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	<title>Andreas Kyriacou über Manches&#187; Schule</title>
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		<title>Würdigung des Dialekts im Deutschunterricht statt Mundartzwang im Kindergarten</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 07:24:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abstimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Zürcher Abstimmung vom 15. Mai]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Initiative «Ja zur Mundart» will dem Dialekt in der Schulkarriere mehr Platz einräumen und ihn «wenigstens im Kindergarten» erhalten. Ein verordneter Mundartzwang ist aber der falsche Weg, um Sprachkompetenz sowohl im Dialekt wie auch in der Hochsprache zu fördern.</strong></p>
<div id="attachment_4162" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/kindergarten.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="size-medium wp-image-4162" title="Bild: K. Johansson / wikipedia" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/kindergarten-300x269.jpg" alt="Bild: K. Johansson / wikipedia" width="210" height="188" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: K. Johansson / wikipedia</p></div>
<p>Ein Kind, das zweisprachig aufwächst, leistet erstaunliches: Es erlernt Wortschatz, Klangbild und Regelwerk beider Sprachen und auch, diese voneinander zu unterscheiden. Dies geht nicht ohne Phasen, in denen Elemente der beiden Sprachsysteme durcheinander geraten. Doch anders als einsprachig aufwachsende Kinder erwerben zweisprachige früh implizit ein Verständnis beispielsweise dafür, dass Gegenstände unterschiedliche Bezeichnungen haben können oder dass die Regeln, mit denen wir Zeitformen ausdrücken, sich von Sprache zu Sprache unterscheiden. Dieses Verständnis nicht bloss einer Einzelsprache sondern über Sprache an sich ist später auch im schulischen Umfeld hilfreich, wenn es darum geht, die Grammatikregeln der eigenen oder einer Fremdsprache formal zu erlernen.</p>
<p>Diese Chance, früh ein tiefergreifendes Sprachverständnis zu erlangen, bietet auch die «sanfte» Zweisprachigkeit, das Nebeneinander von Dialekt und Standardsprache. Die Initianten haben also durchaus recht, wenn sie einfordern, dass der Dialekt im Schulsystem mehr Platz erhalten soll. Ihr gewählter Ansatz ist aber grundverkehrt.</p>
<p>Die heutige Regel, dass im Kindergarten Dialekt wie Hochsprache während mindestens einem Drittel der Unterrichtszeit zu verwenden sind, gewährt den Lehrpersonen die nötige Gestaltungsfreiheit und erlaubt es ihnen, beide Sprachvarietäten so im Unterricht einzusetzen, dass sie gezielt separat geübt werden können.</p>
<p>Was es im Schulsystem bräuchte, wäre eine bessere Würdigung des Dialekts und der Kompetenzen, welche das Nebeneinander von Dialekt und Hochsprache mit sich bringt. All zu oft wird der Dialekt als etwas defizitäres angesehen, als verkümmerte Untermenge der Standardsprache. Die Schule hätte es in der Hand, in den Deutschlehrmitteln mit diesem Vorurteil aufzuräumen. Würde anhand von Beispielen aufgezeigt, dass der Dialekt auch differenzierter sein kann als die Standardsprache und dass das gleichzeitige Beherrschen von Dialekt und Hochsprache eine Stärke ist, könnte das Ziel der Initianten, den Dialekt als Teil des Kulturguts zu fördern, tatsächlich erreicht werden. Mit einem Anwendeverbot für die Hochsprache ist aber nichts gewonnen. Die Initiative ist deshalb abzulehnen.</p>
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		<title>Gastbeitrag auf mamablog: Wie das Fach Religion und Kultur zu retten wäre</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 10:46:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 20. Januar fragte die Journalistin Michèle Binswanger auf dem Mamablog der TA-Media: Soll Gott von der Schule fliegen? Anlass für den Beitrag war eine Ankündigung ihres Sohnes, dass er für das Wiederauftauchen eine Harry-Potter-DVD beten wolle. (Der Schwester riet er allerdings zum zeitgleichen Suchen.) Der weltlich geprägte Sohn hatte offenbar im Schulfach «Religion und Kultur» neue «Fertigkeiten» erlangt&#8230;
Es entstand eine intensive Debatte, ob und in welcher Form es Sache der Schule sei, Religionskunde zu unterrichten. Ein Aspekt kam in der Debatte zu kurz: Die Systemfehler des Zürcher Modells.
