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Artikel mit dem Tag 'Neppenfang'

Politik »

[4 Jan 2009 | Noch kein Kommentar | 151 mal angeschaut]

WEF-Präsident Klaus Schwab kündigt medial«eine Zeit grösserer Bescheidenheit» an. Ein Umdenken stellt dies aber wohl kaum dar, eher ein Daherreden, wie’s dem Publikum zu belieben scheint. Für das gemeine Volk (vertreten durch Journalisten an einer Medienorientierung) macht Schwab nun also auf bescheiden und lässt gar seinen CEO Kevin Steinberg bereuen, dass Davos für die Bankenvertreter nicht viel mehr als eine Party-Kulisse darstellt.
Spricht er aber zu irgendeiner Lobby, wie im vergangenen Oktober, als er Gastredner beim US-Amerikanschen «Atlantic Council» war, bei dem Daniella Vasella und Josef Ackermann imBeirat sitzen, klingt es ganz anders, da verkauft er die WEF-Party als «Schlüssel zum Lösen der Systemkrise» und warnt vor zu viel Regulierung.

Politik, Wirtschaft »

[21 Okt 2008 | Noch kein Kommentar | 154 mal angeschaut]

Die Ausgangslage ist bekannt: Das Wunschliste des VBS, gemeinhin Rüstungsprogramm genannt, steht auf der Kippe. SVP, SP und Grüne haben das Durchwinken im Parlament verhindert.
Nun versuchen es die Militaristen auf eine neue Tour: Zur Sicherung von KMU-Arbeitsplätzen soll das Paket nun dienen. Es ist immerhin bezeichnend, dass die absurden militärischen Argumente fallen gelassen wurden. Dass nun aber Gruppierungen, die sich sonst nicht eben dem Keynesianismus verschrieben haben, auf einmal antizyklische Staatsausgaben zur Ankurbelung der Kriegswirtschaft propagieren, macht die Sache erst recht unglaubwürdig, beziehungsweise allzu durchsichtig: Genau so wie bei der christlichdemokratischen Abkehr der Forderung nach Zulassung von Parallelimporten dürfte die Unterstützung des Rüstungspaketes wohl eher von Zuwendungen der Industrie getrieben sein als von der Sorge um den Wirtschaftsstandort Schweiz. Wäre letzteres der Fall, würden wohl Investitionen in zukunftsträchtigere und für den Binnenmarkt bedeutendere Branchen vorgeschlagen.

Politik »

[10 Aug 2008 | Noch kein Kommentar | 178 mal angeschaut]

Dass das offizielle China nichts dem Zufall überlässt, überrascht wenig. Folgerichtig war die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele nicht nur bis ins letzte perfekt eingeübt, es wurde auch sichergestellt, dass allfällige Pannen verborgen blieben.
Menschen hat China seit je her unter Kontrolle, bei den 15’000 Tänzern brauchte es wohl keine weiteren Vorsichtsmassnahmen. Der ureigenen Pyromanentechnik hingegen trauten die Organisatoren offenbar nicht, wie heise.de berichtet:

Spektakuläre Bilder von mit Feuerwerksraketen erzeugten “Fußabdrücken” über der Stadt waren nicht live aufgenommen, sondern über ein Jahr mit Computeranimationen vorbereitet worden.
Ein Angestellter einer Video-Produktionsfirma klärte die Zeitung Beijing Shibaon darüber auf, dass nur die Schlusssequenz live übertragen worden sei.
«Aber die Zuschauer dachten, es sei echt – damit hat unsere Arbeit ihren Zweck erfüllt.»
Genau, Authentizität ist ja wohl etwas vom letzten, das die Zuschauer von den diesjährigen Olympischen Spielen wirklich erwarten.

Politik »

[3 Apr 2008 | Ein Kommentar | 146 mal angeschaut]

Stadtzürchern ist die Winkelwiese 10 inzwischen ein Begriff. Dieses städtische Grundstück von 2792m2 möchte der Stadtrat demjenigen im Baurecht abtreten, der am meisten zu zahlen bereit war. Merck-Erbe Frank Binder möchte für sich und seine Partnerin auf der Parzelle eine fünfstöckige Villa realisieren. GemässInterview mit dem Altstadtkurier soll eine Wohnung für ein Bedienstetenehepaar integriert werden.
In der SDA-Berichterstattung (bei 20 Minuten entdeckt) steht nun auf einmal, dass “etwa zehn Personen” in dem Haus wohnen sollen. Und eine weitere Zahl versucht, die Masslosigkeit des Projektes kleinzureden. Im Artikel steht, die Wohnfläche betrage rund 620m2. Mit Sicherheit nicht eingerechnet sind in dieser Zahl die Schwimmbäder und andere Nutzungsformen, beträgt doch die Bruttogeschossfläche der fünf überirdischen Geschosse rund 1400m2.
Über 3700 Unterschriften kamen innert der 30-tägigen Referendumsfrist zusammen (nötig sind 2000), rund 500 davon aus dem Kreis 1, in dem auch die Winkelwiese liegt. Das Signal der UnterzeichnerInnen, egal ob sie aus der Innenstadt oder den Aussenquartieren kommen, ist klar: Die …

Politik, Statistisches, Wirtschaft »

[20 Feb 2008 | Noch kein Kommentar | 113 mal angeschaut]

