird nun als Zeichentrickfilm verfilmt, heute haben die MacherInnen einen Trailer online gestellt:</p>
<p><a href="http://kyriacou.ch/2010/01/storm-von-tim-minchin-demnachst-auch-als-zeichentrickfilm/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Viel Vergnügen! Die Produzentin Tracy King und die beiden Animatoren DC Turner und Fraser Davidson <a href="http://www.stormmovie.net/blog/">bloggen</a> übrigens laufend über die Entstehung des Films. Das ganze neunminütige Lied mit Texteinblendungen gibt&#8217;s ebenfalls auf Youtube zu sehen:</p>
<p><a href="http://kyriacou.ch/2010/01/storm-von-tim-minchin-demnachst-auch-als-zeichentrickfilm/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wirtschaftsnobelpreis für die Homöopathie!</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 22:53:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[You read it here first]]></category>

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		<description><![CDATA[Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaft geht ans Homöopathie-Archiv und dessen Archivar  Martin Dinges.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2074" class="wp-caption alignright" style="width: 156px"><img class="size-medium wp-image-2074    " style="margin-top: 3px; margin-bottom: 3px; margin-left: 0px; margin-right: 0px;" title="Hahnemann-Archivar Martin Dinges" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/Martin-Dinges-208x300.jpg" alt="Hahnemann-Archivar Martin Dinges (Foto IGM)" width="146" height="210" /><p class="wp-caption-text">Hahnemann-Archivar Martin Dinges (Foto IGM)</p></div>
<p>Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaft geht ans <a href="http://www.igm-bosch.de/f3.htm" target="_blank">Homöopathie-Archiv</a> des Instituts für Geschichte der Medizin (IGM) und dessen heutigen stellvertretenden Leiter und Archivar, Prof. Dr. phil. Martin Dinges. Das Archiv, welches von der Robert-Bosch-Stiftung getragen wird, bewahrt die Nachlässe des Homöopathie-Begründers Samuel Hahnemann und seiner wichtigster Schüler und Nachfolger.</p>
<p>Der Preis wird in Anerkennung des bedeutenden empirischen und theoretischen Beitrags der Homöopathie in den Wirtschaftswissenschaften verliehen, namentlich der Falsifizierung der Hypothese des rationalen Verhaltens von Marktteilnehmern. Beeinflusst von den Parolen der Aufklärung postulierten die Autoren früher ökonomischer Modelle, dass Nachfrager in einem Markt vernunftgetrieben handelten. Mehr als ein Jahrhundert bevor der Sozialwissenschafter Herbert Simon das Prinzip der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Begrenzte_Rationalität">eingeschränkten Rationalität</a> einführte, entwickelte Hahnemann sorgfältige Versuchsanordnungen, die aufzeigen sollten, dass der Mensch keinesfalls danach strebt, informiert zu handeln.</p>
<p>Hahnemann entwickelte drei einfach falsifizierbare Thesen und fügte diese zu einer scheinbaren Therapiemethode zusammen. Zunächst schlug er mit der <em>Similis-Regel</em> vor, dass Krankheiten sich mit Substanzen heilen liessen, die unabhängig von der Krankheitsursache bei Gesunden dieselben Symptome hervorriefen wie bei Kranken. Im Weiteren votierte er mit der <em>Simplex-Regel</em> dafür, dass unabhängig vom spezifischen Leiden bei jedem Patienten ein einziges Präparat genüge, um ihn zu kurieren. Und schliesslich formulierte er das <em>Prinzip des Potentierens</em>: Die Wirkung einer Substanz soll mit zunehmender Verdünnung stärker werden.</p>
<p>Hahnemann konnte eindrücklich beweisen, dass charismatisches Auftreten und die Verwendung pseudowissenschaftlichen Jargons – 1824 erschien erstmals sein Werk «Organon der Heilkunst» – genügten, um bei seinen Versuchspersonen rationelles Denken weitgehend ausser Kraft zu setzen. Die rund 5400 an Hahnemann gerichteten Patientenbriefe belegen eindrücklich, dass er auch für die Erklärung von Massenverhalten wichtige empirische Grundlagen schuf; es sollte aber bis 1841 dauern, bis Charles Mackay in seinem Werk <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Extraordinary_Popular_Delusions_and_the_Madness_of_Crowds">Extraordinary Popular Delusions and the Madness of Crowds</a> eine systematische Untersuchung zum Thema veröffentlichte. Nebst <em>«peculiar follies»</em> dokumentierte Mackay auch frühe ökonomische Blasen.</p>