Heute erscheint von mir auf dem Mamablog ein Gastbeitrag mit dem Titel Wie das Fach Religion und Kultur zu retten wäre. Kommentare sind erwünscht!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/mamablog.jpg#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed"><img class="alignright size-full wp-image-3679" title="mamablog" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/mamablog.jpg" alt="" width="284" height="274" /></a>Am 20. Januar fragte die Journalistin Michèle Binswanger auf dem Mamablog der TA-Media: <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/14810/soll-gott-von-der-schule-fliegen/" target="_blank">Soll Gott von der Schule fliegen?</a> Anlass für den Beitrag war eine Ankündigung ihres Sohnes, dass er für das Wiederauftauchen eine Harry-Potter-DVD beten wolle. (Der Schwester riet er allerdings zum zeitgleichen Suchen.) Der weltlich geprägte Sohn hatte offenbar im Schulfach «Religion und Kultur» neue «Fertigkeiten» erlangt&#8230;</p>
<p>Es entstand eine intensive Debatte, ob und in welcher Form es Sache der Schule sei, Religionskunde zu unterrichten. Ein Aspekt kam in der Debatte zu kurz: Die Systemfehler des Zürcher Modells.</p>
<p>Heute erscheint von mir auf dem Mamablog ein Gastbeitrag mit dem Titel <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/14956/wie-das-fach-religion-und-kultur-zu-retten-ware/" target="_blank">Wie das Fach Religion und Kultur zu retten wäre</a>. Kommentare sind erwünscht!</p>
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		<title>Durchmarsch des Religiösen in der Zürcher Bildungsdirektion</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 09:02:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Bussen für Eltern, die ihre Kinder ferienhalber die Schule schwänzen lassen aber eine Generalamnestie für Eltern, die für Absenzen religiöse Gründe geltend machen – so also soll nach der Vorstellung involvierter Behörden in Zürich künftig Schulpolitik betrieben werden.
Vor vier Tagen berichtete die NZZ, ein Elternpaar aus Erlenbach sei mit 600 Franken gebüsst worden, weil es mit seiner fünfjährigen Tochter eine Reise zu ihrem ehemaligen guatemaltekischen Kindermädchen unternommen hatte und das Mädchen dadurch im Kindergarten an sieben Tagen unmittelbar vor und nach den Weihnachtsferien gefehlt hatte.
Die Botschaft schien klar: Schulische Präsenz geht privaten Interessen vor, unabhängig davon, wie wichtig diese aus Elternsicht sind. Doch nun kommt die Kehrtwende aus der Bildungsdirektion &#8211; die Privilegierung des Privaten ist allerdings ausschliesslich Gläubigen Eltern und Schülern vorbehalten. Für «hohe religiöse Feiertage» können Eltern ihre Kinder aus der Schule nehmen – und zwar ohne die beiden so genannten «Jokertage» zu beanspruchen, der allen Eltern jährlich zusteht. Muslimische Eltern beispielsweise können durch die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bussen für Eltern, die ihre Kinder ferienhalber die Schule schwänzen lassen aber eine Generalamnestie für Eltern, die für Absenzen religiöse Gründe geltend machen – so also soll nach der Vorstellung involvierter Behörden in Zürich künftig Schulpolitik betrieben werden.</p>
<p>Vor vier Tagen <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/600_franken_fuers_fehlen_im_kindergarten_1.3445947.html">berichtete</a> die NZZ, ein Elternpaar aus Erlenbach sei mit 600 Franken gebüsst worden, weil es mit seiner fünfjährigen Tochter eine Reise zu ihrem ehemaligen guatemaltekischen Kindermädchen unternommen hatte und das Mädchen dadurch im Kindergarten an sieben Tagen unmittelbar vor und nach den Weihnachtsferien gefehlt hatte.</p>
<p>Die Botschaft schien klar: Schulische Präsenz geht privaten Interessen vor, unabhängig davon, wie wichtig diese aus Elternsicht sind. Doch nun kommt die <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Wann-muslimische-Kinder-schulfrei-haben/story/10442522">Kehrtwende</a> aus der Bildungsdirektion &#8211; die Privilegierung des Privaten ist allerdings ausschliesslich Gläubigen Eltern und Schülern vorbehalten. Für «hohe religiöse Feiertage» können Eltern ihre Kinder aus der Schule nehmen – und zwar ohne die beiden so genannten «Jokertage» zu beanspruchen, der allen Eltern jährlich zusteht. Muslimische Eltern beispielsweise können durch die Inanspruchnahme dieser Regel ihre schulpflichtigen Kinder für das Fest des Fastenbrechens und für das Opferfest insgesamt sieben Tage aus dem Unterricht nehmen, ohne dass ihnen Repressalien wie den Erlenbacher Weltreisenden drohen.</p>
