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Artikel mit dem Tag 'Sport'

Politik »

[10 Aug 2008 | Noch kein Kommentar | 177 mal angeschaut]

Dass das offizielle China nichts dem Zufall überlässt, überrascht wenig. Folgerichtig war die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele nicht nur bis ins letzte perfekt eingeübt, es wurde auch sichergestellt, dass allfällige Pannen verborgen blieben.
Menschen hat China seit je her unter Kontrolle, bei den 15’000 Tänzern brauchte es wohl keine weiteren Vorsichtsmassnahmen. Der ureigenen Pyromanentechnik hingegen trauten die Organisatoren offenbar nicht, wie heise.de berichtet:

Spektakuläre Bilder von mit Feuerwerksraketen erzeugten “Fußabdrücken” über der Stadt waren nicht live aufgenommen, sondern über ein Jahr mit Computeranimationen vorbereitet worden.
Ein Angestellter einer Video-Produktionsfirma klärte die Zeitung Beijing Shibaon darüber auf, dass nur die Schlusssequenz live übertragen worden sei.
«Aber die Zuschauer dachten, es sei echt – damit hat unsere Arbeit ihren Zweck erfüllt.»
Genau, Authentizität ist ja wohl etwas vom letzten, das die Zuschauer von den diesjährigen Olympischen Spielen wirklich erwarten.

Sonderbares »

[7 Jun 2008 | Noch kein Kommentar | 131 mal angeschaut]

Dass der Termin immer näher rückt, war unvermeidlich. Als Niederdorfbewohner ist man mittendrin. Ebenfalls unvermeidlicherweise. Im fernen Wollishofen hingegen, am heutigen Dorfmärt, an dem ich an einer Velobörse der Pro Velo aushelfe, deutet nichts darauf hin, dass irgendetwas besonderes ansteht.
Frohes Feiern, Fiebern oder Fernbleiben allerseits

Unter sunnebuebe.ch eine eigene Tanzgruppe zusammenstellen

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[27 Apr 2008 | Noch kein Kommentar | 116 mal angeschaut]

Die Uefa definiert gerne ihre eigenen Spielregeln – und zwar beileibe nicht nur für den Fussball. Übertragungsrechte für Fussballspiele möchte sie liebend gerne frei von gesetzlichen Schranken versteigern, Gastwirten, das Biersortiment vorschreibenund nun wollen sie auch noch Bussen verteilen:
Legal erworbene Tickets für die Euro 08 weiterzuverkaufen, verstösst gegen die Nutzungsbedingungen der Uefa. Der Europäische Fussballverband hat deshalb bereits einige hundert Personen gebüsst.(NZZ).
Die UEFA unterhält nun also eine eigene Wirtschaftspolizei, die gegen Personen vorgeht, die irgendwelche klein gedruckten Vertragsbestimmungen missachtet haben sollen? Dann soll sie halt Zivilklagen einreichen, aber gefälligst die Hände von der Rechtssprechung lassen. Mir reichen die Kirchen und das Militär, die sich bereits (semilegalisiert) als Staat im Staat aufführen. Vereine, die das auch noch tun, brauchen wir definitiv nicht.
Die UEFA scheint aber nach mehr zu streben, wie sie am vergangenen Freitag verkündete:
As things stand, the European sports federations do not have the necessary legal security to be able to fulfil their statutory tasks, notably to be able …

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[8 Apr 2008 | Noch kein Kommentar | 141 mal angeschaut]

Der diesjährige olympische Fackellauf ist möglicherweise der erste und letzte, der derart megalomanisch aufgezogen wurde. Kevan Gosper, IOC-Pressesprecher und Vizechef der IOC-Koordinationskommission für Beijing2008, spekulierte, dass künftig die Flamme direkt von Olympia ins Gastgeberland geschickt werden könnte.
Gosper verurteilte die Proteste in London und Paris, nannte die Demonstranten «professionelle Störer, die voller Verbitterung und Hass» seien. Das ist natürlich Dummfug. Natürlich gab es gut organisierte Gruppen, Exiltiberter beispielsweise, die auch allen Grund zur Verbitterung haben, oder die Vertreter der der reporter sans frontières, die ihre Aktionen bestens vorbereiteten. Aber Tausende «professionelle Störer» auf den Plan zu rufen, das kriegen wohl nur Diktaturen wie das Gastgeberland gebacken. Das IOC liess nach der Vergabe der Spiele an Beijing verlauten, dass ein Land mit einer starken Regierung den Spielen Vorteile bringe. Die Organisatoren sind also selbst schuld, wenn sie nun die Fackel durch Länder jagen, in denen die Bevölkerung nicht einfach alles konzertiert bejubelt, was ihnen an Spielen dargeboten wird.
Das IOC …

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[6 Apr 2008 | Noch kein Kommentar | 155 mal angeschaut]