<p>In seinen <a href="http://www.igm-bosch.de/mitarbeiter/dinges_publ.htm" target="_blank">Publikationen</a> belegt Dinges eindrücklich, dass weder Richtungsstreitigkeiten unter den verschiedenen Schulen, die in der Nach-Hahnemannzeit entstanden, noch moderne wissenschaftliche Erkenntnisse die Popularität der Homöopathie beeinträchtigen. Längst ist aufgezeigt, dass in einem typischen homöopathischen Präparat aufgrund der hohen Verdünnung kein einziges Molekül der Ursubstanz vorhanden ist und dass homöopathische Präparate nicht wirksamer als andere Placebo sind.</p>
<p>Wohl bietet auch heute das Börsenverhalten Beweis für die eingeschränkte Rationalität von Marktteilnehmern. Doch zur Illustration der <strong>uneingeschränkten Irrationalität</strong> braucht es die Homöopathie. Es war in der Tat an der Zeit, dies einmal gebührend zu würdigen.</p>
<p>Das Ganze ausnahmsweise auch <a href="http://kyriacou.ch/2009/10/homeopaths-awarded-nobel-prize-in-economic-sciences/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed" target="_blank">auf Englisch</a>. You read it here first!</p>
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		<title>Kreationistische Scharlatanerie</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 12:42:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Junk Science]]></category>
		<category><![CDATA[Kreationismus]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
«Schöpfungslehre kontra Wissenschaft» &#8211; so lautete der Titel einer kontradiktorischen Debatte, zu der gestern die Winterthurer Freidenker eingeladen hatten. Den wissenschaftlichen Standpunkt nahm der Biologe und Chemiker Toni Bürgin ein, der seit 1996 das Naturmuseums St Gallen leitet. Den Kreationismus vertrat der evangelikale Missionar Roger Liebi.
Diskussionsleiter Kurt Schmid eröffnete die Debatte mit der Präsentation eines versteinerten Trilobiten, der aus wissenschaftlicher Sicht rund 450 Millionen Jahre alt ist. Roger Liebi sah dies freilich etwas anders: Die Bibel geht von einem Erdzeitalter von nur rund 6000 Jahren aus, ergo muss der versteinerte Gliederfüsser noch jüngeren Datums sein. Das versteinerte Sediment, aus dem der Trilobit herausgelöst wurde, entstand gemäss Liebi durch die Sintflut. Er sprach den wissenschaftlich anerkannten Datierungsmethoden jede Verlässlichkeit ab und brachte als «Gegenthesen» Messmethoden ins Spiel, welche aufgrund von Salz- und Metallkonzentrationen im Meer das Erdalter zu bestimmen versuchen, und präsentierte ein Sammelsurium an Schätzungen zwischen 11&#8242;ooo bis 21 Millionen Jahren. Dass diese offensichtlich unzuverlässigen Ansätze ebenfalls allesamt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<div id="attachment_2006" class="wp-caption alignright" style="width: 192px"><img class="size-medium wp-image-2006  " title="Trilobit" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/trilobite-253x300.jpg" alt="Trilobit - Bild wikipedia/DanielCD" width="182" height="216" /><p class="wp-caption-text">Trilobit - Bild wikipedia/DanielCD</p></div>
<p>«Schöpfungslehre kontra Wissenschaft» &#8211; so lautete der <a href="http://atheisten.ch/dotclear/index.php?post/2009/08/21/Kreationismus-kontra-Wissenschaft">Titel</a> einer kontradiktorischen Debatte, zu der gestern die Winterthurer Freidenker eingeladen hatten. Den wissenschaftlichen Standpunkt nahm der Biologe und Chemiker Toni Bürgin ein, der seit 1996 das <a href="http://www.naturmuseumsg.ch/">Naturmuseums St Gallen</a> leitet. Den Kreationismus vertrat der evangelikale Missionar <a href="http://kyriacou.ch/2008/12/roger-liebi-der-kreationist-update/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Roger Liebi</a>.</p>