<p>In einer weiteren Regelung hat die Bildungsdirektion spezifisch islamischen Bedürfnissen nachgegeben: Die Schulen sind angehalten, keine Lager während des Ramadan durchzuführen. Diese Regel ist nicht praxistauglich, denn gerade die Zeit zwischen Sommer- und Herbstferien wird häufig für Lager verwendet.</p>
<p>Es zeichnete sich bereits an der einseitigen Ausgestaltung des Schulfachs «Religion und Kultur» ab: Bei der Bildungsdirektion ist das Religiöse auf dem Durchmarsch.</p>
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		<title>Veranstaltungshinweis: 24. August: Wer soll an der Volksschule unterrichten?</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 23:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Lehrpersonen zwischen Engagement und Indoktrination]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1356" title="Nonne mit Lineal" src="http://kyriacou.ch/wp-content/uploads/nun_ruler-150x150.jpg" alt="Nonne mit Lineal" width="150" height="150" />Im April gingen an der Pädagogischen Hochschule Zürich die Wogen hoch. Es fände eine Unterwanderung religiöser Fundamentalisten statt, die sich teilweise weigern würden, Unterrichtselemente wie Sexualkunde oder Evolutionslehre zu belegen. Eine Gruppe von Studenten forderte deshalb eine öffentliche Debatte zur Frage, wer an der Volksschule unterrichten soll. Eine erste, im Juni kurzfristig geplante Veranstaltung kam nicht zustande. Nun springen der VPOD und der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband in die Bresche und treten als Organisatoren auf:</p>
<blockquote>
<h3>Wer soll an der Volksschule unterrichten?</h3>
<p><strong>Lehrpersonen zwischen Engagement und Indoktrination &#8211; ideologisch, politisch, religiös</strong></p>
<p>Montag, 24. August 2009, 19.00 Uhr – ca. 20.30 Uhr<br />
Pädagogische Hochschule Zürich, Sihlhof im Raum LAA 120 <a href="http://map.search.ch/zuerich/lagerstr.5">Lagerstrasse 5, Zürich<br />
</a>(beim Hauptbahnhof)</p>
<p>Eine öffentliche Debatte um die ideale Schule mit:</p>
<p>• <strong>Hugo Stamm</strong>, Tages-Anzeiger<br />
• <strong>Ruedi Tobler</strong>, vpod Zürich Lehrberufe<br />
• <strong>Lilo Lätzsch</strong>, Lehrerin und Präsidentin ZLV<br />
• <strong>Johannes Zollinger</strong>, Kantonsrat, Präsident VZS Verband Zürcher SchulpräsidentInnen<br />
• <strong>Walter Bircher</strong>, Rektor Pädagogische Hochschule Zürich</p>
<p>Moderation: <strong>Peter Stücheli-Herlach</strong>, Präsident Stiftung Pestalozzianum für Bildung, Jugend, Dialog. Eintritt: frei.</p></blockquote>
<p><small>Zur religiösen Einflussnahme auf den Lehrplan siehe:<br />
30.07.2007: <a href="http://kyriacou.ch/2008/07/nur-ein-wenig-schopfungslehre-fur-zurcher-schuler/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Nur ein wenig Schöpfungslehre für Zürcher Schüler</a><br />
26.11.2006: <a href="http://kyriacou.ch/2006/11/als-hatte-die-aufklarung-nie-stattgefunden-zum-vorgeschlagenen-lehrplan-religion-und-kultur/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Als hätte die Aufklärung nie stattgefunden – zum vorgeschlagenen Lehrplan ‘Religion und Kultur’</a></small></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bern: FDP und GFL go religulous</title>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 07:28:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Dachschaden]]></category>
		<category><![CDATA[Das Wort zum Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
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		<category><![CDATA[Grünliberale]]></category>
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		<description><![CDATA[ Wort zum Sonntag 
Die Stadtberner Parlamentarier der Grünen Freien Liste und der EVP, die zusammen eine Fraktionsgemeinschaft bilden, haben ein gravierendes gesellschaftliches Problem entdeckt: Viele Schüler wissen nicht, wieso sie an Feiertagen frei haben. Dies ist ihnen ungeheuer und sie lieferten in der Form einer dringenden Motion eine Lösung: Die Lehrer &#8211; wer denn sonst? &#8211; sollen’s richten. Sie wollen die Lehrkräfte aller Klassen der Volksschule dazu verpflichten, «jedes Jahr vor jedem gesetzlichen Feiertag die Schülerinnen und Schüler kurz über den Sinn und Inhalt des Feiertages zu informieren». 