Ein Teilnehmer der Diskussion zur Unternehmenssteuerreform auf ignoranz.ch verwies heute auf eine dummdreiste Behauptung der economiesuisse, welche auf dem KMU-Portal des Bundes wiedergegeben ist:
economiesuisse rechnet damit, dass mehr als 500′000 Menschen von der Reform profitieren werden. Der Dachverband untermauert seine Vorhersage mit folgenden Überlegungen: Es gibt 267′000 KMU mit durchschnittlich zwei Aktionären, deren Firmenanteil mehr als 10% beträgt.
Ein kurzer Blick in die Statistiken des Bundes verrät, dass mehr als die Hälfte aller Unternehmungen in der Schweiz Einzelunternehmen und Personengesellschaften sind (2004 waren es 58%, neuere Zahlen liegen leider nicht vor.)
Von den rund 300′000 KMU (2005 waren es 297′694) sind also gerade mal um die 125′000 Kapitalgesellschaften oder Genossenschaften1. Die economie-Suisse-Zahl der potentiell Begünstigten hat sich also bereits mit der ersten Korrektur auf weniger als die Hälfte reduziert.
Doch nun zu den Beteiligungsverhältnissen: Leider scheint der Bund keine Statistik zur Anzahl Inhaber von Kapitalgesellschaften zur Verfügung zu stellen. Ein zuverlässiges Indiz, dass die Anzahl Mitinhaber mit einem Anteil von mindestens 10% …

Informatik »

[11 Feb 2008 | Noch kein Kommentar | 114 mal angeschaut]

Als Firmeninhaber kriegt man eine Menge unverlangter Post. Ganz besonders freuen tu ich mich jedesmal über die Abzockversuche von Anbietern irgendwelcher inoffizieller Handelsregister oder Internet- oder Telefonverzeichnisse.
Aus der nie abschwellenden Flut sei wieder mal eines herausgepickt zur ausdrücklichen Nichtempfehlung. Die B & P Dienstleistungen GmbH preist heute per Briefpost mit einem vorausgefüllten Formular (die Daten stammen aus dem Telefonbuch) ein Branchentelefonbuch an, dem der K-Tipp vor einem Jahr das Prädikat «völlig wertlos» verlieh. Jährlich wiederkehrende 860 Franken kostet die tolle «Dienstleistung».
Wer tatsächlich gefunden werden will, der empfehle ich, den eigenen Eintrag bei tel.search.ch um Branchenrubriken, email- und Web-Adresse und anderes mehr zu ergänzen. Denn dies ist erstens ein Verzeichnis, das rundum bekannt ist und auch genutzt wird, zweitens ist dort der Eintrag inklusive aller Zusatzangaben grati

Politik »

[12 Jan 2007 | Noch kein Kommentar | 132 mal angeschaut]

Von wirklich überflüssigen Regelungen
Die «IG Freiheit» von SVP-Nationalrat Peter Spuhler bekämpft die «überbordernde Regulierungswut» und sammelt Vorschläge für die Verleihung des «rostigen Paragraphen». Die Liste der Nominationen zeigt aber, dass die selbsternannten Freiheitskämpfer Scheuklappen zu tragen scheinen bei ihrer Suche nach «staatlichen Regulierungen und politischen Vorstössen, die dem Freiheitsgedanken zuwiderlaufen».
Nachfolgend ein paar zusätzliche Kandidaten, deren Aufnahme in ihre Liste sich aufdrängt. Sie werden selbstverständlich der IG Freiheit offiziell übermittelt. Und sobald sie sich zurückmeldet, wird dies hier auch ordentlich rapportiert.

Die restriktive Bewilligungspraxis der St Galler Stadtpolizei für Unterschriftensammeln auf öffentlichem Grund.
Die Gottesanrufung in der Präambel der Bundesverfassung
Die ins neue Asylgesetz (PDF) hineingezwängte Beugehaft
Die Wehrpflicht für Schweizer Männer (s.a. Blogbeitrag «Das Ende der Wehrpflicht»)
Die Ablehnung eines flexiblen Rententalters durch den Bundesrat

Informatik »

[3 Dez 2005 | Noch kein Kommentar | 486 mal angeschaut]

Jede Publikation im Handelsregister, sei’s eine Firmengründung oder ein Markeneintrag führt unweigerlich zu einem Berg an Briefpost von Neppenfängern, die mit amtlich aussehenden Briefen einen dazu verleiten wollen, für den Eintrag in irgendwelche wertlose Register Fantasiebeträge zu bezahlen.
Nun wird der «Markt Schweiz» gerade auf neue Art abgegrast. Eine dieser Neppenfirmen, die Deutscher Adressdienst GmbH, verschickt Rechnungen für ein «Internet Register der Schweiz». Dieselbe Masche haben sie bereits vor einem Jahr in Deutschland durchgezogen, trotz klarer Gerichtspraxis, dass dies als Täuschunggilt.
Pikant bei den eben erfolgten CH-Versänden: Rechnungen wurden (auch) für Domain-Namen verschickt, zu der kein Web-Auftritt existiert, in meinem Fall ging’s um eine Adresse, die ausschliesslich für das Betreiben einer Mailing-Liste* verwendet wird. Die Inhaber-Adresse der Domain kann ausschliesslich via Switch-Kundendatenbank in Erfahrung gebracht worden sein. Und Switch verbietet den kommerziellen Gebrauch der Daten ausdrücklich. Mal schauen, was sie zum aktuellen Fall meinen.
* Zweck der Liste: Verhindern einer Natel-Antenne auf der Dachterrasse unseres Wohnhauses, welche uns Bewohner von einem Teil …