<p>Diskussionsleiter Kurt Schmid eröffnete die Debatte mit der Präsentation eines versteinerten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trilobiten">Trilobiten</a>, der aus wissenschaftlicher Sicht rund 450 Millionen Jahre alt ist. Roger Liebi sah dies freilich etwas anders: Die Bibel geht von einem Erdzeitalter von nur rund 6000 Jahren aus, ergo muss der versteinerte Gliederfüsser noch jüngeren Datums sein. Das versteinerte Sediment, aus dem der Trilobit herausgelöst wurde, entstand gemäss Liebi durch die Sintflut. Er sprach den wissenschaftlich anerkannten Datierungsmethoden jede Verlässlichkeit ab und brachte als «Gegenthesen» Messmethoden ins Spiel, welche aufgrund von Salz- und Metallkonzentrationen im Meer das Erdalter zu bestimmen versuchen, und präsentierte ein Sammelsurium an Schätzungen zwischen 11&#8242;ooo bis 21 Millionen Jahren. Dass diese offensichtlich unzuverlässigen Ansätze ebenfalls allesamt das postulierte Erdzeitalter von 6000 Jahren zu Fall brachten, schien Liebi wenig zu kümmern.</p>
<p>Bürgin hörte geduldig zu, hielt dann aber unmissverständlich fest, dass Liebi keine Ahnung habe, wie wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn zustande komme. Liebi, der während der Debatte beständig in einer an die Wand projizierten Foliensammlung hin- und herblätterte, erklärte dann, wie er Wissenschaft verstehe: Als ein zweigeschossiges Haus, in dessen Erdgeschoss die harten Fakten untergebracht seien – Beobachtungen, Messdaten und dergleichen. Im ersten Geschoss seien die Interpretationen, Weltanschauungen und Spekulationen zu Hause. Nirgends widerspräche die Bibel widerspräche den harten Fakten, nur in ihrer Interpretation gingen die Meinungen auseinander. Dann und wann drehte Liebi – unterstützt von seiner Foliensammlung – richtiggehend auf und «bewies» beispielsweise, dass, weil eine (!) Versuchsanordnung in den 1970er Jahren keinen durchschlagenden Erfolg gebracht hatte, die Entstehung von Zellen ohne Schöpfergott gar nicht möglich sei.</p>
<p>Bürgin konterte jedes Mal geduldig und betonte beständig, dass wissenschaftliche temporär und Fragestellungen ergebnisoffen seien. Für Liebi stellen sich diese Unwägbarkeiten in der Forschung nicht. Die <a href="http://whitefield.edu/">Titelschleuder</a>, die ihm seinen Doktortitel verliehen hatte, führt als wichtigsten Leitsatz «Biblical Inerrancy» (biblische Unfehlbarkeit) auf, die «Staatsunabhängige theologische Hochschule Basel», an der Liebi lehrt, unterstreicht in ihrem «<a href="http://www.sthbasel.ch/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=147&amp;Itemid=332">Forschungsprofil</a>», dass sie auf «Sachkritik an den biblischen Aussagen» verzichtet.</p>
<p>Um bei der Gebäudemetapher zu bleiben: Roger Liebi hat sich einen Tempel fernab des Hauses der Wissenschaft errichtet. Von dort schaut er verwundert mit einem Fernrohr (welches ihm dank des wissenschaftlichen Fortschritts zur Verfügung steht) zum Wissenschaftsbau hinüber und will einfach nicht verstehen, dass es für seine Ideologie im ersten Stock keinen Platz hat.</p>
<p><small>11.01.2009 <a href="http://kyriacou.ch/2009/01/von-gauklern-scharlatanen-und-scheinwissenschaftlern/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Von Gauklern, Scharlatanen und Scheinwissenschaftlern</a><br />
21.12.2009 <a href="http://kyriacou.ch/2008/12/roger-liebi-der-kreationist-update/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Roger Liebi der Kreationist</a> (<a href="http://www.kyriacou.ch/files/roger_liebi_der_kreationist.html">vielfach kommentierte Version im alten Blog</a>)</small></p>
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		<title>Microsoft will Darwins Ideen patentieren</title>
		<link>http://kyriacou.ch/2009/08/microsoft-will-darwins-ideen-patentieren/#utm_source=feed&#038;utm_medium=feed&#038;utm_campaign=feed</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 12:17:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Die Welt spinnt]]></category>
		<category><![CDATA[Junk Science]]></category>

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		<description><![CDATA[Er ist bereits zwei Jahre alt, der Patent-Antrag von Microsoft mit dem Titel «Clustering phylogenetic variation patterns». Doch erst kürzlich haben Wissenschafter bemerkt, wofür genau Microsoft Erfinderschutz beantragt. Phylogenese bezeichnet die stammesgeschichtliche Entwicklung der Arten. Bereits Darwin nutzte Baumstrukturen, um die Verwandtschaftsgrade verschiedener Artenbildlich  darzustellen.