Die Motionäre stören sich an der Verweltlichung der ehemals christlichen Feiertage und meinen, es könne nicht angehen, «dass Schulabgänger Ostern in erster Linie mit Osterhasen und Eiern assoziieren.» Die Schule soll also zwangskorrigieren, was die Aussenwelt vermittelt. Die Motion wurde am vergangenen Donnerstagabend tatsächlich mit 32 zu 29 Stimmen überwiesen &#8211; unter anderem dank der fleissigen Unterstützung der Freisinnigen. Liebe GFL- und FDP-Parlamentarier: Nehmt doch den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Wort zum Sonntag </p>
<p>Die Stadtberner Parlamentarier der Grünen Freien Liste und der EVP, die zusammen eine Fraktionsgemeinschaft bilden, haben ein gravierendes gesellschaftliches Problem entdeckt: Viele Schüler wissen nicht, wieso sie an Feiertagen frei haben. Dies ist ihnen ungeheuer und sie lieferten in der Form einer dringenden Motion eine Lösung: Die Lehrer &#8211; wer denn sonst? &#8211; sollen’s richten. Sie wollen die Lehrkräfte aller Klassen der Volksschule dazu verpflichten, «jedes Jahr vor jedem gesetzlichen Feiertag die Schülerinnen und Schüler kurz über den Sinn und Inhalt des Feiertages zu informieren». </p>
<p>Die Motionäre stören sich an der Verweltlichung der ehemals christlichen Feiertage und meinen, es könne nicht angehen, «dass Schulabgänger Ostern in erster Linie mit Osterhasen und Eiern assoziieren.» Die Schule soll also zwangskorrigieren, was die Aussenwelt vermittelt. Die Motion wurde am vergangenen Donnerstagabend tatsächlich mit 32 zu 29 Stimmen überwiesen &#8211; unter anderem dank der fleissigen Unterstützung der Freisinnigen. Liebe GFL- und FDP-Parlamentarier: Nehmt doch den geschenkten Feiertag zum Anlass, darüber zu sinnieren, was das Wort «frei» in Euren Parteinamen eigentlich bedeutet. Wenn es nur noch in der Zusammensetzung &#8220;sinnfrei&#8221; Verwendung findet, solltet Ihr vielleicht mal über das Streichen des Begriffs nachdenken. </p>
<p>Adäquat auf das Überweisen der Motion reagierten die beiden Grünliberalen Michael Köpfli und Claude Grosjean: Sie verlangen in einem Postulat, in diesem Darwin-Jubiläumsjahr an der Schule einen Evolutionstag einzuführen, denn es könne nicht angehen, «dass Schulabgängerinnen und Schulabgänger das Leben und dessen Entwicklung und Vielfalt mit irrationalen wissenschaftlich nicht begründbaren Theorien in Verbindung bringen.» </p>
<p>Schöne Pfingsten allerseits &#8211; aus welchem Grund auch immer. Zur Einstimmung ein Lied von Christoph und Lollo:<br />
<p><a href="http://kyriacou.ch/2009/05/bern-fdp-und-gfl-go-religulous/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p></p>
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		<title>SVP-Pöbelei gegen Lavater-Lehrerschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 18:21:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[SVP]]></category>
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		<description><![CDATA[SVP-Fraktionssprecher Hans Frei fand an der Kantonsratssitzung vom vergangenen Montag wieder mal ein Thema, das ihm schlagzeilenträchtig genug schien, um sich kameragerecht zu empören. Er sieht in der letztwöchigen Solidaritätskundgebung für die Comagic-Zwillinge, die im Stadtzürcher Schulhaus Lavater stattfand, einen Rechtsmissbrauch und einen Verstoss gegen das Bildungsgesetz &#8211; ein Gesetz notabene, welches die Stimmberechtigten des Kantons Zürich im Jahr 2002 gegen den Widerstand der SVP angenommen hatten.
Es würde Hans Frei gut anstehen, auch das zweite Schulgesetz, gegen welches die SVP anrannte, einmal zu lesen. Das Volksschulgesetz aus dem Jahr 2005 legt im Paragraf 50, welcher die Stellung der SchülerInnen und Eltern regelt, folgendes fest:
Der Schulbetrieb orientiert sich am Wohl der Schülerinnen und Schüler.