Die olympische Fackel wurde heute also durch London getragen. 2000 Polizisten und ein Rudel chinesischer Sicherheitsbeamter waren nötig, um sicherzustellen dass dem Symbol des Friedens und der Verbundenheit zwischen den Völkern das Licht nicht ausging.
In London scheiterten die Versuche von Demonstranten, die Fackel zu ergreifen oder mit einem Feuerlöscher auszublasen.
Morgen ist Paris an der Reihe, auch dort dürften ein paar Überraschungen auf die Stafettenläufer im Dienste Beijings warten. Es ist also durchaus möglich, dass während der 123 noch verbleibenden Tage das olympische Feuer doch noch irgendwo auf der Strecke bleibt, auch wenn für die Jintaoiade natürlich nichts dem Zufall überlassen wird. (1936 misslangen die zahlreichen Versuche, das Feuer für die Hitleriade zu löschen.)
Die Vereinten Nationen haben übrigens beschlossen, dass ihre Mitarbeiter nicht am Fackellauf in Nordkorea teilnehmen sollen, aus Angst die Regierung von Kim Jong-il könnte den Anlass für Propagandazwecke missbrauchen. Neiaberau, dass es tatsächlich solche Regierungen gibt auf der Welt…

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[30 Mrz 2008 | Noch kein Kommentar | 174 mal angeschaut]

Swatch-Gründer Nicolas Hayek ist 80 und kein bisschen müde. Dies zeigt einInterview mit der NZZ am Sonntag. Mit einer neu gegründeten Holding-Gesellschaft will er den Energiemarkt aufmischen und hochwirksame Solarzellen, dezentrale Wasserstoffproduktion, alltagstaugliche Brennstoffzellen und leistungsfähige und günstige Batterien entwickeln.
Doch nicht nur für die Umwelt setzt sich Hayek gemäss Selbstdarstellung ein. Gerechtigkeit, Freiheit und die Menschenrechte sind ihm nicht minder wichtig. Es ist zu hoffen, dass sein Tatendrang und sein unbestrittenes Durchsetzungsvermögen dazu reichen, dass er den Beijing 2008-Sponsor Omega zu mehr werden lässt als zu einem blossen Kollaborateur mit einem brutalen Regime.

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[19 Mrz 2008 | Noch kein Kommentar | 114 mal angeschaut]

Die ethnischen Minderheiten machen “nur” knapp zehn Prozent der Gesamtbevölkerung Chinas aus. Aber zusammen bilden sie immerhin eine Gruppe von rund 100 Millionen Personen. 64 nationale Minderheiten zählt die offizielle Statistik. Die Han-Chinesen, bei welchen die wirtschaftlichen und politischen Fäden zusammenlaufen, stellen sicher, dass die Minderheiten nicht aufbegehren. Und ihnen scheint jedes Mittel recht.
Gemäss Reporter sans frontières nehmen die Repressionen im Vorfeld der Olympischen Spiele laufend zu. Vertreter der Uiguren – ein turkmenisches Volk – wurden wegen separatistischer Tätigkeit exekutiert. Und natürlich nehmen auch Überwachung und Zensur des Internet laufend zu. Aber das IOC sieht sich weiterhin nur für Brot und Spiele zuständig…

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[17 Mrz 2008 | Noch kein Kommentar | 126 mal angeschaut]

Gemäss Journalisten ohne Grenzen (rsf) versprach der Bürgermeister von Beijing vergangenes Jahr Folgendes:
The freedom of foreign journalists to carry out their professional work, will be guaranteed
Dumm nur, dass über Unruhen und möglicherweise Hunderte Toter zu berichten, nach chinesischer Auffassung offenbar nicht zum Aufgabenbereich eines Journalisten gehört. Denn gemäss rsf werden seit dem 12. März ausländische Medienvertreter nicht mehr nach Tibet gelassen, und mindestens 25 dort und in anderen Gegenden mit tibetischer Bevölkerung tätige Berufsleute wurden ausgewiesen.
Grösste Sorge für das Internationale Olympischen Komitees scheint derweil zu sein, ob die Olympische Fackel wie geplant durch Tibet getragen werden kann. Offenbar kann nur so die frohe Olympische Botschaft ungetrübt in die Welt posaunt werden:
The Olympic torch is a powerful symbol which inspires people from all over the world to overcome their differences and come together in mutual understanding in anticipation of the games which it heralds.
Mein für Beijing 2008 vorgeschlagene Slogan crueler, meeker, swankier scheint leider immer passender. Eigentlich habe ich mit …

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[11 Feb 2008 | Ein Kommentar | 114 mal angeschaut]

Noch 179 Tage bis zum Beginn der Olympischen Spiele in Beijing. Und die Stadt putzt sich ganz schön raus. «Preserving the Charm of Beijing» heisst es dazu auf der offiziellen Website. Dass dafür nach Schätzungen 1.25 Millionen Menschen zwangsumgesiedelt wurden, schmälert den Charme natürlich kein Bisschen.
Diese Olympischen Spiele sollen die profitabelsten aller Zeiten werden, so Gerhard Heiberg, Marketing-Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). 65 Millionen Dollar bezahlen die 54 offiziellen Sponsoren je einzeln für ihre Teilnahme am «Olympic Partner Programme». Da soll es natürlich keine Zwischenfälle geben wie 1968 in Mexiko, als die beiden schwarzen US-Amerikanischen 200 Sprinter Tommie Smith und John Carlos auf dem Siegerpodest ihre Arme zu einem «Power to the People»-Gruss empor streckten und der zwischen ihnen platzierte Australier Peter Norman seine Sympathie mit dem Tragen eines «Olympic Project for Human Rights-Badges ausdrückte.
Im Jahr 2008 sollen die Athleten natürlich die Friede-Freude-Eierkuchen-Stmmung auf keinen Fall mit lästigen Hinweisen auf die alltägliche Repression unterdrücken. Es soll schliesslich nicht erneut …