Zu Darwins Zeiten wurden vor allem morphologische und – bei lebenden Arten – physiologische Merkmale verglichen: Ähnlichkeiten im Körperbau oder funktionelle Gemeinsamkeiten von Gewebe und Organen bei verschiedenen Arten gelten als Indiz für eine gemeinsame Vergangenheit. Heute dominieren molekulargenetische Analysen: Je grösser die Übereinstimmung von Gensequenzen, als desto näher verwandt gelten zwei Arten. Analysiert man Daten einer grösserer Menge von Arten, lassen sich Stammbäume erstellen, deren Verästelungen aufzeigen, in welcher Reihenfolge neue Arten aus gemeinsamen Vorfahren entstanden.
Genau hier setzt das Microsoft-Patent an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er ist bereits zwei Jahre alt, der <a href="http://www.google.com/patents?id=gHezAAAAEBAJ&amp;pg=PA9&amp;source=gbs_selected_pages&amp;cad=2#v=onepage&amp;q=&amp;f=false">Patent-Antrag von Microsoft mit dem Titel «Clustering phylogenetic variation patterns»</a>. Doch erst kürzlich haben Wissenschafter bemerkt, wofür genau Microsoft Erfinderschutz beantragt. Phylogenese bezeichnet die stammesgeschichtliche Entwicklung der Arten. Bereits Darwin nutzte Baumstrukturen, um die Verwandtschaftsgrade verschiedener Artenbildlich  darzustellen:</p>
<div id="attachment_1777" class="wp-caption alignnone" style="width: 406px"><img class="size-full wp-image-1777 " title="Phylogenetischer Baum aus «Life &amp; Letters of Charles Darwin» (1887)" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/darwin_phylogeny.gif" alt="Phylogenetischer Baum aus «Life &amp; Letters of Charles Darwin» (1887)" width="396" height="246" /><p class="wp-caption-text">Phylogenetischer Baum aus «Life &amp; Letters of Charles Darwin» (1887)</p></div>
<p>Zu Darwins Zeiten wurden vor allem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Morphologie_(Biologie)">morphologische</a> und – bei lebenden Arten – <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tierphysiologie">physiologische</a> Merkmale verglichen: Ähnlichkeiten im Körperbau oder funktionelle Gemeinsamkeiten von Gewebe und Organen bei verschiedenen Arten gelten als Indiz für eine gemeinsame Vergangenheit. Heute dominieren molekulargenetische Analysen: Je grösser die Übereinstimmung von Gensequenzen, als desto näher verwandt gelten zwei Arten. Analysiert man Daten einer grösserer Menge von Arten, lassen sich Stammbäume erstellen, deren Verästelungen aufzeigen, in welcher Reihenfolge neue Arten aus gemeinsamen Vorfahren entstanden.</p>
<p>Genau hier setzt das Microsoft-Patent an. Der erste Anspruch bezieht sich auf den Schutz folgender «Errungenschaft»:</p>
<blockquote><p>A method of generating biomolecular patterns comprising:</p>
<ul>
<li>receiving a plurality of sequences across a plurality of species, each of these sequences including monomers;</li>
<li>mapping at least a portion of the plurality of sequences to an evolutionary tree, the evolutionary tree including a plurality of nodes corresponding to the sequences in a hierarchical arrangement;</li>
<li>identifying a plurality of positions in the sequences as occurring in at least a predetermined number of sequences in the plurality of sequences;</li>
<li>counting evolutionary events in each of the identified plurality of positions at each identified node in the evolutionary tree; and</li>
<li>identifying related positions based on the counting.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>In einer für Patentanträge typisch kryptischen Sprache wird beschrieben, was ein heute längst etabliertes Verfahren ist: Nukleinsäuren werden in ihren Bestandteilen untersucht  und daraus Verwandschaftsgrade berechnet und in der Form von Baumstrukturen festgehalten. Seit dem Bekanntwerden des Patentantrags herrscht bei Wissenschaftern helle Aufregung, denn auch aus den neunzehn weiteren «claims» des Patents geht nicht wirklich hervor, worin die microsoftsche Innovation liegen soll. Die Zeitschrift Science <a href="http://www.sciencemag.org.libezproxy.open.ac.uk/cgi/content/full/325/5941/664">zitiert</a> (leider kein freier Zugang) den Phylogenetiker William Piel wie folgt:</p>
<blockquote><p>«This patent is written<sup> </sup>in such broad language that it appears to swallow up any activity<sup> </sup>that involves understanding biodiversity through phylogenetics.»</p></blockquote>
<p>Es ist zu hoffen, dass der Antrag abgeschmettert wird. Andernfalls droht dasselbe wie in der Informatik: Die Behinderung von Innovation durch Trivialpatente.</p>
<p><small>(via <a href="http://www.theregister.co.uk/2009/08/21/microsoft_evolutionary_tree_patent_application/">The Register</a>)</small></p>
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		<item>
		<title>Ein Abend zu «Quacks &amp; Cures»</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 16:52:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Junk Science]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[«Quacks &#038; Cures» lautete der Titel des gestrigen Abends, zu dem der Wellcome Trust in London Euston eingeladen hatte. Gastredner waren Ben Goldacre, Autor des Buches «Bad Science» und die Medizinhistorikerin Roberta Bivins. Goldacre sprach über den Placebo-Effekt, die eigentliche Geschäftsgrundlage der Quacksalberzunft, Bivins über die besondere Bedeutung Londons als Handelsplatz und Nährboden der Quacksalberei.