Speziell für Hans Frei und andere pädagogisch herausgeforderte ist diese Selbstverständlichkeit also explizit verschriftlicht. Das Wohl der SchülerInnen war auch der Grund, weshalb im Juni 2008 sämtliche in der zuständigen Kreisschulpflege Uto vertretenen Parteien meinen Antrag unterstützt hatten, sich im Namen der Gesamtbehörde beim Vorsteher ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SVP-Fraktionssprecher Hans Frei fand an der Kantonsratssitzung vom vergangenen Montag wieder mal ein Thema, das ihm schlagzeilenträchtig genug schien, um sich kameragerecht zu empören. Er sieht in der letztwöchigen <a href="http://kyriacou.ch/2009/03/fall-comagic-regierungsrat-wird-von-allen-seiten-heftig-kritisiert/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">Solidaritätskundgebung für die Comagic-Zwillinge</a>, die im Stadtzürcher Schulhaus Lavater stattfand, einen Rechtsmissbrauch und einen Verstoss gegen das Bildungsgesetz &#8211; ein Gesetz notabene, welches die Stimmberechtigten des Kantons Zürich im Jahr 2002 gegen den Widerstand der SVP angenommen hatten.</p>
<p>Es würde Hans Frei gut anstehen, auch das zweite Schulgesetz, gegen welches die SVP anrannte, einmal zu lesen. Das <a href="http://www.zhlex.zh.ch/Erlass.html?Open&amp;Ordnr=412.100">Volksschulgesetz</a> aus dem Jahr 2005 legt im Paragraf 50, welcher die Stellung der SchülerInnen und Eltern regelt, folgendes fest:</p>
<blockquote><p>Der Schulbetrieb orientiert sich am Wohl der Schülerinnen und Schüler.</p></blockquote>
<p>Speziell für Hans Frei und andere pädagogisch herausgeforderte ist diese Selbstverständlichkeit also explizit verschriftlicht. Das Wohl der SchülerInnen war auch der Grund, weshalb im Juni 2008 sämtliche in der zuständigen Kreisschulpflege Uto vertretenen Parteien meinen Antrag unterstützt hatten, sich im Namen der Gesamtbehörde beim Vorsteher der Unsicherheitsdirektion für ein Bleiberecht für die beiden Sekundarschülerinnen einzusetzen. Auch die anwesenden Parteigenossinnen und -genossen von Hans Frei stimmten dem ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung zu – an einer Sitzung notabene, an der zuvor noch heftig über die Zusammensetzung des Co-Präsidiums gefeilscht worden war.</p>
<p>Die Schulpflege als Aufsichtsorgan über die Schulen kann froh sein, ist die Sorge um das Wohl der Kinder auch bei der Lehrerschaft eine Selbstverständlichkeit. Dazu gehört gelegentlich auch, den Schülerinnen und Schülern Raum zu geben, damit sie sich mit Anliegen, die ihnen äusserst wichtig sind, an die Öffentlichkeit wenden können. Der Vollblutpolitiker Hans Frei müsste eigentlich erfreut sein, dass Staatskunde nicht immer als trockenes Theoriefach unterrichtet wird.</p>
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		<title>Fall Comagic: Regierungsrat wird von allen Seiten heftig kritisiert</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 09:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Dachschaden]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Zürich]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Quartier Zürich-Enge gibt nicht auf: Im Schulhaus Lavater zeigen aktuell SchülerInnen, LehrerInnen und Nachbarn an einer Medienveranstaltung, dass sie die angedrohte Ausweisung der beiden Sekundarschülerinnen Aleksandra und Tijana Comagic und deren Mutter Olivera nicht hinnehmen wollen. Ronny Stocker der Väterinitiative Zürich 2 und Daniel Schafroth, Co-Leiter der Schuleinheit Lavater verlesen Grussbotschaften der neu gewählten Stadträtin Corine Mauch (SP) und des Schulvorstehers Gerold Lauber (CVP). Bereits am Vortag hatten Noch-Stadtpräsident Elmar Ledergerber (SP) und Stadträtin Kathrin Martelli (FDP) den Medien gegenüber deutlich gemacht, dass sie die neuerliche Ablehnung des Härtefallgesuchs der Familie Comagic durch den Regierungsrat nicht nachvollziehen können.
Dass der regierungsrätliche Entscheid von der Politik nicht getragen wird, ist seit langem klar. Im Juni 2008 hatten sämtliche Fraktionen der zuständigen Kreisschulpflege meinen Antrag unterstützt, bei Regierungsrat Erich Hollenstein für ein Bleiberecht für Comagics einzutreten. Im Monat darauf folgten persönliche Erklärungen der Kantonsrätinnen aus dem Quartier, Françoise Okopnik (Grüne) und Sabine Ziegler (SP). Und diesen Januar ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignright" style="width: 215px"><img title="Aleksandra und Tijana Comagic" src="http://kyriacou.ch/files/comagic-zwillinge.gif" alt="Aleksandra und Tijana Comagic (Foto: Timmy Stocker)" width="205" height="195" /><p class="wp-caption-text">Aleksandra und Tijana Comagic (Foto: Timmy Stocker)</p></div>
<p>Das Quartier Zürich-Enge gibt nicht auf: Im Schulhaus Lavater zeigen aktuell SchülerInnen, LehrerInnen und Nachbarn an einer Medienveranstaltung, dass sie die angedrohte Ausweisung der beiden Sekundarschülerinnen Aleksandra und Tijana Comagic und deren Mutter Olivera nicht hinnehmen wollen. Ronny Stocker der Väterinitiative Zürich 2 und Daniel Schafroth, Co-Leiter der Schuleinheit Lavater verlesen Grussbotschaften der neu gewählten Stadträtin Corine Mauch (SP) und des Schulvorstehers Gerold Lauber (CVP). Bereits am Vortag hatten Noch-Stadtpräsident Elmar Ledergerber (SP) und Stadträtin Kathrin Martelli (FDP) den Medien gegenüber deutlich gemacht, dass sie die neuerliche Ablehnung des Härtefallgesuchs der Familie Comagic durch den Regierungsrat nicht nachvollziehen können.</p>
<p>Dass der regierungsrätliche Entscheid von der Politik nicht getragen wird, ist seit langem klar. Im Juni 2008 hatten sämtliche Fraktionen der zuständigen Kreisschulpflege meinen Antrag unterstützt, bei Regierungsrat Erich Hollenstein für ein Bleiberecht für Comagics einzutreten. Im Monat darauf folgten persönliche Erklärungen der Kantonsrätinnen aus dem Quartier, Françoise Okopnik (Grüne) und Sabine Ziegler (SP). Und diesen Januar sprachen sich in der <a href="http://www.lokalinfo.ch/zuerich-2/artikel/detail/article/123/svp-gemeinde.html">Quartierzeitung Zürich 2</a> die beiden SVP-Gemeinderäte Rolf Stucker und Mauro Tuena ebenfalls deutlich dafür aus, der Familie den Verbleib in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen.</p>
<p>Geprägt ist die Medienveranstaltung allerdings nicht von politischen Stellungnahmen sondern vom Engagement der Schülerinnen und Schüler. Sie drücken mit Gedichten, Liedern und Ansprachen ihre Solidarität aus. Der mehrheitlich aus Landvertretern zusammengesetzte Regierungsrat interessiert sich allerdings nicht für das Gemeinschaftsleben in der Stadt Zürich. Es ist an der Zeit, dass das urbane Zürich ein eigenständiger Kanton wird!</p>
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		<title>Musikinitiative zustande gekommen &#8211; und nun?</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 05:50:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Die am vergangenen Freitag formell zustande gekommene Initiative «Jugend und Musik» will den schulischen und ausserschulischen Musikunterricht intensivieren. Sie folgt damit einem Trend: Der Fächermix der Volksschule wird zunehmend über Volksinitiativen festgelegt. Im Kanton Zürich beschloss der Kantonsrat sowohl die Einführung des verfassungsmässig auf äusserst wackeligen Füssen stehenden obligatorischen Religionsunterrichts wie auch de Wiedereinführung des Handarbeitsunterrichts aufgrund von eingereichten Volksinitiativen.
Was auf den ersten Blick sympathisch erscheinen mag &#8211; das Volk bestimmt, was an der Volksschule unterrichtet wird &#8211; geht so nicht wirklich auf. Es kann nicht sein, dass alleine der Organisationsgrad von Interessenvertretern bestimmt, welche Fächer neu in den Lehrplan aufgenommen werden. Man kann schlicht nicht endlos Zusatzstunden anhäufen.