Goldacre brachte vorwiegend Beispiele aus seinem Buch, in dem er – immer auf Gruppenstudien verweisend – beispielsweise aufzeigt, dass rote Zuckerpillen belebender wirken als blaue und dass vier Zuckerpillen besser wirken als zwei...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>«<a href="http://www.wellcomecollection.org/exhibitionsandevents/events/Quacks-and-Cures/index.htm">Quacks &amp; Cures</a>» lautete der Titel des gestrigen Abends, zu dem der Wellcome Trust in London Euston eingeladen hatte. Gastredner waren Ben Goldacre, Autor des Buches «<a href="http://www.harpercollins.co.uk/Titles/36492/bad-science-ben-goldacre-9780007284870">Bad Science</a>» und die Medizinhistorikerin Roberta Bivins. Goldacre sprach über den Placebo-Effekt, die eigentliche Geschäftsgrundlage der Quacksalberzunft, Bivins über die besondere Bedeutung Londons als Handelsplatz und Nährboden der Quacksalberei.</p>
<p>Goldacre brachte vorwiegend Beispiele aus seinem Buch, in dem er – immer auf Gruppenstudien verweisend – beispielsweise aufzeigt, dass rote Zuckerpillen belebender wirken als blaue und dass vier Zuckerpillen besser wirken als zwei. Derlei psychologische Mechanismen, die zu einem subjektiven Heilungsempfinden führen, werden beispielsweise von Homöopathen gerne als Beweisführung für die Wirksamkeit ihrer <a href="kyriacou.ch/2009/05/mahlzeit-die-100-leckersten-homoopathischen-mittelchen/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Substanzen</a> missbraucht wird.</p>
<p>In einzelnen Ausstellungsräumen des Trust-eigenen <a href="http://www.wellcomecollection.org/exhibitionsandevents/index.htm">Museums</a> wurde in die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phrenologie">Phrenologie</a> eingeführt oder die Anwendung von Blutegeln aufgezeigt. Umrahmt wurde der Anlass durch witzige musikalische und theatralische Einlagen.</p>
<div id="attachment_1231" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1231" title="quack_theatre" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/L1040092-300x139.jpg" alt="3 ÄrztInnen aus drei Jahrhunderten bei der Erteilung von Diagnosen" width="300" height="139" /><p class="wp-caption-text">3 ÄrztInnen aus drei Jahrhunderten bei der Erteilung von Diagnosen</p></div>
<div id="attachment_1230" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1230 " title="quack_singers" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/L1040094-300x256.jpg" alt="Clive Greenwood und Troy Banarzi als singende viktorianische Quacksalber" width="300" height="256" /><p class="wp-caption-text">Clive Greenwood und Troy Banarzi als singende viktorianische Quacksalber</p></div>
<div id="attachment_1229" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1229" title="quack_assistants" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/L1040058-300x266.jpg" alt="Pillenandreherinnen bei der Arbeit" width="300" height="266" /><p class="wp-caption-text">Pillenandreherinnen bei der Arbeit</p></div>
<p>Ein wunderbar gelungener Abend, von der Londoner Kuratorin Alex Julyan hervorragend inszeniert. Die Einladung von Goldacre, der ein pointierter Kritiker von Pharmaunternehmen ist, deutet im Übrigen darauf hin, dass der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Wellcome_Trust">Wellcome Trust</a> tatsächlich völlig unabhängig vom Pharmariesen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/GlaxoSmithKline">GlaxoSmithKline</a> operiert, der aus der Fusion von GlaxoWellcome und SmithKline Beecham entstand.</p>
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		<title>Speechless&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 18:04:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Junk Science]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8230; but not actually surprised
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.plognark.com/?q=node/1129"><img style="border: initial none initial;" src="http://kyriacou.ch/files/thestupiditburns.jpg" alt="thestupiditburns" width="480" height="420" /></a><br />
<small>&#8230; but not actually surprised</small></p>
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