Ein Beweggrund für die Musikinitiative war, dass schweizweit das Angebot an ausserschulischem Musikunterricht sehr uneinheitlich ist. Dass die Initianten hier Druck machen, ist nachvollziehbar. Bei der Forderung nach neuen Pflichtstunden stellt sich aber eine ganz andere Frage: Darf’s aus Sicht der Initianten lieber etwas weniger Mathe, weniger Sprachunterricht ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die am vergangenen Freitag formell zustande gekommene Initiative «Jugend und Musik» will den schulischen und ausserschulischen Musikunterricht intensivieren. Sie folgt damit einem Trend: Der Fächermix der Volksschule wird zunehmend über Volksinitiativen festgelegt. Im Kanton Zürich beschloss der Kantonsrat sowohl die Einführung des verfassungsmässig auf äusserst wackeligen Füssen stehenden <a title="Blog:Als hätte die Aufklärung nie stattgefunden - zum vorgeschlagenen Lehrplan 'Religion und Kultur' &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Das Wort zum Sonntag&lt;/small&gt;" rel="self" href="http://www.kyriacou.ch/files/zum_vorgeschlagenen_lehrplan_religion_und_kultur.html">obligatorischen Religionsunterrichts</a> wie auch de Wiedereinführung des Handarbeitsunterrichts aufgrund von eingereichten Volksinitiativen.</p>
<p>Was auf den ersten Blick sympathisch erscheinen mag &#8211; das Volk bestimmt, was an der Volksschule unterrichtet wird &#8211; geht so nicht wirklich auf. Es kann nicht sein, dass alleine der Organisationsgrad von Interessenvertretern bestimmt, welche Fächer neu in den Lehrplan aufgenommen werden. Man kann schlicht nicht endlos Zusatzstunden anhäufen.</p>
<p>Ein Beweggrund für die Musikinitiative war, dass schweizweit das Angebot an ausserschulischem Musikunterricht sehr uneinheitlich ist. Dass die Initianten hier Druck machen, ist nachvollziehbar. Bei der Forderung nach neuen Pflichtstunden stellt sich aber eine ganz andere Frage: Darf’s aus Sicht der Initianten lieber etwas weniger Mathe, weniger Sprachunterricht oder doch lieber weniger Turnen sein? Dazu gibt ihre <a rel="self" href="http://musikinitiative.ch/">Website</a> leider keine Auskunft&#8230;</p>
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		<title>Von den linken SVP-Schulpflegern</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 11:41:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Extraseichtes]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach den Blicken über die Grenzen wieder mal eine Zürcher Dorfposse: Im Zürcher Stadtkreis Kreis 2 lebt eine serbische Mutter mit ihren beiden Zwillingstöchtern, welche seit ihrem zweiten Lebensjahr im Quartier zu Hause sind und dort in zwei Wochen ihr letztes Sekundarschuljahr beginnen werden. Der Familie droht nun allerdings die Ausschaffung, da der Mutter nach ihrer Scheidung die Aufenthaltsgenehmigung entzogen wurde. Verschiedene Seiten haben sich für ein Bleiberecht für die drei ausgesprochen, was die Stadtzürcher SVP folgendermassen kommentiert:
Was jetzt passiert, ist die übliche Solidaritätswelle, die in unserer lieben Heimat in jedem solchen Fall sämtliche Vernunft wegschwemmt. Schulklassen vor dem Rathaus inklusive Transparenten und Flugblättern, Solidaritätsfest vor dem Schulhaus, Homepage mit Blog (www.teenies2.ch) und Gnadengesuch an den Regierungsrat (wer bezahlt eigentlich?) [...] Völlig unreflektiert lassen wir unser Mitleid sprechen. Ein Mitleid, das von linken Schulpflegern, Lehrern, dem Schulsoziologen, dem Schulleiter sowie SP Gemeinde- und Kantonsrätinnen dankbar aufgegriffen und kanalisiert wird.
Dass sich die zuständige Schulpflege dafür einsetzt, dass ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den Blicken über die Grenzen wieder mal eine Zürcher Dorfposse: Im Zürcher Stadtkreis Kreis 2 lebt eine serbische Mutter mit ihren beiden Zwillingstöchtern, welche seit ihrem zweiten Lebensjahr im Quartier zu Hause sind und dort in zwei Wochen ihr letztes Sekundarschuljahr beginnen werden. Der Familie droht nun allerdings die Ausschaffung, da der Mutter nach ihrer Scheidung die Aufenthaltsgenehmigung entzogen wurde. Verschiedene Seiten haben sich für ein Bleiberecht für die drei ausgesprochen, was die Stadtzürcher SVP folgendermassen <a rel="self" href="http://www.svp-stadt-zuerich.ch/?PageID=23&amp;showDetails=276">kommentiert</a>:</p>
<blockquote><p>Was jetzt passiert, ist die übliche Solidaritätswelle, die in unserer lieben Heimat in jedem solchen Fall sämtliche Vernunft wegschwemmt. Schulklassen vor dem Rathaus inklusive Transparenten und Flugblättern, Solidaritätsfest vor dem Schulhaus, Homepage mit Blog (www.teenies2.ch) und Gnadengesuch an den Regierungsrat (wer bezahlt eigentlich?) [...] Völlig unreflektiert lassen wir unser Mitleid sprechen. Ein Mitleid, das von linken Schulpflegern, Lehrern, dem Schulsoziologen, dem Schulleiter sowie SP Gemeinde- und Kantonsrätinnen dankbar aufgegriffen und kanalisiert wird.</p></blockquote>
<p>Dass sich die zuständige Schulpflege dafür einsetzt, dass die beiden Mädchen zumindest ihre Grundausbildung in der Schweiz beenden können, hatte ich an der letzten Sitzung vor der Sommerpause angeregt. Mein Vorschlag war, als Gesamtbehörde dem obersten Chef des Migationsamtes, CVP-Regierungsrat Hans Hollenstein, ein entsprechendes Schreiben zuzustellen. Die anwesenden SVP-Mitglieder unterstützten den Antrag geschlossen. Überhaupt zog nur ein einziges Mitglied der 25-köpfigen Behörde nicht mit. Es sei den LeserInnen überlassen, einzuschätzen, ob unsere Behörde (inkl. SVP-Fraktion) nun geschlossen linksaussen steht oder ob sie einfach eine etwas andere Vorstellung von Kindswohl hat als der anonyme Redaktor der SVP-Webseite.</p>
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		<title>Missionieren statt bilden &#8211; Religionsunterricht im Alltag</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 07:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[«Was spricht dagegen?» fragte ein Kommentator zu meinem neulichen Blogeintrag zum neuen Zürcher Schulfach «Religion und Kultur». Die Absichtserklärungen klingen ja durchaus redlich, «teaching about religion», nicht «teaching religion» &#8211; so wird es neudeutsch erläutert &#8211; sei das Ziel. Der Lehrplan enthält allerdings &#8211; wie in meinem Kommentar erwähnt &#8211; keinerlei weltliche Sichtweisen, so dass die zwingende Neutralität des Unterrichts kaum zu erreichen ist.
Dass zudem der Wille fehlt, das Missionieren wirklich aussen vor zu lassen, sei an einem Beispiel aus St. Gallen erläutert, über das 20min.ch heute berichtet:
Den Frauenklöstern in der Ostschweiz sterben die Nonnen weg. Weit und breit ist kein Nachwuchs in Sicht. Werbung soll nun junge Frauen ins Kloster locken.[...] Im Religionsunterricht in der Primarschule stehen Klosterbesuche inzwischen auf dem Programm.
Genau hier hört der Spass auf. Das Anwerben von GlaubensgenossInnen hat gefälligst ausserhalb der Räumlichkeiten öffentlicher Schulen zu erfolgen. Könnte sich die St. Galler Politik da bitte mal drum kümmern? Danke.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>«Was spricht dagegen?» fragte ein Kommentator zu meinem <a rel="self" href="http://kyriacou.ch/2008/07/nur-ein-wenig-schopfungslehre-fur-zurcher-schuler/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">neulichen Blogeintrag</a> zum neuen Zürcher Schulfach «Religion und Kultur». Die Absichtserklärungen klingen ja durchaus redlich, «teaching about religion», nicht «teaching religion» &#8211; so wird es neudeutsch erläutert &#8211; sei das Ziel. Der Lehrplan enthält allerdings &#8211; wie in meinem Kommentar erwähnt &#8211; keinerlei weltliche Sichtweisen, so dass die zwingende Neutralität des Unterrichts kaum zu erreichen ist.</p>
<p>Dass zudem der Wille fehlt, das Missionieren wirklich aussen vor zu lassen, sei an einem Beispiel aus St. Gallen erläutert, über das 20min.ch heute <a rel="self" href="http://www.20min.ch/news/stgallen/story/24700086">berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>Den Frauenklöstern in der Ostschweiz sterben die Nonnen weg. Weit und breit ist kein Nachwuchs in Sicht. Werbung soll nun junge Frauen ins Kloster locken.[...] Im Religionsunterricht in der Primarschule stehen Klosterbesuche inzwischen auf dem Programm.</p></blockquote>
<p>Genau hier hört der Spass auf. Das Anwerben von GlaubensgenossInnen hat gefälligst ausserhalb der Räumlichkeiten öffentlicher Schulen zu erfolgen. Könnte sich die St. Galler Politik da bitte mal drum kümmern? Danke.</p>
]]></content:encoded>
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